Erfahrungsaustausch mit Kungfu Cha

Vor zwei Wochen besuchte mich Bruno. Er wollte ein Kungfu Kanne Set erwerben für seine Reise ins Teeland. Wie viele andere Tee-Begeisterte möchte er versuchen, ob der Tee dadruch wirklich anders schmeckt. Ich plädierte zwar immer wieder, dass man Tee nicht in einer 1 Liter Kanne zubereitet, sondern in einer kleinen Teekännchen. Diese Art von Tee-Zubereitung fällt einem doch ziemlich fremd und deshalb schwer. Teeliebhaber braucht Mut und ein bisschen Abenteuer-Geist, sich auf diese „Reise“ zu starten.

Man sagte mir, dass Menschen ein Gewöhnheitstier sind. Ich erwiderte, dass Menschen Gewöhnheitstier werden, wenn sie träge sind. Wenn man einmal auf den Geschmack des Tee kommt, wie könnte man es missen wollen? Meisten edelen Teesorten brauchen Auseinandersetzungsvermögen von Teetrinker. Sie brauchen individuelle Zubereitungsweise und Zuwendungen. Manchen Teesorten möchte nur mit dem leicht abgekühltem Wasser aufgegossen werden, manchen möchte nur mit Besen aufgeschäumt werden. Mit Einheitskonzept kommen wir im Teeland nicht weiter. Das Denken mit Einheitskonzept ist genau das Problem unseres Lebens und unserer Gesellschaft. Pillen retten alle Menschen, egal wer sie sind. Alle „wollen“ Karriere, Trend und Konsum, egal wer sie sind. Warum wundern wir über die Jugendgewalt, gefragte Irrenhäuser und verwirrte Menschen auf unserer Strassen? Hat unsere Gesellschaft Menschen alternative Modele für die Seele angeboten als Wellness-Ferien, Bausparverträge und Versicherungen? Für mich war die Auseinandersetzung mit Tee eine Befreiung meines Konzepten und meiner Erziehung.

Bruno bekamen seine Teekanne und versprach mir sein Feedback zu schreiben. Nun könnten wir zusammen seine Erfahrungen teilen.

Hallo Menglin, wie geht es dir?

Das Teekannen-Set ist wirklich sehr hilfreich, insbesondere auch die „Duft-Kanne“. Die Tees gelingen mir viel besser, weil man durch das kleine Volumen mehr Kontrolle hat bei der Zubereitung. Ich möchte es nicht mehr missen!

Ausserdem habe ich inzwischen Buddha Hand getrunken. Er ist wunderbar! Den Muskat-Geschmack, welchen ich beim Oriental Beauty als „beissend“ bezeichnet habe, ist beim Buddha Hand viel angenehmer und stets begleitet von einer dezenten Süsse. Das macht ihn für meinen Geschmack sehr ausgewogen. (Aber wie du erwähnt hast, gab der Oriental Beauty damals noch nicht seine beste Seite Preis. Ich möchte ihm also nicht Unrecht tun.) Beim DongDing Oolong setzt sich nach drei Aufgüssen ein klarer „hölzerner“ Geschmack durch, welchen ich ja bekanntlich nicht so mag. Beim Buddha Hand hab ich selbst beim fünften Aufguss nur ansatzweise diesen Geschmack ausmachen können. Vier Aufgüsse sind perfekt, der fünfte immer noch gut. Nun werde ich darauf achten, wie er sich in der nächsten Zeit verhält, wenn er noch etwas „Luft schnappen“ kann.

So, das wäre mal ein Versuch eines Feedbacks meinerseits.

Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Durchsetzungsvermögen bei all den Irren im Tram… 🙂

Liebe Grüsse,
Bruno

Letze Woche kam Marco mich ebenfalls zum Besuch und erwarb ein Kungfu-Kannen-Set. Er ist selbst ein Feinschmecker und kommt ursprünglich aus diesem Branch. Ich freue mich auf sein Feedback.

Teeblog – ein Ort für Erfahrungsaustausch für Teeliebhaber.

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