Archiv für den Tag 31/07/2008

Geheimnis der Fülle

Nach dem Beitrag von dem elitären Tee erhielt ich eine schöne Rückmeldung von J. Er sagte mir,

„Fülle kann nur aus Fülle entstehen…eine
unbequeme Aussage, weil man selbst der Usprung ist…“

Wir sind der Schöpfer unseres Universums, wir könnten es nach unserem Wünschen gestalten, aber wir glauben es nicht daran.

Als ich aus den Bergen (Zen-Sesshin) zurückkam, beobachtete ich wie es funktioniert. Ich habe einen schönen Topf von blühenden Orchideen, der gerne an meinem Küche-Fenster weilt. Ich dachte ins Geheim, dass ich ein Zweig gerne abscheide und neben meinem Computer hinstelle. Ich war leider zu geizig, um mir ein Zweig zu gönnen und ging wieder aus der Küche. 10 Minuten später, nur 10 Minuten dauerte es! Der Topf ist aus dem Fensterbank runter gefallen! Es war windstill, ich berührte den Blumentopf nicht, nur mein Gedanke… Ein Zweig lag getrennt von anderen zwei Zweigen auf dem Boden. Sprachlos stand ich neben dem Geschehen.

Jetzt steht der Zweig von Purpurfarbigen Blüte tatsächlich neben meinem Bildschirm. Die Kraft des Gedanken war blitzschnell und nicht zu fassen!

Mein nächster Gedanke war, „was mache ich mit meinem negativen Gedanke?“

Ich bin überzeugt, dass das Universum bereits ist, unsere Wünsche zu erfüllen. Die Frage ist, ob wir sicher sind, was für Wünsche wir haben? Das Geschenk aus dem Universum kann tatsächlich in unserer Verblendung auch erkannt werden? Wie oft leben wir denn, um etwas nachzutrauern? Naja, andererseits gäbe es nicht so schöne Dichtung und Prosa, wenn der Mensch immer nur erfüllte Wünsche erlebt, oder?

Fülle erzeugt nicht nur das Gefühl der Fülle, manchmal sogar Mangel. Das Gefühll der Fülle erzeugt immer Fülle, die wiederum Fülle anzieht. Das Gefühl der Mangel ruft noch mehr Mangel hervor. Dieses Gefühl hat mit der Realität nichts zu tun, sondern mit der geistigen Einstellung. Der Schlüssel zur Fülle oder Mangel liegt an unsere eigenen Hand und somit haben wir die Freiheit, so oder so das Leben zu gestalten.

Der abgebrochene Stelle dieses Orchideen wächst nun wieder neue Blüte hervor. Ein Schnitt und ein Schock machte ihn anscheinend nichts aus. Die Kraft der Erneurung und seine Freude am Leben gehören zum Naturgesetz, das uns Hoffnung schenken, weiter Hoffnung zu pflegen! Also, denke nicht negativ!

In Buddhas Hand

Ich wohne mitten im jüdischem Viertel. Der Grund war meine Faulheit und Zufall, dass Albert hier sieben Jahre lang wohnte und kurz bevor ich nach Zürich kam, auszog. Ein reiner Zufall. Meine Neugierde und Freude an Fremde könnte ich hier ausleben. Diese seltsame unnahbare Bevölkerung neben mir ist ein interessantes Buch! So lernte ich Papa Schwarz kenne.

Er heiratete eine Stammfrau aus Übersee, als er jung war. Über Beziehungsdramatik und Annährungsschwierigkeiten, die Menschen hier plagen, war nie sein Thema. Er erzeugt acht Kinder, die wiederum bereits überall an Stammmenschen weiter verheiratet werden und wurden. Liebe war ein Fremdwort, sagte er.

Heute, schwül und heiß, lief ich kurz vor Bahnhof Wiedikon vorbei und sah ihn zufällig. Er suchte mich gerade, meinte er. Was für einen Zufall? Oder nicht. Er musste mir eine Geschichte erzählen. Also eine Pause für einen Kaffee, natürlich trank er nichts. Er sei verliebt.

Zum ersten Mal erlebe er das Gefühl der Ambivalenz und Zermürben der Verliebheit, denn er ist doppeln so alt wie sie und verheiratet.

Das alles ist im einen Flugzeug passiert. „Stelle Dir vor!“ er weinte fast, „ sie saß neben mir und wir berührten uns immer wieder zufällig aneinander. Sie fragte nach mir, wer ich bin und wie ich über das Leben denke! Noch mit niemanden könnte ich über diese Dinge sprechen!“ Und noch niemals erlebte er, dass jemand sich nur für ihn interessiert, wer er ist, nicht was er macht…

Das Schlimmste war, dass sie von einem „feindlichen“ Land stammt! „Aber es ist mir sogar egal! Ich liebe! Ich kann lieben, das merke ich zum ersten Mal!“ Ach, was für eine süße Geschichte. Die beste Sommer-Liebegeschichte, die ich jemals hörte! Seine Liebe erfreute mich und brachte mir Licht an diesem unangenehmen Tag!

Das Problem ist, dass sie seine heimliche Liebe nicht annahmen kann. Es war von Anfang an klar. Er seufzte nur, zeigte kaum Trauer. Er sagte, dass er so glücklich ist, weil er eine Person trifft und in sie endlich einmal seine eigene Liebe erlebt. Das genügt für sein Leben, meinte er und erzählte weiter an seinen Kinder! Meine Augen wurden so groß und hatten plötzlich Hochachtung vor diesem unscheinbaren Mann! Ja, sie sollen alle wissen, dass er liebt.

Liebe ist nicht zu besitzen, es gäbe keinen Grund zu trauern – für ihn. Also er möchte gerne dieser entzückenden Person etwas Besonders schenken und sie trinkt gerne Tee, vermutlich Pfefferminztee, meinte ich. Nein, er möchte dieser außergewöhnlichen Frau einen außergewöhnlichen Tee von einer außergewöhnlichen Quelle schenken, lachte er. Ich fühlte mich plötzlich geehrt. Was für einen Tee? Ich war so gemein und empfahl ihm den „Buddhas Hand“. Doch verstand der alte weisse Mann meinen Wünsch. Wenn er die Hände dieser zarten Person nicht halten kann, sollten die Hände Buddhas sich um sie kümmern. Die Farbe Buddhas Hand ist gold. Das goldene Licht und reichliche facettenreichen Nuancen der Düfte würden ihre Sinne verzaubern! Auch wenn er nicht in ihren Nähe sein darf, würden der Aufguss und Geschmäcke ihr eine schöne Erinnerung an diesem Flug schenken!