Rueckkehr auf die Insel

Nach einem langen Flug kam ich endlich auf der Insel an, die von drei Taiphoons bedroht waren.

Nur Regen, Regen und Regen. Mein Herz wurde total nass und keiner wusste , wie ich es trocknen sollte.

Bei den „Schlangen“ vor Passkontrolle waren erstaunlich viele Chinese unterwegs. Sie, mit Ihrem auffaelligen roten Pass draengten blitzschnell in die gleichen Reihe wie ich. Ich sah sie in einer staendigen Bewegung und in einem staendigen Rechnen, wo kam die Schlange schneller voran. Ich machte einer Frau vor mir aufmerksam, dass sie wohl nicht zum Staatsbuerger zaehlte und einen anderen Pass wie meinen gruenen innehatte. Sie erwiderte mir, dass es so wie so gleich sei. Gleich? Ihr rote Pass und meiner gruene? Vor paar Jahren ich haette mit ihr sofort einem riesen Streit angefangen. Nun ordnete ich ihre Ignoranz nicht mehr zu meinem Problem ein. Ein Minut spaeter wurden sie von Grenzkontrolle zu einer anderen Seite gerufen.

Die Insel hat sich veraendert. Sie ist nicht nur die Projektionsflaeche der chinesischen Shizophrenie, sondern ein Reiseziel der neu reichen chinesischen Touristen geworden. Wollen sie wirklich die Insel kennenlernen? wissen sie wirklich, wie sich die Inselbewohner als immer bedrohte Nachbar fuehlen? Wie die alten Hollaender, Spanier, Franzose und Japaner wollen sie die Insel auch gerne fuer sich beanspruechen. Das Problem ist, dass die Insel niemals chinesisch war.

Die Insel ist noch Formosa, aber wie lange noch?

Wir koennen noch Formosa Oolong trinken, aber wie lange noch?

4 Gedanken zu „Rueckkehr auf die Insel

  1. Suzanne

    Liebe Menglin,

    ich hoffe, es regnet nicht mehr… weder draußen noch in Deinem Herzen!!

    Hier ist heute eigentlich ein wunderschöner Tag gewesen… aber die Ereignisse in der Welt -in Burma- machen mich sehr sehr traurig, und auch wütend! Warum wird nichts getan, um zu helfen? Können wir wirklich nur zuschauen?

    Man fühlt sich so machtlos. Ich lese im Blog eines Studenten aus Burma (er selbst ist aber im Ausland) – man sieht schlimme Bilder. Aber man kann dort auch etwas schreiben, und die Menschen wissen wenigstens lassen, dass ihr Schicksal nicht unbeachtet bleibt. Man hat eine (kleine) Stimme… Aber es ist so wenig. Dies ist der Blog: http://ko-htike.blogspot.com/

    Liebe Menglin, ich hoffe, wir lesen bald wieder von Dir! Viele liebe Grüße, ich hoffe, Du hast nicht zu viel Stress dort…

    Suzanne

    Liken

    Antwort
  2. Menglin

    Mir geht es gut hier, liebe Suzanne! Anfangs konnte ich kaum schlafen. Das war schlimm!
    Nun geht es mir gut und muss viele Dinge fuer die Fahrt nach Europa vorbereiten.
    Moechtest Du Bambus-Kohle? Ich bringe Dir diesmal welche mit!
    Viele schoeneGruesse aus einer von Taiphoon bedrohten insel!

    Liken

    Antwort
  3. Suzanne

    Liebe Menglin,

    ich bin froh, dass es Dir gut geht!! Ja – ich hätte sehr gern etwas Bambuskohle, Danke fürs mitbringen!
    Genieße die Zeit noch – viele liebe Grüße!

    Die Bilder sind wunderschön.

    Liken

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s