Teetrinken und Fengshui 茶和風水

Stephan ist ein hervorragender Kaffee-Röstmeister und Ursula eine Malerin und zugleich eine Teeladenbesitzerin. Wir pflegen die gemeinsamen Interesse: Tee, Kaffee und Leben.

Meister Chen kam in die Schweiz und hielt ein Fengshui Seminar am Zürichsee. Stephan hatte eigentlich keine Zeit, aber er war aus irgendeinem Grund bei uns zu Besuch. Als Meister Chen erfuhr, dass er eine Kaffeerösterei besitzt, fragte Meister ihn, ob er weiss, was eine spirituelle Kaffeerösterei ist. Er fragte mich, ob ich von dem spirituellen Teetrinken weiss. Wir hörten den Begriff zum ersten Mal und hörten dem Meister zu.

Man trinkt Kaffee oft, einfach um wach zu werden. Man trinkt den Tee oft, um einfach fit zu bleiben. Menschen essen einfach etwas, um Kalorien zu bekommen. Aber der Kaffeeröst-Meister weiss, wie der Geschmack eines Kaffee entstanden ist. Ein Teemeister weiss, wie ein Tee zu seinem guten Geschmack kommt. Und ein Koch weiss, was er kocht.

Der Geschmack bitter geht direkt ins Herz. Ein Kaffeemeister kann durch verschiedene Verfahren verschiedene Bitterkeit steuern. Ebenfalls wie beim Tee. Ein guter bewusster Teemeister weiss, dass Oriental Beauty uns hilft Verdauungskraft zu stärken, während ein leicht salzige Oolong aus Südtaiwan die Nieren-Energie bekräftigt. Eine Kaffeerösterei und Teelager müssen sich an die Sonne-Stellung orientieren, um Kaffee und Tee vor Sonne-Strahlung zu schützen. An welchem Ort sollte man Tee lagern und an welchem Ort sollte der Tee verarbeitet werden gehören zum uralten Wissen von Fengshui. Das ähnliche gilt beim Kochen. Welche Menschen an welcher Jahreszeit sollte bestimmtes Nahrungsmittel essen ist das Geheimnis dieses Wissens .

Das Gespür für den Rythmus der Natur, für die Nahrungsmittel und für den Genussmittel wie Tee und Kaffee haben wir, moderne Menschen mit der Zeit verloren. Eine Verbindung wieder herzustellen wäre unsere Aufgabe heute.

Dezale 

Der Dezale-Kaffee, ein soziales Projekt von Stefan Bühlmann. Direkt aus Kolumbia!

Kungfu Cha Geschirr

Kungfu Cha Geschirr

Florian pflegt ebenfalls eine Kungfu Cha Tradition.

Ein Bambus Teeschiff, der Wasser auffängt und Wünsch für die Ästhetik erfüllt.

Zwei Kannen-System: eine Kanne für Teeaufguss (links) und eine Kanne (rechts) für die Teezubereitung. Damit die Teeblätter nicht zu lange in einer Teekanne – im Aufguss stehen und der Aufguss gleichmässig schmeckt, wird eine zusätzliche Teekanne für den Aufguss verwendet. 

Die Teetasse, die nicht gerade mit 100 ml Flüssigkeit gefüllt werden können.

Ein Teesieb.

Grundsetzliche Ausstattung für eine Kungfu-Methode.

Wasser und Tee – ein Experiment von Florian

Florian aufguss

Teefreund Florian und seine Frau Daiyu besuchte Taiwan in April. Wir trafen uns zum Tee und hatte einige schöne Tee-Stunde. Er brachte aus Taiwan Steine Mai Fan Shi, was ein hervorragendes Wasser versprechen sollte. Nun berichtet er uns, was er herausgefunden hat:

 

Hallo Meng-lin,

heute bin ich endlich zu meinem Experiment gekommen.
Folgenden Versuchsaufbau hatte ich: (Bild Kannen)

Die linke kann für Wasser ohne den Stein, die rechte Kanne für Wasser mit Stein gekocht. In beide
Kannen habe ich 4g TieGuanYin aus Shiding. Für beide Kannen habe ich mit Britta-Filter behandeltes
Münchner Wasser genommen.

Den ersten Aufguss habe ich in beiden Kannen 40 Sekunden ziehen lassen (siehe Bild 1). Der rechte
Aufguss wirkt etwas dunkler.
Das Ergebnis: Der linke Aufguss (ohne Stein) schmeckt kräftiger und intensiver als der Aufguss mit
Stein. Das Aroma breitet sich stärker im ganzen Mund aus.

Das war auch bei Aufguss zwei und drei so (Bild 2, jeweils 30 Sekunden). Hier wurde das noch
deutlicher. Der mit Steinwasser gebrühte Aufguss entfaltet seinen intensiven Geschmack nicht. Es ist
als würde der Tee zugedeckt. Die Unterschiede sind nicht riesig, aber sogar für meinen unerprobten
Gaumen spürbar, für dich wären sie vielleicht riesig.

Jetzt bin ich gespannt, ob das nur beim TieGuanYin so ist oder auch bei anderen Teesorten. Das werde
ich ebenfalls nochmals ausprobieren.

Viele Grüße,

Florian

Vielen Dank, Florian, dass wir an Deine wertvolle Erfahrungen teilnehmen könnten!

Frage an Tee-Experten

Als ich in Genf bei der Tee und Kaffee-Ausstellung war, fragte ich mich, warum Tee und Kaffee? Ist der Geruch des Kaffees überhaupt mit Tee zu vereinbaren?

Der Raum war gross, so gross wie jede Messe. Der Raum war gefüllt mit Menschen – in Bussiness-Look. Anzüge, Krawatte und natürlich Parfüm!!! Ich schmeckte an den ganzen Tag irgendwelche Parfüm von dem Italiener, von den schweizer Damen und von den deutschen Händler. Überall waren Spuren von Parfüm wahrzunehmen. Vorm Teestand duftete weit entfernt bereits nach Tee-Parfüm, bei dem Stand duftete Parfüm von dem Verkäufer oder Käufer. Dann Dufte von Expresso, von Rösten und von …Schweiss.

Ich konnte Tee nicht schmecken. Der Tee war nicht zu schmecken, wie denn? In diesem Labyrinth der Fremdgerüche sollte eine Messe des Tees veranstaltet werden? Wie denn? Wie konnte der Tee wirklich zur Sprache kommen? Wie denn? Dann frage ich mich langsam nach der Profeesionalität und Respekt des Teehändlers und Teeliebhabers.

In einer Wein-Degustation ist es doch klar, dass der Wein die Hauptrolle spielt, dass Fremdgerüche den Ausdruck des Weins verhindetn, und dass Parfüm und Deo dort nichts zu suchen sind! Die Weinkellermeister wissen es und die Weinliebhaber akzeptieren es. Aber beim Tee? Der Genuss des Tees wird nur stiefmütterlich behandelt. Seit 17. Jahrhundert lernt Europa Tee kennen. Seit mind. 300 Jahren trinken Menschen hier Tee. Es wird allerdings nach der dreihunderjährigen Entwicklung immer noch von Ziehzeit, von Aroma und von Wassermenge gesprochen. Für diese „Schildkröte“-Tempo- Entwicklung des Tees in Europa müssen die Unprofessionalität des Teehändlers verantworten!

Wenn ein Profi nicht in der Lage ist, für Tee in seiner Reinheit und in seiner Form einzusetzen, wie sollte der Konsument von „unverfälschtem“ Teegenuss verstehen? Wenn Teehändler immer nur von Aromen und Trend sprechen, wie sollte die Tee-Kultur überhaupt ihre Wurzel auf europäischen Boden einschlagen?

Ich bedauere es sehr – einerseits. Anderseits bin ich voll motiviert, weiter zu gehen. Denn es gibt wirklich viel zu tun – für Tee in Europa!

 

Tee aus Vietnam

Tee aus Vietnam

Vietnam Tea Association hatte einen Stand an der Tee-Expo in Genf. Freundlicherweise sprachen sie auch Chinesisch und wollte mir unbedingt eine Tasse Jinxuan degustieren. Der freundliche Herr erzählte mir, dass viele taiwanesische Teehändler der vietnamesische Oolong billig importieren und teuer verkaufen. Für ihn ist der JinXuan aus Vietnam ebenfalls wie ein Formosa Jinxuan. Der Baum ist gleich und das Klima sei ähnlich. Also doch der gleiche Tee. Ich lächelte ihm an und wollte nichts dagegen sprechen. Wozu? Ich kannte die Argumente. Seit 80er Jahren wanderten taiwanesische Teebauer nach Vietnam und Thailand aus, um dort Oolongtee noch billiger und weltoffener (für den Markt) herzustellen. Was sollte ich gegen die Weitsicht meiner Landleute sagen?

Ich trank den Tee. Ein ganz anderer Tee als der Jinxuan aus Taiwan! Die Jinxuan-Nuance war zu erkennen, aber gemischt mit einer ganz anderen Note. Tee lügt eben nie! Er sagte mir, dass er nicht aus Formosa stammt und ein Tee aus einem anderen Land. Leicht bitter, aromatisch, aber vermischt mit leichtem Grasgeschmack. Der Duft ist nicht sehr klar, sondern schwer. Im Mund erinnerte mich der Tee an Jinxuan wegen der leichten milchigen Note, aber ganz anders als der Jinxuan aus Formosa – klarer blumige Duft, milder und eleganter Geschmack!

Im Schweigen trank ich den Tee und wollte nichts gegen die Freundlichkeit der Teehändler aus Vietnam äussern. Tee ist eine Kunst, ein Handwerk – sie brauchen Zeit. Die Zeit lässt die Kunst reif werden und das Handwerk künstlerisch entwickeln. Es gibt keine Autobahn für das Erlernen von der Kunst. Ausserdem funktioniert das Amputieren eines Handwerks oder einer künstlerischen Fähigkeit ebenfalls nicht.

Sie lud mich ein, um zwei Uhr eine Teezeremomie auf vietnamesische Art zu erleben. Ich bedankte mich herzlich, lächelnd und ging weiter.

Ein Tag in Tee Expo, in Genf

Ein Tag in Tee Expo, in Genf

So eine grosse Teabag-Verpackungsmaschine habe ich noch nie gesehen! Aber in Tee und kaffee World Cup in Genf habe ich endlich gesehen! Pro Minuten 500 Teabags! Die Geschwindigkeit trägt uns ins Teeland. Wunderland, Teeland? Ins Teebagsland.

Bei dem Stand von Keiko (ein berühmter Importeur von jap. Bio-Tee in Deutschland) habe ich Matcha-Maschine auch zum ersten Mal live gesehen! Es wurde sogar mit verschiedenen Aromen angeboten! Muss das sein? Es muss so sein. Stefan und Monika tranken mit Neugier den Matcha aus der Maschine. Als ich die fast olive Farbe und den wenige Schaum mit riesen Blase in der Schale sah, war meine Appettit auf diesen Tee verloren gegangen.

Viele Klatsch und Trasch berichte ich andersmal, leider. Heute muss ich früher ins Bett fallen, denn morgen besuche ich meine Tee-Eltern in Bodman.

Wenn Teeblätter in der Schweizer Himmel tanzen

«Wenn Teeblätter tanzen» – Teegeschichten
Churchill hielt ihn für Englands wichtigste Kriegswaffe, die Japaner destillierten eine Philosophie daraus und Lessing wollte ohne ihn nicht leben: der Tee.

Ein aromatischer Ausflug in die Geschichte des Tees, ein Tee-Zeremonien-Abend beim Schweizerischen Teetrinker-Club und ein Blick in die Schatzkammer eines Teehändlers.

http://audio.drs.ch/ramgen//local/logdepot/drs1log/0705301400_start1405.smi

Eine Sendung von Siesta DRS 1 über Tee und Teegeschichte – erzählt von Teemenschen in der Schweiz.

An einem Nachmittag trifft man sich zum Tee. Somit fängt die Geschichte an. Gestern in der Schweizer Himmel wurden Teegeschichte erzählt – darunter auch von Menglin.

Blumige Grüsse aus Strassburg beim Tee

Blumige Grüsse aus Strassburg beim Tee

Teefreundin Suzanne schicke mir einen wunderschönen Gruss aus Ihrem Fenster. Letzte Zeit hatte ich kaum Zeit etwas richtiges zu schreiben und mich um andere Dinge zu kümmern. Ein wichtiger Mensch in meinem Leben liegt nun im kranken Haus und wir haben versucht, um ihn zu kümmern.
Das Leben ist vergänglich und die Schmerzen begleiten uns das Leben. Man kann viel Mitgefühl und Geduld üben und von Buddha-Lehre sprechen. Aber wenn das Leben sich tatsächlich an dem Tod nährt, fängt es mit der Auseinandersetzung mit der Buddha Lehre erst richtig an. Der Körper folgt dem Vergänglichkeitsregel, aber unser Verstand will es noch nicht verstehen…
Für mich ist es ein schmerzhaftes Prozess, mit anzuschauen, wie ein mensch, der mich so viel über das Leben gelehrt hat, nun im wahrsten Sinn des Wortes „das Leben ist Leiden“ mit seinem Körper durchlebt.

Nun trinke ich eine Tasse Schneeflocken Oolong Jahrgang 2003, während der Computer ein grosses Datei mühsellig übers Internet „ausspuckt“. Der Körper ist beim Tee, aber der Geist ist bereits bei –
„Wie sollte ich diesen Oolong allen Teefreunde vorstellen?“

Teetrinken und Lebensenergie pflegen!

Das Thema habe ich bereits im Blog geschrieben. Nun kommt wirklich ein wahrhaftiger Meister aus Formosa nach Zürich! Er hält sogar einen Vortrag über das Thema!

Qi Gong Meister Chen Tidao wurde eingeladen von Schweizer Interessengemeinschaft Bauökologie hier in Zürich bei Küssnacht ein Seminar über „Fengshui“ zu leiten (16. und 17. Juni). Von Schweizer Teeclub wurde er eingeladen einen Vortrag über das Theman: „Teetrinken und Lebensenergie pflegen sprechen“. Das Datum ist am 27. Juni in Zürich im Restaurant Lotus Garden. Beim Interesse bitte bei teeclub.ch anmelden.

Meister Chen wurde in Yongchun geboren und stammte aus einer traditionreichen Familie. Sein Grossvater war Bodyguard von chinesischem Republik-Gründer Sun Yat-Sun und ein richtiger Patriot. Chen wurde nicht nur familiäre Geheimlehre übermittelt, sondern lernte bei verschiedenen Grossmeister im chinesischen Kulturraum. Neben seinem ärtzlichen Tätigkeit lernte er Tee auch bei einem zurückgezogenen Teemeister in Taiwan. Er erhielt das Wissen über Tee von diesem Meister und kombiniert sein Können als ein Qi-Gong Meister und Arzt, so dass er uns eine andere Perspektive über das Teetrinken vermitteln könnte!

Tee fördert unsere Lebensenergie, aber wie?

Eine seltene Gelegenheit. Wer Glück hat, nimmt es wahr.

Viel Glück, wünsche ich Euch!

Meister Chen

Meister erklärt uns bei einem Ausflug über die Wirkung eines Osmanthusbaumes.

news.ch: Erste Teeernte Europas im Tessin

Nachrichten aus der Schweiz:

Erste Teeernte Europas im Tessin

Ascona – Auf dem Monte Verità oberhalb von Ascona wird am Pfingstwochenende erstmals in Europa Tee geerntet. Auf dem Hügel, wo einst Revolutionäre, Künstler und Philosophen neue Lebensformen erprobten, befindet sich die nördlichste Teeplantage der Welt.

Lesen Sie hier weiter: http://www.news.ch/Erste+Teeernte+Europas+im+Tessin/276489/detail.htm

Das Kommentar über das Projekt habe ich bereits vor einem Jahr geschrieben. Das scheinbar grossartige Projekt wollte versuchen, den Menschen hier, einen Überblick über die Produktion des Tees und die japanische Teekultur zu vermitteln. Die Frage ist, ob man mit dem scheinbar Japanische und Verallgemeinerung der Teeprozesse (denn jede Gattung des Tees wird anders produziert und jeder Teebaum ist nicht immer geeignet für allen Teesorten) diese Ambition erreichen kann! Wenn man sich anstatt auf die anstrengende und notwendige kulturelle Auseinandersetzung nur das Exotische konzentriert und es zum Eigen verwandelt, wird wohl das eigene Weltbild und Verallgemeinerung unterstützt!

Eine Verbereitung der Teekultur geht nicht über das Nachmachen und überall Tee anzupflanzen. Die Wurzel der Teekultur auf den euorpäischen Boden einzuschlagen bedeutet die dauerhafte und tiefgründige Auseinandersetzung mit der fremden und eigenen (Tee)Kultur. Nicht blos das Nachbildung der Produktion des Tees oder Amputieren einer Tee-Szenerie auf einen fremden Boden könnte der Entwicklung beitragen. Es bietet wohl mehr Events für die Freizeitsbeschäftigung des städtischen Bürgertums, aber nicht der Entwicklung einer (Tee)Kultur, die Reflexion und Nachdenken fordert!

News.ch hat mein Foto am 23. Mai in diesem Blog „geklaut“, ohne die Quelle zu zitieren und ohne mich anzufragen. Soll ich mich nun auf ein juristisches Spiel einlassen?