Archiv der Kategorie: Klatsch am Teetisch

Dichte Beschreibung

Ein Lachen ist ein Lachen. Was sagt eine Beschreibung über Asien: „das Land des Lächelns“ aus?
Ein Lachen ist bloss ein Lachen. Ein Lachen plus eine Betrachtungsweise ist nicht nicht bloss ein Lachen, sondern ein Code. Ein Code, das decodiert wird und recodiert wird – von Sender und Interpret. Dieser Vorgang beschreibt der US-Wissenschaftler sehr prägnant: „ein bißchen Verhalten, ein wenig Kultur und – voilà – eine Gebärde“.

Ein fremder Besucher am Samstag fragte mich, was ich studierte. Ich konnte nicht beantworten. Diese Frage ging zu nah an mir. Soziologie und Germanistik sind nicht schwer auszusprechen, aber was ich genau studierte…
Ich erzähle meine Geschichte immer wieder anders. Ich erzähle Tee gerne immer wieder anders. Immer wieder anders, weil ich mich immer wieder anders werde. Ich entdecke immer wieder andere Teile in mir, die mir zuvor fremd waren. Und durch jede Begegnung mit dem fremden Teil in mir werde ich erneuert.
Wer ist denn nicht so?
Alexander sollte morgen seinen Vortrag bei Teeclub halten. Ich möchte sehr gerne dabei sein. Weil diese Reise mir sehr viel bedeutet. Während ich seinen sehr gut vorbereiteten Text lass, gingen viele Lichter in mir auf. Wir waren zwei fremden Menschen die in einem fremden Land einreisten, sogar gemeinsam, aber wir würde diese Reise unterschiedlich beschreiben weil wir so geprägt sind durch unsere kulturellen Muster! Was für eine Entdeckung?
Tee verbindet uns. Aber unsere kulturelle Grenze makieren verschiedene Pfade!
Ich hasse solche Aeusserung wie „das Land des Lächelns“ oder „geheimnisvollen Tee“. Solche Sätze findet man überall in Werbungen oder Bücher. Ich bin eine Asiatin, die gerne im Europa in einem bestimmten Kontext zugeschrieben werden! Exotisch und erotisch verfügbar! Das Objekt, was zu entdecken und zu konsumieren bedeutet liegt gerade in solchen Aussage. Tee ist nicht geheimnisvoll, er spricht einen klaren Text. Was kann er dafür sein, wenn Du ihn gerade nicht verstehst?
Genau wie ich meine Reise beschreibe, wird die gleiche Reise unterschiedlich beschrieben.
Der Unterschied reflektiert die kulturelle Grenze und Haltung zu dichten Beschreibung wie wir Fremdheit thematisieren.
Im Moment bereite ich Texte vor für das Vollmondkonzert im Herbst. Da wollen wir in Shui Tang musizieren, rezitieren und erinnern. Während ich die Gedichte über fremden Frauen in für sie fremden Land – China von 3. Jh und 8. Jh. vorbereite, wurde es mir immer klarer, dass es ein Stück mich selbst reflektiert. Plötzlich wurde ich gelähmt und konnte nicht mehr weiter daran arbeiten. Ich leide über Wochen und werde krank, weil ich gegen diesen Text kämpfe. Mein Unterbewusstsein wusste, dass ich eine Geschichte über mich selbst rezitiere. Ich weiss nicht, welch Stück von mir preisgegeben werden will, welches nicht. Plötzlich wurde es mir klar, je mehr Widerstand ich gegen etwas leiste, desto wichtiger ist diesse Sache für mich.
Wie konnte ich dem fremden Besucher erzählen, dass ich Fremdheit in meinem Studium verarbeitet habe. Meine Fremdheit, die Verwirrung in einer etablierten Gesellschaft wie in Deutschland auslöst und die in mir meine eigene Selbstfindung verwirklicht.
Was heisst Kultur? Was heisst Tee?
Wie beschreibst Du eine fremde Kultur? Wie beschreibst Du Tee?
Wenn das Verstehen von Kultur über ein Bedeutungssystem in uns stattfindet, ist somit diese Artikulation eine Reflexion. Tee zu beschreiben ist genau so über die Akte des Selbstreflexions!
Ansonsten – wozu gehst Du auf Reisen? Wozu trinken wir Tee? Nur um zu geniessen? Vielleicht viel mehr…

Reiseberichte und der postkoloniale Blick

Ich komme aus einer kolonialisierten Insel und habe in ehemaliger kolonialen Macht studiert.
Eine meiner Magisterprüfungen handelte sich um eine Thema:
„Reiseberichte über China in der deutschen Literatur.“ In dieser 4-stündigen Klausur habe ich die beste Note trotz meinen Grammatik-Fehler erhalten…

Es war eine andere Zeit meines Lebens, als ich noch auf der Identitätsuche war. In diesem Studium habe ich verstanden, wie und warum die hiesigen Menschen mich und meine Herkunft so wahrnehmen. Irgendwann wurde ich bewusst, dass auch ich den postkolonialen Blick nicht vermeiden kann und ihn selbst verinnerlicht habt!
Jeden Tag werde ich in Shui Tang mit diesem Blick konsumiert.
Jedesmal wenn ich nach Asien gehe, betrachte ich mit einem distanzierten Blick und oft sehr kritisch.
Immer wieder wenn ich eine Tasse Tee aufbereite, suche ich einen Punkt, um alles um mich noch einmal zu reflektieren.

Weil die hiesigen Menschen, die mich kennen, mich nicht mehr als ein reiner Exot betrachen, reden sie auch so mit mir, wie mit einem von ihnen. Oft ist es sehr unreflektiert, was kulturelle Ueberheblichkeit angeht. Ich schweige meistens. Es ist nicht mein Problem für dieses Nicht-Reflektieren zu verantworten. Ich rege mich auch nicht auf, weil es nicht mein Problem ist, dass die anderen Menschen unbewusst durch ihr Leben gehen.

Ich erinnere mich an die immer kehrenden Szene in Bergen Yunnans. Die Pflückerinnen lächelten schüchtern, aber sehr entschlossen – sie wollten nicht fotografiert werden!! Sie wollte nicht. Sie sprang aus dem Baum runter und rannte weg. Meine Gruppe reagierten wie Bienen und Flieger auf sie und blitzen und blitzen.
Ich schaute zu. Ohne Emotion und sagte auch gar nichts. Wozu? Das Mädchen wusste sich zu wehren. Wir sind alle bloss nur Menschen. Wenn ich Europäer wäre, wäre ich ncht anders als mit diesen Blick durch die Welt zu gehen…
Zufällig gestern Nacht entdeckte ich diesen interessanten Beitrag:
http://www.teetalk.de/topic/1229-reiseberichte-darjeeling-und-nepal/?p=13260

Teeforum interessiert mich nie. Ich bin ja kein Teefreak. Aber dieser Teebegeisterter Paul schrieb ein Thema an, was in mir Resonanz fand: Tee, Kolonialismus und Reise…
Das ist der Grund, weshalb ich meine Reiseeindrücke anders thematisiert und warum ich Texte über Tee anders schreibe – stets mit Reflexion. Mehr als über 20 Jahre lebe ich zwischen dem Osten und dem Westen. Es ist klar, dass ich die belden Blicke in mir habe – den kolonialen und den kolonialisierten… Ohne Reflexion wäre mein Leben ein Brei – ein Schlammschlacht! Wer könnte sich von diesem Schlacht entziehen in so einer vernetzten kommerziellen Welt?

Profile der Taiwaner in RTI

Sehr geehrte Frau Chou,

die Sendung mit ihrem Interview kann nun online gehört werden. Unter diesem
Link http://www.rti.org.tw/ajax/RtiwebPod/German_VOD.aspx brauchen Sie nur
auf das Datum vom 6. Juli und dann auf eines der Icons neben „Profile der
Taiwaner“ zu klicken.

Vielen Dank noch einmal für das interessante Gespräch und alles Gute für die
Zukunft!

Viele Grüße

Sebastian Hambach

Ich wünsche Euch viel Spass bei Hören von diesem kurzen Gespräch. Leider kann ich selbst nicht hören, weil mein Computer immer noch streikt.
Es ist lustig für mich, dass ich durch Shui Tang und meine Arbeit inzwischen von Aussenwelt anders wahrgenommen werde. Ich bin immer noch ich – was ist dabei anders geworden?
Eigentlich gar nichts. Aber die meisten Menschen interessieren nicht, dass Du immer noch dieselbe Person bist. Sie interessieren sich für Storys.

Tee in China heute

http://v.youku.com/v_show/id_XNDg2NTE1MjQw.html

Ich erinnere mich, als Tim vor paar Monaten zu mir kam und mir um eine Lektion von Gongfu Cha bat. Er sagte, dass er fast allen Video von Gongfu Cha studiert hat – das ist ja das moderne Lernen heute. Nach der Lektion sagte er mir, „Es geht ja hier um etwas anders! In You-Tube ist es ja Sport-Gongfu Cha!“
Heute suchte ich Information nach Jingmai und fand diese You Ku (cool) Seite – das chinesische You Tube. Dort fand ich ein Video über ein Wettbewerb der Teezubereitungskunst in Wuyishan. Es sei eine internationale Angelegenheit und es handele sich um die Kunst des Tees. Aber wenn ich das Video anschaue, habe eher das Gefühl, dass es sich wohl um eine Schönheitswettbewerb handelt…
Wenn das ist, das was man in China offiziell als Kunst des Tees feiert, dann bin ich sehr glücklich an einer Seitengasse in Zürich zu sein. Wie schön, dass ich so weit weg bin von diesem Rausch von Glanz und Gloria des Tees!

eine andere leidenschaft

http://www.welt.de/kultur/kino/article113393560/Wong-Kar-Weis-neues-Meisterwerk-The-Grandmaster.html
Ich kann nicht mehr warten, überall suche ich schon chinesische Raubkopie. Man sagte, dass die Vorführdaten von Yi-Dai-Zong-Shi in Deutschland noch nicht bekannt ist. Dann wird es wahrscheinlich noch später in der Schweiz sein!
Das Kino ist eine andere Leidenschaft von mir. Ein Leiden, fast.
Ich bin ein Fan von Wong Kai War und Tony Leung.
Aber warum ist die deutsche Fassung 15 Minuten lang kürzer als die chinesische? Meint Wong Kai War, dass man hier im Okzident ihn besser versteht und 15 Minuten gespart werden können?
Man sagte, dass es eine 4 stündige Fassung in Hongkong gibt… Krimi! Das passt zu Wong Kar Wai.

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137779

Ich habe bereits vieles über diesen Film gelesen und bin sprachlos zu sehen, dass das Licht weiter tragen auch als Symbol ergriffen wurde. Dass es in meiner Familie gelebt wird ist zurückzuführen auf eine Tradition, die von vielen Menschen in einer Kultur geteilt wird.
Mein Vater sagt auch immer, ich sei ein vermisstes Schaff – denn ich verliere mich in meiner Leidenschaft.
Heute weiss ich, dass Leiden eben Leidenschaft schafft. Freude ist etwas anders als Leidenschaft. Mit diesem Satz fühle ich mich wirklich alt oder reif?

Zuerst war es vielleicht Faszination, später einfach eine Handlung ohne Denken. Zuerst ein Minute, später einfach ein weiteres Minute. Irgendwann füllt jede Bewegung, die man als Kungfu nennt das Leben eines Menschen. Nun füllt jedes Blatt, das man als Tee bezeichnet, mein Leben.
Wenn ich ein Leben wählen würde, was mein Vater nicht als ein vermisstes ettiketiert, wäre er glücklicher und ich unglücklicher? Keine Ahnung. Aber ich wäre nicht das jetztige Ich.
Ich bin als ein Schaff geboren, das gerne vermisst geht. Ich bin in eine Welt eingetreten, die meins ist.
Hat man wirklich eine Wahl?

Ein Teller für den Kuchen

Eigentlich war es ein seltener ruhiger Samstag. Ulrich kam zu Besuch. Wie immer bekomme ich viele Nahrung für meinen Intellekt und für meine Seele. Ich erzählte ihm von einem tollen Buch, verfasst von einem Japaner, wie die Ursprungsbedeutung und Entstehung der chinesischen Schrift entstanden sind. Das Buch stellt mir einen Brücke zu meiner Vorfahren vor 3000 Jahren. Das Wort Dao 道, eigentlich ein unglaublich wirkungsvolles Wort in dem alten chinesischen Zauber. Das Akt mit einem geköpften Haupt eines anderen Stammskönig Schritte zu machen ist die bekräftigste Methode um das feindliche Land zu erkunden und zu besiegen. Also mit einem geköpften Kopf zu laufen, heisst das Dao. Ulrich sagte, „Wow! Das gefällt mir. So heftig wie das Zitat von Kafka!“
Er verweiste mir das Zitat auf sein Blog

„Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg;
was wir Weg nennen, ist Zögern.“

Franz Kafka
Betrachtungen über Sünde, Leid,
Hoffnung und den wahren Weg, 1917-19

Wow, diesmal war ich daran den Satz zu bewundern und es ist wirklich heftig! Michel hat mir immer gesagt, „Klare Menschen haben keine Wahl. Die Wahlen sind für die Wankelmütigen!“ So ist das…
Trotzdem liebe ich meinen Weg. Das wäre total langweilig, wenn es keine Reue und keine Zögerung gäbe im Leben.
Dann bediente ich die Kundschaft. Ein grosser blonder Herr schob die Tür hinein. Er lief zweimale durch Shui Tang und fragte dann in Englisch, ob es hier Antiquitäten verkauft werden. Ich blickte ihn kurz an – zögerte – warum sollte ich jemanden, der zum ersten Mal kommt, ja oder nein sagen, ob ich etwas Gutes hätte? Er fragte noch einmal. Ich antwortete, „Maybe. If you can wait.“
Also, er wartete tatsächlich.
Ich bediente weiter meine Kundschaft und beobachtete ihn unauffällig nebenbei. Tatsächlich wartete der Herr.
Dann brachte ich ihm paar Schale und eine Teekanne. Teeschale aus Mingzeit. Seine Augen wurden gross. Naja, so toll ist das Stück eigentlich nicht. Wir unterhielten uns kurz. Er kommt aus Ami-Land und musste ein Geschäft in Bern abwickeln. Ich erzählte ihm einen guten Ort, wo man Schätze in der Schweiz jaggen kann – Brockenhaus im abgelegenen Orten. Ich habe meine alten Möbel alles dort gekauft. Alles was ich habe, ist entweder aus Brockenhaus oder aus Ikea. In meinem billigen Billy-Regal stehen die schönen Kristalgläser, Imari-Teller und Jungenstilbesteck. Meine Besucher wissen gar nicht, was sie da berühren. Einmal machte Jeff and Co. meinen 10jährigen Tie Guanyin für seinen Bubble Tee!! Ich habe fast geschrien.
Ich erzählte ihm natürlich auch, dass ich einmal zwei Teller für 2 Schweizer Franken vor 10 Jahren in einem Brockenhaus nahe deutscher Grenze ausgegeben habe und wusste, dass es kostbare Stücke waren. Sie sind in der Auktion für 1400 Euros – 2000 Euros wert. Er sagte sofort, dass er die Teller kaufen wollte. Hmmm… Wieso glaubst Du, was ich Dir alles erzähle? Du kennst mich ja gar nicht!
„I am not interessted for money.“
Sein Gesicht zuckte, als ob jemand ihm gehämmert hätte. „Oh, I unterstand.“
Nein, Du verstehst gar nicht.
Für mich ist 2000 Euros nicht mehr Wert, wie der Freude meinen Kuchen in diesem Teller zu essen. Diese Geschichte gehört mir. Der Spass gehört mir und die Freiheit, Kuchen in diesem Teller zu essen gehört auch mir. 2000 Euros kann man verdienen, nicht wahr? Aber eine Geschichte in dieser Art und so einen Teller zu treffen gibt es wahrscheinlich im Leben nur einmal!
Michel sagte früher immer, „Zigaretten rauchen ist wie Erleuchtung und wie Sex – für manche ist es wichtig, für manche nicht.“
2000 Euros sind zwar gewöhnlich, aber sehr wertvoll in allgemeiner Betrachtung. Das stimmt.
Aber was ist das einmalige im Leben?
Er fragte, ob ich in diesem verschlossenen Schrank noch etwas hätte für ihn? „No.“ Nach dem zweiten Mal diese Frage zu stellen gab er auf.
Er ging, in 5 Minuten kam er wieder. „I will come here again.“ Okay, seine Freiheit.

Sargbrot

Hier noch ein spannender Artikel über das kulinarische aus Taiwan.
Also, ich bin nicht so begeistert wie der Journalist, natürlich weil es mir nicht so fremd ist wie es für ihn. Solche Sensation erregende Titeln sagen alles über den exotischen Blick.
Meine Empfehlung hier, z.B.
http://www.shi-yang.com/
http://www.sgarden.com.tw/
http://www.wistariateahouse.com/main/modules/MySpace/index.php?sn=wistariateahouse&pg=ZC2024
Ein Aspekt des taiwanesischen kulinarischen Vielfalts.

Ich habe sehr gut gegessen in letzten zwei Wochen, natürlich leicht an Gewicht genommen. Aber was solls!! Ich habe ein gesundes Verhältnis zum Essen. Ich esse wahrsinnig gerne!
Das Interessant in Taiwan zu essen ist nicht, dass man gut essen kann – das kann man jedenfalls! Sondern das Spektrum! Mit wenigem finanziellen Mittel kann man wirklich sehr gut essen, anders als in Japan. Man kann dort auch sehr gut essen, aber nicht mit der entsprechenden finanziellen Aufwand. Ich bin oft sehr enttäuscht in Japan und im Europa. Das häufig auftauchende Themen zwischen mir und den Taiwanesen in Zürich ist: „wie soll gibt es so wenige gute Restaurant oder Orten in dieser sehr reichen Stadt?“
Ich meine echt gut im Preis und wirlich gut im Essen!
Die Jungs in Shui Tang glauben nicht, dass ich auch kochen kann. Was koche ich denn gerne? Eher Fusionsfood. Das, was ich koche ist leider sehr verwestlicht. So ist das Essen oft in der Stadt Taipeis. Wenn man in Taiwan noch traditionelles Essen essen will, sollte man nach Süden gehen, dort spürt man noch ein Stück bodenständiges Taiwan!

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Liebe Menglin

Sargbrot und Schlangengalle heisst der Titel, der ein kulinarische Entdeckungsreise auf dem Night Market von Taipeh beschreibt.

Liebgruss
Joseph
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Neue Zuercher Zeitung
11. Januar 2013

Sargbrot und Schlangengalle

Eine kulinarische Entdeckungsreise auf dem Night-Market von Taipeh

Ein Streifzug durch Taipehs Nachtmärkte gleicht einer kulinarischen Offenbarung. Mitunter ist die exzellente Kochkultur Taiwans jedoch für westliche Besucher mehr als gewöhnungsbedürftig.

Marc Vorsatz

Wenn der 62-jährige Din-Fu Hung einen Drink mixt, dann bleiben die Passanten stehen in der Snake Alley. Nicht weil der Typ vom Hua-Xi-Nachtmarkt so aussieht wie die chinesische Ausgabe von Tommy Lee Jones. Auch nicht, weil ihm ein paar Finger fehlen, was ja eigentlich eher ungewöhnlich ist für einen Barkeeper in der Millionenmetropole Taipeh oder auch anderswo. Nein, weil dieser Mann Spezial-Cocktails mixt wie kein Zweiter in ganz Taiwan und das obendrein werbewirksam per Mikrofon kommentiert.

Neugier und Schauder

Als Erstes greift Din-Fu beherzt in einen engmaschigen Stahlkorb und zaubert eine dunkelbraun gefleckte Schlange ans Licht. Gut einen Meter ist diese Asiatische Bambusotter lang, und ihr scheint dieser Ausflug nicht sonderlich zu behagen. Doch es gibt kein Entrinnen, der Schlangenmann hält sie mit eiserner Hand. Aber nicht direkt hinter dem Kopf, wie man das erwarten würde, sondern in ihrer Körpermitte. Das gibt ihr Bewegungsfreiheit und die Chance, blitzartig zuzubeissen. Dann fuchtelt er mit dem züngelnden Reptil knapp vor unseren Gesichtern herum. Auge in Auge. Ich zucke zurück. Es gibt schöne Schlangen, die edel aussehen, und es gibt andere. Diese hier gehört eindeutig zu den ganz anderen. Längst hat das Publikum eine Mischung aus Neugier und Schauder ergriffen. Besonders die Kinder schauen wie gebannt. Din-Fu schleudert die Giftschlange kopfüber auf den Boden. Ein Raunen geht durch die Menge, Mitleid ist anscheinend nicht dabei. Das Verhältnis zwischen Mensch und Nutztier, Fressen und Gefressenwerden ist klar definiert in Taiwan. Im nächsten Augenblick hängt der Kopf der Schlange in einer Schlinge, und Din-Fu macht sich mit einer Schere vorsichtig über ihre Eingeweide her, durchtrennt die Bauchschlagader und lässt sie in eine gläserne Karaffe ausbluten. Dabei muss er ständig ihren Schwanz fixieren. Selbst halb ausgeweidet, windet sich das Raubtier noch.

Nun folgt das Beste, der grüne Gallensaft. Ob ich den nicht probieren wolle, mit Wasser gestreckt vielleicht? Beide Essenzen seien äusserst gesund und seit Menschengedenken fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Nein, ich möchte nicht, so viel Naturalismus ist mir einfach eine Spur zu viel. Doch lieber das Fleisch? Grilliert, gebraten oder gekocht? Später gerne, ja. Ich gebe vor, verabredet zu sein. Dann erwarte er mich eben später. Sein Blick hat plötzlich etwas Warmherziges, fast Hypnotisches.

Mir steht der Sinn nach etwas gewöhnlicherer Kost. Nirgends in Taipeh soll die Auswahl grösser sein als auf dem Shilin-Night-Market. «Das Essen ist der Himmel des Lebens», sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Dann muss Shilin mitten im Himmel liegen. Hier wird die Nacht zum Tag, Hunderte Garküchen wetteifern um die Gunst von Abertausenden verwöhnten Gaumen. Allein die Auswahl an Nudelgerichten überfordert mich völlig. Vegetarisch oder doch mit Fisch? Aber welcher? Barrakuda, Milchfisch, Blauer Marlin, Thunfisch, Gefleckter Zackenbarsch, Talipia-Buntbarsch, Flussbarsch, Karpfen, grillierte Sepien oder doch lieber Krabben? Herzhaft gewürzter Rogen der Meeräsche? Oder feinstes Sashimi von fangfrischem Schwertfisch? Oder etwas Veganes aus dem Wasser? Frischer Seegrassalat klingt interessant. Oder eine einfache Algensuppe?

Ich gebe mich geschlagen und nehme einen glitschigen Seegurkensalat. Der ist viel bissfester als erwartet, schmeckt dafür aber sehr gesund. Danach etwas Seetangsuppe, schon besser. Damit fällt die in Duftblüten geköchelte Garnelensuppe für heute weg. Als nächsten Gang bestelle ich Sargbrot und bekomme Bohnenkraut und Curryhuhn in ausgehöhltem Teig, welcher in der Tat die Form eines Sarges hat.

Obwohl schon halbwegs satt, möchte ich unbedingt ein sehr beliebtes und überaus preiswertes Alltagsgericht probieren: Omelette mit Austern und Kohl. Die Schalentiere werden bis zu ihrer Zubereitung lebend in Aquarien gehalten, genau wie kleinere Fische oder Krabben. Generell gilt, dass Tiere, wenn irgend möglich, erst direkt vor dem Verzehr getötet werden. Man muss schon ein richtiger Naturbursche, ein selbsternannter Gourmet oder ein waschechter Asiate sein, um die halbflüssigen Austern zwischen den Eiern zu mögen. Das Gleiche gilt für das Nationalgericht Chou Doufu, besser als Stinky Tofu bekannt. Nie zuvor habe ich etwas Vergleichbares gerochen. Die fermentierte Bohnenpaste stinkt bestialisch – schmeckt hingegen überraschend gut.

Kurz vor dem Platzen probiere ich noch den populären Schweineblutpudding am Stiel. Ziemlich markant. Dann doch lieber Klebreisbällchen mit süsser Bohnenpaste. Zu guter Letzt gönne ich mir noch einen Oolong-Tee. Hatte ja wirklich gar keine Ahnung, wie gut Tee schmecken kann! Erst jetzt verstehe ich, warum die edelsten Oolongs aus dem Hochland von Alishan mehrere tausend Euro das Kilo kosten. Kaffee gilt in Taiwan dagegen als profan und billig.

Din-Fu begrüsst mich herzlich. Er habe mir schon ein klares Süppchen mit Bambusotter beiseite gestellt, er habe gewusst, dass ich zurückkommen würde. Das hätten meine Augen verraten. Zwei Seelen kämpfen, ach, in meiner Brust: Neugier gegen Ekel. Dabei sehen die gehäuteten weissen Fleischstückchen mit etwas Phantasie sogar appetitlich aus. Wenn ich nur glauben könnte, dass da Aal in meinem Napf schwimmt.

Schlechte Zeiten

Seit 1968 betreibt er seine «Forschungsstelle für asiatische Schlangen». So heisst Din-Fus Spezialitätenrestaurant ins Deutsche übersetzt. Doch die Zeiten sind schlecht. In der gesamten Snake Alley haben gerade zwei Restaurants überlebt, im anderen herrscht gähnende Leere. «Die jungen Leute von heute möchten keine Schlangen mehr essen», resümiert Din-Fu, «das gilt als altmodisch und rückschrittlich. Früher war Schlange ein weitverbreitetes Armeleutegericht. Heute kaufen alle gezüchtete Austern.» Kobra, Viper und Co. stehen als Synonym für eine entbehrungsreiche Vergangenheit. Der taiwanische Tiger kennt nur eine Richtung – nach vorn.

Der Schlangenmann hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich auf die veränderte Klientel eingestellt, aus der profanen Essenszubereitung ein touristisches Happening gemacht. Er ist eine lebende Legende, der Einzige, der seine Reptilien noch selber fängt und im eigenen Restaurant vor seinen Gästen zubereitet. Aber was gilt schon der Prophet im eigenen Land? Die Bambusotter schmeckt im Übrigen besser als Aal. Eine Art Mischung aus Huhn und Kaninchen. Das Fleisch ist fest, dabei nicht zäh, obendrein auch noch Slow Food. Was will man mehr?

Ungefähr vierzigtausend Mal war Din-Fu schneller als seine Beute. Dreimal nicht. Beim ersten Biss war er schon zwanzig Jahre im Geschäft. Dass ihn gerade eine Chinesische Nasenotter erwischte, war einfach Pech. Der Volksmund nennt sie auch «Snake of Seven Steps». Man könne also noch genau sieben Schritte gehen, bevor man tot umfalle. Sich selbst den linken Zeigefinger abzuhacken, kostete Din-Fu Überwindung. Beim zweiten und beim dritten Mal ging es schon viel einfacher. Seine Hände machen es ihm heute nicht gerade leichter, Nachwuchs für das Geschäft zu finden. Inzwischen hat er enttäuscht aufgehört zu suchen. Er will weitermachen bis zum Schluss. Wenn er geht, stirbt auch ein Stück Kultur in Taiwan.

[NZZ E-Paper – Neue Zuercher Zeitung] Auf Rosen gebettet

Lieber Joseph, herzlichen Dank für den Artikel!
Menglin

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11. Januar 2013

Auf Rosen gebettet

Eine Sammlung chinesischer Keramik von Weltrang als Dauerleihgabe im Museum Rietberg

Nach halbjährigem Umbau wird die China-Abteilung des Museums Rietberg wiedereröffnet – mit einem namhaften Neuzugang: der Meiyintang Collection, einer Schweizer Sammlung chinesischer Keramik von Weltrang.

Philipp Meier

«Die Halle der Rosenbeete» – auf Mandarin «Meiyintang» -, das klingt wie der Name eines geheimnisvollen Palasttrakts am einstigen Kaiserhof von China. Hinter dem Phantasienamen verbirgt sich indes die Sammelleidenschaft der beiden Schweizer Brüder Stephen und Gilbert Zuellig. Über ein halbes Jahrhundert lang hatten sie eine der weltweit bedeutendsten Kollektionen chinesischer Keramik aufgebaut, die sie mit einem für chinesische Kunstsammlungen typischen Etikett versahen.

Doppelter Glücksfall

Der ältere Bruder, Stephen, lässt seinen Sammlungsteil, vorab jüngere Keramiken der Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien, seit 2011 in Hongkong versteigern – mit Erfolg: Eine blauweisse Ming-Vase hatte dort im Oktober 2011 den Rekordpreis von rund 20 Millionen Franken erzielt. Die Kollektion des jüngeren, 2009 verstorbenen Bruders, der sich den früheren Epochen chinesischer Keramik vom Neolithikum bis zur Song-Zeit zugewandt hatte, wurde in den vergangenen Jahren in eine Stiftung übergeführt und auf diese Weise zusammengehalten. Als Dauerleihgabe findet sie nun in der neu eröffneten China-Abteilung des Museums Rietberg einen ihrer Bedeutung gebührenden Rahmen.

Der Neuzugang ans «Rietberg» ist aber nicht nur ein Glücksfall für die Meiyintang-Sammlung, von der die deutsche Spezialistin Regina Krahl sagt, sie sei die weltweit beste ihrer Art – als eine Koryphäe auf diesem Gebiet hat sie die gesamte Kollektion katalogisiert. Das Glück ist auch ganz auf der Seite des Zürcher Museums, das zwar bereits zuvor eine China-Abteilung von internationaler Ausstrahlung vorweisen konnte, bis anhin aber bei der Keramik unterdotiert war. Mit der Dauerleihgabe von rund 1500 Stücken, wovon 630 permanent ausgestellt sind, weist die Institution nun eine der europaweit bedeutendsten Sammlungen chinesischer Keramik auf.

Ein weiterer Glücksfall ist, dass die Zuellig-Erben damit einverstanden waren, ihre exquisiten Töpferwaren in die China-Abteilung zu integrieren und nicht separat zu zeigen. So wandelt man nun neu durch eine luftig wirkende, nicht mehr von Wänden, sondern von hellen, transparenten Vitrinen gegliederte Ausstellungshalle an Steinzeug, Porzellan, Cloisonné und Bronzen, Grabfiguren, buddhistischen Skulpturen, Tuschmalerei und Kalligrafie vorbei – insgesamt 850 Objekte, die sozusagen den gesamten Kunst-Kosmos Chinas repräsentieren. Die einzelnen Stücke der Keramiksammlung werden in den Vitrinen auf Leuchttablaren mit LED-Technik präsentiert, einer Neuentwicklung des Museums in Zusammenarbeit mit einer Schweizer Lichtfirma. So sind die Exponate optimal ins Licht gerückt. Allein die Unterseite, bei chinesischer Keramik nicht ganz unwichtig, da sich dort für Kenner Wissenswertes über Herkunft und Datierung ablesen lässt, ist durch das weisse Milchglas der Tablare nicht sichtbar.

Mit Intellekt und Herz

Beim Aufbau ihrer Sammlung wurden die Zuelligs von den weltbesten Händlern wie Giuseppe Eskenazi oder Edward Chow beraten. Seit den vierziger Jahren hatten die Gebrüder die von ihrem Vater in Manila gegründete Handelsfirma zur Zuellig-Gruppe ausgebaut, einer der grössten Unternehmungen für Pharma und Agrikultur in Asien. Mit dem Sammeln chinesischer Kunst begannen sie schon in den fünfziger Jahren. Erhalten bleibt nun diejenige Sammlung, die auch die im Westen seit je hochgeschätzte Song-Keramik umfasst. Letztere gilt in technischer wie ästhetischer Hinsicht als unbestrittener Höhepunkt weltweiter Keramikproduktion. Neureiche Chinesen zahlen heute allerdings vor allem für die bunten und für den westlichen – wie auch japanischen – Geschmack oft überdekorierten kaiserlichen Porzellane der späteren Epochen Höchstpreise.

Solche Stücke fehlen nun einmal im Museum Rietberg. Mit ihnen aber leider auch Beispiele des monochromen Qing-Porzellans mit den bestechenden Ochsenblut- oder Pfirsichblüten-Glasuren oder auch Exemplare der berühmten blauweissen Ming-Keramik: Für solche Beispiele muss man in der Schweiz ins Genfer Musée Baur reisen.

Gilbert Zuelligs hervorragende Sammlung setzt Tausende von Jahren früher ein als solche Keramik. Der mit Intellekt und Herz gleichermassen zu Werk gegangene Sammler hatte ein Konvolut von aussergewöhnlicher Breite zusammengetragen, wobei ein erstes Highlight schwarze Weinkelche des Neolithikums sind. Im vierten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung hatten die Chinesen (zeitgleich mit Mesopotamien) die schnell drehende Töpferscheibe erfunden, wodurch sie hauchdünne sogenannte Eierschalen-Keramik herstellen konnten. Die schwarzen Weinkelche aus dem dritten Jahrtausend in der Meiyintang-Sammlung sind denn federleichte, hervorragende Beispiele dafür und Zeugen einer der erstaunlichsten Leistungen auf dem Gebiet der Keramik weltweit.

Entscheidende Wende

Früh war man in China auch in der Lage, hoch gebranntes, wasserdichtes Steinzeug herzustellen. Für die hauptsächlich als Grabbeigaben verwendeten Keramiken genügte allerdings eine niedrig gebrannte, kalt bemalte oder mit giftigen Bleiglasuren versehene und daher nicht alltagstaugliche Ware. Schöne Beispiele dafür widerspiegeln die jeweiligen Gesellschaften, in welchen sie hergestellt wurden: agrarische in der Han-Zeit mit Brunnen und Getreidespeichern, kriegerische Gesellschaften dagegen in der Tang-Zeit mit Soldaten und Pferden.

Der Grabkult trieb mit immer farbigeren Keramiken zunehmend buntere Blüten – und viele wohlhabende Familien bisweilen in den Ruin, weswegen er schliesslich vom Kaiser verboten wurde. Dies brachte eine entscheidende Wende in der Entwicklung der chinesischen Töpferkunst. Die Öfen stellten auf hoch gebranntes Steinzeug um, das dem sich ausbreitenden Genuss von Tee diente.

Ab dem 10. Jahrhundert wurde Keramik Gold, Silber und Lackwaren ebenbürtig. Es entstanden weisse, grüne und schwarze Gefässe von höchster Perfektion, wobei mit Farbigkeit und Dekor sparsam umgegangen wurde und man sich vorab an einer klaren und schlichten Formgebung sowie am Glanz der Oberfläche erfreute.

Ihren Höhepunkt erreichte diese Perfektionierung in der Song-Zeit. Eines der Highlights in der Ausstellung ist ein kleines, auf den ersten Blick unscheinbares Gefäss zum Waschen von Pinseln, eine sogenannte Ru-Keramik. Bereits seinerzeit rar und gesucht, existieren heute von diesem Typ weltweit lediglich noch ganz wenige Stücke. Mit ihrem zarten Grün und feinen Craquelé von schwarzen und goldenen Fäden ist denn die kleine Schale im Museum Rietberg mit einem Juwel vergleichbar.

Zürich, Museum Rietberg, Katalog der Meiyintang Collection von Regina Krahl in vier Bänden in Englisch: Fr. 2445.- plus Transportkosten (aus England) Fr. 75.-, zu bestellen im Museumsshop.

Ein Wolken über uns

Lieber Joseph, ich habe diesen Film noch nicht gesehen, will unbedingt ins Kino gehen…

Yumi kam heute und hat nicht auf mich gewartet – sie hat ihn gestern Nacht bereits im Internet angeschaut. Sie wollte nicht warten. Sie sagte, „Oh, Menglin, viel Schmerzen, viel Schmerzen. Du weiss.“
Als sie kam, räumte ich gerade das Geschäft auf und Men putzt die viele kleine Tassen, die jeden Tag gewaschen werden müssen. Schön aufwendig, das ganze Teespiel. Sie schrie sehr charmant, „Das Leben ist so aufwendig! So aufwendig, das macht das Leben schön.“
Ja, es ist so aufwendig, geboren zu werden, aufzuwachsen, zu reisen, krank werden und zu erleben und dann irgendwann zu sterben, um zu wissen, wo und wer man ist. Ich bin zu gewöhnlich, dass ich mich nur durch meine Schmerzen und Leiden verstehen und nur so wäre ich bereit zu lernen, diese Geschichte bei nächster Wiederholung anders zu gestalten. Wir hätten paar Chance, eine Katastrophe zu stoppen, aber wir haben es nicht wahrnehmen wollen, weil wir gewöhnt sind, den geradeaus Weg zu wählen. Nichts ist zufällig. Alles ist verbunden. Das ist keine Prophezeihung mehr, sondern das Leben. Das Leben ist schön aufwendig. „Will ich wieder geboren werden?“ sie schüttelte ihren Kopf, „Nein, Danke.“
Nein, Danke.
„Das Leben ist so aufwendig, aber wir dürfen etwas wünschen.“ sagte sie, „Menglin, etwas Schönes!“
Ich werde diesen Satz von Yumi in meinem Notizbuch verewigen.
Ob der Film gut und schlecht ist, muss jeder für sich selbst schauen. Und es ist nun einfach ein Film.