Archiv der Kategorie: Teehaus Shui Tang Zürich水美堂

Es geschehen lassen

Die schwierigste Aufgabe in Shui Tang ist Kundinnen über Teatoys zu beraten. Die meisten Damen in diesem Land lieben weiss und wollen alles in einem Set haben!

Ein Set!

Was heisst ein Set? Eigentlich von Vorhang bis zum Sofa, von Tisch bis zu Schuhen und von Teller bis zur Teekanne! Wo steht der Mensch? Der Mensch steht immer in Augen des anderen…

„Wissen Sie, wenn ich nicht weiss kaufen würde, dann muss ich meine ganze Einrichtung komplett neu kaufen!“ Dieses Argument höre ich immer wieder und ich bleibe dabei relative cool…. Was hätte ich denn sagen sollen?

Was heisst Stil? Was heisst das ästhetische Vermögen….?

Es war eine Dame, die kam zu Shui Tang und wollte eine Lack-Tablett aus Tokyo kaufen. Der Preis schockte sie und der Stil irritierte sie. Trotzdem war sie begeistert von der Exotik und fragte mich, ob ihre grüne Teekanne auf diesem Tablett stehen kann. „Warum nicht?“ „Aber die Farbe…?“ „Wissen Sie, in der Ästhetik des Tees wird die Farbe, Stil und Material nie bei einem Tee wiederholt. Man wiederholt nicht bei einem Tee das gleiche Material, den gleichen Artist und den gleichen Stil. Brüche muss es geben.“ Sie schüttelte ihren Kopf. Eine schöne grüne Teekanne aus Yingge gefielt ihr sehr gut. Diese Celadon-Kanne traf an diesem Tag ganz frisch ein. Sie war sehr unsicher. Sie sagte, in der Schweiz sei man anders. Sie wollte mit ihrem Architekt kommen und er sollte ihr das O.K. geben. Ich war einverstanden – es war mir gleich.

Der junge Architekt war begeistert und sagte ihr, „Alles. Kaufe alles.“ Natürlich tat die Dame nicht und sie kaufte das Tablett. Die Kanne? „An diesen Tag als Sie da waren, hat eine junge Dame sie gleich gekauft.“ Sie war zwar geschockt, aber nicht zu schlimm. Tage später kam sie wieder.

„Ich suche etwas für das Tablett. Etwas für Schokolade oder Apero.“ Eine Schale? Sie nickte. Wir schauten verschiedene Dinge an. Sie zweifelte immer wieder an das Material, an die Farbe und an die Form. „Passt das überhaupt zusammen?“ sie stellte immer wieder die gleiche Frage. Ich sagte immer wieder ja ja. Sie schüttelte immer wieder ihren Kopf und wiederholte den Satz, „In der Schweiz sind wir anders.“

Warum denkt man dauernd, ob alles nicht zusammen passt? Mit welchen Augen betrachtet man die Dinge, die einem gefallen? Mit seinen eigenen oder mit jemanden anders? Ich kenne das Spiel sehr gut, denn ich zweifele auch immer an meinen Stil! (Habe ich einen?) Ich habe immer Zweifel an Kleider und Farbe. Am Ende kleide ich nur sehr konservative ein und kaufe immer bei dem gleichen Geschäft. Das Modische (das im Hier und Jetzt getragen werden soll) traue ich mir nie zu tragen. Also ich trage nie Dinge im Hier und Jetzt, sondern irgendwo. Einfach meine Art. Was die anderen so hoch halten, halte ich mich fern!

Was ist denn daran so schlimm, wenn man nicht gestylt ist? Oder wenn man einen unangepassten Stil hat? Was ist denn daran so schlimm, wenn man keinen Stil zeigt? Ist es ein Stil, nein — ein Style eine Vorraussetzung als ein „akzeptierter“ Mensch zu sein?

„Versuchen Sie einfach, das zu kombinieren, was für Sie schön und stimmt. Was die anderen sagen, ist es doch egal! Das Ästhetische ist in dem Kombinieren von Brüche!“

Die Dame blieb unsicher und wollte wieder mit ihrem Berater kommen.

Leider war ich nicht da, als sie mit dem Berater kam. Carola war da und die Schale, die sie sehnsüchtig kaufen wollte, waren allerdings nicht mehr da.

Carola erzählte mir von ihrem geschockten Gesicht. Die Dame konnte nicht glauben, weshalb sie immer die Dinge verpassen, was ihr eigentlich doch recht gefielen! Sie schrieb ihre Telefonnummer auf und ich sollte sie zurückrufen.

Ach, was könnte ich für sie tun? Beziehungsweise – das bringt doch nichts. Wenn man nicht im Hier und Jetzt lebt, wenn man immer in Augen des anderen lebt, wenn man nicht im richtigen Moment spontan entscheiden kann, verpasst man immer die Dinge, die einfach einmalig sind! Es tut mir zwar leid, aber was hätte ich machen sollen?

Man kann nicht alles kontrollieren, um anderen Menschen zu gefallen.

Es geschieht so, wie es sein sollte.

Es blüht Magnolien

Ich wurde vor paar Wochen krank. Eine seltene Krankheit in meinem hohen Alter. Eigentlich bekommt man Windpocken als Kind. Ich bekam es einmal als Kind in Taiwan. Später einmal als eine junge Studentin in Deutschland. Nun wieder das dritte Mal als frische Immigrantin in der Schweiz. Ein seltender Fall, sagte Medizinerin Heike. Ich stimmte zu.

Mit dem Jucken hatte ich im Griff. Aber mit meiner eigenen Eitelkeit nicht. Ich litt und leide unter dem schlimmen Gesicht. Ein Jammer.

Alle sagen mir, „Menglin, paaae auf! Du gibst zu viel.“

Das stimmt vielleicht. Aber bekomme ich wohl nicht zurück?

Was es den anderen Menschen angeht, geht es mir nicht an. Es ist allerdings meine eigene Aufgabe, auf mich selbst aufzupassen. Es ist mein Leben. Ich kann Menschen nur so nehmen, so wie sie sind und versuche sie und mich nicht zu verurteilen.

Es ist klar, man gibt sehr viel Energie für das Geschäft. Man setzt alles ein für die Klienten. Man gibt bevor man überhaupt etwas zurück erhalten kann.

In der Tat bekomme ich sehr viel von den Menschen, die zu Shui Tang kommen! Von Walter erhielt ich gestern wieder wunderschöne Tulpen! Sie lächeln nun am Schaufenster den Passanten an. Und von A. J. bekam ich eine wunderschöne Karte von blühenden Magnolien. Am einen ruhigen Mittag des Vorfrühlings trank er seinen Qilan Dancong und unser Gespräch wurde sentimentaler als wir von unserem Fremdsein sprachen. Fremd in seinem eigenen Land, fremd in einem fremden Land. Er schrieb mir ein Gedicht. Er sagte, meine Tränen waren ein Geschenk und inspirierte ihn:

Ein herzliches Lachen erhellt

die ganze Welt

und es sind

auf dem ganzen Erdreich

die Tränen gleich.

Es erkennt im weinen

der Mensch die Seinen.

Shui Tang sei nicht nur Liquid Delicacies, sondern – Liquid Pearls.

Schritte für Gongfu Cha

Schritte für Gongfu Cha

Auf die Frage, was wir tatsächlich in dem visuellen Auftritt von Shui Tang machen möchten, hat es lange gedauert, bis wir eine Antwort fanden.

Es sind bereits zu viele Shops, zu viele Selbstdarstellungen von Autoritäten und zu viele Marktschrei. Was möchten wir wirklich tun? Roger rat mir, anstatt ein Shop von vielen anderen zu sein, wäre es wichtig etwas für Bildung des Tees zu unternehmen. Das visuelle Shui Tang sollte Teefreunde präsentieren können, wie Tee „gespielt“ werden kann.

Was brauchen wir tatsächlich, um Gongfu Cha zu spielen? Was für Teatoys sind erforderlich um das Spiel mit dem Tee in verschiedenen Variationen zu experimentieren?

Heute trafen wir zusammen, machten unsere Skizze. Tashi sollte am Sonntag fotographieren, wie Gaiwan, Gongfu Cha und Matcha in Schritt-Folge durchgeführt werden. Ich bin selbst sehr gespannt!

Geschenke, Shui Tang

Geschenke, Shui Tang

„Das ist mein Leben,

und die Welt schuldet mir nichts.

Ryokan, Zenmönche und Dichter in Japan. 1758-1831″

Mit großer Begeisterung schickte meine Schwester mir die wunderbare kraftvolle Kalligrahpie als Attachment und bewundert die Freundschaft von Matsu You. Er bat seinen Lehrer, der inzwischen 91 Jahre alt und als ein großartiger Künstler verehrt ist, für mich und Shui Tang eine Kalligraphie zu schreiben. Sie sagte, sie sei sprachlos, als der Postbote sie überreichte.

Ich kenne You seit paar Jahren. Im Grund genommen kenne ich ihn nicht. Es gibt Menschen, die man zum ersten Mal begegnet und nie vergisst, als ob man sich bereits seit Jahrtausend kennen würde. Es gibt Menschen, mit denen man immer nur auf Distanz eine kühle Beziehung pflegt. You gehört zu den letzten. Aber irgendwie sind wir uns doch irgendwo begegnet. Aber wie? Das weiß er wahrscheinlich selbst besser. Ich als ein extrovertierter Mensch versteht die innere Stadt vieler Menschen nicht. Also, ich will es auch nicht mehr verstehen.

Er schickte das Geschenk einfach so, ohne Kommentare.

Ich bekam das wunderbare Geschenk und wußte es nicht wirklich erwidern.

In diesem Frühlingswetter kam sie gegen Abend in die Tür. Sie, trug ein Kopftuch, klares Gesicht mit blasser Haut. Langsam erzählte sie mir, dass sie Krebs an Brust hatte und nun Theraphie hinter sich hat. Ihr Arzt sagte, Grüntee sei gesund gegen Krebs… Ihre Geschichte stich mein Herz. Als eine Frau kann ich es so gut nach fühlen. Im den höhen und Tiefen des Lebens sind wir eigentlich miteinander verbunden. Ich rate ihr den Bai Maohou zu nehmen. Ein gut mütiger Grüntee, der immer gut mit den Menschen meint, sich nie beschwert, wenn er zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Sein gemeidiger Aufguss wird ihre trockene Schleimhaut gut tun. Dann für den Energieaufbau pfahl ich den Pu Er 1990, der selbst Menglin gut besänftigt und aufbaut.

Ich bat ihr in Shui Tang kurz zu verweilen. Gerne möchte ich sie zu einer Tasse Tee einladen. Einen Cuiyu bereite ich ihr zu. Dieser einfache und gute Tee kann sie bestimmt mit den schönen Düfte und Aromen verwöhnen! Wie erwartet versank sie in die meditative Stimme – die hat man, wenn man die Schönheit des Lebens erlebt. „Maiglöckchen…“ seufzte sie. Ich nickte. „Die Düfte und die Aromen, die man einmal im Tee erlebt, bleibt für immer bei uns selbst! Dies kann niemand uns wegnehmen!!“ … Maiglöckchen wird Dir viel Mut geben, auf einen weiten schmerzhaften Weg.

Am Ende wollte sie unbedingt die Teatoys mitnehmen. Sie will auch nicht mehr auf die Schönheit des Lebens verzichten, wenn man sie einmal geschnuppert hat. Ich schenkte ihr den schönen Maiglöckchen-Cuiyu, der ihr jeden Tag zu einem guten Tag beitragen kann. Sie sagte mir, ob sie die Tees in dem wunderschönen Lackdosen aufbewahren kann. „Lackdose?“ “ Ja, ich bin sicher, diese Dose ist aus Ihrem Geschäft.“ Ach! die wunderschöne Pflaumen-Dose aus Tokyo! „Waren es ein Paar?“ „Ja, Es waren mein Bruder und seine Frau. Sie schenkte mir zum Geburtstag!“ Ich kann mich so gut an das Paar erinnern. Sie verbrachen viel Zeit, um ein Geschenk auszusuchen. Sie schaute mehrere Dinge an und liessen am Ende das kostbare Stück von Shui Tang einpacken.

„Sie haben ein wertvolles Geschenk von Ihrem Bruder und aus diesem Laden erhalten.“

„Ja, ich weiß.“

Ich vergass ihren Name zu fragen.

Teeliste von Teeseminar am 21.03.2010

Wir haben folgenen Tees degustiert:

1. Einblick in die Vielfalt der chinesischen Teewelt

Weißer Tee, Gelber Tee, Grüner Tee, Oolong, Roter Tee,  Gelagerter Tee ( in China „Schwarzer Tee“ genannt), Blumentee.

Yinzhen Baihao, Huang Ya (Yünan), Anji Baicha, Jade Oolong, Dianhong Jinzhen, Pu Er Wuliangshan 2009, Pu Er Cangcui 2009, Jamin Yinhao

 

2. Der Faktor Teebaum, Anbaugebiet und Produktion

Wie manifestieren sich diese Faktoren im Tee? Kann ein OEM Produkt genau so gut schmecken wie ein Original?

 

Jadeoolong

Longjing 

 

3. Der Faktor Herstellungsmethode

 

Durch unterschiedliche Herstellungsmethoden und unterschiedliche Erntezeiten entstehen unterschiedliche Tees, obwohl die Teepflanzen und die Anbaugebiete identisch sind.Wir werden anhand verschiedener Teemuster die Unterschiede zwischen Erntezeit und Herstellungsmethode herausfinden.

Sanxia Baicha, Sanxia Fancy Oolong, Sanxia Bi Luochun

Sijichun 2010, Sijichun Fancy Nostalgie

4. Fehler in der Produktion

Wie manifestieren sich Fehler? Ist ein Rauchtee einfach nur rauchig? Ist ein Schwarztee einfach nur schwarz? Was bedeutet, ein ausgewogener Geschmack von Tee und der Rauchnote? Die Tees erzählten uns selbst, was sie sind.

Lapsang Souchung (Shui Tangs Kollektion) 2008, Lapsang Souchung Bio, Lapsang Souchung (Teehaus Würle), Lapsang Souchung 2009, Korea Beauty

5. Der Faktor Lagerung

Wie verändert Zeit den Teegeschmack? Ein Tee, der fermentiert wurde, verändert sich anders als ein Grüner Tee wie z.B. gelagerter Pu Er. Durch die Degustation unterschiedlicher, langjährig gesammelter Beispiele können wir die faszinierende Veränderung der Geschmacksnuancen am Tee durch die Lagerung feststellen. Ein Pu Er, der über lange Zeit gelagert wird, schmeckt einfach anders als ein Pu Er, der im Reformhaus verkauft wird und aufgrund der steigenden Nachfrage künstlich fermentiert wurde.

Pu Er 1990, 1999 Simao, 1980 Simao, 2006 Yiwu, 2008 Yiwu, 2006 Bio

6. Der Faktor Welken, Fermentation und Röstung

Wie manifestieren sich diese Faktoren im Tee?Was bedeutet Welken, Fermentation und Röstung in der Produktion von Tee? Diese Frage werden wir durch das Vergleichen von Teesorten, die unterschiedlich fermentiert und geröstet werden, beantworten.

Tie Guanyin Anxi (nicht geröstet) 2009, Anxi geröstet 2006, Pinglin 2008, Muzha 2008, Lishan Holzkohle Tie Guanyin 2004

7. Geographische Faktoren: Anbaugebiet, Höhe der Teegarten. Man kann die Höhe eines Teegartens schmecken! Glauben Sie nicht? Probieren Sie es selber aus!

Qingxin Mingjian 2009, Qingxin Dongding Original 2009, Qingxin Nostalgie 2009, Qingxin Alishan 2009, Qingxin Lishan 2009

Tee und Fiktion

Ich setzte mich am anderen Ufer des Flusses, als Frühlingsregen anfing, zu tropfen. Ich war nicht allein – begleitet von vielen Menschen – am anderen Ufer.

Hätte ein Teeliebhaber sich entwickeln können, wenn er stets im Rad des Lebens verwickelt ist? Hätte ein Teeliebhaber sich entwicklen können, wenn er die Tees nur von Büchern lesen kann anstatt selbst auszuprobieren?

Er sagte, er will all die teatoys in dem Zimmer haben, wo er sit-zen kann.

Hätte eine Frau je solche Essays und Romane wie Shakespeare oder Göthe schreiben können? Hätte eine Frau in seiner Zeit wie Shakespeare die Unzulänglichkeit einer Frau überwinden können, wen sie ein Zimmer für sich allein hätte und dazu – ein bisschen eigenes Geld?

Ich sagte, ja.

Ein Frühlingsanfang mit schönen warmen Regen. 15 Leuten zogen sich zurück in einem Zimmer für sich allein, um Tee zu widmen. Alle haben ein bisschen Geld mitgenommen, um die Kostbarkeit des Tees zu „tragen“.

Shui Tang war und ist das Zimmer für uns allein…

Es war das erste Seminar, das in Shui Tang stattfindet. Dank Monika, ohne sie wäre das Seminar nicht entstanden, wenn sie nicht dran blieb mich zu fragen, wann endlich ein Datum… Dank Carola, trotz ihrer schwachen Gesundheit kam sie um all die Hintergrundsarbeit zu erledigen und zu helfen. Ihre Großzügigkeit lässt sich nicht wortlich erwidert werden. Ich weiß, dass es der Tee ist, der ihr Kraft gibt. Eine klare wahrhaftige Energie, die sich nicht beirren lässt, weil es wahrhaftig ist. Wenn die Menschen aus dem freien Willen sich entschieden haben, etwas zu tun, wird eine starke Kraft ausgesetzt. Diese Kraft kann so viele Dinge im Leben und in der Gesellschaft bewegen!

Wir rochen und tasteten die Vielfalt des Tees. Wir versuchten die Geschmäcke zu reflektieren und zu benennen. Wir erkannten in vielen vielen Düften und Aromen unsere Identitäten und unsere Wege. Ein Tee für mich oder gar nicht… Und von dort fange ich jetzt an, mich diese neue Welt anzunähren und entdecken!

„Maiglöckchen ist er!“ sagte Monika zu einem Sijichun 2010. Ich fragte sie, “ wie fühlst Du Dich dabei? Wenn Du an Maiglöckchen denkst?“ “ Gut, sehr gut, ich rieche den Frühling!“ Wie poetisch? Ich rieche den Frühling…

Sicher ist es eine Fiktion, wenn sie sagte, sie roch an Sijichun Maiglöckchen. Natürlich ist es eine Fiktion, wenn sie behauptet, in Sijichun den Frühling zu riechen. Woher sollte sie denn wissen, dass der Sijichun ausgerechnet den chinesischen Name trägt, „der ewige Frühling“!!? 

Wenn eine Frau, ein Zimmer für sich allein hat, dazu das eigene Geld, dann kann sie Fiktion schreiben, in jeder Zeit und zu jeder Epoche! Wenn ein Teemensch ein Zimmer, einen Raum für sich allein hat, dazu das bisschen eigene Geld, dann erlebt er den Frühling im Tee in jeder Zeit…

Wenn wir gelernt haben, Tee zuzuhören, dann haben wir eine Chance, Tee nicht mehr nur narrativ zu wiedergeben. Wir haben vielleicht eine Chance, den Tee mit dem Körper und Herzen wahrzunehmen, einen poetischen Zugang zu schaffen! Wir müssen nicht mehr mittels Tee über das vermeintliche uns sprechen, um mit dem anderen zu diskutieren. Wir können einfach unser Sein sein lassen und mit Tee uns selbst besser zu verstehen. Alle Lösungen von Probleme liegen in uns und nicht woanders. Wozu lernst Du Tee, damit Du bei den anderen Menschen besser punkten kannst? Es geht eigentlich doch nur um Dich, um Dein Leben…

Wer sagte, dass Teetrinker Esoteriker und Traumtänzer sind? Ein Zimmer für sich allein, dazu ein bisschen eigenes Geld braucht man um Tee zu entdecken und weiter auf den Weg zu gehen. Verdiene Dir Dein eigenes Geld, schaffe Dir einen Raum im Aussen und im Innen, und der Frühling ist schon längst da!

Chinese Master Potter in Ballenberg

Yi-Xing Kanne erleben in Ballenberg? Es ist möglich. Dank der Bemühung von Sandra Häuptli ist es möglich mitten im Europa eine Ton-Kanne nach dem Stil von Yixing bei der Herstellung live zu erleben und sogar selbst zu lernen.

Sa. 18.09 Chinese Master Potter in Ballenberg, www.ballenbergkurse.ch

Sa. / So. 25. und 26.09 Workshop in Basel Lehmhuus

 

Die Frühlingsselektion von Shui Tang

Die Frühlingsselektion von Shui Tang 水美堂 habe ich folgenden Tees ausgesucht:

Longjing Meijiawu 龍井梅家塢: ein schöner Longjing. Auch wenn er nicht der so genannte Shi Feng Longjing heisst, vermittelt uns ein ungewöhnliches Erlebnis mit Longjing. Floral, erfrischend und leicht fruchtig. Ein wunderbarer Tee für ein Frühlingsstarter, der unseren Köfper hilft, sich zu reinigen. Ich würde ihm empfehlen eher nachmittags zu trinken.

Zheng Dongdig Wulong 正凍頂烏龍: ein Oolongklassiker. So einen Tee muss man einmal richtig erlebt haben. Der meist gefälschte Oolong, häufig wird er verkauft als Dungti oder Tungting. Das kann sogar aus Thailand oder aus China kommen. Der originale Dongding schmeckt einfach für sich selbst. Man fühlt sich nicht nur wie auf einer Blumenwiese, sondern wie auf einen Berg, richtig aufgestellt. Eon schöner Oolong, der im Frühling auch unseren Körper hilft, Stoffwechsel anzuregen. Am besten nach der Mahlzeit!

Dianhong Jinzhen (Dianhong Needle) 滇紅金針: mein Frühstückstee. Ein Dianhong sollte laut der chinesischen Medizin der schönen Haut und gute Figur beitragen. Ich trinke ihn nicht wegen all diesen Gründen, sondern ich schätze seine Einfachheit und seine unverfälschte malzige Aromen. Mein Frühstückstee, der mich auf Shui Tang vorbereitet, Wärme spendiert und das innere Motor aufwärmt.

Ich wünsche allen einen schönen Frühling!

DRS 1

Es war ein komischer Tag.

Im Schlaf rief mich sehr früh morgen jemand an – es war so ca. 9.30. Eine Einladung zur einen Live-Sendung in DRS1. (Und am diesen Tag sturmte eine Journalistin aus Spanien ins Shui Tang – dies erzähle ich Euch später)

Sie glaubten, dass ich sehr viel interkulturelle Erfahrungen habe – das stimmt. Sie dachten, ich könnten ihnen etwas in der Sendung über meine Reise in der Welt erzählen, wann ich über den Tisch gezogen wurde. Leider, sagte ich im Telefon, ich handele hauptsächlich mit SCHWEIZER…

Was kann man denn berichten über den Handel mit den Schweizer?

Natürlich berichte ich gerne über meine Erfahrungen, als ich das Gefühl hatte, über den Tisch gezogen zu werden. Aber diese Erfahrung brachte mich nicht zu schmunzeln, sondern – zum NACHDENKEN…

Ich war sehr nervös. Live Sendung! Ich hoffte, meine Zunge beissten meine Zähne nicht. Die letzten zwei Radion-Interviews waren aufgenommen und ich war nicht so unvorbereitet. Ich hoffe, mein Deutsch verlasse mich nicht…

Nun kann man unter diesem Link das Gespräch hören. Ich kam als der letzte Gast ins Studion und sprach zum ersten Mal meines Leben vor dem echten Mikrofon.

http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/treffpunkt/2785.sh10126156.html

 

Teeseminar am Sonntag – ausgebucht

Das Seminar am Sonntag ist bereits ausgebucht.

Vielen Dank für so viele Anfragen und ich freue mich auf einen sehr intensiven Arbeitstag!

Eine dringende Bitte an allen Teilnehmer:

Bitte kein Parfüm, keinen Lippenstift – Deo ist erlaubt. Sonst nichts.

Für das Mittagsessen wird Take-Away von Lotus-Garten organisiert. Oder man kann selbst etwas mitbringen. In der Nähe von Shui Tang gibt es genügend Restaurant und Mac….