Als wir gemeinsam auf der Teereise waren, sahen wir oft in den Bergen die wilde Formosa Lilien. Die wilde Lilien wachsen am Berghang, auf dem nährstoffarmen Boden und fielen uns überhaupt nicht auf, wenn ich nicht ein Wild-Formosa-Lilien-Komplex hätten, hätte ich den mitreisenden Teefreunde gar nichts davon erwähnt!
Es war einmal eine Studentenbewegung auf Insel Formosa und diese Bewegung setzte die Insel in die Bewegung. Die erwünschte und schwer ersehnte Demokratie wurde durch die Proteste und Schreien langsam sichtbarer. Damals auf dem großen Platz in Taipei wurde eine wilde Lilie aufgestellt. Die kleine unauffällige Lilie, blüht ohne Bewunderung und Pflege, am Berghang, im Schatten und im Schweigen. Wild, hartnäckig und zäh. Der Geist des Formosas wurde mit dem Wesen des wilden Lilie gleichgesetzt. Diese Studentenbewegung hiess, „Wilde Lilie“.
„Wilde Lilie erlebt auch seinen Frühling“, es war ein beliebtes Lied von dem Rock-Musiker Luo Dayou in Taiwan.
„Alles war wie ein Traum. Unsere kurze Begegnung war wie der Frühlingsbrise… Auch wenn Du die prächtige verführerische Narzissen im Wasser liebst, vergesse nicht, dass auch die einsame unauffällige wilde Lilie auch seinen Frühling erleben wird…“
In Blankenberge kamen viele Taiwanese zusammen, aus Taiwan, aus Deutschland, aus Italien und aus ganzen Europa. Sie bezahlen ihre Reise selbst, nur um ein zweitägiges Event in dieser kleinen Küstestadt am Nordsee teilzunehmen, nur damit der so genannte Taiwan-Tag unternehmenslustig, bunt und fröhlich werden konnten.
Die kleine einsame Stadt, wenn die Touristen die Küsten vergessen würden, würde diese Stadt farblos und grau. Das Tanz und Gesang von dem „Eingeborenen“ aus tiefen Bergen Taiwans war fast wie der erste Sonnenstrahl in diesen grauen Tagen, bevor der Frühling länger verweilt und wechselhaft bleibt. Diese fremde Truppe belebte die Stadt, heiterte die Menschen auf und war das Publikumsmagnet. Bunt, powerful und fröhlich!
Nur waren die Tänzer nicht wirklich die Eingeborenen. Die wirklichen Eingeborenen hätten die Chance nie, diese Reise zu unternehmen. Sie leben im tifen der Bergen, was nicht Unglück verspricht. Glück hat nicht zwangsläufig mit dem Wohlstand und Erfolge zu tun. Sie sind vernachlässig, vernachlässig von der Mehrheit der Insel. Sie werden plakativ demonstriert und gezeigt, wenn „Taiwan!“ hervorzuheben ist- sie sind die Vorzeiger-Objekte des Taiwans. Was ist denn eigentlich Taiwan?
Mein Landesleute sind sehr freundlich, sehr gastfreundlich und flexibel. Dies erlebten alle Mitreisend. Sie sind neugierig und freundlich gegenüber Fremde, vor allem den Weissen. Sie haben das Gefühl, dass sie sich Mühe geben müssen, denn die politische Lage ihres Landes so prikär aussieht. Der Nachbar China sieht bedrohlich aus. Die Frage ist, erzeugen die Freundlichkeit und Großzügigkeit die politische Sympathie beim „Fremden“, vor allem den weissen „Fremden“?
Es gab Haufen Geschenke in unserem Stand in Blankenberge, um zu verschenken oder für ein kleines Erlös zu verkaufen. Maler Peng, Mingtong zahlte seine Reise, brachte seine Materialien mit und spendierte das Erlös für die Organisation in Blankenberge. Was macht einen Maler aus Taiwan an, so eine Reise selbst zu finanzieren, um zu arbeiten? Er erfuhr, dass ich in der Schweiz lebe. Er schenkte mir ein Fächer, was er malte. „Weiss Du, was das bedeutet?“ Er deutete auf das Muster. Ich schüttelte meinen Kopf. Es sind chinesische Worte. „Der Heimweg.“ „Heimweg?“ ich spürte eine leichte pflaumige Geschmack, säurig und salzig in meinem Mund. „Der Heimweg, der sich kreisen, zu einem Kreis. Alles kehrt sich zum Urpsrung und alles geht weiter. Endlos. Dein Heimweg ist der Weg in die Ewigkeit.“ Wenn ich den Heimweg finde, finde ich auch den Schlüssel zur Ewigkeit, zur Quelle des Lebens? Mein Heimweg.
Ich hütete vorsichtige das Fächer. So frech wie ich bin, verlangte nach einem anderen Fächer mit Muster von Lotus (Foto siehe die letzte Post). Er verstand nicht, wozu Lotus, Es sind bloss kischiges Muster, nicht wahr? Ich gab ihm eine Tasse QIlan Mingjian. Er seufzte, „Ach, das Gefühl wie daheim zu sein…“ Er wiederholte es und ich wußte nicht, etwas zu sagen. Der Heimweg beginnt im Tee?
Gegen 12 Uhr kamen immer mehr Leute zurück zum Stand. Meine Arbeit wurde langsam zu Ende und ich packte meine Sache. Alle packten die Sache. Es gab noch sehr viele wilde Lilie, bunt, fröhlich und zwart gefaltet. Mir wurden ein buntes Strauss der Lilie geschenkt, als sie erfuhren, dass es ein Teehaus in Zürich eröffnet wird. Ich beschenkte keine besondere Aufmerksamkeit auf die zarten bunten Lilie… Ich war fixiert auf andere Dinge, z.B. das getrockenete aromatische Scheinefleisch aus Keelung…
Ein freundliches altes Gesicht lächelte mir an und ich gab ihm ebenfalls eine Tasse Tee. Diesmal Alishan Jinxuan. Man sagte mir, dass er der Star im Stand von Gestern war. Er ist der Origami-Meister, Tänzer und Bergsteiger. Die zwarten bunten Lilien waren von diesem Mann mit rauhen Gesicht und großen Händen!? Sprachlos starrte ich ihn an! Meine Welt brach einwenig zusammen. Ich habe relative kleine Hände mit schmalen Finger, leider sehr linkisch und ungeschickt. Aber wie kann die zarten Lilien aus diesen Händen stammen?
Er lächelte. Als ob er mein Schweigen gelesen hätte, fing er an, kleines Papier zu falten. Er hing leicht seinen Kopf, konzentrierte auf seine große Finger. Seine Atmung war ruhig und tief. Entspannt, schnell und kontinuiertlich faltete er viele kleine Papier zu einem Dreieck. Aus vielen vielen kleinen Dreieck entstand ein Schwann. Ein wunderschöner eleganter Vögel aus vielen vielen Dreieck. Seine unauffällige konzentrierte Bewegung des Faltens, sein Schweigen und seine Sorgfalt bewegte mich und meine Tränen liefen fast aus dem Lid der Augen.
„Für Dich, mein Fräulein,“ er gab mir noch einmal ein buntes wilden Formosa Lilien-Strauss. (foto siehe Post von letzen Beitrag) Der Frühling war da. “ Dein Laden kann die Lilien gut gebrauchen nicht wahr? Sie brauchen kein Wasser, keine Pflege. Sie werden Deinen Laden schmücken.“ Ich hütete die Lilien, die Fächer und viele viele Liebe dieser fremden Leute aus meinem Land. Langsam ging ich auf dem Heimweg. Mein Heimweg in die Fremde, die inzwischen meine Leute werden.
Es gibt eine gemeinsame Sprache in dieser Welt. Es kann Tee sein. Es kann Lilie sein. Menschen sprechen gerne durch die Blume. Tee verbindet Menschen. Nur den Heimweg muss man kennen, damit man in die weite Welt gehen und wieder zurückkehren kann. Damit man weiss, was das Gefühl wie Zuhause zu sein ist und das Gefühl unter den Fremden sein könnte.
Das Teehaus Shuitang wird ein Heim werden. Ein Ort für eine Ansammlung von Menschen, die sich dort zu Hause fühlen. Auch die wilde Formosa Lilie.