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Shui Tangs Sommerselektion

Am Sonntag sollte es 13 Grad in Zürich sein. Und Henning schrieb mir, dass es seit einer Woche in Hamburg Sonne scheint.

Mein lieber Nachbar Udo sagte, wir können gerade das Weihnachtsgeschäft planen, denn der Herbst ist vor der Tür.

Auch wenn der Sommer uns vergessen hat, hat Shui Tang die Sommerselektion vorbereitet.

Ein wunderbarer Oolong wie Oriental Beauty Premium 東方美人特級, der uns mit herrlichen Düfte verwöhnt, uns in einem sommerlichen Garten versetzt – blühenden süssen Blumen und reife Früchte, ist der Höhpunkt der Sommerselektion. Er bezaubert unsere Sinne mit seiner Vielfältigkeit.

峨眉毛峰Wenn man in der „Hitze“ (vielleicht kommt sie ja noch) schläfrig wird und voller Müdigkeit am Tisch sitzt, hilft ein klarer Emei Maofeng, der Nebel im Geist wegfegt. Dieser Tee hat für mich immer die Wirkung wie der Sonneschein, der Nebel im Kopf klärt. Erfrischend und klar.

祁門紅茶Am morgen wäre es ein Qimen Hongcha ein treuer Begleiter. Er unterstützt unsere Verdauung, die im Sommer häufig vernachlässigt wird, wenn wir nur Eistee, Glace und eiskalte Bier trinken und unseren Körper stets unter „Kälte“ Schock setzen. Ein Schöner Qimen, einfach und gut, verbessert die Konzentration und hilft einem guten Start in den Tag.

Die Sommerselektion wird pünktlich zum Sommeranfang versendet.

 

Heiss und kalt

Das kalte neutrale Wasser, Symbol von Urkraft und Ursprung des Lebens. Kühl, gefühlsneutral und emotionlos.

Sobald, das Wasser erhitzt wird, sobald das Feuer das Wasser im Kessel zum Summen treibt, hören wir die Meeresbrandung – wie der Wind durch die Kiefernadel flüstert und Worte werden leer.

Als bald paar Teeblätter im sprudelnden Wasser eintauchen, riechen wir Duft von Blumen oder von wald, sehen wir Tänzer im Wasser und hören, Unbekannte flüstern…

Wenn das kalte neutrale Wasser heiß wird, wenn die Teeblätter in heißem Wasser schwimmen, kommen wir im Reich der Poesie an. Die Poesie des Tees.

Balthasar kam sehr ernst zum Besuch, denn er hatte eine wichtige Mission – sagte er. „Wie wäre es, dass wir zusammen eine Vorlesungsreihe in Bern über Tee zu gestalten?“ Ohne Zögerung nickte ich meinen Kopf. Er war enttäuscht. Er sagte, er hätte sich gewünscht, dass ich diese Idee schlecht finde. Da er nicht wußte, ob er es schaffen kann. Seine nächste Frage war, „was mache ich dann, wenn Du mitmachst?“ „Kennst Du nicht die Kultszene von Marcel Proust über das Madeleine im Tee?“ „Ach…“

Am Mittwoch trafen wir zu dirtt in Shui Tang und diskutierten, wie wir diese Vorlesungsreihe gestalten. Balthasar will anspruchsvolle Veranstaltungen. Die Quantität des Publikum sei egal. Ich stimmte freudig zu. Ich sollte die erste Veranstaltung starten mit einem historischen Retroperspektive des Tees. Massimo von Volkshochschule Bern wird die dritte Veranstaltung moderieren, weil es ein Teespräch zwischen Osten und Westen, zwischen Balthasar und Menglin geben sollte. Ein Teegespräch übder einen Entwurf der Ästhetik des Tees.

Ich bin sehr gespannt.

Massimo befürchte, dass er nicht der Kenner sei um die Moderation nicht gut zu führen. Eigentlich hätte ich wieder keine bestimmte Vorstellung. Ein Gespräch über einen Entwurf der Ästhetik des Tees kann sich ja leisten schief zu gehen. Ich habe keine Erwartung von Erfolg, keine Ambition von einem Gelingen. Denn wir sind am Anfang, einen Entwurf zu entwickeln, denn wir sind Anfänger auf einen sehr langen Weg, wie der Tee im Westen weiter geht!

Ich bin sehr gespannt.

 

Swiss Tea Guide

Ist Shui Tang ein gewöhnliches Teegeschäft? Was soll Shui Tang eigentlich sein?

Diese Frage konnte ich mir selbst nicht richtig beantworten. Denn ich ganz anders funktioniere als nach einem vorhandenen Konzept zu folgen. Ich hatte eine vage Vision, aber wußte, dass ich es alleine nie schaffe. Ich hatte sehr viel vor und wußte, dass ich allein es nie verwirklichen. Nur die Gleichgesinnten können viele schöne wichtige Dinge gemeinsam anpacken.

Aus dieser Bereitschaft und Offenheit sind viele Ideen im Reifungsprozess und viele Visionen könnten wohl verwirklicht werden. Ein Ort der Begegnung und Geburtsstätte von wertvollen Ideen kann und ist Shui Tang geworden. 

Am 15. Juni Dienstag um 19 Uhr treffen die Tee-Scouts der Schweiz in Shui Tang und sie stellen ihr erstes Ergebnis vor. Es ist eine Ehre für Shui Tang, den Scouts diesen Platz zur Verfügung zu stellen.

Wenn ein kleiner Stein anfängt zu rollen, entsteht eine neue Dynamik auf dem Weg. Die – für mich – kranke Gesellschaft grundlegend zu verändern kann ich als ein kleiner Mensch nicht. Aber einfach um mich zu kümmern, damit ich kein Last für die anderen werde und einen Ort mit anderen Menschen gemeinsam zu schaffen, wo viele kleine Steine ins rollen gehen können, wären paar kleine Schritte eines Versuchs.

Der feine gelbe Staub von Dianhong und Longjing

Was mich mit Nadia Bécaud tatsächlich verbindet, ist das Verständnis von Originalität des Tees. Als sie das in ihrem Vortrag thematisierte, wußte ich, dass es jemand ist, der Tee versteht. Tee als Tradition und als ein Organismus zu verstehen anstatt als Ware und eine beliebige Projektionsfläche – everything goes.

Viele Teehändler betrachten Tee als Mittel zum Geld. Diese Ansicht ist vollkommen in Ordnung. Deswegen gibt es so gennanten weißen Tee und Oolong aus Indien, aus Sri Lanka etc. Das Shui Tang Crew wußte von Besuch einer Inhaberin eines Teegarten in Sri Lanka, die mich bat, ihr bei ihrem weißen Teeproduktion zu helfen und zu verbessern.  Sie dachte, es sei ein einfaches Spiel mit Tee zu produzieren. Wenn der Tee biologisch ist, muss der Tee gut sein, dachte sie. Bis sie merkte, dass es falsch sei. Tee ist ein Ergebnis eines kulturelles Verständnis und eine Manifestation einer Ästhetik. Was ist ein weißer Tee? Was muss ein guter weißer Tee schmecken? Reicht das nicht für einen weissen Tee, dass die Blätter weiß aussehen?

Leider nicht.

Es geht bei einem schönen weissen Tee häufig noch um die Originalität… Zum Beispiel, dass ein schöner Bai Mudan oder Yinzhen Baihao aus Fuding Da Baicha (Name von diesem orginalen Baum) stammen sollten und aus dem Anbaugebiet von Fuding /Fujian sein sollte. Ein schöner Longjing sollte aus Xihu-Gegend stammen und aus einem bestimmten Baum… So ein traditionreicher Tee wie Longjing muss nicht aus dem neu geklonten Baum stammen, damit er trendy und fashion aussieht. Wahrscheinlich ist er sogar besser aus dem alten originalen Baum…

Wie sieht ein originaler Longjing aus? Liebe Winnie, ein schöner orginaler Longjing hat wunderschöne Behaarung, die häufig als pünktchen am Blatt haftet. Ein richtiger Longjing ist nicht grün… sondern leicht gelblich wegen dem Behaarung der Blätter! Je zärter, desto stärker wird der Tee behaart! Und diese Behaarung macht den Geschmack richtig aus!

Das gleiche gilt auch bei dem guten Dianhong! Viele europäische Teeliebhaber behaupten, dass der Dianhong rauchig sei. Das so genannte rauchige Note von Dianhong ist nicht wegen Rauch, sondern wegen der Behaarung. Durch die Art der Behaarung kann man die Originalität eines Tee sehr schnell feststellen. Ob ein Tee aus einem orginalen Baum kommt, ob er gut verarbeitet wurde, zeigt uns die Art des Staubs, wie er fliegt!

Ich hoffe, ich habe diese kleine Frage beantwortet.

ps. das heisst nicht, dass man in Indien und Sri Lanka keinen weissen Tee oder Oolong herstellen kann. Doch, das kann man! Es ist nur nicht einfach… Denn es geht nicht um einen Tee zu produzieren, um zu zeigen, dass MAN es KANN. Sondern, es geht um einen guten Tee in die Welt zu bringen. Dies braucht Verständnis und Auseinandersetzung mit einem Pflanzen aus einem kulturellen Kontext!

Besuch von Nadia Bécaud

Ich sah sie aus dem Fenster und sie eröffnete die Tür zu Shui Tang.

Bei einer Tasse Tee, unter vier Augen sagte ich ihr, dass ich von gestrigem Vortrag recht enttäuscht war. Denn es keine Neuigkeiten und Anregungen für mich war. Sie sagte, es lag an dem Rahmen.

Bei zweiter Tasse gestand ich ihr, dass viele meine Ansichten zum Tee sich von Ihren unterscheiden. Sie sei chinesischer als ich. Ja, sie seufzte, sie fühlte sich wohler in der chinesischen Welt. „Als ob mein früheres Leben dort gewesen wäre…“ Ich weiss. Wahrscheinlich war meins umgekehrt.

Tee verbindet Menschen, die aus verschiedenen Naturen und aus verschiedenen Grenzen kommen. Ich spüre in der ruhigem Oberfläche rodernedem Feuer, das für Tee brennt. Sehr einfühlensam höre ich ihr zu, wie sie die Teelandschaft in Frankreich als schwierig und aggresiv beschrieb: „Everybody says, that they have the BEST tea!“ In Jungel dieser Landschaft ist gewisse Aufrichtigkeit und Gelassenheit sehr erforderlich. In der Schweiz haben wir das Glück, dass die Teegeschäfte, die sich für hochwertigen Tees interessieren, sehr eng miteinander an dem gleichen Strang ziehen. Das Teeclub bemüht sich sehr alle Interessen zusammen zu bringen und die Erfahrungen dem hiesigen Teeliehbaer zu bereichern.

Wir können sehr viel über die Differenzen sprechen. Die Differenzen schaffen viel Klarheit. Manchmal kann man Tee zum Leben eins zu eins übertragen. „Life is never easy.“ sagte sie.

Aber die Differenzen verbinden Menschen nur bedingt. Was uns verbindet, sind das Herz und die Sensucht nach der Schönheit des Lebens. Tee ist schön. Tee macht das Leben schön.

Wir tauschten sehr viel aus. Ich versprach ihr einmal sie zu besuchen. Dann werde ich mit sehr vielen kritischen Fragen kommen. Ich kann bestimmt von ihr lernen. Und sie möchte einmal mit mir nach Taiwan gehen. Sie gab mir viele Ratschläger, wie ich viele Dinge (wie Reise nach Taiwan zu organisieren) einfach loslassen sollte und nur auf die Dinge konzentriere, was wesentlich ist. „Life is never easy“, betonte sie immer wieder.

Michel, mein verstorbener Zen-Lehrer, machte mir immer wieder klar, dass Zazen kein perfekten Menschen macht. Aber wahrhaftig. Tee wohl auch. Tee-Weg führt einen zu sich selbst. Ihre Erscheinung und ihre Haltung machen Nadias Wesen zum Vorschein. Eine Seele, die in einem falschen Land geboren ist. Das ist aber die beste Vorraussetzung, lachte sie, dass sie die Aufgabe der Teekultur im Westen wahrnehmen kann und ausführen kann. Die Seele ist vielleicht eine chinesische, aber die Form (Haltung) ist eine durch und durch Europäische – Fokus stets auf das Richtige und nur das Richtige ist das Wahre… Sie wunderte sich leicht, dass ich Schwarztee in die Sortiment aufnehme – ich gestand, „I love black tea so much! And I drink it every morning!“ Beim Abschied wollte ich ihr ein schönes Cafe im Neumakrt empfehlen, „I never trink Coffee!“ Ich musste mich schmunzeln – „I love coffee so much!“

Im Tee vereint und verstanden verabschieden wir uns. Wir wissen, wir wollen und werden uns wieder begegnen.

Bleibe Natürlich

Vor einer Kreuzung steht Dein Auto. In welcher Richtung würdest Du weiter fahren? Kommt es auf das Ziel an, nicht wahr?

Wenn man klar ist, ein Ziel zu haben.

Am Freitag ist Carola in Shui Tang und neulich ist Christoph auch dabei. Sie möchten beide in Shui Tang Tee lernen. Allein am vergangen Freitag bekam ich drei Anfrage, wann ich endlich wieder Kurse gebe und vielleicht eine wöchentliche, eine Antwort gab es nicht. Ich habe keine Kapazität.

Das Freitagsteam passt gut zu Shui Tang. Sie machen die Dinge sorgfältig ohne aufzufallen und sind wissenshungrig. Wir lernen am Freitag die Frühlingsernte zu degustieren, um die neue Teeernte für Shui Tang auszusuchen. Ich mache es absichtlich mit dem Team zusammen, denn lerning by doing.

Degustiert wurde war zwei Yinzhen Baihao, zwei Emei Maofeng, zwei Nanyue Maofeng und ein Bai Mudan.

Als der erste frische Rauch aus den heißen Tassen stieg, wurden die Schalen sofort gerührt. Die beiden neuen Nasen konnten es nicht warten und schnupperten stets an die Tassen! Duftend und herrlich. Sie waren bereits entführt, entführt zu einem Reich der Sinne. Ich sah in ihnen mich, der eingefangen war von duftenden Phänomenen, die mir keine Klarheit schafften, klar zu riechen!

„Welchen kaufen wir?“ fragte ich. Sehr schwierig zu beantworten. Denn sie rochen so gut. Weil sie gut rochen, musste man einen Abstand halten, sie nicht zu rühren, zu schnuppern, bis die Tasse ruhig werden und kalt sind – und wir auch. Die beiden Yinzhen Baihao, schön und frisch. Carola lernt bereits lang Tee und zeigte mir sofort diese Tasse, die klarer, eleganter und ruhiger duftet. Auch Christoph, ein Chanoyu-Schüler von Yumi, versteht die unaufdringliche Eleganz des edlen Tees. In den geübten Augen sind die unsorgfältigen Welck-Flecken und unregelmässige Trochnung unübersehbar. All diese Fehler führen zu dem groben Geschmack eines Yinzhen Baihao… Ich seufzte, „Weiß Du, die meisten Leute würden den anderen kaufen, weil er eindeutig ausdrucksstark schmeckt. Das Mainstream würde diesen Yinzhen Baihao bevorzugen.“ „Heißt das, dass wir diesen dominanten Tee kaufen sollen, um Überleben von Shui Tang zu sichern?“ „Nein. Der Geschmack ist nie demokratisch. Nicht der gefällige Geschmack ist unser Geschmack. Wir kaufen nur das, was uns überzeugt!“ Das andere kommt von sich alleine, wenn wir das tun, was mit uns innig einstimmig ist…

Bleibe natürlich. Was ist natürlich für mich?

Zwei Emei Maofeng, einer subtil, floral und federleicht; der andere klar, richtungweisend und charaktervoll. Christoph würde den federleichten bevorzugen. Ich nickte meinen Kopf. Ja, ich hätte es auch getan, wenn ich keine Geduld hätte, auf die beiden Tasse abzuwarten. Ich wartete ab am Donnerstagabend, bis die beiden Tassen kalt wurden. Dann merkte ich, dass der klare und ungefällige immer noch selbst treu bleibt, während der subtile weiche schöne bereits trüb und verändert. Schon wieder ein Seufz. „Für einen Teehändler müssen wir diesen Tee kaufen, der klar, stabil und solide ist.“ Dieser Tee muss die Witterung und Lagerung in Shui Tang (kontrollierbar) und in dem privaten Haus (unberechenbar) überstehen, muss die Zeit und Raum überwinden. Nur ein in sich geruhter Tee kann unseren Ruf als ein Fachgeschäft wahren.

Wenn die Strasse nur nach links kurvt, aber Du willst und planst nach rechts. Was passiert?

Eine Katastrophe.

Seit 2001 arbeite ich als Teehändler, zuerst als Hobby, nun als eine Profession. Wie oft muss ich meine frühere „Fehler“ sehen und gestehen, wenn ich meine Lager aufräume und anschaue. Inzwischen habe ich einen Tee-Weg gefunden, mich weiter entwickelt. War ich früher falsch und heute richtig? Bin ich heute richtig und dann morgen?

Gestern war ich tief beeindruckt von dem Film Guru über Osho. Ein wunderbarer Film, der mir klar macht, wie die Dynamik der Gruppe einen verwirrt und selbst darin verlieren kann, wie Menschen in der Masse manipulierbar werden und wie das dualistische Denken von Richtig und Falsch, von Gestern und heute und von Dir und mir uns verhindert, natürlich zu bleiben. Wenn die Strasse nur nach links kurvt, dann gehe ich mit. Was ich plante, war weder richtig noch falsch, was ich wollte, war weder gut noch schlecht, was nun geschieht, ist weder schön noch hässlich. Was geschah, ist geschehen. Wenn der Weg kurvt – ich gehe einfach die Kurve entlang.

Frühlingsernte aus China

Frühlingsernte aus China

Recht spät kamen die ersehnten Teemuster aus China an. Christoph hat sehr viel Glück, gleich bei der Degustation dabei zu sein. Er wollte in Zürich seinen Traum, ein Cafe zu eröffnen und lernt nun fleissig bei Shui Tang Tee.

Eingestroffenen Muster waren Yinzhen Baihao, Emei Maofeng, Nanyue Maofeng, Longjing Meijiawu, Baimudan etc. Bereits degustiert am letzten Freitag waren Tie Guanyin, Dianhong Needle, Anji Baicha, Junshan Yinzhen etc.

Swiss Wedding in Shui Tang

Swiss Wedding in Shui Tang

An einem regnerischen Tag war Shui Tang der ideale Ort für Schöne Fotos von schöner Welt.

Swiss Wedding macht Shui Tang zu dem besten Kulissen für Wedding-Style.

Das Opiumbett wurde verwandelt zu Orten verträumten Momente. Das harte Tatami samt dem paradiesischen Papier-Sudare (Vorhang) wurde zu romantischen Liege. Oft lachten wir über die schönen Szene von perfekten Handlung, wie z. B. das Model in schulterfreiem Kleid sehnsüchtig dem zwarten frischen blühenden Päonie anblickte. Das Ausschnitt mit dem makellosen freien Schulter und die zwarten erotischen Blüte bilden die besten Komponente eines Bildes. Aber „Das Kleid! Das Kleid musste auch noch darauf!“

Das Crew sagte mir, der Tag in Shui Tang war wie in Ferien. Einfach in einer anderen Welt. 

Für mich war es ein lustiges Erlebnis, hinter dem Kulissen zu schauen. Für die paar Fotos waren paar Stunde harte Arbeit!

Nun freue ich mich genau so wie die Redaktion auf die viele schöne Fotos aus Shui Tang!

ps.

Danke an Hannes, der rechtzeitig drei prächtigen Päonie mitbrachte!

Diese schönen Fotos in Shui Tang werden in nächsten Ausgabe von Swiss Wedding veröffentlicht.

Vorraussetzungen für ein Teegeschäft in Zürich

Sehr lustig fand ich, als die junge Chinesin in Shui Tang auftauchte.

Hungrig und müde war ich als sie kam, denn ich bereits mehrere Gäste bewirtete. Bevor Men auftauchte, musste ich unbedingt etwas essen! Sie fragte, ob sie mir paar Fragen stellen konnte, da eine gute Freundin von ihr auch ein Teegeschäft in Zürich aufmachen will.

Mich um Rat zu bitten, wenn man in Zürich ein Teegeschäft aufmachen will! Was für eine Ehre?

Tatsächlich wußte ich in jenem Moment nicht, ob ich lachen sollte oder den Kopf schütteln sollte. Ich bemühte mich, gute Auskunft zu geben. Eine Chinesin, die seit 20 Jahren in der Schweiz lebt, eine leidenschaftliche Teetrinkerin ist, möchte gerne so ein Geschäft eröffnen wie Shui Tang und im Zentrum Zürichs.

Die Teeliebhaber in Zürich haben nun wirklich Glück, immer mehr Teehäuser erleben zu können! Wie wäre es, wenn Teehäuser so populär werden wie Cafes? Dann wird die Stellung des Tees wohl auch aufgehoben wie die von Kaffee oder Wein! Eigentlich eine tolle Sache.

Was waren dann meine Ratschläger?

Ich versuchte ihr sehr ehrlich zu sagen, dass man mindestens 150,000 CHF hinblättern muss für den gesamten Auftritt des Ladens, oder man hat einen unglaublich guten Geschmack und kann alles selbst gestalten und hat unednlich viel Energie alles selbst zu machen. Wie so nicht?

Dann noch einmal 100,000 CHF für das erste halbe Jahr ausgeben, um gut über die Runde zu kommen. Also, ein gutes finanzielles Basis sollte man tatsächlich haben. (Ich erzähle kein Witz: die Made-in Switzerland-Visitenkarte von Shui Tang kostet pro Stück 1,2 CHF)

Also ein sehr gutes Business-Plan schreiben.

In Shui Tang kommen viele begeisterte Modeschöpfer und Leute aus Mode-Branchen. Ich unterhalte mich sehr gerne mit diesen Menschen aus der anderen Welt. Von ihnen lerne ich die Welt anders zu sehen. Da Shui Tang ein kleines Diaspora für Schlitzaugen ist, kommen auch viele mutige Frauen zu mir und fragen wie man hier ein Geschäft für Mode eröffnen kann. Meine Mode-Profi-Klienten hörten solche Storys von mir und lachten. Sie sagten mir, wenn ein Geschäft in Zürich überlebt, dann überlebt es überall. Das Publikum hier ist unglaublich anspruchsvoll. Das Publikum hier erlaubt nichts Halbherziges, kein Halbwissen und keine Bastelei!

So erzählte ich auch der jungen Chinesin. Es ist hart, in Zürich behaupten zu wollen. Nur Leidenschaft für Tee reicht nicht. Professionalität ist das Wichtigste! Versteht sie Tee?

Ich rate ihr die Professionalität als eine Teehändlerin richtig auszubauen.

Am besten mit einem sehr guten Sprachvermögen.

Dann viel Mut, viel Glück und vor allem Ausdauer!

Wenn Menglin es schon schafft bis heute zu überleben, warum nicht Du? Es ist für viele Chinesen sehr ermutigend, Shui Tang an der Spiegelgasse zu sehen. Das bedeutet, auch sie können es schaffen und noch besser!

Ach, und sie wollte noch unbedingt wissen, wie ich Tee importiere. Ich rate ihr selbst bei den Ämter von Eidgenossen zu fragen. Meine Worte zählen in diesem Fall gar nicht!