Archiv für den Tag 10/04/2009

Discover Japan vol 3

Wer demnaecht oder im Moment in Japan reist, gerne Tee trinkt, wuerde ich auch das Buch (Magazin) empfehlen. 

Discover Japan vol.3, 933 JP

In diesem Magazin steht viele wichtige Informationen ueber japanischen Tees, Anbaugegend und Teeshops oder Teebars. Eine moderne Selbstdarstellung des Japanischen Teeverstaendnis.

Fukujuen 福寿園京都本店

Ein traditionelles Teehaus in einem neuen Japan-Modern Stil neu eroeffnet. Das Shop hat neu Stockwerke und gehoeren eigentlich auch zu einem Tee-Reise in Kyoto.

mlfushouyuan

http://www.fukujuen-kyotohonten.com/

Das Kuchen Set kann ich waermsten weiter empfehlen! Aber Das Hojicha Cappuchino… Lieber Finger weg lassen, finde ich… Die Teekueche ist gut, leider verstehen die Personal nicht sehr gut Englisch.

Wer gerne leicht geraucherte Chachaku (Bambusloeffel) hat, kann im 5. Stock einkaufen. Ansonsten ist das Teegeschirr dort eine andere Kategoerie als fuer das normale Geldbeutel.

Der Sencha wurde in einem Degustierglas (fuer Wein) serviert, kalt, gruen und durchsichtlich. Interessante Idee!

Die Tassen haben schoenes Design! Ich denke sofort an unsere Arbeit bei dem Logo Entwicklung von Shuitang. Diese Reise gab mir viele Inspiration fuer den weiteren Weg mit Tee. Das tut eigentlich immer die Reise!

Hana (Blume)

Hana

Am letzten Tag in Kyoto trennte ich mich von meiner Schwester. Erleichtert schreite ich auf  meinen eigenen Weg. Schwester koennten sehr verschiedenen sein, sind allerdings die besten Freunde, die miteinander streiten koennen.

Ich hatte viel einzukaufen. Auch wenn die Kyoto von praechtigen Blueten gefuellt wird, eilte ich mich zu meinem Ziel. Fuer Shuitang, fuer Hans und fuer Eiping und Shujing musste ich etwas besorgen. Bereits war ich in verschiedenen Laeden und suchte nach dem speziellen Chasen, was als Ueberraschung dienen sollte. Suchen, Jaggen und tragen, drei Akte, die aufeinander in einer Reise folgen und ein Muss und manchmal eine Last fuer mich bedeuten. Aber ich liebe das Gesicht der Ueberraschung und die Augen der Freude. Fuer diesen Augenblick nehme ich gerne alles im Kauf.

Taschen wurden immer schwerer, Geldscheinen wurden duenner. Neben dem Urasenke Buero lief ich langsam in der Gasse. Hier schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Schritte wurden immer langsamer und zoergerlicher. Ich fuehle immer, dass ich einmal hier gelebt haette. De Ja Vu ist immer eine Illusion, eine Illusion an etwas teilgenommen haben zu wollen. Ploetzlich stand ich voe drei suessen zarten haengenden Kirschbaeumen. Ein unscheinbares Tempel, unbedeutender alleiner Tempelvorsteher, der mich gerade entdeckte, eine Katze, die mich beobachtete, spielenden Kinder, die mich ignorierten. Was fuer einen herrlichen und wunderschoenen Ort! Tenmangon! Der Fruehling kuesste, die zarten rosa, satten rosa und reinen rosa Kirschblueten huellten mich mit ihren haengenden Aermen. Manchmal wehte eine frische Brise, ich roch dem Weihrauch. Manchmal wurde das Wasserpatschen hoerbar. Oft lachten die Kinder nebenan. Friedlich, angekommen und schoen. Diese Schoenheit in diesem Augenblick hat mich immer wieder an meinem Lieblingsgedicht erinnert. Ein Gedicht der Vergaenglichkeit, eine tiefe Seufz der Veraengenlichkeit. Aber in jenem Moment war ich beruehrt von dieser vergaenglichen Schoenheit, als ob alles nicht mehr wichtig waere, weil alles vergaenglich ist. Auch wenn diese Schoenheit vergaenglich ist, wuerde es mich nicht mehr bewegen. Denn ich war einheitlich mit ihr. Nur in jenem Hier und Jetzt war ewig, alles anderen waren nicht mehr bedeutend. Alles ist nur relativ, nicht wahr? Hana (Blume) blueht in jedem Jahr nach ihrem Rythmus. Ich bin unbedeutend. Alles ist nur relativ.

Ich wusste nicht, wie lang ich dort sass. Ich hoerte immer mehr Schritte, die von den Kirschblueten angezogen waren. Weiter fuhr ich mit dem Bus in mein Lielingsviertel neben dem Ksierpalast. Dort entdeckte ich einsame Handwerker, die allein Bambus schnitten, allein Papier klebten oder Holz verarbeitetn. Sie tun so, als ob sie schon immer dasselben tun wuerde, seit der Ewigkeit. Ich stand vor einem Fenster schaute einen einsamen Mann, de gerade Bambus verarbeitete. Ich tat so, als ob ich etwas gesucht haette. Er tat so, als ob ich nicht fremd gewesen waere. Warum zog mich die einfache Bewegung eines Menschen an, der sich nur auf sein Tun konzentriert ist? Was beruehrte mich denn so? Damit die schoene Dinge selbst zu Sprache kommen – sind schoene Dinge immer von einem bescheidenen Herzen gemacht, nicht wahr?

Zu Entdeckung einer Stadt gehoeren paar Stunden, die sinnlos rumlaufen. So entdeckt man interessante Menschen, die aehnliche Dinge suchen und zufaellig auf den Weg laufen. Ich stand in einem alten chaotischen dunklen Haus. Zufaellig schauten mich zwei fremden Augen, ein Auslaender aus  einem fernen Land. Er suchte etwas, wo ich auch suchen wollte. Alte Teller, alte Eisenkanne, alte Tabletten. Ich war frech und schnell und bereits etwas gefunden. Ich wollte noch etwas fuer Shuitang kaufen, ein Tabak-Se aus Lack. Waehrend ich den Preis verhandelte, fiel eine Porzellan Tasse aus der Hand dieses jungen Mannes auf dem Boden. Zu teuer war der Preis und ich ging weiter. Unbewusst ging ich wieder in einen gleich dunkelen chaotischen Laden. Zufeallig fand ich wieder diese fremden Augen. Wir lachten uns in die Augen. Scheinbar suchten wir gleichen Dinge. Was suchst Du hier?

Am Ende landete ich zwischen Sakes. Der Sommerlier war begeistert von meiner Interesse. Zehn verschiedenen Sake schenkte er mir ein. Eins war besser als das andere! Ich entschuldige mich steandig fuer die Degustation, er sagte stete „Ie, ie.“ Obwohl wir nicht viel miteinander austauschen konnten. Aber Sake spricht fuer sich. Worte sind nur missverstaendlich. Er hat verstanden, ich hatte Freude. Ich dachte an das lachende Gesicht von Roger. Ich lachte in die Sake. Leicht betrunken lief ich in Isetan. 4 Falschen Sake! Gott sollte sie hueten bis in die Schweiz!

Natuerlich habe ich viele Fotos bzw. meine Schwester hat viele Fotos geschossen. Aber das Bild, was ich im Flughafen fand, war genau das, was ich in diesem Tempel erlebte. Ich wuensche, das Bild spricht fuer sich!

Foto von Unsodo.