Muffige Yi-Xing Kanne?

Hallo liebe Menglin,

in Taiwan haben wir einmal über das Problem der muffigen Tonkannen gesprochen. Du hast mir damals
davon abgeraten, diese zu benutzen, da die meisten Leute, diese nicht richtig pflegen könnten und
die Kannen dann zu stinken anfangen.
Ich habe nun genau dieses Problem. Ich habe mir eine kleine Tonkanne für meinen TieGuanYin
reserviert. Diese entwickelt nun aber einen eigenen Geruch, der sich nun mit dem Tee vermischt 😦
Vielleicht könntest du ja mal einen Blogeintrag schreiben und erklären, was ich falsch mache und wie
man diese Kannen richtig pflegt, so dass diese nicht stinken, sondern den Tee bereichern.

Viele Grüße aus dem sonnigen München,

Florian

Ich danke Florian für das Vertrauen. Das Problem mit der muffigen Yi-xing Kanne habe ich ebenfalls erlebt. Eigentlich nicht nur mit der Kanne, sondern auch mit der Ton-Dose. Viele Leute preisen die Wirkung der Ton-Dose. Ich habe eigentlich bis jetzt nur peinliche Situation erlebt.

Es war ein Mal ein Tee-Party in Villa-Bovari mit Herrn Reichmuth und anderen zwei Künstler. Den Oriental Beauty habe ich degustiert. Die Teilnehmer waren entzückt von der Schönheit und Eleganz dieser Kostbarkeit. Natürlich wurde meine wunderschöne Yi-Xing-Ton-Teedose ebenfalls bewundert. Nur Herr Reichmuth merkte die feine Spuren und leise Nuance von einer Art des fremden Geruchs. „Was ist das Menglin? Ist es nicht muffig?“ Ich war geschockt von seiner Feststellung. Denn ich habe grosses Respekt vor seiner Nase und seiner Kompetenz als ein Teefachmann. Ich stellte ebenfalls die Muffigkeit fest – Mitte in der Teeparty. Dass Ton-Teedose vor dem Gebrauch behandelt werden muss, weiss ich jetzt und warne allen Teefreunden!

Wie kann ich meine Lieblingskanne aus Ton vor einem muffigen Geruch retten? Ich hätte zwei Vorschlag:

1. wenn die Lage nicht ganz ernt ist: füge trockene Geruchfreie Teeblätter in die Kanne. Wechsele sie paar Tage. Nach zwei Wochen noch einmal probieren.

2. wenn die Lage schlimmer wird: die Teekanne noch einmal wie eine neue behandeln. Kochen sie mit paar Teeblätter und fülle das Wasser in einem Gefäss voll. Die Kanne sollte ganz in einem Gefäss sitzen. Koche das Wasser langsam heiss. Abkühlen lassen. Dann mit Jasmintee füllen ein Tag lang stehen lassen. Wenn der Geruch endlich beseitig wird, bewahre die Kanne immer mit paar trockene Teeblätter, die Fremdgeruch wegnehmen!

Lieber Florian, ich hoffe, dass meine Tipps Dir ein wenig helfen könnte! Erzähle uns, ob es so klappt!

18 Gedanken zu „Muffige Yi-Xing Kanne?

  1. Suzanne

    Hello!

    Ja, das Problem der muffigen Teekanne… das ist mir auch schon passiert. Richtig fies war das. Das Seltsame: ich weiss nicht, wie es passiert ist. Die Kanne war offen, und es war kein Tee oder Wasser drin gewesen (ich hatte sie sauber und trocken weggestellt – so schien es mir zumindest).

    Meine Methode war radikaler als Menglins erste: ich habe die Kanne sehr lange mit reinem heissen Wasser gekocht (also wie eine neue Kanne behandelt, nur ganz ohne Teeblätter). Erst ins kalte Wasser gesetzt, dann langsam das Wasser erhitzt, bis es kocht (leicht). Da habe ich sie dann 2 Stunden köcheln lassen. Mit Erfolg! Kein Geruch mehr – ist bisher auch nicht wiedergekommen.

    Auf die „richtige“ Behandlung (mit den Teeblättern im kochenden Wasser) habe ich aus „Frau Saubermanngründen“ einfach mal verzichtet … danach sind die Töpge immer so verdreckt 🙂 ich gebe aber zu, dass das natürlich kein Grund ist!

    Mit einer anderen Kanne ist mir was ganz komisches passiert: beim ersten Auskochen kam da ein weisses Pulver raus, welches nach Zahnpasta (!!!!) roch. Egal, wie lange ich die Kanne gekocht habe, das Pulver kam immer wieder aus der Kanne raus (das muss in dem Ton drin sein und sich bei Hitze „lösen“) und blieb dann unten drin liegen. Tee habe ich dann lieber keinen in dieser Kanne gemacht… was kann denn das sein??? Ist Euch sowas schon mal untergekommen?

    Man kann schon was erleben, nicht? 🙂

    Viele liebe Grüße! Suzanne

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  2. Florian

    Liebe Menglin,

    vielen Dank für diese Tipps, das muss ich unbedingt ausprobieren. Ich bin total erstaunt, von so einer Kannenbehandlung habe ich noch nie gehört.

    Ich werde berichten.

    Viele Grüße,

    Florian

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  3. Jörg

    Hallo Menglin,

    ich verfolge schon längere Zeit deinen Blog und bin begeistert. Da ich gerade in der Nähe von Frankfurt a.M. an meiner Diplomarbeit sitze(und auch eigentlich just in diesem Moment daran sitzen sollte) hatte ich bisher noch keine Zeit ein paar Kommentare zu schreiben.
    Heute bin ich allerdings über ein Thema gestolpert, dass auch mich (leider) schon beschäftigt hat. Das Problem mit dem Geruch der Yixing-Kännchen. Ich habe für mich rausgefunden, dass man Geruch sehr gut wegbekommt wenn man ein Stück Bambuskohle darin kurz aufkocht. Überhaupt verwende ich seither diese Kohle um mein (gutes) Wasser nochmals zu filtern. Deshalb als Tip an alle Tonkannen-Liebhaber besorgt euch ein Stück Bambuskohle.

    Grüsse aus Südhessen
    und ein paar wundervolle Teestunden

    Jörg

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  4. Jörg

    Hallo Menglin,

    ich verfolge schon längere Zeit deinen Blog und bin begeistert. Da ich gerade in der Nähe von Frankfurt a.M. an meiner Diplomarbeit sitze(und auch eigentlich just in diesem Moment daran sitzen sollte) hatte ich bisher noch keine Zeit ein paar Kommentare zu schreiben.
    Heute bin ich allerdings über ein Thema gestolpert, dass auch mich (leider) schon beschäftigt hat. Das Problem mit dem Geruch der Yixing-Kännchen. Ich habe für mich rausgefunden, dass man Geruch sehr gut wegbekommt wenn man ein Stück Bambuskohle darin kurz aufkocht. Überhaupt verwende ich seither diese Kohle um mein (gutes) Wasser nochmals zu filtern. Deshalb als Tip an alle Tonkannen-Liebhaber besorgt euch ein Stück Bambuskohle.

    Grüsse aus Südhessen
    und ein paar wundervolle Teestunden

    Jörg

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  5. Menglin

    Vielen Dank, Jörg. Ein gutes Tip! Holzkohle und Bambus Kolhe sind inzwischen sehr beliebt geworden in ganzem Asien. Ich benutzes es um den Raum sauber zu halten – ich meine Atmosphäre. In Fengshui wird Holzkohle auch eingesetzt, um gutes Qi in den Raum zu behalten! Z. B. im Süden von der Schlafzimmertür hinzustellen, um Harmonie wieder herzustellen…
    Menschen sind wie Teekanne, braucht auch Pflege – ich meine nicht schönes Kleider oder üppiges Essen, sondern den emotionalen Garten in unserem Innern, nicht wahr? Wie bekommen wir die innere Muffigkeit raus?

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  6. Florian

    Ich habe ja versprochen, von meinem Reinigungsexperiment zu berichten:
    Ich habe meine muffige TieGuanYin-Kanne in einem Topf mit heißem Wasser gekocht (ca. 20 Minuten) und dann (anders als du es beschrieben hast) nicht trockene Jasminblätter sondern trockene TieGuanYin Blätter reingelegt, weil es ja mein TieGuanYin-Kanne ist.
    Nun riecht die Kanne auch nach diesem Tee. Beim Teebrühen entsteht jetzt allerding sein sehr intensiver Tongeschmack, der wiederum den ursprünglichen TieGuanYin Geschmack beinträchtigt. Das ist ja wirklich verhext!
    Jetzt muss mich gleich mal auf die Suche nach Holzkohle oder Bamubskohle machen. Wo bekomme ich das hier am besten?

    Gruß,

    Florian

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  7. Suzanne

    Hallo Florian!

    Wenn Dich der intensive Teeduft stört, versuchs mal so wie ich – eine ganze Weile mit reinem Wasser (ohne alles) kochen und die Kanne immer ganz trocken (umgedreht und natürlich offen) wegstellen. Bei mir klappt das am besten. Und wenn der Geruch doch mal wiederkommt, koche ich sie eben wieder aus (ist aber nur ganz selten nötig, mittlerweile). Ich glaube, jeder hat so seine eigene „Lieblingsmethode“.

    Die Bambuskohle wollte ich Menglin schon lange mal für das Zürcher Wasser vorschlagen. Angeblich „energetisiert“ die Bambuskohle das Wasser. Zwar glaube ich überhaupt nicht an so Energetisierungskram, aber in einem französischen Teeblog, den ich auch gern mag, haben viele Bambuskohlenutzer beschrieben, dass das Wasser damit ganz besonders gut für den Tee wird.

    Dieser Blog ist der von teamaster (oben in Menglins Links ist er auch drin). Dort findest Du unter dem Stichwort „charbon de bambou“ einiges (mit „Tests“, die die Leute da durchgeführt haben).

    Hier ist der direkte Link zu dem Kohle-Post:
    http://teamasters.blogspot.com/search?q=charbon

    Die Artikel sind auf französisch oder englisch, und der Bloginhaber Stéphane ist Deutsch-Franzose – Du kannst also auch Fragen auf Deutsch reinschreiben.

    Ich denke, Menglin weiss sicher auch einiges über diese Kohle.

    Anyway: man soll diese Holzkohlestückchen in den Wasserkocher legen, und das Wasser kriegt dann für Tee angeblich die richtige Härte /Reinheit / Energie – ich weiss auch nicht, wie es funktioniert, wollte es aber schon lange selbst mal ausprobieren!

    Die Kohle kriegt man bei Stéphane (der Satz klingt witzig ;-)). Oder Du auch welche, Menglin? Das wäre noch viel einfacher.

    Jedenfalls viel Erfolg mit der Teekanne! Suzanne

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  8. Suzanne

    Nachtrag @Florian:

    zuerst wollte ich übrigens auch nicht Menglins Rat annehmen, lieber auf die Yixing-Kanne zu verzichten… aber ich muss jetzt mit etwas mehr Erfahrung sagen, dass Menglin doch ganz Recht hatte. Ich benutze mittlerweile fast nur noch die Porzellankanne.

    Damit wird für mich der Tee am allerbesten (auch wenn meine Yixingkannen immer ganz sauber sind…).

    🙂

    Viele liebe Grüße! Suzanne

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    Antwort
  9. Menglin

    Lieber Florian, Du kannst Daiyus Schwester fragen, ob sie nicht für euch Bambus-Kohle besorgen kannst. Wenn es nicht klappt, sage mir Bescheid. Ich werde meiner Schwester sagen, dir welche zu schicken. Es ist sehr leicht, nicht teuer.
    ML

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  10. Suzanne

    Liebe Menglin,

    könntest Du mir auch ein paar Kohlestückchen mitbestellen (aber nur, wenn Du sie sowieso bestellst). Ich wäre sehr interessíert, das mal auszuprobieren.

    Und wie gesagt: vielleicht wird das Zürcher Wasser damit für Tee besser?

    Viele liebe Grüße,

    Suzanne

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  11. Florian

    Vielen Dank für eure Tipps und die Blogempfehlungen.
    Ich glaube, ich steige auch auf Porzellan um, dass ist wirklich unproblematischer. Meine schönen Kannen sind dann halt nur noch zum anschauen da 🙂

    Apropos Kohle: Ich habe ja in Taiwan diesen speziellen Stein für das Wasser gekauft (麥飯石), der macht das Münchner Wasser angeblich weicher. Ob der Tee dadurch besser schmeckt, kann ich gar nicht mehr sagen, dafür müsste ich fast mal ein Experiment machen und zwei verschiedene Wassersorten aufkochen.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Florian

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    Antwort
  12. Suzanne

    Liebe Menglin, lieber Florian,

    meine Yixing Kannen sind jetzt auch nur noch Deko 🙂 Und ich habe echt eine ganze Menge davon… Egal – als Deko sind sie wirklich prima.

    Was ist denn das für ein Stein, den Du Dir in Taiwan gekauft hast, Florian? Macht der das Wasser wirklich weicher?? Das klingt interessant. Schreib doch mal was über Deine Experimente!

    Liebe Grüße,

    Suzanne

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  13. Menglin

    Ich bin auch gespannt auf die Experimente von Florian.
    Liebe Suzanne, wenn Du den Stein haben willst, komme und hole Dir welche bei mir. Die Bambus-Kohle könnte ich meiner Schwester sagen, dass sie uns welche besorgt. Kein Problem.
    Yi-Xing Kanne als Deko… ich habe selbst genug… Diese Kanne braucht eben Pflege. Viele plädieren dafür, eigentlich ist es eine Geschäftsmacherei!

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    Antwort
  14. Florian

    Hallo Suzanne,

    leider weiß ich nicht, wie man diesen Stein auf Deutsch bezeichnet (Menglin, vielleicht kannst du hier ja aushelfen). Ja, ich habe schon das Gefühl, dass die Feinheiten des Tees damit besser zu Geltung kommen.
    Den ultimativen Vergleich muss ich aber noch anstellen, indem ich den gleichen Tee mit unterschiedlichem Wasser koche 🙂

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  15. Jörg

    Hallo an die fröhliche Runde,

    habe auch schon verschiedenste Experimente mit Wasser hinter mir zusammen mit einem befreundeten Teehändler in Mainz habe ich einige Teeproben veranstaltet.
    Ergebnis es ist verdammt schwierig das optimale Wasser für seinen Tee zu finden aber was tut man nicht alles dafür. Ausgangssituation ist (m)ein Wasser welches aus dem hessischen Ried (südl. Frankfurt) kommt. Verglichen habe ich das Leitungswasser mit 4 verschiedenen stillen Mineralwässern. Volvic, Evian, Celtic und Lauretana. Das Leitungswasser hab ich in verschiedensten Formen probiert. Pur/Brittafilter/Bambuskohle/EM-Keramikpipes/Edelsteinen (Amethyst,Rosenquarz,Bergkristall).Schließlich hab ich alles mit allem untereinander verglichen. Soll heißen, dass ich auch die Mineralwässer mal gefiltert oder mit Edelsteinen versetzt hab.
    Eigentlich bin ich ebenfalls nicht ein gläubiger Anhänger von „Energetisierungskram“ aber ich habe alles in allem doch Unterschiede festgestellt. Zu erwähnen sei hier noch, dass ich alle Wasser mit folgenden Tees getestet hab: Darjeeling Castleton Second Flush Ernte 06, grüner Yunnan 06, Yin Zhen Silver Needle 06, Roui Gui Fancy Oolong 05, Tie Guan Yin 06, heller PuErh 04 und dunkler PuErh 94.
    Für die Probe ging mit meinem Teehändler ein ganzes Wochenende drauf und ich konnte zumindest Montag erst mal kein Tee mehr sehen…grins (bis auf den kleinen Gute-Nacht-Schlummerdrunk Gao Shan….grins)

    Um es kurz zu machen (wenn ihr Details wollt kann ich meine Testergebnisse aber auch gerne nochmals ausführlicher darstellen) bin ich für mich zu folgendem Ergebnis gekommen.
    Volvic und Evian gehen gar nicht und sind gleich aus dem Rennen. Die Wasser Celtic und Lauretana dagegen sind meiner Meinung nach phänomenal wenn man frische fruchtige Noten aus Tees rauskitzeln will. Gerade das Lauretana Wasser schaft klare strukturierte Nuancen. Jede einzelne Geschmacksausprägung stellt sich abgegrenzt von den anderen dar. Für Tees die eher ein Gesamtkonzept prägen sollen und die durch Weichheit und Wärme auffallen (z.B. schöne Cognac Holznoten eines alten PuErhs) ist das Wasser zu hart in seinem Geschmack.
    Nachteil an Lauretana ist zum Einen der Preis ca. 1€/l zum Anderen die Tatsache, dass es einen langen Transportweg aus Italien hinter sich hat, was mein Gewissen gegenüber Umwelt schon etwas bedenklich stimmt.
    Am ausgewogensten ist für mich das gefilterte Leitungswasser in Verbindung mit Bambuskohle und EM-Keramikpipes. KOsten halten sich in Grenzen, Aufwand nich sehr hoch und geschmacklich bin ich über das ganze Spektrum meiner Tees hin zufrieden mit dem Wasser.
    So bleibt für mich das Fazit: Wenn ich was besonderes will gönn ich mir ab und an eine „Pulle“ Lauretana für restliche 95% meines Teekonsums reicht auch das gefilterte/energetisierte (Kohle/Keramik) Wasser.

    So das sollte erstmal reichen

    Bis dann

    Jörg

    Anmerkung:
    Ich werde weder von Lauretana oder EM-Keramik noch von Britta oder Bambuskohle-Vertrieb gesponsort bin „armer“ Student hab alles selbst gekauft.

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    Antwort
  16. Jörg

    Hallo an die fröhliche Runde,

    habe auch schon verschiedenste Experimente mit Wasser hinter mir zusammen mit einem befreundeten Teehändler in Mainz habe ich einige Teeproben veranstaltet.
    Ergebnis es ist verdammt schwierig das optimale Wasser für seinen Tee zu finden aber was tut man nicht alles dafür. Ausgangssituation ist (m)ein Wasser welches aus dem hessischen Ried (südl. Frankfurt) kommt. Verglichen habe ich das Leitungswasser mit 4 verschiedenen stillen Mineralwässern. Volvic, Evian, Celtic und Lauretana. Das Leitungswasser hab ich in verschiedensten Formen probiert. Pur/Brittafilter/Bambuskohle/EM-Keramikpipes/Edelsteinen (Amethyst,Rosenquarz,Bergkristall).Schließlich hab ich alles mit allem untereinander verglichen. Soll heißen, dass ich auch die Mineralwässer mal gefiltert oder mit Edelsteinen versetzt hab.
    Eigentlich bin ich ebenfalls nicht ein gläubiger Anhänger von „Energetisierungskram“ aber ich habe alles in allem doch Unterschiede festgestellt. Zu erwähnen sei hier noch, dass ich alle Wasser mit folgenden Tees getestet hab: Darjeeling Castleton Second Flush Ernte 06, grüner Yunnan 06, Yin Zhen Silver Needle 06, Roui Gui Fancy Oolong 05, Tie Guan Yin 06, heller PuErh 04 und dunkler PuErh 94.
    Für die Probe ging mit meinem Teehändler ein ganzes Wochenende drauf und ich konnte zumindest Montag erst mal kein Tee mehr sehen…grins (bis auf den kleinen Gute-Nacht-Schlummerdrunk Gao Shan….grins)

    Um es kurz zu machen (wenn ihr Details wollt kann ich meine Testergebnisse aber auch gerne nochmals ausführlicher darstellen) bin ich für mich zu folgendem Ergebnis gekommen.
    Volvic und Evian gehen gar nicht und sind gleich aus dem Rennen. Die Wasser Celtic und Lauretana dagegen sind meiner Meinung nach phänomenal wenn man frische fruchtige Noten aus Tees rauskitzeln will. Gerade das Lauretana Wasser schaft klare strukturierte Nuancen. Jede einzelne Geschmacksausprägung stellt sich abgegrenzt von den anderen dar. Für Tees die eher ein Gesamtkonzept prägen sollen und die durch Weichheit und Wärme auffallen (z.B. schöne Cognac Holznoten eines alten PuErhs) ist das Wasser zu hart in seinem Geschmack.
    Nachteil an Lauretana ist zum Einen der Preis ca. 1€/l zum Anderen die Tatsache, dass es einen langen Transportweg aus Italien hinter sich hat, was mein Gewissen gegenüber Umwelt schon etwas bedenklich stimmt.
    Am ausgewogensten ist für mich das gefilterte Leitungswasser in Verbindung mit Bambuskohle und EM-Keramikpipes. KOsten halten sich in Grenzen, Aufwand nich sehr hoch und geschmacklich bin ich über das ganze Spektrum meiner Tees hin zufrieden mit dem Wasser.
    So bleibt für mich das Fazit: Wenn ich was besonderes will gönn ich mir ab und an eine „Pulle“ Lauretana für restliche 95% meines Teekonsums reicht auch das gefilterte/energetisierte (Kohle/Keramik) Wasser.

    So das sollte erstmal reichen

    Bis dann

    Jörg

    Anmerkung:
    Ich werde weder von Lauretana oder EM-Keramik noch von Britta oder Bambuskohle-Vertrieb gesponsort bin „armer“ Student hab alles selbst gekauft.

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  17. tononi1700

    Hallo, ich habe auch so eine schöne tonkanne aus singapur mitgebracht und sie jetzt endlich mal ausgekocht, um sie für oolong zu benutzen. leider riecht sie jetzt schlimmer als zuvor, irgendwie chemisch. draussen ist sie mit schwarzer farbe bemalt, die – scheint mir – etwas verlaufen ist bei der prozedur. kann die farbe der grund für den geruch sein? ich habe es doch richtig verstanden, dass die ganze kanne im wasser köcheln muss? (zugegeben hab ich vergessen, weiches wasser zu nehmen). was könnte ich jetzt noch versuchen um sie doch benutzen zu können?
    viele grüsse und dank im voraus für alle guten ratschläge

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    Antwort
  18. Norbert

    Hallo liebe Teekannen-Freunde,

    ich benutze seit Jahren nur Teekannen aus Yixing, in CN gekauft (ich lebe in Shanghai) und kenne ein bisschen das Spektrum durch einen Teeladenbesitzer/-meister/-kannenliebhaber.
    Die preisgünstigen Modelle schmecken nach Schlamm, der sich auch nicht durch die beste Behandlung (siehe oben, …Köcheln mit Tee) wegpflegen läßt.
    Dazu kommt, dass sie, und auch teilweise etwas höherpreisige Modelle, Giftstoffe enthalten, da der Ton mit künstlichen Zusatzstoffen versetzt wird (damit er glänzt und schön hart wird, Struktur bekommt…was so die Merkmale für guten Teekannen-Ton sind).
    Leider muß man um eine gute Tonkanne zu bekommen einen guten Händler kennen, der auch Teekannen liebt und der auch den Künstler kennt und seinen Ton (der in CN seit einer Zeit jeweils ein Zertifikat hat („Skandal: alles gefakte Teekannen in Yixing“,…).

    Ja, und die TeekannenPersönlichkeiten brauchen Zuwendung und Hingabe, regelmäßig Beschäftigung und Ruhe. Und es ist ein Genuß sie sich entwickeln zu sehen. Und sie zu verschenken. Den Tee mit seiner Eigenheit mit der passenden Kanne zu verbinden.

    Danke dir Menglin, und den Kommentatoren für die Tipps zur Wasserverfeinerung.

    Herzliche Grüße
    Norbert

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