Archiv der Kategorie: Der Teeweg

In Taiwan auf Suche nach verlorener Zeit I

Freundin Xuya fragte mich ob ich Lust habe mit zu einer Feldforschungsreise. Ein Tempel in Jiayi feiert seine 125 jährige Gründung. Sie wollten beobachten wie die taoistische Zeremonie ablaufen. Der taoistische Priester, den sie kennt, war 5 Tage in Klausur und arbeitete ganz hart, um eine gute Kommunikation zwischen Göttern und Menschen. Auf den Weg zum Platz entdeckten wir eine traditionelle Sojasauce Manufaktur in einem über hundertjahren alten Haus. 
Die schwarze Bohnen braucht eine Fermentation über 30 Grad, anders als Sojabohnen. 180 Tage unter der Sonne in Gährung. 
Es schmeckt am besten in den nächsten 3 Monate. Ich habe sofort 5 Flaschen gekauft!

   
 

Dante zum Tee am 20.12.15

Dantes Weg und Tee-Weg im Dialog
mit Brigitte Egger und Menglin Chou

Sonntag 20. Dezember 2015 16-19 h

Shui Tang = Ort des schönen Wassers

Spiegelgasse 26, 8001 Zürich

 Viele Wege hat der Mensch aufgespürt, um zur inneren Freude, zum inneren Frieden zu gelangen – zum Einklang mit sich und mit der Mitwelt. Ein solcher Weg mag mit äusseren täglichen Handlungen beginnen, wie Trinken, oder mit inneren Erforschungen, wie Visionen – in der Gemeinschaft oder in der Abgeschiedenheit. Der Weg des Tees geht dem Wasser-Fluss entlang, und destilliert die Schätze der Teeblätter, der Weg des Dichters Dante geht der Liebe entlang und destilliert die Schätze der Weisen. Tief gegangen führen solche Wege zum verwandelnden, schöpferischen Kern in uns und münden in eine Achtsamkeit gegenüber unserer inneren und äusseren Umwelt. Ein wahrhaft dringlicher Auftrag in der jetzigen Zeit. 

 

Neue Veranstaltung von Shui Tang im Jahr 2016

Diesmal bin ich recht früh daran, um neue Datum für Veranstaltung zu überlegen. 

Weil Atong nächtest Jahr kommt, möchte paar Teefreunde vorher Basis-Kurs machen. Im März ist ein Basis Teeseminar geplant. Ob man ein Basis-Oolong Seminar braucht, werden wir sehen. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit Atong in Zürich Tee zu degustieren!

Genaue Details findet man hier: http://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events

Facebook von Shui Tang

Ich gebe zu, dass ich kein Freund von Facebook bin. Wirklich nicht. Deswegen betreue ich auch keine Facebook Seite von Shui Tang, sondern Miriam!

Ich danke Miriam und Roger, die mich auf diesen Tee-Weg begleiten, mit Rat und Tat. Shui Tang hat jetzt auch eine eigene Facebook Seite. Falls Ihr Lust und Zeit habt, komme doch vorbei. Euer Like wird Miriam motivieren, weiter für Shui Tang zu posten.

Persönlich habe ich gerne das Schreiben als Medium, um mich auszudrücken und mit Freunden auszutauschen. Dieses Cha Ren Blog ist weiter mein persönliches Blog. Ich erlaube mir etwas zu schreiben, was nichts mit Shui Tang zu tun hat und etwas über mich selbst. In der Tat versuche ich einen Abstand zum Shui Tang zu pflegen, dass ich immer noch Menglin heiße anstatt Shui Tang oder TEE! 

https://www.facebook.com/shuitang.ch/

Du kannst auch diese Seite besuchen, auch wenn Du kein User von diesem Gesichtbuch bist.

Vielen Dank für eure Unterstuetzung!

  

Inspiriert von Oolong

Nico arbeitet als Barkeeper in Zürich, ist Informatik-Student und lernt seit einem Jahr intensiv Tee. Tee, nicht nur Gongfu Cha, auch Cha No Yu.

Inspiriert von Tee und nach dem Dong Ding Seminar versucht er in seinem Blog etwas schönes über Oolong zu schreiben. Euch wünsche ich viel Vergnügen!

http://bartending.ch/oolong-tea/

Wenn Dante zum Tee am 20.12.15

Dante skizzierte im 14. Jahrhundert über seine Vision in drei verschiedene Welten der Erde zu reisen. Hölle, Läuterungsberg (Fegefeuer) und das Paradies. Diese Vorstellung widerspiegelt gleichzeitig das verschiedenen Stadien des Lebens: Krise, einen Ausgang suchend und die Vereinigung mit dem selbst. So sieht sich Dante selbst und seine Aufgabe als Scgreiber. 
„Ich habe Dir vorgelegt, nun musst du speisen,
Denn ich muss meine ganze Sorge wenden,
Auf jenen Stoff, zu dem ich Schreiber gemacht wurde.“ (Par.X, 25-27)
Die Dichtkunst ist ein Werkzeug, ein Gefäss (im Sinne von Jung), ein Weg, mit dem jeder Mensch versucht, seine Probleme zu lösen und zu transformieren. In diesem Prozess bekommt der Mensch Ahnung und Erkenntnisse, wer er ist, was er tut und wie er wird, also eine Individualisierung. Dadurch wird ein Individuum gestärkt, im ganz gewöhnlichen Leben Gegensätze zu vereinen und mit All zu harmonisieren.
Dieses Gefäss und dieser Weg scheint in heutiger verwirrender Zeit noch dringender denn je. Die Radikalisierung des Eigenen und Verteufelung des Anderen haben dieselbe Wurzel, wir könnten es als Identitätskriese nennen und den Verlust vom Individuum deuten.
Auch Tee wird als ein Weg bezeichnet. Dieser Teeweg wird für viele Menschen aus verschiedenen Sprachräumen und über Kulturgrenze hinaus als Möglichkeit gesehen, einen blühenden Garten aus einem so genannten gestressten Alltag – einer vertrockneten Wüste vergleichbar, aufbauen zu können.
Was geschieht auf diesem Teeweg?
Wenn Dante über die Zeitkanal überschreiten würde und ins heutige Zürich käme, wie würde er sich wohl bei einer Tasse Tee sehen oder fühlen? Was würde er wohl zu dichten, beginnen?
Veranstaltung in Shui Tang
„Wenn Dante zum Tee?“
Diskussion und Austausch.
Geleitet von
Brigitte Eggerhttps://www.youtube.com/watch?v=kjnwecpdbDY
Menglin Chou
Sonntag am 20.12. 2015, 16 Uhr

Eintritt frei. Anmeldung jedoch erwünscht.

Dante

Dante Paradiso Canto 27 Illustration Botticelli (no 66)

 

Was ist ein Teemeister III

3. Wie entsteht ein Meister?

Ein Meister, der einen Meisterbrief bekommt, ist als Meister zu bezeichnen. Das ist eine Bezeichnung der Ausbildung.

Aber was ist ein Meister, bei dem man etwas lernt? Etwas, was nichts mit Ausbildung zu tun hat?

Serafino hat kein Problem, zu behaupten, dass ich seine Meisterin bin.

Er macht mich zu seiner Meisterin. Aber ich kann nicht behaupten, ich sei seine, bevor er es selbst angibt.

Der Schüler macht eine Person zu seinem Meister.

Ich bin eine Soziologie und dann eine Verkäuferin oder eine Unternehmerin. Teemeister bin ich nicht. Das meinen die anderen. Es ist eine Projektion, zu der ich als ein Individuum Abstand halte. Andererseits schlüpfe ich immer wieder in diese Rolle, um Tee zu vermitteln. Aber es hat mit meiner Person als Menglin nicht viel zu tun.

Dieses klare Bewusstsein pflege ich. Ich bin ich. Tee ist Tee.

Wie entsteht ein Meister in Sinne von Schüler-Meister-Beziehung? Ab dem Moment, dass Du jemanden zu Deinem Lehrer machst. Dieser Person schenkst Du Vertrauen, auch wenn Du sie oft nicht wirklich verstehst und dass Du immer wieder aus dem Komfortzone rusgeworfen bist. Bevor du es machst, beobachte sie gut.