Archiv für den Tag 01/05/2009

Weitere Berichte

Es sind wieder weitere Berichte über usnere Teereise im Netz anzuschauen. Da ich gleich wieder unterwegs bin (eigentlich bin ich zu müde und schreibe doch lieber Blog…) und meine Eindrücke erst viel später weiter schreiben kann, könnten itneressierten Teefreunde mit Lesewut bei

Teesalon (von Jürg, Hans, Hannes und Heidi!)

oder Teeschnorr (von Christoph und Hansjürgen) weiter lesen!

Es ist durchaus spannend zu beobachten, wie unterschiedliche Dinge thematisiert werden, nciht wahr? Obwohl wir alle auf der gleichen Reise waren, werden Dinge durch verschiedenen Referenzen und Wahrnehmungen verschieden zur Sprache gebracht. Wie schön!

Zan! 讚 Das magische Code in Taiwan.

Die Gruppe hat auf der Reise viel originellen chinesischen und taiwanesischen Wörter kennen gelernt! Vor allem das Wort „Zan!“

Da unser Meister nur Taiwanesisch spricht – auf der ganze Reise, hat die Gruppe mich stets gefragt, was die Worte, die er verwendet, zu bedeuten haben. Viele Teilnehmer haben Chinesisch vorher schon gelernt und konnte viele einfache Ausdrücke verstehen, aber unser Meister spricht eine andere Sprache.

Der Präsident hat extra ein Wörterbuch von Chinesisch für sein I-Phone runter geladen und suchte vergeblich nach dem Wort „Zan!“

Zan, ein wort des taiwanesischen Ausdrucks und ein fester Bestandteil des sozialen Lebens. Meister fragt oft, “ Wie geschmeckt das Essen?“ Dann schrieen alle in der Gruppe „Zan!“ Natürlich mit dem Daumen nach Oben zu zeigen. Dann lachte der Meister wie ein kleines glückliches Kind!

Viele haben mir gesagte, dass unser Meister wie Dalai Lama lacht. Das stimmt. Kindlich und unschuldig. Wenn man sich mit der Dinge beschäftigt, was man ein Freude macht und sich selbst sein kann, ist man glücklich und unschuldig. Obwohl unser Meister nicht ein Buddhist ist, sondern eher ein Taoist – würde er behaupten. In der Wirklichkeit interessiert ihn die Religion nicht.

Das heißt allerdings nicht, dass er nicht spirituell ist.

Stets sagte er zu uns auf der Reise, dass man durch die Beschäftigung mit Tee das kosmische Gesetz versteht:

Menschen können sich nur an die Natur und dem kosmischen Regeln unterordnen und nie die Natur bezwingen!

Wenn ein Teebauer die Natur bezwingt erntet er am Ende sein karma! Die stark ausgebeutete Erde würde ihm nicht einen schönen Tee schenken, sondern ein bitterer und trockener Tee!

„Sei gewiss, lebe mit der Natur und versuche sie nie mit Gewalt und Tricks zu bezwingen.“ es war sein Rat.

Immer wieder schrieen wir im Bus oder beim Essen das Wort „zan“ (Super!!!)! Vor allem vor dem TV-Teams Camera. Die Taiwanese waren sehr berührt, dass unsere Gruppe sofot den Draht zu unserer Kultur hatte und das Wort wie ein magische Code zwischen menschlichen Kontakt ausrufte. Taiwanese waren beeindruckt, dass unsere Gruppe, ausnahmelos Stäbchen benutzen konnten. Sie waren beeindruckt, dass die Gruppe so taiwanesisch waren, wie sie sich nie vorstellen konnten!

Fremdheit kann spannend sein. Für die Taiwanese war es fremd, dass diese Fremde gar nicht fremd waren. Wir tranken immer nur Taiwan Bier (Bilu – das Wort war ein Muss für unsere Gruppe), assen immer Reis und Nudel mit Stäbchen, marschierten immer brav hinter dem Meister. Unglaublich!

Irgendwann hat meine Mutter vergessen, dass sie mit den fremden Ausländer paar Tage reiste. Sie sagte zu mir, warum reisen wir nicht noch länger? Es gäbe so viele schöne Orten in Taiwan… Ich sollte allen Leute unsere Telefonnummer geben, wenn sie einmal Taiwan wieder besuchen würden…

„Wie war das Essen?“ „Zan!“

„Wie war der Tee?“ „Zan!“

Dieses Wort wird für immer für unsere Teegruppe in der Erinnerung bleiben!