Heute ist nach dem Mondkalender 08. Mai. Es ist der Tag von Mangzhong. Das bedeutet, dass die Getreide die Ähre bekommen. Und das Wetter immer trockener und wärmer wird.
An diesem Tag wird Zeremonie in früheren Zeit abgehalten um Götter der Blumen zu verabschieden. Die Bienen werden ab diesem Tag immer weniger Blüten finden.
Auch die Ernte von dem besten Oriental Beauty wird heute gepflückt. Der letzte Tag. Wie wird die Ernte dieses Jahr sein?
Beim heutigen Spaziergang sah ich die saftigen grünen Weizen voller Ähren. Direkt auf dem Weizenfeld stehen bereits Markierung von Neubau.
Die Bienen werden hier keine Blüten mehr finden. Die Hasen werden hier kein Versteck mehr finden. Und der 8. Mai wird hier auch keine Bedeutung mehr haben.
Die Nenzen verbieten Ihr Volk sich nicht über das Wetter zu beschweren. Sie üben die Dinge so anzunehmen, wie es ist.
Beim Spaziergang sah ich wachsenden Weizenfeld. Das Grüntee Grün inspiriert mich sehr!
So eine belebende Lebenskraft erinnert mich sofort an Guzhan Maojian wild oder Emei Maofeng wild. Aus Samen gewachsenen Teepflanzen, nicht bewässert und gedüngt- einmal im Jahr gepflückt. Wie geht es ihnen wohl im Klimawandel? Sind Wurzel tief genug, um Nährstoffe aus dem Boden zu nehmen? Oder ist das menschliche Lockdown im Süden Chinas viel schädlicher weil die Bauer behindert sind, sie zu besuchen?
Yasuaki Shimizu interpretiert die Cello Suiten neu mit nur Saxophone. Diese Saxophone lassen die Noten vereinzelt ertönen, so deutlich, dass der Zuhörer auf sich zurückgeworfen wird – wie die Pandemie oder – der Krieg. Viele von uns lassen sich nicht mehr gemeinschaftlich diese Krisen bewältigen, viele von uns fliehen in die Blasen, viele von uns streiten.
Als ich das Stück zuhörte, schlug mein Herz schneller und schneller, so schnell dass ich dachte, ich konnte es nicht bewältigen. Irgendwann fing der Geist mit dem Herzen zu sprechen. Irgendwann zerfiel die Klänge in der Luft, mal höher und mal tiefer, dann ins Leere. Zum Schluss kam die letzte Note zu mir und der schließende Ton von Saxophone gleicht eine Seufzer. Die letzte Seufzer des Mauren.
Jun- Glasur sollte die farbenreichen Wolken der Sonne, kurz vor seinem Untergang wiedergeben. Vor allem die Farbe von einer bestimmten Himmel, die uns erzählt, dass in unserem Leben bald eine neue Tür öffnet wird. Hoffnung oder Warnung? Aus einem weiten Sicht kann sich der Mensch nur weiter kommen, wenn Hoffnung und Warnung eins werden – mit Kraft, Reflexion und Mut zur Veränderung. Die Wolken fließen weiter, ziehen dorthin, wo wir nicht ahnen, mögen wir die Größe von Abendwolken im Herzen behalten.
Eine Tasse über Holzkohle geröstetem Lalshan harmoniert sich mit Jun Schale. Seine Süße schmeckt hoffnungsvoll. Die Rostnote verleiht ihm viel Aufrichtigkeit und Stärke. Lass Feinstaub fallen, die Einsamkeit zum Raum werden, die Angst zum Treppen von Ausweg – Schritt für Schritt für unseren Frieden im Herzen und dann für diese Welt.
Ein wunderschöner Unter der Sonne getrockneter Bai Mudan, warm und beruhigen, duftet nach Heu und Geschnittenen Gras, das unter der Sonne trocknet wird. Eine Wohltat in einem kühlen Frühlingstag!
Aufgegossen und verteilt in Porzellan Tasse und in Weinstock-Glasur Schale. 30 Minutrn später manifestieren sich die Unterschiede!
Der Tee aus der Porzellan Tasse schmeckt „hart“ und so wie ein Bai Mudan, während der Tee aus mit Aschen glasierten Schale fein intensiv und vollmundig! „Mehr“ als ein BaiMudan!
Sun Chao wagte sich eine kleine schlichte Kanne wie diese zu gestalten!
Xiao Ganlan, Yixing Qinghui Duan, 110 ml
Zwischen dem Neujahr und dem chinesischen Neujahr kam er die Idee, so eine Form zu entwickeln. Ein Frucht, das Glück bedeutet und immer zum neuen Anfang eines Jahres serviert wird. Simon verliebte sich sofort im ersten Augenblick.
Heute schrieb er mir, was er bei der Einweihung dieser Kanne beobachtete.
Liebe Meng-Lin Ich habe gerade die neue Kanne eingeweiht. Ich finde sie unglaublich! Die Formen haben eine tolle Spannung. Der Deckel erinnert mich an die Kuppel einer Kathedrale. Der Knauf wiederholt die Form des Körpers. Der Ausguss macht die Kanne schlicht und knackig. Der Henkel verjüngt sich nach unten was sehr gewchmeidig und natürlich wirkt. Der Stand der Kanne ist leicht ausladend, das erinnert an einen Baum, verschmolzen und gewachsen aus der Erde, verbunden mir unser aller Herkunft. Die Farbe ist dezent der glanz seidig matt. Die Kanne hat eine in sich ruhende Ausstrhlung. Entschuldige die vielen Worte, aber ich bin Dir sehr dankbar für diese tolle Kanne und wollte Dich an meiner Freude Teil haben lassen. Herzliche Grüsse, Simon
Lange habe ich überlegt, ob ich diese Zeile hier niederschreibe. Und ich muss vorsichtig sein, dass meine Zeilen nicht wie ein Vorwurf klingen.
Die Sonne schien an jedem Samstag und das Wetter war jedoch ein wenig kühl. Simon und Pei haben ihre Kinder gebracht, die für uns Tee an Passanten auf den alten botanischen Garten offerieren.
In Taiwan gibt es Organisation, die sonntags immer Tee-Einladung veranlassen. Das heisst, dass mehrere freiwillige Männer und Frauen, die Teegefässen mit 10 oder 5 Liter an den Wanderwegen bringen und am einem Aussichtpunkt, Passanten Tee offerieren. Dies ist wie ein spirituelles Praxis oder eine freiwillige Arbeit. Meine Grossmutter hat zu ihrer Lebenszeit immer Tee freiwillig an der Strasse gestellt und offeriert. Man offeriert unbekannte Menschen eine Tasse Tee. Die offerierte Person erhält es als Geschenk, nehme diese Energie mit, um sie weiterzugeben. Ohne „Wollen“. Diese Tradition gibt es in der Schweiz nicht. Man bekommt grundlos etwas, in dem Moment wird man schuldig. Ausserdem ist das Brunnenwasser von der Gemeinde gestellt und für alle zugänglich, anstatt von Volk selbst organisiert.
Als wir an jenem Tag auf dem botanischen Garten Tee offerierten, standen kein Name von Shui Tang oder irgendeinem kommerziellen Anlass, nur ein Wort: Friedenstee. Ich beobachtete, wie oft die beiden Kinder von Desinteresse der Erwachsenen zurückgewiesen sind und mit den gefüllten Teetassen standen. Diejenigen, die Tee genommen haben, waren sehr interessiert. Die meisten liefen mit Kopfhörer weiter und verneinten höflich.
Ich muss mich hier für die Hilfe und Unterstützung von Stadtgärtnerei und Völkerkundemuseum bedanken, und auch bei allen Gastgeber, die dort Tee zubereitet haben. Ich danke sehr, dass das Wetter mitgespielt hat. Und danke alle Menschen, die bewusst und unbewusst daran teilgenommen haben! Und ich wünsche, dass unsere Gesellschaft mehr Sinn entwickeln für die Gemeinschaft und für den Kreislauf der Energie, wie sie zwischen Menschen und zwischen Lebewesen fliessen können.
Auch die Schweiz ist ein Ort von schönem Wasser! Leider ist dieser Ort ziemlich in Gefahr. Das Wasser und die Natur existieren in menschlichen Augen nicht allein als ein berechtigtes Existenz. Sie sind nützlich- sowohl für grüne Augen oder für blauen Augen. Entweder sind sie der Ort von Erholung oder der Ort von neuen Energie-quelle. Aber sie sind eigentlich für sich selbst da – ohne Menschen.
Ich möchte gerne mit Euch eine Sendung von einer Teefreundin Yvonne Scherer teilen. Ihre physischen Augen funktionieren zwar nicht, aber ihre seelischen Augen leuchteten, so klar wie das Wasser!
Geschehnisse der Welt spalten uns nicht, sondern die Sichtweise. Gespräche spalten uns nicht, sondern Unterstellung. Die Meinungen spalten uns nicht, aber der Anspruch auf die einige Wahrheit.
Trotzdem gibt es einfach Menschen, den wir nicht riechen können, mit dem wir nicht reden kann!
Kannst Du einen Tee für diese Person machen? Für diese Gruppe? Oder für diese Idee?
Wir haben heute es zu unserem Thema gemacht. J. sagte sofort, ich habe jemanden! Y. Sagte, oh… ich muss mir überlegen. F. verweigerte am Ende seines Tees diese Person zu integrieren.
Ja, ich habe auch jemanden oder einigen mit denen ich nicht reden kann… wenn ich weiter auf sie projizieren und an sie denken, kann diese Energie nie schöpferisch sein. Wenn ich sie aber benennen kann, bin ich bei mir, und wenn es so weit ist, arbeite ich an diesem Knote – das ist der Teeweg, der Gongfu Cha.