Juwelen von Shui Tang

Die Stadt ist gezuckert. Selten erlebt man Zürich so unschuldig und süss… Alles ist langsamer, auch das Auto.

An so einen gezuckerten Tag verläuft es recht ruhig. Auch an einem ruhigen Tag passierte Dinge, die einen zum Nachdenken bringt.

Ich lernte zwei neuen „Spielfreunde“ kennen, David und Bruno. Wir spielten geraden Gongfu Cha mit Oriental Beauty 2009. Ein leichter eleganter Oriental Beauty aus Qingxin Oolong Pinglin. Wir rochen Blüte und hörten Bienensummen…

Ein Herr, ein prächtiges Wesen öffnete die Tür und spazierte hinein. Ich grüsste ihn. Er sagte, „Nur neugierig.“ „Das gefällt mir!“ erwiderte ich.

Er spazierte einmal herum und fragte mich, ob wir nicht gerade vom Oriental Beauty sprachen. Ich nickte den Kopf.

„Dann geben mir einfach den besten Oriental Beauty von Ihnen.“ er war sehr selbst sicher, „Wenn er nicht gut ist, sehen Sie mich nie wieder.“ Er schaute mich an, „es ist ihr Verlust.“

Ich lachte ihn herzig an, „Nein, mein Verlust ist es sicher nicht. Es ist Ihres.“

Ich bin einfach da, nicht weil ich etwas besonders bin. Auch wenn ich eitel bin, muss ich Dir nicht gefallen. Auch wenn ich gerne etwas verkaufe, muss ich das Geld von Dir nicht verdienen. Wenn Du willst, kann ich Dir etwas zeigen, aber es muss nicht sein… inshiala.

Er schaute mich prüfend. Ich lächelte weiter. „Geben Sie doch noch einen anderen Juwel von Ihnen.“

Ich zeigte ihn den Phönix Dancong Milanxiang.

„Sind sie die Juwelen von Hier?“

„Sie sind zwei von den Juwelen in diesem Haus.“ ich sagte es sehr bestimmt.

„Ich will solche Kategorie wie Oriental Beauty.“

Ich versuchte ihn den Benjamin Button (Alishan 2004) zu empfehlen. Er sei ihm zu dunkel. Ich zeigte ihn Alishan 1999. Er war nicht angetan. Dann lächelte ich noch einmal und sagte, „Bleiben Sie bei dem Oriental Beauty. Bald wird ein Oriental Beauty eintreffen, der über Holzukohle geröstet ist. Die sorgfältige Röstung bringt zwar den Duft und die Leichtigkeit zum Hintergrund, aber der Geschmack wird vielschichtiger und tiefgründiger.“

„Also, Sie sehen mich wieder.“

„Glauben Sie es?“

„Nachdem Sie mir einen Vortrag gehalten haben, ich glaube, dass ich Sie wiedersehen will.“

„Ich will niemandem einen Vortrag halten.“

„Vielleicht, besser ausgedrückt, Sie haben mir ein Gedicht vorgelesen.“ Er öffnete die Tür.

Ich bin einfach hier, nicht weil ich nutzlich oder wichtig bin. Wenn Du willst, kannst Du gerne kommen. Und wenn das Karma es erlaubt… inshiala…, werde ich nicht nein sagen.

 

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