Archiv für den Tag 15/06/2006

Urpsrung des Oolongs

wuyishan 

Wuyi Shan, ein heiliger Berg des Taoismus.

Viele berühmte chinesische Teesorte stammten aus dem buddhistischen Kloster. Der berühmte Lungjing oder der gelbe Tee waren die Kreation des Kloster-Lebens. Denn das Sitze der Meditation und der schäfrigen Stile behinderten die geistige Entwicklung des Mönches. Der Tee wurde entdeckt und eingesetzt, die Verdauung zu fördern und gegen die Schläfrigkeit zu bekämpfen. Nur die Entstehung des Oolong hat keine buddhistische Hintergrund, sondern einen taoistischen.

Wuyishan (Wuyi Gebirge) ist seit Jahrtausend einen heiligen Berg des Taoismus. Viele taoistische Priester lebten in diesem Gegend. Neben ihrer geistigen Ausbildung und Meditation beschäftigen sie sich in ihrer Freizeit mit Tee-Forschen. Sie gingen ins tiefen Wildnis und entdeckten verschiedene Teebäume auf dem steilen Hang oder im tiefen Schlucht. Sie pflegten die wilden Teebäumen und stellten den Tee aus solchen Bäumen her. Jedes Jahr im Frühling tauschen sie miteinander ihre Errungenschaft aus und fanden heraus, was für wunderbare Teebäume im Wildnis existierten!

So ein Tee-Treff war ein bisschen anders als Tee-Wettbewerb heute. Es ging nicht um den besten Tee, sondern um einen guten Tee, mit dem man miteinander eine Tasse teil. Es war wie eine Zusammenkunft der Tee-Menschen, die sich zusammentreffen, um die wunderbare Welt des Tee zu geniessen. Das Ego spielt keine Rolle und dies gehört ebenfalls zu dem geistigen Training des Priesters.

Durch solchen Treffen werden verschiedene wunderbare Teebäume entdeckt und benannt. Man macht Setzlinge aus dem Teebaum und baut im Teegarten an. Interessanterweise schmecken dieser Tee sofort anders, sobald sie nicht mehr in der gleichen Umgebung gedeihen können.

Die ausgesuchte Teebäume, die ursprünglich von taoistischen Priester entdeckt wurden, werden als Mingcong – bekannter Teebaum genannt. Es sind die Pioneer des Oolongs.