Eine Tasse gegen Unzulänglichkeit des Lebens

Eine Tasse gegen Unzulänglichkeit des Lebens

Pingsheng Bu RuYi Shi, Jie You Maokong San.

All das, was mich belastet, quält und ärgert, scheint in diesem Moment durch diese Tasse aus meine Poren zu erlöschen.

Lu Qian.

Zu wenig Zeit, um einen anständigen Betrag über die neuen Erfahrung mit Yous Pu Er zu schreiben. Zu wenig Zeit, um Bücher anständig zu widmen. Wie ein Hund schrieb mir ein Freund aus Paris, er fühlte sich zur Zeit wie ein Hund. Dieser Ausdruck benutzen wir beide aus unserer Unizeit von NTU. Wie ein Hund fühlte ich richtig in letzter Zeit. Kein anständies Essen, kein anständiges Schlaf und keine anständige Sehnsucht nach schönen Dinge des Lebens. Ein Hund hat zumindest einen anständigen Rythmus zum Leben, schlafen, wann er will und essen, so lang es gibt. Insofern würde ein Hund uns beide verbieten, unser Leben mit seins zu vergleichen.

Für mich hat der Genuss von Pu Er Tee auf zwei verschiedene Art: ein Genuss des Geschmacks und ein Erlebnis der Energie – was in Chinesisch Qi heisst. Ohne esoterisch zu werden möchte ich das Wort Energie vereinfachen, einfach als das Erlebnis nach dem Trinken, was uns alles erinnert, was uns in Körper erweckt.

Die meisten Pu Er sind entweder aus den kleinen gezuchteten Teebusch von Teegärten, oder aus den verwilderten oder weniger gepflegten alten grossblätterigen Baum. Beiden Tees geben unterschiedliche Geschmackserlebnisse. Chou, Yu erzählte mir einmal von seiner Vorliebe. Tee aus alen wilden Baum, am besten unter der Sonne getrocknet, mit Hand (bzw. Fuss) gepresst. Dieser Tee sollte nach dem Dampf noch einmal nur unter der Sonne trockenen. Da der Temperatur zwischen 30-40 Grad von der Sonne die besten Bedingung für einen gepressten Pu Er ist, zum nachreifen.

Viele Menschen sind scharf auf Teefladen, der nur aus feinen Tipp hergestellt ist. Wenn man allerdings die alt gelagerten Pu Er (Die Klassifikation von „hao“) betrachtet, merkt man, dass die damaligen Tipps fett und gross waren. Chou, Yu kritisierte, dass diese falsche Trend von dem Grüntee, dessen Tipp klein und fein sein sollte. Aber Pu Er ist Pu Er. Da der grüne Tee heute am besten vermarktet ist, werden alle anderen Teesorten richtig von dem Markttrend beschädigt! Auch der schöne faccettenreiche Oolong leidet immer mehr unter der eintönigen vergrünten Oolongtee-Trend. Chou, You sagte mit, dass die schönen Tipps zwar fein und geschmeidig schmecken, aber die weichen zarten Stange den Body für den Geschmack liefert.

Dies erlebte ich richtig, als ein Besucher aus Karlsruhe zu Besuch kam. Anscheinend kam ich erst dazu, Tee zu geniessen, wenn ein Besuch kam. You schenkte mir reichlich viele Teevarietäten, die er selbst produzierte. Eigentlich ist er ein wortarmer Mensch. Ich denke, Tee spricht für ihn und für sich selbst. Mit meinem Besucher trank ich den jungen Tee aus 2008 Yiwu und wir waren richtig überrascht von seiner Geschmeidigkeit, von seiner Volle und von seiner Stabilität. Seine Aufgüsse sind gleich geblieben, ohne Schwankung und Verlust. In seinem jungen Jahr ist er bereit eine Schönheit, die unaufdringlich auftritt. Meistens schmecke ich beim jungen Pu Er z. B. von dem neuen Red-Label oder Blue-Label die Aufdinglichkeit und Aggressivität. Einmal trank ich mit Md. Chou in Wistaria-House. Nach paar Runden konnten wir beide nicht mehr weiter sprechen. Dagegen ist der junge Pu Er von You, sanft und zugleich stark, tiefgrundig und zugleich offen. Duft aus Blumenwiese, leicht blumig, leicht nach Moos und noch mehr schmeckt man den Duft auf der Wiese, wenn der Sonneuntergang auf Blüte und Grass scheint.

Ich spürte die Kraft der Sonne, die durch den Körper, durch den Tee floss. In jenem Moment glaubte ich verstanden zu haben, was das ausmacht, einen Pu Er nach der Tradition herzustellen. Plötzlich konnte ich nicht mehr denken als an dem Satz von Lu Qian: All die Unzulänglichkeit des Lebens scheint in diesem Moment aus meinen Poren ausgeschieden zu sein!

Ein alter Baum schlägt seine Wurzel tief in die Erde, somit ist die Pestizide und Dünnemittel nicht nötig. Ein alter Verfahren basiert auf die natürliche Energie, die zwar unter Schwankung der Natur leidet, aber durch die menschliche künstlerische Fertigkeit gut gelenkt werden kann. Wozu Technologie? Ohne die Technologie kommt der Tee nur mühsam durch die Bergen und Seen zu uns. Also ein Teeliebhaber braucht beides.

Foto: ein Vergleich zwischen trocken (links) gelagerten und feucht (rechts) gelagerten Pu Er.

2 Gedanken zu „Eine Tasse gegen Unzulänglichkeit des Lebens

  1. remon

    hallo menglin,
    wenn ich dich über tees schreiben,sehedann nimmt mich die sehnsucht gefangen,diease tees zu probieren und zu teilen.
    gruss remon alles gute für dich

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