Archiv der Kategorie: Teehaus Shui Tang Zürich水美堂

Das Teeseminar am 31.10. ist ausgebucht

Das Teeseminar am 31.10. ist ausgebucht.
Vielen Dank für die rege Interesse!
Obwohl ich in Shui Tang keine Werbung mache und niemandem wirklich davon erzähle, ist das Seminar seit einer Woche schon ausgebucht. Viele Teefreunde kommen aus der Ferne. Ich freue mich sehr über das Vertrauen!
Die später eingetroffenen Anmeldungen nehme ich trotzdem auf. Es könnte wieder diese oder jene Veränderung geben.

In dem kommenden Seminar werden wir hart arbeiten müssen, die Vielfalt des Oolongs mit eigenem Körper zu erleben.

Ich hoffe – im Frühling 2011 könnte ich in Shui Tang Blockseminare geben, für die Leute, die sich für Zubereitung, Experimentieren und ästhetischen Umgang mit Tee und Teatoys interessieren. Vor allem hoffe ich sehr mit Kinder und Jugendlichen arbeiten zu können!

Der schmale Weg

Die meisten Freunde wissen, dass ich den Tie Guanyin der modernen Art nicht besonders mag. Ich schrieb bereits zu viel Negatives über diesen Tee und berichte häufig wie oberflächlich dieser Tee sein kann.
Aber, wenn ich einen schönen Tie Guanyin in der modernen Machart begegne, wechsele ich auch meine Meinung, nicht wahr?

Was gibt es denn einen guten Tee für einen Herbst? Kühl, wechselhaft und distanziert? Ist das Wetter distanziert – oder ich? Distanziert – weil es zu heiß war und es kalt wird? Dieser Tee vermittelt mir das Gefühl des Abstands zur Dinge um mich. Irgendwie ist dieser Tie Guanyin Anxi 2010 Frühling für mich im Moment der Herbsttee.

Balthasar war zu Beusch. Wie Immer bereite ich ihn seinen Tee zu. Dann kam ein schönes Paar, aber verwirrt. Ich sah sie. Er, begeistert, bezaubert von der Schönheit von Shui Tang. Er wollte unbedingt hinein, unbedingt Tee. Sie lächelte, hübsch und freundlich, ein bisschen unsicher. Tee! „What would you prefer?“ Er wußte nicht. Sie lächelte. Also, ich hatte zwei Ideen und machte eine Tasse Buddhas Augen und eine Tasse – den Anxi Tie Guanyin 2010. Sie war zufrieden. Er nicht. Er guckte, suchte. Seine Beine zitterten, ruhlos. Balthasar war so freundlich und wechslete paar Worte mit Ihnen. Er war neugierig, wie die zwei fremden Gäste auf den Tee in Shui Tang reagieren konnten. Die Gäste hatten ihre Vorstellung. Sie wollten weiter bestellen. Balthasar ging.

Er stellte mir viele Fragen. Mein schlechtes Englisch konnte all seine Frage nicht beantworten. Er schickte mir dort hin, um diese Teedose zu bringen, verlangte mir die anderen Teedosen zu zeigen. Er sagte und die anderen machten. Ich blieb dort und sagte zu ihm in einfachen englischen Worte, dass ich nichts tun muss, wenn man mir gegenüber kein richtiges Respekt zeigt.
Meine Gäste waren erstaunt. Respekt? Was ist Respekt?
Die junge Dame versuchte die Situation zu vermitteln. Sie wollte gerne den Hongyu probieren. Ich lächelte und bewegte nicht. Er fragte, weshalb meinte ich, dass er mir gegenüber keinen Respekt zeigte?

„You do what you want. But it does not work here.“ Ich mache nicht alles, was die anderen wollen. In dieser Welt kannst Du nicht einfach das machen, was Du willst. Es gibt noch andere Menschen, mit den Du zusammen leben muss. Ansonsten gibt es nur eine Kommunikation zwischen Geld und Macht. Eine Kommunikation zwischen Schmerzen und Verletzung.
Aber nicht mit mir.
Er sagte, ich habe ihn nicht so gut behandelt wie Balthasar. Er sah meine Zuneigung und meine liebvollen Umgang zu einem Teefreund. Vertraut und harmonisch. Es berührte ihn. Aber ich behandelte ihn anders! Ich lachte. Natürlich! “ It is the first time for you to come here! My friend!“ Zuneigung und Liebe kann man halt nicht mit Geld kaufen! Es sind Zuneigung zur Zuneigung, Liebe gegen Liebe. Menschen begegnen sich mit Herzen, nicht wegen Geld! Und es braucht Zeit. Es braucht Pflege! Es braucht Demut…

Ihre Augen waren riesig gross, als ich es aussprach. Waren meine Worte zu fremd, zu komisch? Weiß Du, wenn Du Geld hast, bist Du nicht besser! Wenn Du arm bist, bist du einfach arm, aber nicht elend!

Ich lud sie an den Tisch ein, wo Balthasar sass. Ich goss den Tee. Plötzlich schlief er ein. Seine Beine zitterten nicht mehr, sein Geist verlor Kontrolle. Ich lachte und sprach zu ihm: „Ja, Du bist jetzt angekommen. Hier ist das Zuhause. Du muss nichts mehr kontrollieren. Gehe dort hin, dort kannst Du schlafen.“ Er stand auf und schlief tatsächlich in Shui Tang ein. Ich unterhielt mit dieser schönen Person vor mir. Sie erzählte mir Bruchteile ihrer Geschichte. Ich sah ihr Gesicht. Ich spürte ein tiefes Mitgefühl. Vertrauen schenkte sie mir, einem Fremden.
Als Er wieder wach wurde, sagte ich zu ihm, weshalb ich für ihn einen Anxi Tieguanyin brachte. „Ein Tee, der auf den Punkt bringt.“ Er war verwirrt, als er kam. Dennnoch spürte ich seine Stärke und seine Person. Ein orientierungsloser Samurai, der viel Kraft hat, aber kein Schwert. Tie Guanyin aus Anxi, in kühlem Temperatur langsam die Feuchtigkeit entzogen wird, langsam langwierig fermentiert, zeigt uns schöne blumige Note, die jedem gefällt. Aber er hat nicht nur diese Freundlichkeit. Er hat eine Klarheit, die einen erfrischt, wach rüttelt und einem hilft vor Phänomenen zu distanzieren. Er schaute mich an. Sie nickte. Es ist ein schmaler Weg, wenn Menschen sich begegnen. Man braucht kein Gepäck, keine Attribute und keine Schmuck. Es ist ein schmaler Weg zu unserem wahren Selbst. Denn wir an nichts mehr festhalten können, weder ans Geld, oder an Macht oder an Status. (Mein Gott, meine Worte hören sich wie ein Priester an!)

Jedenfalls waren meine Gäste begeistert von Tee. Er kaufte viele schöne Tees gegen paar Hundertenfranken – wie kann man für Tee so viel Geld ausgeben? Sie wollte mir unbedingt ihre Karte mit handgeschriebenen Adresse geben. Ja, ich kann sicher googlen gehen und schauen, was für Menschen sie waren, weshalb sie so viel im Rücksack tragen.
Gute Dinge können sich zum Schlechten entwickeln. Schlechte Dinge können sich zum Guten wenden. Was machst Du, wenn Du bereits alles hast? Wie ein toter Fisch, der sich von Strom treiben lässt?

Degustation mit Honig in Shui Tang

Endlich ist es so weit. Reinhard versprach mir ein Honig-Degustation durchzuführen und nun löst er sein Versprechen!

Am 15. Oktober Freitag um 19 Uhr findet in Shui Tang eine Honig-Degustation statt. Ausgesuchte, sortenreine und rare Honig von der Selektion Reichmuth von Reding werden „live“ mit seinen Liebhaber in Shui Tang begegnen!

Als Atong (mein Teelehrer) und meine Eltern RVR letztes Jahr besuchten, war eine kleine Honig-Degustation organisiert. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass es hinter den Honig auch wie Tee eine Seele steckt. Eine Biene-Seele, die Biene hütet, die Kultur pflegt und mit Sorgfalt und Mitgefühl erntet. Ich war von dem Vielfalt der Geschmäcke überwältigt und der Erzählung Reinhards über seine Begegnungen mit dem Imkern berüht! Seine ehrliche Erzählung und pure Begeisterung von den Produkten waren das „Zündenholz“ meiner Neugierde. Damals bat ich ihm, einmal diese Verbindung zwischen Menschen, Biene und Honig öffentlich näher zu bringen. Ich war überzeugt, dass Reinhard der beste Vermittler ist, diesen Brücke zu schaffen!

Und bald ist es endlich so weit!

Eine Begegnung mit ausgesuchten Honig

Von Reinhard Schuster (Reichmuth von Reding)

15.Oktober Freitag
19 Uhr
Anschliessend Tee und Gespräch
Shui Tang, Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26
CH 8001 Zürich

Anmeldung erforderlich.
Umkostenbeitrag: 15 Sfr. (Ermässigung bitte per Anfrage)
044-5559161
info@shuitang.ch

Das 2. Herbstvollmondkonzert in Shui Tang

Nur ein toter Fisch lässt sich von dem Strom treiben. Und ich?
Schwimme ich in den Wellen mit? Wohin?
Bin ich in der Lage gegen den Strom zu schwimmen?

Diese Frage beschäftigt nicht nur einen „wohlhabenden“ Menschen in Zürich. Es ist eine zeitlose und grenzlose Frage der Menschheit.

Keiner wusste, woher Hanshan kam. Keiner wusste, wer Hanshan tatsächlich war. Ein Narr, ein Mönch oder ein einfacher Mensch, der sich bewusst aus der phänomenalen Welt zurückzog und in einem „kalten Berg“ (Hanshan) gegen den Strom lebte. Er war wegen seinem ungepflegten Umgang verschmäht von den eifrigen Mönchesorden. Er wurde wegen seiner Armut aus der Strasse vertrieben. Er wurde plötzlich von einem Mandarinen als ein wahrer Buddha erkannt und vor dem Schreck zurückzog und verschwamm. Was blieb, waren seine Gedichte, die auf Felsen, auf Hauswände oder auf Bäume standen. In seinen Gedichten verschwinden die Widersprüche von Außen und von Innen. Was bleibt ist wie Hanshan selbst beschrieb:

Mein Geist gleicht dem Herbstmond,
Der sich im See unbefleckt spiegelt,
Es gibt nichts, was vergleichbar wäre,
Wie könnte ich es überhaupt aussprechen?

Mit Shakuhachi wagten wir, Menglin Chou und Wolfgang Hessler gemeinsam „es“ auszusprechen. Auszusprechen durch den Wechsel zwischen Klang und Stille, Ein- und Ausatmen und Worte und Ton. Seit Zen-Mönch Fuke wurde Shakuhachi als ein Weg zur Selbstverwirklichung praktiziert. Auf dem Bettelgang wurde das Flöte gespielt und als eine Übung der Absichtslosigkeit. Wir hoffen, durch die knapp gesprochene Worte von ausgewählten Gedichte Hanshans und das Erklingen des Tones uns allen helfen auf den Ursprung zurückzukehren.

Herbsvollmondskonzert in Shui Tang 2010 (Zhongqiu Yinzue Hui)

Ein Shakuhachi Konzert mit Gedichte von dem „Kalten Berg“ Hanshan
25.09.2010
Samstag 19 Uhr-21 Uhr

Shakuhachi: Wolfgang Hessler
Rezitation: Menglin Chou
Anschliessend: Tee und Gespräche

Unkostenbeitrag
25 Sfr. (für „normale“ Menschen, die diesen Betrag bezahlen müssen)
20 Sfr. für Mitglieder von Teeclub Schweiz, Studenten, Auszubildende und Erwerbslosen

Ort: Shui Tang, Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26 8001 Zürich

Anmeldung:
Unbedingt erforderlich.
0041-44 5559161
0041-79-3871130
menglin@shuitang.ch

Eine innere Reise durch Tee

Das einzig lebenswerte Abenteuer kann für den modernen Menschen nur noch innen zu finden sein.
C.G. Jung: Der Mensch und seine Symbole, 11. Aufl. Olten: Walter, 1988, S. 212

Viele Teefreunde sagen mir, dass sie durch das Blog Tee Erleben lernen, wie sie über Tee sprechen. Überhaupt kommen sie zur Sprache des Tees. Vorher wussten sie nicht, dass man sich so über Tee fühlen, so darüber sprechen und nachdenken könnte. Scheinbar hat dieses Blog viele kleine Steinen in vielen Menschenherzen in Bewegung gesetzt.

Nachmittag kamen Jürg und Carola zu Shui Tang. Seit langen fanden wir keine Ruhe, sich zusammen zu sitzen und nur den Tee zu widmen! Wir degustierten Bi Luochuns und Longjings. Für jeden ist es das einfachste, bei einer Degustation auf die Augen zu verlassen. Wir vertrauen unsere Augen mehr als unsere Nase und Gaumen, denn wir wissen bald nicht mehr, was wir schmecken.

Jürg und Carola bemerkten sehr schnell durch die Augen die Veränderung des Aufgusses. Sie zögerten allerdings bei ihrer Aussage über die Geschmäcke. Ich bin im Grunde genommen nicht anders als sie. Ich bin eingebildet intelligent und eingebildet schlau. Atong warnte mir immer wieder vor voreiligen Urteilen, weil er mein Problem kennt. „Du beurteilst nichts durch Deine Augen.“ Das, was wir über Augen wahrnehmen, sind viele Details, wie z. B. wie die Situation der Behaarung und wie schön der Tee geformt ist. „Solche Details können nur Amateuer beeindrucken, aber nicht einen wirklichen Profi.“ betonnt er. Das Wichtigste für einen Profi ist, einen guten Geschmack zu entwickeln und zu erkennen.

„Wie denn?“ fragte Carola. Wie findet man die richtigen Worte um die Wahrnehmung auszudrücken? Wie kann man wissen, dass es einen guten Geschmack ist?
„Du fragst Dich einfach selbst, was fühlst Du Dich nun bei dieser Tasse.“ Wenn ich eine Tasse degustiere, frage ich mich, wie ich mich fühle und beobachte, was mit mir passiert. Vielleicht finde ich diese Tasse süss, lieblich oder sogar elegant… „Dann fragst Du Dich, was meinst Du eigentlich „elegant“?“ Du lerne einen Tee kennen, ohne Dich selbst zu übergehen. „Was meine ich schön? was meine ich süss? was meine ich bitter?“ Schön ist für mich, wenn ein Tee leicht geschmeidig fliesst. Süss ist ein Tee manchmal wie ein Frucht, manchmal wie Honig und manchmal wie Malz. Bitter ist ein Tee, wenn er herb schmeckt… Ich verstehe Tee, indem ich mich selbst mit Tee in Verbindung bringe. Ich verstehe Tee, indem ich meine Empfindung besser verstehe!

Nur durch diese Reflexion verstehe ich, was ich von Tee spüre. Und durch diese Reflexion verstehe ich mich eigentlich besser! Ach! Ohne eine klare Identität von sich selbst, verstehe man die Welt eigentlich nicht! Unklare Menschen schaffen Unklarheiten und leben in einer verblendeten Welt.
Hast Du Angst vor Tod??

Dann brauche ich im Tee sehr viel Vertrauen in diese Menschen, die mich durch die Welt des Tees führen. Bevor ich mein Vertrauen entwickle, kann ich nicht anders als diese Menschen mehrmals zu überprüfen – „Verdienen Sie mein Vertrauen? Könnte ich durch sie die Welt des Tees besser verstehen? Oder möchten Sie mich in eine Abhängigkeitsbeziehung bringen?“ Ich bin überzeugt, Tee ist keine Esotherik. Das Wissen von Tee ist kein esotherisches Wissen. Es ist überprüfbar.

Dann kam Joseph, mein guter Freund. Er kam und brachte zwei Tees. Er wollte beichten, dass er bei dem Nachbargeschäft einen Assam und einen Gyokuro kaufte. Wir lachten. Er wollte aber wissen, ob der Kauf mit dem Gyokuro richtig war. Mir gefällt seine Ehrlichkeit und Direktheit. Auch wenn er mit mir befreundet ist, ist er frei, dort einzukaufen, wo er sich wohl fühlt. Wir sind frei. Ohne viel zu erklären, gossen wir zwei Gyokuros auf. Ein Gyokuro Asashi und ein Gyokuro Seiyo, beide Organic und original aus Japan.

Die Antwort war nicht schwer zu finden. „Dieser (Seiyo) ist sehr zurückhaltend, leise. Aber sehr klar und präsent.“ sagte Jürg. Ja, er ist elegant und rein. Der Asashi Gyokuro, war bereits in dem Beutel vollen Teeladengeschmack. „Er ist süss. So süss, wie eine abgestandene Mandarine! Ein Tee, um WOW-Effekt zu erzeugen.“ meine Kommentar war grausam. Der gute offene Joseph akzeptierte unsere Kommentare und wir verabreden uns zu einem Ausflug im Sommer. Die Zeit war bereits spät und ich machte mich langsam auf den Weg zum Völkerkundemuseum…

Programm vom 4.09 im Völkerkundemuseum zu down load

Programm_LN_2010.doc

Das Programm von dem 4.09 im Völkerkundemuseum ist heute bei mir eingetroffen. Spannendes Programm!

Am 15.07. ist die Eröffnung der Austellung von Porzellanherstellung in Jingdezhen! Für Tee und Teetoys-Liebhaber in Zürich ist diese Chance einmalig! Ja, ich werde auch hingehen.

Universität Zürich
Völkerkundemuseum
Pelikanstrasse 40
CH-8001 Zürich

War Tee einfach zufällig da?

Die Chinesen nehmen des Europäers Silber und geben ihm dafür Millionen Pfunde entkräftenden Tees zum Verderben des Erdteils.
Herder (In: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. 1787)

1610 kam die erste Sendung von Tee durch Holländisch-Ostindische Kompanie aus Japan nach Europa. Sie tauschte Salbai gegen Tee. 1662 machte die portugiesische Prinzessin Katharina Bragnanza den Tee hoffähig in Endland. 1773 durch die Boston Teaparty revolutionierte der Tee die Weltgeschichte in der neuen Welt. Tee ist ein Getränk, das die Weltgeschichte verändert. Ohne die abenteuerlichen Seefahrer und eifrigen christlichen Geistlichen wurde Tee nicht im Europa „entdeckt“. Was war der Grund, weshalb die Seefahrer in die weiten Ozean segelten? Was trieb die Menschen aus Abendland die neue Welt zu bekunden? Wer waren die ersten, die Tee „entdeckten“ und wem haben sie im Europa als den Nächsten weiter gegeben, um Tee hier zu verbreiten? Wie war das damals, als Tee zum ersten Mal vom Okzident erlebt wurde?

War Tee einfach zufällig da?

„Diese Schätze sind die Gerätschaften, die sie zum Trinken eines Absuds aus pulverisierten, Cha genannten Pflanzen verwenden. Denjenigen, die sie zu trinken gewohnt sind, schmeckt sie sehr gut…“ schrieb ein portugiesischer Jesuitenpater Luis Almeida 1565 in einem Brief nach Europa. Dieser so genannte Cha existiert bereits seit hunderten Jahren im Osten. Wie wurde dieser Absud in dessen Heimat wahrgenommen und verstanden? Weshalb wurden dort für diesen Absud komische kleine Räume gebaut? Weshalb wurde für seine Zubereitung Spielzeuge und Spielregel erfunden und überliefert?

Um all diese Frage zu beantworten gehen alle Teeliebhaber auf einen langen Weg. Die Weltgeschichte des Tee ist eine Wechselbeziehung zwischen der Annährung an das „ fremde Originale“ und der Selbstverwirklichung des „Eigenen“. Das Fremde ist nicht immer ausserhalb der eigenen Tradition, während das Eigene häufig in dem Fremden wieder gefunden wurde.
Auch ich kam tatsächlich zum Tee in meinem Lebensabschnitt unter dem Fremden.
Im Januar 2011 werde ich einen Beitrag zu einer Reflexion der Weltgeschichte des Tees in Bern vortragen. Genaue Information werde ich noch veröffentlichen.