Archiv der Kategorie: Gongfu Cha (Kungfu Cha) 工夫茶

吟松窯 Ginshogama

  
Meine Reise nach Kyushu war bereichernd. Bereichernd auch weil die dortige Regierung ihren Tourismus ankurbeln wollen. Jeder aus Taiwan, der direkt nach Kagoshima reiste, bekommt ca 100 Sfr. geschenkt.

Eigentlich hatte ich keine besondere Interesse nach Kagoshima, ausser meinen Vater ein Gefallen zu machen. Dort genoss ich schöne heisse Quelle – eherlich gesagt, das Quelle-Wasser von dortigen Hotel eher aufgepeppt ist und entdeckte interessante Töpferwaren!

Kurosatsumayaki hat zwei verschiedene Art: weisse und dunkle. Die weisse Variante ist beig und bemalt mit Muster, was mir weniger anspricht. Weil es schnell kitisch wird. Und diese dunkle Variante aus diesem Vulkaninsel, dessen Erde durch und durch schwarz ist, begeistert mich von erstem Augenblick!

Noch interessanter ist, wenn man den Aufguss in solchen Tassen mit dem Aufguss in anderer Tasse vergleicht. Die meisten Menschen gefallen den Aufguss in einer Porzellan oder glasierter Schale, während der Aufguss in dunklen KUROSATSUMAYAKI charaktervoller und intensiver schmeckt – häufig eher herber und erdiger. 

Über dieses Ergebnis war ich recht überrascht und habe viel Freude an experimentieren!

Was hast du vergessen?

Unser Gongfu Cha II ist nun beendet.

Die letzte Lektion ist der Tee mit einem viereckigen Schachtel.

Vier Eck, hat eine Bedeutung von Bewusst werden von der Menschlichkeit. In der chinesischen Kultur bedeutet Quatrat häufig etwas wie der Anfang der Unendlichkeit.  Ein Tee durch ein Quatrat-Schachtel hat eine gewisse Andeutung von Öffnung zur Undendlichkeit.

Es war die letzte Stunde unser Kurs. Es ist nicht der Schluss von einem Versuch. Sondern ein Anfang.

Wir hatten immer viel Spass. Jedesmal versucht jeder spontan einen Tee zu zerebrieren. Manchmal mit einem Schachtel, mit einem Tuch oder mit einem Tablett.

 Und jedes Mal wird es vergessen. Gestern zählte Susanne das, was wir vergassen. Manchmal die Schale für Abfallwasser, manchmal den Aufgusskanne oder Teeschiff. Warum? Was bedeutet es? Wir versuchten es zu rätseln wie wir Orakel abfragen. 

Gegen Ende von Kurs sagte Anna und Susanne, beiden Musiklehrerinen, als Markus mit einem Würde das Tee-Schachtel zum Tisch trug. Sie würden einen Anfangsritual in ihrem Schulunterricht einführen. Sie würden ihre Flöte wie das Schachtel mit Respekt und Würde in der ersten Stunde ins Schulzimmer tragen. Dann würden sie die Flöte so behandeln wie sie die Teatoys anfassen, mit Respekt und Sorgfalt  vor den Schülern zerebrieren! 

Wir waren richtig begeistern von ihrem Idee! Vielleicht geben sie ihren Kinder mehr als die Musik selbst. Sie zeigen den Kindern eine Möglichkeit zur Unendlichkeit und ihre Umgebung mit Respekt und Würde. Es ist eine Arbeit von Eros – eine Verbindung zu schaffen zwischen Menschen und der Welt.

Wie schön Gongfu Cha zu praktizieren? Wie schön diese Fähigkeit zu besitzen, DAS in den Alltag umzusetzen anstatt nur im Teezimmer als Meister zu spielen! 

   
    
    
   

Erwachsen Sein…

Sie hatten den letzten Schultag.

Es war Zeit vorhanden für einen Gongfu Cha. Noam und Serafino beenden Ihren letzten Schultag in Shui Tang mit Gongfu Cha und Kinderarbeit…

Wie sehen die Kinder unsere Welt? Das sind immer die Gesprächsthemen auf dem Teetisch. Ich lerne die Welt neu zu betrachten im Augen der 13jährigen. „Erwachsen sein hat etwas trauriges.“ sagte der Noam.

„Warum?“ 

„Weil die Erwachsenen nicht mehr so fröhlich sind wie ein Kind.“

„Ist ein Kind fröhlicher? Warum?“

„Wir haben nicht so viel Sorgen. Wir können spielen und lachen. Erwachsene lachen nicht so.“

„Meinst Du weil die Erwachsenen Verantwortung tragen?“

„Das stimmt nicht.“ sagte Serafino, „Viele Erwachsenen tragen keine Verantwortung.“

„Wir, Kinder tragen so wie so Verantwortung für uns selbst, nicht nur die Erwachsene.“

“ Was kannst Du machen, wenn Du zwangsläufig erwachsen wirst? Wirst Du traurig?“

„Ich möchte in meinem Herzen fröhlich bleiben!“ sagte Noam. „Ein Kind im Herzen macht einen fröhlich.“

„Jetzt weiss ich, warum Du sagtest, dass ich nur 5 Jahre alt bin, wenn ich lache.“ lachte ich. Wegen meinem inneren Kind…

Ich schaute die klugen Köpfe vor mir an. Ich wünsche mir vom Herzen, dass sie wissen, wie sie ihre kindliche Leichtigkeit und Fröhlichkeit wieder verbinden. Mit einer Teekanne, paar Teetassen, vielleicht mit oder ohne jemadnen. Ein Spiel, das einem schnell versetzt in das Land des Lächelns! Das ist das, was ich ihnen mitgeben kann.

 

  

  
 

Mein Stil beim Unterricht von Gong Fu Cha

Ich gebe zu, dass ich nicht ein guter Lehrer bin. 

Eigentlich wollte ich nie einen Lehrer spielen.

Die Leute die Tee lernen wollen, haben mich dazu gemacht. Ich kann nicht mehr zurück. Ich kann nur weiter lernen, indem ich anderen lehre. Ist es eine gute Vorraussetzung? Ich kann es nicht beantworten. 

Eins kann ich sagen, ich bin mit Herzen dabei und wurd immer bewusster, was für eine symbolische Kommunikation Gong Fu Cha sein kann! Darüber werde ich schreiben – noch nicht jetzt.

Weil ich Cha No Yu gelernt habe, versuche ich ein Experiment zu gestalten. Das heisst nicht, dass Cha No Yu schlecht ist. Umgekehrt! Für mich, es gibt nichts besseres als das! Aber eine andere Art von Teespielen können auch geben! 

In Cha No Yu werden Abläufe genau definiert. Man lernt zuerst die Abfolge, die seit Hundertenjahren praktiziert werden. Es ist alles perfekt! Man muss nur sich aneignen. Irgendwann entdeckt man, dass jeder Mensch unterschiedliche Rhythmus hat und unterschiedene Herzensprache spricht. Somit hat eine Übung unterschiedliche Gesichter! Das ist so wunderbar!

In Gong Fu Cha ist es umgekehrt. Man hat keinen Halt, so wie man geboren ist, so wie wir uns zu einem Individum entwickeln müssen. Wir lernen im Lauf des Lebens durch Fehler und Experiment, um ICH zu verstehen, um ICH zu verorten. Das Ich wird immer wieder neu erfunden und verortet werden – manchmal mit Gaiwan, manchmal mit Porzellen-Teekanne und am liebsten vielleicht mit Jadekanne! 

Ich möchte jeden Menschen bei Gong Fu Cha die Chance geben, zu erleben, was haltlos bedeutet, ins kalten Wasser springen heisst und wie wir mühlsam das Zentrum von ICH gefunden haben! Das Halt muss von jedem selbst gefunden werden. Das macht alles so bewusst und stark! Wir wissen, wo unser Zentrum ist und niemand schafft dann es weg zu ziehen!! Deswegen ist es manchmal so, als ob es keine Faden gibt. Man weiss nicht, was man machen soll. Dies ist eine wichtige Erfahrung, auf das Interllekt zu verzichten und die Intuition einen Raum zu geben.

Ich bin eine sehr schlechte Lehrerin für Leute, die einen klaren Regel brauchen. Die Leute, die eine Vorführung und Definition von Handlungen brauchen, haben eigentlich genug in der Gesellschaft. Im Tee, hoffe ich, etwas anders zu zeigen!

Gong Fu Cha I 2015 August

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Zubereitung des Tees. Manche sind von der fernöstlichen Kultur fansziniert. Manche sehen in Gong Fu Cha eine Möglichkeit im beschäftigenden Alltag einen Raum zu schaffen, um die innere Welt des ICHS zu widmen. Joseph campell bezeichen es als einen heilligen Raum! Heillig, weil es eine Verbindung zwischen dem Individuum und dem Kosmos wieder hergestellt wird! Ein Verwurzelung auf der Erde und in der menschlichen Tradition.

In Gong Fu Cha I lernen wir in der ersten Lektion die grundlegenden Griffe, wie wir Tee-Gegenstände anzufassen und zu behandeln. 

In der chinesischen Kultur spricht man nicht über sich. Man kreiiert eine Atmosphäre, die über einen spricht. In dieser ersten Lektion lernen wir durch unsere Handlungen eine Atmosphäre zu gestalten, um sich von alltäglicher Situation zu unterscheiden! Zum Beispiel man bewegt sich anders auf den Teetisch als in der Küche. 

Dann lernen wir Schritt für Schritt den Teetisch zu gestalten. Zuerst mit dem Teeschiff, der das Wasser auffängt und die Teekanne trägt. Schritt für Schritt bewegen wir uns weg von dem konkreten Teeschiff. Der Teeschiff wir immer symbolischer. Wir gestalten unseren Teetisch mit Hilfe von Tücher und anderen Gegenstände. Die Spielart wird immer freier und vielfältiger.  

In diesem Kurs wird vermittelt, bewusst zu bewegen und zu atmen. Teezubereitung wird auf eine reflektierende Art vollgezogen und der Lernende wird bewusst über den Körper und kann sich von unbewusster Bewegungen distanzieren. Die Geschmeidigkeit des Körpers gewinnt im Lauf der Lektionen immer mehr an Bedeutung und wird sichtbar! Die Ästhtik des Tees wird offenbart durch den Teetisch und fliessende Bewegung! In dem langsamen Atmen verschmelzen Ich und Du ineinander. Alles wird eins!

Kursdaten, jeweils Samstags 16.30-19.30 in Shui Tang an der Spiegelgasse 26, 8001 Zürich.

Gebühr: 200 Sfr. Studenten, Schüler, Auszubildene, Erwerblose, Wiederholungstäter und Rentner können nach der Ermässigung anfragen. Anfrage und Anmeldung: www. shuitang.ch oder menglin@shuitang.ch

22.08; 05.09; 19.09; 26.09; 10.10

  

Was lernen wir in Gong Fu Cha?

Ich war jemand, wie jeder von uns, der nicht gut zuhören kann. Nicht zuhören, was andere Menschen sagen. Das Schlimmer noch, ich konnte nicht zuhören, wofür mein Herz Schlägt.

Mit dem Tee bin ich ein bisschen weiter gekommen – mit mir selbst. Das habe ich Cha No Yu und Gongfu cha zu verdanken.

Viele Leute fragen mich, was lernt man beim Gong Fu Cha?

Meine Antwort wäre: man lernt sich besser zu verorten. Das heisst, man über der eigenen Identität bewusst wird.

Auf einem Teetisch wird alles klar, wo Ich bin und wo du bist, wo ich ihn plazieren will und wo ich mich hervorhebe oder zurücknehme. Es ist so deutlich, wie unser innerer Navigation funktioniert. Die erste Schwierigkeit für die meisten Menschen ist, wie soll ich mit dem gestalten von einem Teetisch anfangen? Wo soll ich mich platzieren?

Wo bin ich? Das können meiste Menschen nicht beantworten! Die meisten Lernenden fangen immer mit den Tassen an – das Symbol von Aussen. Wo man die anderen verortet hat, weiss man erst, wo ich bin! Ist es der Grund, warum wir immer Feinbilder brauchen? 

Nachdem der Lernende verstanden hat, zuerst ICH zu verorten weiss, geschieht die Sache recht einfach. Man findet den Ort wo man die Tassen für die Gäste platzieren soll, wo man die Hilfkanne – Aufgusskanne stehen lassen kann. Dann kommen die nächsten Schwierigkeiten, wo man den Teelöffeln, die Wasserschale (Abwasser) und Tuch etc platzieren soll. Genau diese Schwierigkeiten helfen uns die Prioritäten zu begreifen! Was ist das Wichtigst für MICH im Tee? Die Schale für Abwasser? Die Teedose? Der Teelöffel? Wo sollte das Tuch stehen, wenn man stets das Tuch greifen muss?

Zeit für Zeit lernt man durch Fehler Schritt für Schritt ins eigenen Inneren. Der Teetisch ist ein klarer Spiegel von unserem inneren Garten!

Im Unterschied zu Cha No Yu wird Gongfu Cha nach meiner Vorstellung nicht in einem fest gelegten Ablauf unterrichtet. Es ist nicht immer einfach. Denn meiste Menschen mögen eine klare Regelung. Für Menschen, die klare Regelung braucht ist der Gongfu Cha in Shui Tang nicht zu empfehlen. Hingegen für Menschen, die selbst kennen lernen möchten, die Innen- und Aussenraum in uns beobachten, gestalten und bewusst werden wollen, ist es ein aufschlussreicher Versuch auf die Reise mit dem Teeschiff in den Fluss des Tees einzulassen!

   
    
   

松濤, 聽濤 Die Meeresbrandung zuhören

Fortsetzung von dem Beitrag „Spielzeugkasten“
Das Geräusch vom kochenden Wasser in Kessel oder in Pot bezeichnen wir in Chinesisch Song Tao – Die Brandung durch den Kiefernadel.
Das gemeinsame Warten am Teetisch auf das Wasser, das zu Siedepunkt gebracht wird, ist das Zuhören der Brandung aus dem Meer.
Weshalb holte man das Sinnbild der Meeresbrandung auf den Teetisch?
Beziehungsweise was hat die Meeresbrandung mit dem Kiefernadel gemeinsam und was überhaupt mit unserem eigenen Rhythmus zu tun?
Nach dem Geburt lernen wir als Menschen das erste in der Welt ist aufzustehen um zu laufen.
Sobald wir laufen können, werden unsere Schritte kommentiert – zu schnell zu langsam oder zu schräg. Wir nehmen den Rhythmus unser Eltern und den unserer Gesellschaft. Langsam glauben wir den Rhythmus, den wir leben ist unserer.
Sobald man sich mit Cha No Yu beschäftigt, lernt man auf Tatami zu laufen. Ulrich sagte mir, das Laufen auf Tatami ist wie die Meeresbrandung. Meeresbrandung, die aus meinem Herzen kommt.
Ebenfalls wie in Gongfu Cha, man lernt als das Erste ist all das, was man zum Tee zubereiten braucht in einem Tablett zu tragen und zu laufen. Wie ist Dein Rücken – stehst Du gerade zu dem, was Du machst, wie trägst Du das, was brauchst auf den Teeweg, wie sind Deine Schritte.
Wir lernen unsere eigene Brandung in unserem Körper zu spüren, wahrzunehmen und zu leben.
Auf diesen Teetisch räumen wir einen Platz für unser Gegenüber ein.
Wenn wir unserem Gegenüber gefallen wollen, würden wir uns an ihren Rhythmus anpassen, anstatt an unseren zu leben. Hier treffen wir eine Entscheidung, nach Aussen oder nach Innen zu orientieren.
Viele Menschen haben Probleme mit dem so genannten Ego. Ego sei etwas, was uns und anderen plagt.
Kann man ohne ein gesundes solides Ego das innere Feuer leben und den eigenen Rhythmus folgen, ohne im Storm der Gesellschaft mit zu treiben?
Während alle anderen nach noch mehr und noch Grössen schreien, kann man noch glücklich sein mit einem kleinen Geschäft an einer Seitengasse?
Das Ego zu bekämpfen oder zu verneinen ist nicht das Problem für uns, sondern gut mit unserem Ego zu befreunden, Frieden schliessen und kommunizieren – das ist unsere Aufgabe, Frieden in uns zu leben.
Auf diesem Teetisch, wenn wir mit unserem Ego den anderen erzwingen wollen, würden Konflikte und kämpferische Atmosphäre entstehen – natürlich kann man es auch so machen, wenn man es unbedingt will. Das wäre eine Entscheidung, die nach Aussen zu orientieren.
Wenn ich mich entscheide, in meinen eigenen Rhythmus zu leben, dann konzentriere ich mich auf meine Atmung. So zu atmen, wie mein Körper es tut.
Wenn es sich ergibt – das kann man nicht erzwingen, antwortet mein Gegenüber auf meinen Atmungszug.
Unsere Rhythmen werden auf dem Teetisch treffen, wird zu einer gemeinsamen Brandung verschmolzen – das geschieht von sich alleine auf diesen Teetisch wie in einer Alchemie.In jedem Moment antwortet unserer gemeinsamer Rhythmus auf den kosmischen, der aus dem tiefen Grund des Meeres hervorkommt.
Wir werden einheitlich mit dem, was uns umgibt!

Ein Spielzeugkasten

Ein Spielzeugkasten

Das Wasserkocher für den Teetisch in Shui Tang suchte ich bewusst ein langsam kochendes aus. Nicht weil ich oder mein Gegenüber mehr Zeit hätten. Sondern wegen dem Meeresbrandung durch den Kiefernadel, Song Tao 松濤.
Das Geräusch von dem Wasserkochen bezeichnen wir im Tee als Meeresbrandung durch den Kiefernadel. Stelle Dir einmal vor, dass der Wind weht durch den Kieferbäumen. Die Nadel zwitschern im Wind. Die Welle aus dem tiefen Grund der Erde ist nicht außerhalb unserer Lebenswelt. Die alten chinesischen Teeliebhaber hören die Meeresbrandung ganz nahe auf dem Teetisch, wenn das Wasser zum Siedepunkt gebracht wird.

Alles was wir erleben, ist wie eine Brandung. Die Welle kommen und gehen. Was bleibt?
Ich erlebe auf diesen Teetisch viele Begeisterungen und Berührungen mit Menschen, die in jenem Moment fast in der Lage wäre ihr Leben neu zu orientieren. Aber nach der Brandung, wenn diese Welle vorbei rollt, was bleibt?

Es war eine Begegnung mit einem zehnjährigen Junge, der seine Mutter begleitete. Er war so berührt und begeistert von Tee. Er richtet ein Spielzeugkasten in seinem Zimmer, auf diesen Kasten befinden sich paar Gegenstände, oder Symbole, vielleicht sogar Schlüssel zu einer anderen Welt.
Ich schenkte ihm eine Celadon-Tasse in Song-Stil, die bereits in Shui Tang eingeweiht wurde. Etwas was bereits eine Geschichte zu erzählen hat, kann ihm auf seinen weiteren Teeweg begleiten.
Ob er sich jemals wieder daran erinnert?
Ob er sich nach dieser Welle vielleicht zu einer anderen Welle angezogen wird?
Ob er sich möglicherweise weiter vertieft?
Alles ist offen.
Das ist sein Plan, nicht meins.
Der Teeweg ist wie eine Brandung, die zwischen Kommen und Gehen in unserem Leben etwas bewegt. Manchmal verläuft der Weg unterirdisch, weil wir uns von etwas anderen ablenken lassen oder weil unser Zeitplan eben so bestimmt ist. An einem bestimmten Ort oder an einem richtigen Zeitpunkt läuft der Weg plötzlich wieder offensichtlich und ohne Irrtum.
Wenn alles ruhiger wird und nur das Wasser kocht, hören wir die Brandung aus dem tiefen Grund des Meer. Gehst Du mit? oder bleibst Du hier? Was ist Dein eigener Rhythmus?