Archiv der Kategorie: Gongfu Cha (Kungfu Cha) 工夫茶

Huangshan, Xiaoshu, Taidi – was ist das?

Hier möchte ich gerne drei Begriffe erläutern, damit wir miteinander besser über Pu Er kommunizieren. Selbst auf Chinesisch findet man sehr verwirrende Beschreibung über diese Begriffe und ein Chaos von der Vorstellung von Pu Er!

Der Begriff Huangshan 荒山 bedeutet auf Chinesisch der verlassene Berg (Wald). Ein Tee mit Assoziation mit Huangshan verleiht der Qualität des Tees einen Raum von Romantik. Man bildet sich ein, dass der verlassene oder vergessene Garten bessere Qualität von Tee liefern kann. Das kann sein, es muss aber nicht sein. Ein guter Tee kann nur entstehen durch gute – und ist nicht bloß abhängig von dem Material. Ausserdem die Lokation des Teepflanzen spielt eine große Rolle, wie zum Beispiel die Erde, die Mischung von den anderen Pflanzen und die Nord oder Südseite. Mit diesem Begriff werden verschiedene Teesorte wie Anxi Tie Guanyin, Fuding Yinzhen Baihao oder diverse grüne Teesorten gerne kokettiert. Bei Pu Er Tee bedeutet Huangshan Pu Er, die Teepflanzen, die nach den 50er Jahren ausgesät wurden. Sie sind keine Setzlinge. Wegen verschiedenen Gründen verlassen oder nicht gepflegt wurde und in einer natürlichen Milieu allein gewachsen sind, sie haben somit recht schmalen aufrichtigen Stamm. Sie sind meistens ca. 40-60 Jahre alt. Huangshan ist im steigenden Preiskampf eine gute Alternative für jungen Einsteiger, der Pu Er Tee gerade kennen lernen wollen oder für den alltäglichen Genuss einen geeigneten Tee suchen wollen.

Huangshan

Huangshan in Zhanglang bei Bada Gebiet

Das heisst, Huang Shan Pu Er ist nicht aus Gushu. Nächstes Mal wenn Du im irgendeinen Webshop über Huangshan Gushu Pu Er Fladen liest, dann weiß Du, dass es ein Fake ist.

Was ist dann ein Xiaoshu? Xiaoshu 小樹 ist in ähnlicher Situation entstanden wie Huangshan. Von Menschen angepflanzt, teilweise aus Samen, teilweise aus Stecklinge. Darum sollte man beim Einkauf nachfragen. Man lässt die Pflanzen wachsen und pflegt so wenig wie möglich. Unkraut und andere Pflanzen haben einen Platz und die Teepflanzen werden nicht absichtigt niedrig gehalten. Diese Art „Xiaoshu“ findet man häufig bei Yiwu oder Manzhuan. Yu hat seit 2016 aus Gua Feng Zhai Xiaoshu Fladen produziert. Erstens ist der Preis sehr attraktiv; zweitens Gua Feng Zhai bietet den Teepflanzen bis heute recht gutes natürliches Milieu und der Xiaoshu aus Gua Feng Zhai 刮風寨 verspricht eine gute Qualität im Preis-Leistung-Verhältnis. Obwohl Xiaoshu auch zu Taidi Cha zugerechnet werden kann, ist Taidi Cha anders gepflegt.

台地茶 Taidi Cha, heute heisst es gerne als „Biosphäre Tee 生態茶“. Aber nicht alle Taidi Cha werden NICHT gedünnt oder gespritzt. Wegen dem guten Preis von Pu Er wissen die Teebauer, dass der Tee aus natürlichem Milieu einen Wohlstand bringen kann und viele Teeliebhaber anziehen. Somit wollen immer mehr Pu Er Teebauer ihren Garten nicht behandeln. Das ist eine gute Entwicklung, wenn Teebauer direkt von dem Preisanstieg des Pu Ers profitieren! Sie sind interessiert, ihren Teegarten natürlich zu belassen anstatt zu behandeln, ihre Gushu-Pflanzen zu beschützen anstatt zu zerstören. Einen guten Kreislauf des Tees kann in diesem Sinne ermöglicht werden! Taidi Cha wird allerdings bezeichnen als Teepflanzen die auf der Terrasse angebaut, niedrig gehalten und regelmäßig geschnitten. Das heisst, es gibt zwei verschiedene Arten von Taidi Cha: natürlich Biosphäre Tee oder industrielle Teegarten Planung. Beim Einkauf unbedingt achten, was für Taidi Cha wird hier angeboten!

(Theoretisch kann man alle Teegarten in der Welt als Taidi Cha bezeichnen. Darum ist der Gushu in Yunnan eine Besonderheit des Tees!)

 

Muss man Dai Tao 傣陶behandeln?

Nach drei Male Teedegustieren sieht mein Gaiwan von Dai Keramik so aus.

Muss man diese Keramik behandeln?

Wenn man den Geruch von Brand nicht stört, muss man nicht.

Ich würde ihn behandeln weil Yü Meng Werkstatt so empfahl. Auch wenn wir gestern in der Degustation kaum einen Unterschied merken konnten.  Der Tee aus dem unbehandelten Gaiwan schmeckte sogar eine Spur interessanter weil man auf der Zunge verschiedene Nuance wahrnehmen kann.

Ich kann Euch nicht sagen warum die Tradition so empfiehlt, man kann es folgen als eine Ritual von Annäherung betrachten oder sein lassen weil man auf die Fakten verlassen möchte.

Viel Spaß beim Reiswasser sammeln und kochen!

Ein gut gereifter Dongding 老凍頂 ist eine wertvolle Lebensversicherung

Als ein gutes Geschenk für unseren Führer auf der Reise habe ich meinen Kopf fast zerbrochen. Als er mir dann fragte, ob ich für ihn einen gelagerten guten Dongding auftreiben kann, war ich gerettet.

Dieser Dongding ist mindestens 40 Jahre alt. Mein Lehrer hat ihn bei einem alten Kollege gefunden.

Dongding 凍頂烏龍茶 war der Begriff von hochwertigen Formosa Oolong von 80er Jahren – der Tee, denn man trinken muss.

Der Boden von Dongding Berg ist reich an Gestein, somit ist dieser Tee sehr mineralisch. Ich finde ihn immer wieder den Geschmack, den ich gleich mit meinem Heimat assoziiert, etwas Archaisches und spontan. Durch die Lagerung spürt man die Tiefe der Kraft aus der Erde und die Ruhe eines gereiften Tees.

Er bekam diesen Tee bei einem Besuch bei einem alten Kollegen. Immer mehr Leute wissen Ihren alten gelagerten Oolong zu schätzen, während viele Teeliehaber auf der Suche nach solchen sind.

Die alten Kollgen meines Lehrers sind auch Teehändler, die selbst viele gelagerte Teesorten aufheben. Sie wissen voneinander, wer von was spezialisiert ist. 

Dieser Tee ist bei einem Teehändler geblieben, weil der Auftragsgeber seine Kredit bei Banken verlor und nicht bezahlen konnte. Somit ist dieser Tee bei ihm unfreiwillig geblieben. Es war nicht gewollt. Einst war es eine Verlust, heute eine gute Lebensversicherung. Weil der alte Teehändler wusste von dem Wert des guten alten Dongdings und verkauft ihn sehr sparsam!

Mein Lehrer sagte mir immer wieder, guten Tee zu kaufen und verkaufen – auch wenn der Tee nicht gleich verkauft wird, ist es immer eine gute Anlage. Das stimmt!

Wir haben Freude an guten Tee, und der Tee steigt seinen Wert sogar im Keller!

Wie schmeckt der Tee in Dai Keramik?

Gestern brachte ich mein Gaiwan zu Shui Tang, um mit Teefreunde zu testen, wie Dai Keramik mit Tee zusammen wirkt.

Die mit Reiswasser behandelte Oberfläche von Gaiwan ist fein, glatt und geschmeidig. Wir tranken zusammen den Jin Guan Yin aus Anxi 2016 Winter, der in dem Gaiwan seine blumige süsse Note wunderbar entfaltete! Der Jin Guanyin entwickelte sich in der Dai Keramik zu einem gesprächigen Vögel, singte und tanzte.

Morgen werde ich noch einmal ausprobieren mit einem gelagerten Tee und noch einmal vergleichen mit unbehandeltem Gaiwan von Yümeng.

Euch wünsche ich einen sonnigen Tag!

Unsere Werke bei Yü Mengs Werkstatt in Jinghong

Weitere Filme von Yü Meng 玉勐 und 傣陶 Dai Keramik

http://tv.cntv.cn/video/C15160/90a36869b7624f8181cd0998391bfb4b

版纳古陶_《8分钟纪录》_视频_央视网

Dieser Film über Dai Keramik ist auch von CCTV.

Er erzählte wie die alte Technik der Menschheit aus der neuen Steinzeit immer noch heute praktiziert wird. Ebenfalls wie Yü Meng unabhängig von der Kommerz weiter in ihrer Ueberzeugung ausharrt und weiter praktiziert. Sie erwendet nicht das Man Tou Yao (Gedämpfte Knodel), sondern auf dem Grund ein Ofen ganz angepasst an die Menge baut.

谁是这古老制陶工艺的传人_探索·发现_视频_央视网, Wer ist die Erbin dieser Tradition

http://tv.cntv.cn/video/C14092/46c4470ed1dc43f17f4c55b2436dc7d0

Yü Meng 玉勐 sagte, sie hat zwei Kinder. Ihr Sohn hat eine Erbkrankheit und kann die harte Arbeit nicht alles machen. Die einzige Tochter sagte vor dem Kamera, sie will nicht diese Arbeit von der Mutter fortsetzen. Sie will eine solide Arbeit suchen, am besten bei dem Staat. „Ist die Arbeit mit Dai Keramik nicht soliede?“ fragte die Journalistin.

Die Tochter lächelte, „Es ist so solide. Aber ich bin eine Frau. Ich will nicht die Erde ausgraben, immer nach Reisstroh und Hölzer suchen und nach Hause tragen. Es ist sehr hart, sehr anstrengend. Es ist anders als was sie hier bei uns im Werkstatt sehen. Ich bin eine Frau, wissen Sie.“

Yü Meng hörte und behielt Ihr gültiges Lächeln, „Ich habe eine Enkelin. Sie spielt gerne Erde. Wer weiß, ob sie nicht meine Erbin sein wird?“

 

傣陶 Keramik von Dai Volk aus Bana

Jedes Volk hat eine eigene Methode, um Gefäße herzustellen – um das Wasser zu transportieren. In unser heutigen Zeit ist diese grundlegende Bedeutung des Behälters nicht mehr im allgemeinen Bewusstsein – Dank der Popularität von Plastik.

Die Plastik verschwindet nicht einfach auf der Erde und sie produzieren kostet enorme Aufwand. Ein Ton Behälter entsteht aus der Erde und wird wieder zur Erde. Keine Spuren bleiben.

Das Volk Dai produzieren ihre eigene Gefäße seit 4000 Jahren. Sie verwenden ihre Keramik als Töpfer, als Dose, als Wasserkanne und als Teller. Heute findet man sie nicht mehr in normalen Haushalt, sondern in Souvenir Geschäft, in Ferien Resort oder in Museum.

Wir hatten das Glück, eine lebendige Tradition zu erleben und zu erfahren. Mitten in Jing Hong besuchten wir die Erbin einer nationalen unsichtbaren kulturellen Kapital Yü Meng und ihr Werkstatt. Lebendig, weil die kleinen Familie Betrieb lebt nicht von den Touristen, nicht von der Kommerz, sondern noch von den lokalen Bevölkerung. Sie produzieren nach Aufträge und arbeiten immer noch mit traditionellen Muster, wie zum Beispiel Schrei von Drachen, Long Jiao.

Ich frage die Mama Yü Meng, was heißt Schrei von Drachen. Sie war stutzig über meine Frage. „Schrei von Drachen ist ja Schrei von Drachen.“ Ich blieb sprachlos und wusste nicht wie ich meiner Gruppe aus Europa übersetzen sollte. Ihr Sohn sagte im Hintergrund, „Drachen haben auch Stimme!“

Drachen haben auch Stimme. Und sie verkunden das Glück. Natürlich will Mama Yü Meng das Glück auf ihre Keramik malen, damit das Glück die Hände von Benutzern begleitet.

Sie arbeitete mit einer Leichtigkeit, auch wenn die Tradition schwer wiegt. Man Lun, langsames Drehen. Zu langsam für die meisten jungen Menschen, sagte sie. Das ist der Hauptgrund, weshalb die meisten aufbrechen und warum sie das Ansehen als Erbin einer unsichtbaren „Kulturkapital“ genießt. Das Leben ist oft voller Paradoxen.

„Woher entnehmen Sie Ihre Erde?“

„Aus der Nachbarschaft.“ sie sagte ohne zu klagen, „es wird immer schwieriger. Unser Staat fördert Wirtschaft und wir verlieren das Land. Wenn Häuser von unserer Nachbarschaft abgerissen sind, versuche ich Erde von woanders zu kaufen, um gegen die Erde von dem Fundament der abgerissenen Häuser.“ Die Erde muss zuerst verarbeitet werden, gerieben, fermentiert und gelagert. Es hing ein Foto von ihrer Tochter wie sie mit Füsse die Erde verarbeitet.

„Unsere Keramik ist naturbelassen. Nur für Aufträge mischen wir Farbe. Ansonsten sehen sie rötlich aus. Unglasiert und ungefärbt. Die Färbung entsteht durch das Benutzen.“

Diese unglasierten Keramik sollte man wie viele Keramik zuerst behandelt werden. Mit Tofu-Wasser oder mit Reiswasser (siehe den Beitrag von gestern).

Wie brennt Mama ihre Keramik? Ich habe einen Film bei CCTV gefunden:

http://tv.cntv.cn/video/C14092/6c3977784af34ba6391f1cba306c6bb0玉勐家神秘的烧窑方式_探索·发现_视频_央视网

Weshalb so kompliziert und unpraktisch? Weshalb nicht einfach ein Ofen bauen? Sie sagte im Film, dass das Bedürfnis von Menschen sich jedesmal unterscheidet. Ein Ofen passt aber nie von Situation zu Situation! Denke an unsere Müllverbrennungsanlage in Zürich – zu gross geplant und man muss in Zürich Müll einkaufen!

Ist es weise oder rückständig? Ich weiß nicht. Ich bin zu dumm.

Ist diese Keramik tauglich für einen guten Tee? Gestern habe ich meine Gaiwans behandelt und kann diese Woche ausprobieren!

Feuerstelle von Keramik.

Ein Tee für CEO

Ich kam gestern aus Fukuoka zurück. Es war eine sehr erlebnisreiche Reise. Es war eine tolle Schulung für die Augen, denn wir waren in Karatsu, Imari und Arita. Drei wichtige Keramik und Porzellan Tradition Japans! Durch die Begegnung mit der originellen Werken und Anfassen können wir mit Körper verstehen, weshalb es meisterhaft sein kann.

Vormittags war ich bei meinem Lehrer Atong. Er sagte, er hätte etwas für mich. Er zeigte mir ein professionell gestaltetes Prospekt und sehr hübsch gemachte kleine Kapsel. Ich dachte, jemand aus China hätte eine Teemaschine produziert.

Nein, es ist ein Investment Projekt von paar IT Reichen, die nun bei Teegeschäft einsteigen möchten. Sie nehmen acht bekannten und anerkannten Teeproduzenten auf und werben mit diesen Köpfe als Qualitätssicherung. Klug!

„Wie ist der Tee?“

„Furchtbar.“

„Wirklich? Hast Du Dich nicht getäuscht? Es sind so bekannte Meister!“ Ich fragte kritisch zurück.

„So ein Quatsch! Als Meister nennst Du Dich nicht selbst! Dein Tee macht Dich meisterhaft! Der Tee anstatt die Person.“ Mein Lehrer verlor leicht Geduld mit mir 

„Warum hast du es?“

“ Sie kamen gestern zu mir und wollte bei mir 10 Tonnen Oolong bestellen.“ Er war leicht sauer.

„Wow! laoshi! Hast Du nicht der Tanz von Geldscheine in Deinen Augen schon gesehen?“

„Nein! Ich habe nur Probleme gesehen!“ Er gab mir einen Blick volles Unverständnis. „Mein Tee ist nicht die Qualität von 10 Tonnen! Solcher Tee kann nicht Premium Qualität sein! Nicht das, was sie im Papier versprechen wollen! Das ist ein Betrug!“

Achso. Er hat den Besucher sofort abgelehnt.

Sein Geschäftpartnet hat mir gesagt, “ Stelle Dir einmal vor, Dein Kopf wird somit verkauft und Beziehungsweise enthauptet. Wie willst Du später zu Teebauer gehen und weiter mit Tee arbeiten? Unser Würde und Glaube an uns sind wichtiger als das Geld.“

Ich denke, der Investor hat zu wenig Vorarbeit geleistet, bevor er zu ihm kam. Oder glauben Menschen, die viel Geld haben, dass alle anderen genau das Gleiche wie sie streben?

Ich bekam tatsächlich Mitgefühl für CEOs, die viel Geld zum Ausgeben haben, aber keine Ahnung vom Geschmack. Arme reiche Leute.

Wozu Keramik III

Warum versucht man nicht, einfach etwas fröhliches auf eine Schale zu dekorieren? Sondern ein Blatt? Ein grünes Blatt auf der Oberfläche zu kleben und anschliessend im heissen Ofen brennen zu lassen, ist nicht eine gewagte Geschichte?

Es ist gewagt.

Eine Schale aus Meissen Porzellan mit farbhafter Porzellanmalerei kostet sogar mehr wegen Meissen. Für viele Menschen ist ein feines Porzellan sogar etwas wertvoller als dunkle unauffällige dickwandige Keramik.

Das stimmt alles. Eine Seite zeigt diese Äusserung von Menschen, die bunte fröhliches Leben zelebrieren wollen. Anderseits wurde ein Skelett eines Blattes auf eine schwarze Schale die Orientierung von der sogenannten Wabi Sabi japanische Ästhetik. Die Vergänglichkeit des Lebens, die oft Leiden und Konflikte hervorrufen wurde unmittelbar zur Schau gestellt.

Einmal fragte ich dem Professor, der eine Vorlesung über Vajra-cchedika-Prägnanz-paramita- Suta, wie kann Darstellung von leider zu einem ästhetischen Konzept? Er antwortet mir, dass Kunst die umfassenden menschliche Erfahrungen zum Ausdruck zur Reflexion versucht, nicht um das Leben zu unterhalten. Realisieren von Leiden ist Anfang des Buddhasweges. Das ist der Anfang der Wabi Sabi Ästhetik. Keine Selbstdarstellung des Ichs.

Can Ye Tian Mu, ist in diesem Sinn entstanden und bekam eine grosse Resonanz bei den chinesischen Teeliebhaber in Song Dynastie (1127-1279).

Die schwarze Hintergrund kommt aus der Mischung von eisenhaltiger Erde mit verschiedenen Asche aus dem Alltag. Eine andere Methode von Can Ye Tian Mu zu produzieren ist ein Blatt sorgfältig zu gravieren. Solche Werke zeigen die Kunstfertigkeit eines Künstlers,

Ein Blatt auf der Schale ist hier kein Ornament. Es wird zu einem Ornament dekodiert, wenn der Betrachter das Wahrnehmungsvermögen bzw. Bildung nicht zur Verfügung hat.

Leider gibt es solche Menschen heute einige.

Treffen im Mondlicht

Treffen im Mondlicht in einer Zeit als Mann und Frau nicht offiziell begegnen können. Nur im Dunkeln passieren die Dinge wie Liebe bei einer Schale Tee.

Bei einer Schale Tee, wenn der Tee zur Sprache kommt, wenn der Mensch aufhört, zu reden, entsteht ein grosser Raum für andere Klänge, andere Gefühle oder andere Färbung. Gestern hörten wir bei einer Schale Longjing Original von Mingqian 2017, die Gesänge von Theater Spiel aus der Ming Dynastie. Eine junge Frau verkleidete sich als Tochter eines Hofbeamters im Mondlicht, um einen Mann zu begegnen, den sie seit langen ins Herzen geschlossen hat. 

Da Sie eine junge Dame aus Südchina stammt, spricht sie einen Satz in verschiedenen Phase, mit verschiedenen Schritte, Mal nach vorne, mal wieder Rückzug… Anders als Peking Oper aus Nordchina in Qing Dynastie ist die südchinesische Weiblichkeit in Mingdynastie zart, sensibel und selbstbewusst.

Eine zarte Liebe, ein gelebte blühende Eros und ein fein floraler Aufguss von Longjing! Was für einen Frühling!

Die Suche hat ein Ende I

Als ich im Januar in Taiwan war, unterhielt ich mit meinem Lehrer über die Suche.

Die Suche nach einem guten Meister, die Suche nach einem idealen Partner, die Suche nach den besten Tees! Die Menschen sind stets auf der Suche.

Mein Lehrer lachte und brachte mir zwei volle Körben. „Du siehst, das ist die Ergebenisse von der Suche!“ Was meinte er?

Er packte die Körben aus. Es sind volle Teedosen und Teetüte. „Es sind die Teesorten die Deine Teeschwester Yueli gesammelt hat. Teilweise hat sie geschenkt bekommen, teilweise hat sie mit teuren Lehrgeld bezahlt. Nachdem sie bei mir gelandet ist, bracht sie mir alles, was sie nicht mehr trinken will. Ihre Suche hat ein Ende.“

Ich lachte. Solche Körbe habe ich auch, im Keller. Ich kann sie nicht trinken, nicht verkaufen auch nicht wirklich verschenken.

„Warum glaubt sie, dass sie bereits angekommen ist?“

„Warum glaubt man nicht?“ Atong fragte zurück.

„Im Europa würde man nicht so leicht glauben, dass nur dieser Mann oder dieser Lehrer den besten Tee hat.“

„Es geht auch nicht um den besten Tee.“ er grinste, „Es geht um das Leben von dieser Person.“

Was ist schon der beste Tee? Ich lachte nicht mehr so fröhlich. Was bringt mir der beste Tee? Für mich inzwischen ist diese Frage erledigt. Für mich inzwischen ist die Frage nach dem, was ich will mit Tee, viel wichtiger.

„Wenn die Suche zu Ende geht, spürt man eine Erleichterung. Man kann endlich sich auf das Wesentliche konzentrieren, anstatt auf das Aeusserliche.“ Es geht nicht mehr um ICH HABE und ICH KANN sondern um Tee mit mir.

Wir werden nie wissen, ob wir bereits den besten Tee trinken. Der beste von heute ist der zweite beste von morgen, vielleicht. Und dann? Die Welt des Tees ist vielschichtig. Je tiefer man hinein taucht, desto ruhiger bescheidener wird einer. Die Ruhe verleiht einem einen Raum, eigenen Rhythmus und Stil zu entwickeln. Bescheidenheit hilft einem den rechten Blick und Fokus zu richten – das Wesentliche anstatt den Schein.

Heute war eine in Ruhestand lebende Aerztin in Shui Tang. Ich sass zu ihr beim Tee. Sie lobte den Laden, wie wunderbar. Ich antworte „Es ist bloß eine Fassade, die Sie sehen. Sie sehen ein schöner Raum mit wunderbaren Objekte und vielleicht eine tapfere Frau. Sie sehen aber nicht, wie hart ich arbeite, wie meine Träne fließen und wie letztlich ich eigentlich bin. Heute morgen sah ich eine verstorbene Menglin in der Meditation. So musste ich stets Abschied nehmen von der Vergangenheit und Verletzlichkeit.“ Ich sah diese Menglin von Storm im Fluss weg floss. Die erfahrene Besucherin, die vieles im Leben angepackt und erlebte, nickte ihren Kopf. Es war ihr erster Besuch. Wir teilten die Ruhe und Schönheit in diesem Raum.

Die Suche kommt zu Ende, während die Dinge plötzlich auf dem Schoss fallen. Man kann eine Synchronizität beobachten. Man wünscht sich etwas und es geschieht. Man ahnt etwas und es kommt. Meiste Besucher fragen mich immer, wie komme ich zu diesen schönen Objekten. Ich sagte immer, es ist bloß Resonanz. Weil ich nicht mehr auf der Suche bin!