Teebauer Gao in Shiding

Teebauer Gao in Shiding

Ich kenne Herrn Gao seit 10 Jahren. Zuerst war er bekannt in einem kleinen Kreis, in dem man gerne Tofu isst.
Tofu, ist nicht nur eine Trendkost, was gesund ist. Tofu ist eine Köstlichkeit, die unsere Lebenskraft erweckt und sinnliche Erlebnisse verleiht. Natürlich kann man hier im Reformhaus nicht solche Tofu erhalten, was für mich noch nach Tofu schmeckt, außer es aus Soja-Bohne produziert ist. When man Herrn Gaos Tofu beisst, schmelzt Tofu in seinem Mund. Eine Welle von dem Duft des Soja-Bohne zergeht langsam in unserem Gaumen. Meine Eltern nennen ihn Herr Schwarz-Tofu, weil er Tofu mit Schwarzbohne produziert – ein Mittel für Nieren-Ernergie.
Warum Tofu aus Schwarzbohne? Familie Gao sind glaubige Buddhisten und sind strenge Vegetarier. Wenn man nur vegetarische Kost isst, leidet man oft unter Nieren-Energie-Mangel. Schwarzbohne ist ein Heilmittel dagegen.
Herr Gao bietet hier in Bergen noch viele andere wilde Gemüse als unverwechselbare Gaumen-Erlebnisse! Hast Du schon Mal wilde Ingwer-artige Blüte gegessen? Hier kannst Du! Wo kannst Du heute noch das Karamel aus Weizen kaufe`n anstatt Industrie-Produkt? Hier kannst Du! Solche Produktion spricht nicht nur für seine Liebhaberei, sondern auch für seiner Ambition – etwas aufzubewahren, was andere nicht mehr schätzt oder kennt -etwas was bereits verloren geht.
Bei ihm Tee einzukaufen fange ich erst an, als Gerhard Lange mir beauftragte, guten Tee zu importieren. Herr Gao produziert den Tee nicht, sondern sein Bruder. Er macht die letzte Verfahren – Hongpei (den Tee stilisieren und stabilisieren durch Rösten). In seinem Bauchladen gibt es nicht nur klassische Paochung oder Tie Guanyin, sondern auch viele verloren gegangene Teesorte, z. B. Buddha Hand, Da Ye Oolong und Bai Maohou. Eine seiner Spezialität ist mit Holzkohle gerösteter Oriental Beauty und Paochung. Dieser Holzkohle Oriental Beauty nennt er „Poison“ – Gift. Warum? Weil man süchtig wird. Vor drei Jahren hatte ich einen Oriental Beauty von ihn, er machte richtig süchtig. Leider kriegte er seitdem seinen Oriental Beauty nicht mehrso „giftig“ hin. Jedes Mal seufte er, dass er keine Zeit mehr hat, um einen guten „Gift“ herzustellen…
Keine Zeit? Herr Gao ist inzwischen ein Yi-Jing (I-Ching) Spezialist geworden. Er ist oft unterwegs, um Seminare zu geben und Prodbleme des anderen zu lösen. Vielleicht könnte er die Orakel fragen, wann wir wieder einen guten „Gift“ von ihm erhalten könnten!

3 Gedanken zu „Teebauer Gao in Shiding

  1. Florian

    ich erinnere mich gerne an diesen Tag zurück! Daiyu ist inzwischen nach Herrn Gaos TieGuanYin süchtig geworden. Wir trinken fast jeden Tag und werden so immer wieder an unseren Besuch erinnert.

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  2. Suzanne

    So ein gutes „Gift“ würde ich auch gern mal probieren… 🙂

    Heute war es kalt und ungemütlich hier in Strasbourg, und hat den ganzen Tag geregnet. Es war ein Tag für wärmenden Tee… so habe ich eben meinen Freunden und mir den leicht geräucherten Longan Zhen Shan zubereitet. Jeder fand ihn anders: ich finde immer ein bisschen „Speck-Aroma“ darin, wenn auch nur sehr wenig bei diesem Tee. Schon der zweite Aufguss ist sehr mild und fruchtig. Ein Freund fand, es gebe Pfeifentabak-Aroma in dem Tee (welches auch fruchtig ist), und die Freundin fand ihn sehr mild und angenehm. Sie hat wohl auch die Frucht bemerkt, die man in dem Tee schmecken kann!

    Der Nachmittag ging mit Tee und Gesprächen schnell herum!

    Später habe ich noch in einem anderen Teeblog (einem französischen, nicht der von Stéphane – der ist friedlicher) gelesen. Es ging eigentlich um japanischen Tee – aber die Diskussion war schnell in Aggression umgeschlagen. Am Ende wurden nur noch Beleidigungen ausgetauscht. Die einen: japanischer Tee ist Mist und mit dem chinesischen gar nicht zu vergleichen; die anderen: ihr müsstet euren Kopf austauschen, um den japanischen Tee überhaupt zu verstehen (ich vereinfache etwas). Schließlich musste der „Blogmeister“ mehrere Einträge löschen, da sie zu beleidigend waren…

    Ich verstehe nicht, was so etwas soll. Tee sollte uns verbinden, nicht Ärger und Zwietracht säen… aber offenbar sehen das nicht alle so. Schade.

    Zum Glück habe ich sowas hier noch nicht erlebt! 🙂

    Viele Grüße! Suzanne

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  3. Menglin

    Ich finde es auch Schade, dass man den öffentlichen Raum zum Selbstzweck verwandelt. Das aufgeblasene Ego ist so wichtig, während der Tee nur zum Zweck des Egos dient.
    Emotion wird ebenfalls ganz falsch verstanden in unserer Gesellschaft. Die wird missbraucht von Medien, um Geschäfte zu machen. Emotion Zeigen hat mit der Kommunikationskompetenz, Offenheit und soziale Fähigkeiten gar nichts zu tun. Emotion ist so flüchtig wie das so genannte Gefühl. Die wahre Liebe wird immer schwieriger zu finden in einer egozentrischen, schnelllebigen und oberflächlichen Gesellschaft.

    Florian, vielen Dank für Deine Fotos! Ohne sie wäre diese schöne Erinnerung nicht visuell abrufbar!

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