Archiv der Kategorie: Teehaus Shui Tang Zürich水美堂

Tue es, was Dir Freude macht!

Wie habe ich Chragi kennen gelernt? Joseph möchte gerne wissen…

Joseph J.P.http://www.objecti.ch

2009-05-29 19:41:54Liebe Menglin

Danke für die Links zu Chraqi und Co! Bin gespannt, wie Dein Ladengeschäft aussehen wird – auf wann hast Du die Eröffnung geplant?

Mir fällt auf, dass sich der graphische Stil von der Teeverpackung und von der Webseite von Christoph Frei alias Chraqi stark unterscheidet. Mir gefallen „Deine“ Teeverpackungen extrem gut, finde sie genial – kann aber gleichzeitig nichts mit der Graphik der Webseite Chraqi anfangen… Wie hast Du Christoph kennen gelernt und wie seid Ihr zu Eurer Zusammenarbeit gekommen? Du konntest ja nicht von Beginn weg ahnen, wie das graphische Endprodukt werden würde – oder doch?

 

Unser Leben ist geprägt von den Gelegenheiten. Oft werden wir geprägt von der verpassten Gelegenheit. Es fällt uns oft schwer in dem richtigen Moment, die Schlüsselfigur in unserem Leben zu erkennen und sie zu pflegen. Nur in der Ferne aus der Reflexion kommen wir langsam hinter dem Licht der Wahrheit, wie es einmal war – wenn wir reflektieren können.

Roger ist sicher so eine Figur in meinem Leben, ohne seine Intuition gäbe es kein Teeblog von Menglin – sie wäre nie auf die Idee gekommen! Ohne dieses Teeblog wäre mein Leben richtig anders und verpasse richtig viele interessante manchmal entscheidende Begegnungen. Die Geburt von Shui Tang wird sicher verzögert! Rogers Begeisterung über die Vision von Shui Tang brachte mich und Chragi zusammen.

Was wäre, wenn Roger kein Teeliebhaber wäre, wäre Menglin heute vielleicht eine Hausfrau geworden, würde Chragi weiter seine grafische Arbeit wie bis her weiter produzieren… Was wäre denn, wenn… Die verpasste Gelegenheit!

Als Chragi ganz müde zum Treffpunkt kam, war der Bahnhof am späten Sonntagabend bereits ruhiger. Seine Augen voller Müdigkeit strahlten nicht die Sonne, die ich sonst bei ihm kenne. Ich brachte ihm viel Arbeit und auch ein bisschen von meiner Schwesterchen-Liebe zu ihm – zwei frische Kuchen, die frisch aus Asien eingeflogen sind. Er war erfreut und bisse auf den Kuchen. Einen Kuchen, den ich zu 6 Stücke verteilen würde, aß er in zwei Bisse.

„Hey, Menglin! Ich lerne immer etwas Neues von Dir!“

Ich lächelte. Das ist wieso ich ihn mag und wir zusammen arbeiten können! Er kann sich auf etwas Neues erfreuen und erkennt es an! Ich erahne es sofort.

Normalerweise braucht man immer ein bisschen Anlaufzeit, bis man miteinander warm wird. Mit Smalltalk, Kleinigkeiten oder Alkohol. Ich pflege diesen Umgang nicht, und beobachte oft, wie andere Menschen mühsam an mich heran tasten. Chragi tut es nicht. Wir kommen sofort miteinander klar.

Als er mich besuchte, erzählte er mir, dass er eine Großmutter aus Himalaya betreut und oft mit ihr Tee trinkt. Obwohl er ihre Sprache nicht versteht, trinkt er gerne Stundenlang mit ihr Tee. Die alte Großmutter erzählte irgendetwas und er lächelte. Ich stellte mir dieser Großmutter vor, wie sie die friedliche und angenehme Gesellschaft dieses jungen fremden Mannes genießt. Diese alte Frau spürte bestimmt die Zuwendung und Zuneigung dieses jungen Mannes, der ihr mit Offenheit und Herz widmet. Worte können den Raum zwischen Menschen nicht füllen, sondern entfremden. Seine Offenheit lässt die Altersgrenze, Sprachbarriere und kulturelle Verwirrung verschwinden. Sich zu öffnen und auf dem Unbekannten einzulassen fällt uns alle schwer. Darum fixieren wir auf unser Konzept, anstatt auf die Gegenwart zu konzentrieren. Gerne überlassen wir uns von der Vergangenheit und Angst überhand nehmen.

Es ist wahr, dass es einfacher ist, auf Hamsterrad zu laufen, als ein Muster durchzubrechen. Es ist einfacher unsere Vorstellung durchzusetzen, als auf den Anderen einzugehen.

Ich spüre diese Wand bei Chragi nicht. Er ist süß, weil er in seinen Element lebt. Offen, deswegen unbeschwert. Er freut sich auf das Leben, lebt im Fluss der Gegenwart – darum ist er möglich auf Shui Tang einzulassen, etwas Unbekanntes auf sich zu kommen zu lassen!

Ich wußte sicher anfangs nicht, ob Chragi passend wäre zu Shui Tang. Aber ich habe einfach Vertrauen in Roger! Roger hat Vertrauen in Chragi. Ich wußte nicht, ob dieses Vertrauen blind ist. Aber ich erahne etwas, was man mit Worte nicht ausdrucken kann. – Es ist meine Art, diese Welt so zu sehen. Dinge in Zusammenhänge zu betrachten, Menschen in seinem Kontext zu verstehen, ohne zu beurteilen.

„Hey, Menglin! Ich lerne immer etwas Neues von Dir!“

Eigentlich ist er der Herr, der mir eine Chance gibt, ihm etwas zu zeigen! Es gibt eine Berührung zwischen uns, zwischen zwei fremden Menschen, anstatt zwischen zwei Funktionen oder Bildschirmen.

Als ich gestern zur Notariat der Altstadt Zürichs ging, hatte ich keine Vorstellung, was mir geschehen könnte. Dann begegne ich einem Menschen und wir tauschten in dieser kurzen Zeit über unsere Reflexion von dem Zeitgeist, von der Schweizer Gesellschaft und von unserem Leben. Ich sagte dem Notar ehrlich, dass ich selten so einem reflektierenden Schweizer begegne. Ich dachte, Notar habe immer Poker-Gesicht!“ Er lachte und fragte mich ob ich dann immer in meinem Laden sei. „Ja, sicher! Dort finden Sie mich immer. Ich bin das Haustier in diesem Laden…“

Wenn man solche Menschen öfters treffen kann, oder mit solchen Menschen zusammen leben kann, fühlt man sich schwungvoll ermutigt, auf den eignen Weg zu gehen.

Roger sagte mir am Samstag, ein Teehaus in der Rezession zu eröffnen ist gegen den Sturm zu schwimmen. Ja, das machen wir schon immer! Es ist die beste Zeit, etwas zu bewegen, während die Anderen wegen Angst statisch werden! Das Glück folgt nie beim Menschen, die in Angst leben. Da Glück folgt dem Menschen, der sich nicht von der verpassten Gelegenheit gebremst werden will.

Eine Partnerschaft könnte dafür da, gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen. Man kann den Anderen nur unterstützen, wenn man selbst über die eigenen Angst und Zweifel reflektieren kann anstatt auf den Partner zu projizieren.

Die letzte Lehre von meinem Lehrer Michel war, „Tue es, was Dir Freude macht!“ Das war der wahre Ruf eines Mannes in der Reflexion Ende seines Lebens. Genügend Dinge verpasst. In den verpassten Gelegenheit lernen wir, was Freude sein kann!   

Das erste Schaufenster

Das erste Schaufenster

Alle sagten mir, dass ich unbedingt das Schaufenster dekorieren muss. Viele fremden Visitenkarten habe ich bereits aufgeräumt, die vor der Tür lagen. Solange der Laden leer steht, macht die Interessenten neugierig. Die Leuten wollen auch den Laden gerne mieten!

Nun spiele ich die böse Hexe, die jeden Tag bei dem Handwerker anrufen, um Druck auszuüben. „Wann sind Sie denn endlich fertig!“ Am Dienstag sollte die neuen eingekauften Möbel eintreffen – ich bin sehr gespannt!

Eigentlich bin ich recht zweispaltig. Im Privaten habe ich viele Dinge aufzuräumen und bin froh über die Zeit, die ich selbst frei zu verfügen habe. Andererseits kann ich kaum noch warten… Ich bin eben so ungeduldig!

Viele Hilfe und viele Angebote habe ich bereits erhalten. Freunde würden sogar frei nehmen, um beim Einräumen zu helfen!

Carola brachte mir die wunderschönen Pfingstenrosen und ich sollte doch am diesen Tag vor diesem Fenster ein Erinnerungsfoto machen…

Gartenfest am 6.6.09

Gartenfest am 6.6.09

Das Wetter sollte schlecht sein, sagte die Zeitung.

Gerstern versuchte ich ein gutes Wetter zu bestellen und heute morgen wachte ich mit Regengeräusch auf. Dann schrie ich zum Kosmos: „Wann Du Dich nicht manifestierst, wie sollte ich denn Vertrauen haben, an Dich zu glauben!?“

Als wir kamen, tropfte noch ein bisschen. Als die Gästen kamen, war die schüchterne Sonne anfänglich zu sehen!

Eva, die schöne liebe Tochter des Hauses erkannte mich sofort. Wir haben letztes Jahr zusammen in dieser Fest degustiert. Damals schenkten wir Matcha-Prosecco aus. Sie war begeistert von dem Matcha, der ihr total fremd war. Ich erzählte ihr von meinem Traum, in Zürich, ein Teehaus zu eröffnen.

„Wie hätte man denn geglaubt, dass die Dinge ihren Lauf nehmen – und so, wie es ist!“ lachte sie ganz herzlich zu mir! Wir sind nicht nur näher gekommen durch die Fest, sondern auch durch Shui Tang. Eine unsichtbare Band zwischen Menschen führt unbekannten Schicksale zusammen. Man kann es nicht steuern, nur willkommen heissen! Vielleicht ist das „Willkommen heissen“ der erste Schritt, die Zusammenhänge der Dinge zu erkennen.

Der Garten waren voller staunenden Menschen mit freudigem Gesicht. Das Qilan 2008 Winter aus Mingjian, so zubereitet wie Aton-Meister uns in Taiwan zeigte. Direkt im Wasser, über eine Nacht stehenlassen – fertig! Der erfrischende duftende „Seltener Orchideen“ beglückte die Gartenbesucher. Unser Matcha-kasutella und Dianhong-Kuchen waren ein interessantes Kontrast gegen die Schokikuchen und Speck-Zopf. Alles waren gut und die Sonne war auch da! Was will man mehr?

Als ich die Fest verliess und im Tram sass, weil mein Besucher bereits vor meiner Haustür stand, fing es an plötzlich zu regnen. Donner und Blitz! Ich hatte wirklich Glück…

Einladung am 6. 6.

Einladung am 6. 6.

Am 6.6. öffnet Familie Tobler an der Spiegelgasse ihr Gartentor und lädt herzlich jeden Besucher ein, den wunderschönen Garten voller Rosenduft zu bewundern und zu verweilen!

Es gibt nicht nur feinen schweizer Zopf und ein Glas zu erfrischen, sondern auch etwas Spezielles, was ich und Carola auch beitragen würden…

2005 war dieser offene Tag auf dem Rosengarten der Anfang meiner Begegnung mit Familie Tobler und das Haus an der Spiegelgasse Zürichs!

Unser Leben ist von Gelegenheit bestimmt, nicht wahr? Manchmal auch von dem Verpassten.

Shui Tang, Liquid Delicacies

Luo fand mich im Internet und rief mich irgendwann an, bot eine Zusammenarbeit an. Er arbeitet an der Universität, forschte nach der medizinischen Wirkung des Tees, 4. Generation als Teebauer in Provinz Hunan. Er sagte, dass er mein Blog nicht lesen kann, mittels Google Sprachtools lass er es in Englisch, very charming, meinte er. Oft ruft er an und ich bin 80% immer unterwegs. Ich bin jemand, der Laune nicht verbirgt und mein Bedenken immer direkt anspricht. Er schafft es, mit mir umzugehen. Vor kurzen sagte er zu mir, „Menglin, Du bist zu müde. Es ist zu anstrengend für Dich. Ich komme nach Zürich und helfe Dir.“ Ohne zu Nachdenken, lehnte ich ab, das Schicksal des chinesischen Einwanderers muss doch nun ein Ende geben. Er hat eine Frau und bald Kinder. Das Schicksal wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren zu wiederholen, brauchen wir es nicht. Chinesische Männer wanderten ins Ausland, liessen ihre Frauen und Kinder zu Hause – es war so in Taiwan, es war so in Amerika und es war auch so in Singapore.

Nun schrieb Luo mir, dass er und seine Frau sich entschieden haben, mir ein Geschenk zu machen – mir 550 USD zu schenken – für Shui Tang…

Meine Tränen werden sie nicht sehen. Sie müssen es auch nicht. Die salzigen Tropfen verschwinden im Cyberspace, in Irgendwo und in meinem Herzen.

Wie lernte ich Chraqi (seine Seite) kennen? Durch Roger. Wie lernte ich Roger (CEO von Kaywa) kennen? Durch das Internet. Mit Chragi fühlte ich mich sofort bekannt und erkannte sofort, dass er bis jetzt solche Tees nicht kennt, die er jetzt kennen lernen wird. Er besuchte Spiegelgasse und war voll begeistert. „Yep, es wird schön! Ich habe ein gutes Gefühl!“ Ich nickte. Ich zeigte ihm drei verschiedene Tees, die seine Augen sofort zum leuchten brachten. Einen wollte er mitnehmen, denn er damit Frauen beeindrucken kann, sagte er. Wie süss, dachte ich. Ich hoffe, er wußte, welche. Wir erzählten uns gegenseitig viel Lebensgeschichte, unbeschwert und vertraut. Als ich ihm von dem kitischigen Taiwan Blumen-Muster zeigte, was Roger zuerst nicht besonders begeiterte – Roger sagte, solch Muster erinnert ihn an Jasmintee… Chraqi war begeistert. Er wollte unbedingt für jeden Tee eine Ettikette kreiieren. Denn die Dingen nehmen ihren Lauf und sprechen für sich. Auch eine schöne Ettikette verbindet einem Menschen mit einem wunderbaren Tee! Am Ende lebt eine Ettikette allein, ohne Unterordnung von Tee, von Shui Tang… ich war berührt von seiner Begeisterung. Es war Wink von dem Kosmos und ich freue mich auf das Ellan, was andere Menschen für Shui Tang einbringen.

Selten habe ich eine feste Vorstellung. Meistens gehe ich auf Menschen oder Dinge zu, ohne dabei etwas gedacht zu haben. Entweder entsteht etwas Interessantes oder nichts. Beides sind in Ordnung. Meistens entsteht etwas Wunderbares, weil es keine konkrete Vorstellung da war. 

Ohne Ursulas Kompetenz wäre der Raum an der Spiegelgasse ganz anders aussehen. Ursula Kasper ist in der Schweiz ein Name für einen guten Geschmack. Eigentlich kann ich das Glück immer noch nicht glauben, dass Ursula sich für mein Projekt interessiert und sich immer dafür eingesetzt hat, als ich nicht da war. Ich stand in diesem wunderschönen Raum, dachte ich dass ich eigentlich überflüssig bin.

Ursula und Markus arbeiten seit Jahren wunderbar zusammen und würden ihre künstlerischen Kompetenz sich hier manifestieren, diesen Raum zu einem Raum zwischen Kulturen, zwiscehn Duft und Geschmack, und zwischen Liquid delicatesse und Genuss des Lebens verwandeln.

Ich bin überflüssig, weil ich alles nicht kann, was sie können!

Ist es schlimm zuzugeben, dass ich es nicht kann?

Das Claim „Liquid Delicacies“ stammt natürlich wieder von Roger. Ich bewundere diesen Mann, so schnell denkend, so kreativ und so scharfsinnig. Wahnsinn!! Was wird wohl aus Teeblog Tee Erleben, wenn es diesen Mann nicht gäbe? Was wird wohl aus Shui Tang ohne ihn? Ich würde nie auf die Idee kommen, eine Marke zu gestalten…

Zum Glück gibt es Chraqi und Roger. Ich bin überflüssig. Ich kann alles nicht, was sie können.

Jetzt muss ich noch einen fiten Geschäftsführer finden. Dann bin ich richtig überflüssig, so dass ich gleich in die Ferien gehen kann! Wie schön!

Shui Tang. Liquid Delicacies. 

Andrea, Andrea!

Andrea, Andrea!

Ich habe mich sehr gefreut, über den spontanen Besuch von Andrea! Ein Teefee aus Wunderland! Obwohl sie als Teefachfrau, die eine langjährige Erfahrungen im Teebranchen tätig ist und sich bestens mit Tee-Szene auskennt, war sie bescheiden und wissensgierig. Sie sagte immer, sie will etwas von mir lernen. Was hätte ich sie lehren können? Umgekehrt, ich lerne von ihrem starken Wille, die nicht aufgibt, Menschen näher zum Tee zu bringen. Sie glaube an Freude der Menschen, wenn sie etwas neues entdecken. Sie glauben an die schöne Kunst des Tees, der Menschen bereichern. (Ich hätte wahrscheinlich Mühe, mit Teetrinker zu kommunizieren, die gerne aromatisierten Tees trinken. In der Tat ist es mir auch egal, was die anderen machen, denn ich muss ja nicht das trinken, was sie tun. Jeder Mensch hat einen freien Wille und sein Recht, das Leben so oder so zu richten.) Andrea ist anders. Sie bemüht sich mit den Leute zu sprechen und Dinge zu zeigen. Das Resultat ist oft das Anstecken der Begeisterung! Ich bewundere sie.

Es war ein wunderschöner sonniger Tag, aber mein Gemüt war schwer. Aber Andrea schaffte es, mich aus dem Schwermut zu holen und mich mit ihrer Lebensfreude und Begeiterung zu einem Land der Leichtigkeit verführen!

Sie verprach mir, sobald mein Hilfsruf Karlsruhe erreichte, sofort in den Zug zu springen. Was will man denn mehr im Leben, Freunde zu haben, die zu einem stehen?

Mit Andrea war es nie langweilig. Ich begleitete sie zum Auto wie ich letztes Mal sie zum Zug begleitete. Eigentlich fiel es mir schwer, sie wegfahren zu lassen. Eine Person, die mir Geborgenheit schenkt und Freude ansteckt, würde ich so gerne in der Nähe haben!

Anschliessend fuhr ich ganz spontan zu meinem Tee-Schwesterchen Carola. Ich wußte, dass es dort auch jemanden gibt, der mich umarmt.

Zukünftige Verpackung von Tee in Shui Tang

Chraqi hat verschiedene Entwurf für die Tee-Verpackung in Shui Tang gemacht.

Hier.

Und jeder Tee bekommt sogar eine eigene Stick! Chraqi sagte immer, „Cool!“ Seine Leichtigkeit tut mir wirklich sehr gut. Ich als ein faules Löwe, stelle mir immer Dinge als sehr kompliziert und schwer umzusetzen vor. Am liebsten mache ich nur das Notwendigsten anstatt was vielleicht das Bessere. Auf meine naive und dumme Überlegungen reagiert Chragi immer „cool!“

Es ist überhaupt nicht schwer, sich mit jemanden vertraut zu machen. Chraqi ist begeistert von Shui Tang, obwohl er die Welt des Tees erst eintrat. Seine Begeisterung war so offensichtlich, dass diese Begeisterung mich wiederum begeistert! Als ich ihm den seltenen Orchideen Dancong Qilan schenkte, weil er ihm so gut schmeckte, sagte er mir, „Yeep! Ich kann damit Frauen beeindrücken!“ Cheers! Richtig süss.

Der Schlüssel

Der Schlüssel

Zuerst war es nur ein Modellhaus, was Jörg und Marcel für mich baute. Carola nannte es Puppenhaus. Ich sollte jeden Tag Puppen spielen, damit ich mich an den Ablauf und die Situationen gewöhnen kann!
Im Geist war es nur ein Modellhaus und es schien so weit entfernt. Ich ging nach Berlin, nach Bangkok, nach Taiwan und mit der Gruppe durch die Teebergen. Nun kam ich zurück. Das Haus ist in einem neuen Glanz…

Wistaria 

Das Haus duftet nach Wistaria! Das entzückende Gemälde schickte ich sofort per Handy in die alle Richtungen. Meine Schwester sagte, unser Teelehrer Aton würde sofort kommen – nur Wistaria wegen! Akuan würde kommen wegen Schokolade.

Der Laden schien gute Leute gefunden zu haben. Er strahlt im Licht und Licht aus.

Laden 

Ganz leise lief ich hinein. Der Maler machte gerade pause. Der Hausherr war nicht zu finden. Die Tür war offen. Ich schleichte ganz leise, ich wollte den Hausgeist nicht stören. Er kennt mich noch nicht gut, obwohl er mich gefunden hat. Wir werden uns bestimmt vertragen, aber ich bin noch nicht offiziell da. 

In der Ruhe bewundere ich die Ruhe. In der Ruhe bewundere ich die liebvollen Details, die Onejiang (Schwesterchen) Ursula (die Shui-Tang Designerin) und meine lieben Vermieterin in meiner Abwesenheit verzauberten.

Als meine Vermieter mir zeigten, was nun alles steht. Mich überkam ein glückliches Strom. Sie haben ihre Liebe in diesem Haus gesteckt. Diese Liebe bekomme ich für Shui-Tang. einfach so. Hochwertige Renovation und erstklassige Ausstattung! „Ich weiß nicht, was ich sagen soll! All das was Sie für mich tun, weiss ich sehr zu schätzen!“ sagte ich zu den beiden lieben Leute. „Sie sind auch immer so gültig zu uns.“ meine Vermieterin nahm meine Hand. Der Schlüssel zum Shui-Tang war die Liebe zum Tee von Hubert – er hat mir diesen Ort vermittelt. Mein schlüssel zum Shui-Tang war meine Liebe und Leidenschaft zum Tee, die ich nicht aufgebe. Den Schlüssel von Schui-Tang bekam ich von diesen lieben Leute, weil sie ihr Haus lieben. Sie geben und tun das Beste für ihr Haus. Shui-Tang hat das Glück, hier zu sein!

Ich bekam den Schlüssel. Morgen kann ich Chragi zeigen, damit er weiter an Shui-Tang Brand arbeiten kann. Ich wollte noch viele Leute zeigen, die den Schlüssel zum Shui-Tang haben – die Liebe zum Tee. Vielleicht, vielleicht ist der Schlüssel zu anderen Teeliebhaber die gemeimsame Sprache des Herzen!

Shui-Tang ist nicht Menglin. Zuerst wurden meine Vermieter enttäuscht, dass mein Name nichts mit dem Brand zu tun hat. Ich versuchte ihnen zu erklären, dass gute Dinge für sich selbst sprechen. Shui-Tang ist ein Synonum von guten Tee. Shui-Tang kann für sich sprechen. Menglin steht dahinter, aber es ist nicht Menglin, die der Schlüssel ist. Es sind die Liebe zum Tee, die Liebhaber des Tees, die gemeinsam Shui-Tang tragen, und das Herz, das hier ausgelebt werden kann!

Ganbarimashou!

In Mittenacht ist das wahre Licht

Die Morgendaemmerung ist nicht hell.

Die Zeit vergeht wie ein Pfeil. Ploetzlich stehe ich vor der Schwelle, einen weiteren Schritt zu schreiten. In welcher Richtung, in welche Ungewissheit? Wie ein Blinder in einem dunklen Tunnel stehe ich vor der Ungewissheit der Zukunft. Wie soll das Projekt Shuitang weiter gehen? Wie soll die Verpackung aussehen? Wie soll das Teehaus tatsaechlich aussehen? Wie mein Konzept wirklich in Zuerich  aufgenommen werden? Wie sollte das Ganze in der Tat finanziert werden?

Viele Fragehzeichen ohne Antwort. Wie in der Mittenacht ohne Licht.

Die Nacht ist lang. Der Winter ist muehselig. Vor der Morgendaemmerung spuere ich ein Ungeduld, ein Hunger nach Licht.

Die Idee mit einem Teehaus reifte seit Jahren in meiner Seele. Seit Jahren pflege ich den Wuensch einen Ort fuer Menschen zu schaffen, einen Ort der Begegnung und erleben. Immer wiedr glaube ich, wenn die Zeit reif ist, wird das Unisversum mir eine Antwort schicken. Ich hoffe, ich bin in der Lage dieses Zeichen wahrzunehmen. Die Chance bekommt jeder, sie wahrzunehmen kann nicht jeder. Es war wie ein langes Geburt bis die tragenden Energie zusammenfinden. Die Idee begeisterte mich und begeistert viele Menschen. Ich habe das Gefuehl, als ob Shuitang ein eigenstaendiges Wesen waere, selbst zu organisieren. Shuitang findet sein Liebhaber, die fuer sie schaffen. Shuitang findet Leute, die sie pflegen. Ich bin nur der Initiator, der die Idee aus der geistigen Ebende auf der materiellen Ebene konkretisiert. Im Grund genommen macht Shuitang selbst. Ich muss nur wach sein, die tragenden Energie aufzunemen, zuzulassen und zusammen arbeiten lassen. Die Leute finden zueinander, die ein wunderbares Teehaus wie Shuitang verwirklichen. Manchmal fuehle ich mich richtig ueberfluessig, denn die momentane Arbeit wie Inneneinrichtung und Blend Entwicklung nicht meine Staerke ist und ich ueberlasse lieber anderen Profis, die besser sind! Ich bin sehr dankebar fuer allen, die mithelfen und mit tragen!

Kurz vor meinem Abflug sind alle Helfer nervoes! So lang! Ein ganzes April! Ich war furchtbar nervoes. Denn es nicht nur das Teehaus Shuitang vor meinen Aguen steht, sondern auch die very special Teereise von Teeclub Schweiz! Hoffentlich geht alles reibungslos ueber die Buehne und ich kann im Flugzeug Richtung Europa wieder ausatmen!

In Mittennacht ist das wahre Licht, die Morgendaemmerung ist nicht hell – sagte ein chinesisches Zenmeister. Ich weiss nicht, wie lang dieser Prozess mich noch begleitet. Auch in dieser dunklen Zeit werde ich mit dem inneren Licht begleitet, Vertrauen in mich selbst und in Menschen, die zu mir stehen. Die Menschen, die zu uns stehen sind das wahre Licht genau in Dunkelheit. Oft sehen wir sie nur nicht, weil wir vergeblich nach einer Vorstellung suchen. In der Morgendaemmerung verschwindet die Grenze der Dunkelheit und ueberall gluaben wir Licht zu finden.

Ursula sagte mir ganz kur vor meinem Abflug – eine Seele wie meine eigene Schwester, asiatischer als asiatisch. „Menglin, Ganbarimashou!“ Ganbarimashou! „Gebe es nicht auf! Gebe Gas, wir machen es gemeinsam weiter!“

Liebe Freunde, Ganbarimashou!