Archiv der Kategorie: Der Teeweg

Englisch-Chinesisch Tee Lexikon 英漢茶業辭典

Ein Muss fur Teeliebhaber, der sich fur ernsthafte Tee-Bildung interessiert:
Eine Lexikon von Tee in Chinesisch-Englisch!

英漢茶業辭典
I S B N:9576012740
480 New Taiwan Dollars (ca. 12 Euros / 17 CHF)

http://www.sanmin.com.tw/page-product.asp?pid=204219&pf_id=99E155q9K102i52F100p72L111g128jHXqQLc1126SxV

Eigentlich wurde die Lexikon in Japanisch geschrieben. Es wurde „nur“ chinesische übersetzt und erweitert…

Am Scheidepunkt

Wie ein reisender Fluss
auf Felsen prallt, sich teilt
und wieder vereint
so werden auch wir am Ende
wieder zusammenfinden

Se o hayami / iwa ni sekururu / takiwa no / warete mo sue ni / awamu to zo omou
Sutoku Tenno, 1123-1141 Japan

Bin ich ein Traditionlist? Konservativ und sturr wie Felsen? Warum kann ich mit vielen so genannten Innovationen nicht anfreunden?

„The best tea cultivar for longjing tea is cultivar No.43.“ in: http://www.viconyteas.com/directory/…/longjing-tea.html

„No. 43. Dies ist eine Teepflanzenzüchtung, welche die Geschmacksmerkmale eines Long Jing sehr schön herausbringt. Klar, rein, grossartig. in : http://www.laenggasstee.ch/themes/kategorie/index.php?kategorieid=8&languageid=2

Ungerne denke ich kategorisch. Ungerne möchte ich zur einen Schublade gesteckt werden. Auch wenn das Felden fest und stark ist, kann das Wasser und seinen Fluss nicht wirklich verhindern. Die Flüsse des Wassers trennen sich kurzweilig und finden irgendwann wieder zu einander. Meine Mutter warnte mir im Lauf meines Erwachsenwerdens: „Sei nicht wie ein Felsen, sondern wie das Wasser.“

Reinhard wollte den „wirklichen“ Geschmack eines „wirklichen“ Longjing erleben. Ich fragte ihn, was sollte das Wirkliche gemein sein? Ein Geschmack, ein Puzzle, das einmal gelebt wurde und vielleicht bis heute praktiziert wird. Für Nadia war es klar, dass er die traditionelle Machart aus dem traditionellen Teebaum meinte.

Wie ist Longjing heute geworden? Eine Art von Manufaktum. Bloss eine Methode, um einen bestimmten Grüntee herzustellen. Wie viele andere bekannte Teesorte wurde der Begriff Longjing revolutioniert. Longjing ist lediglich eine Machart geworden, ohne Kontext und ohne Geschichte. Auch wenn wir alle dachten, „Ach, der Drachenbrunnentee!“ Nadia und ich teilen den gleichen Ansicht. Der alten Geschmack, den Longjing schon immer hat, kommt nicht von der Modernisierung, nicht nur von der Herstellungsmethode. Er hat ein Gesicht, eine Geschichte und lebt in einem Kontext: an einem Ort, von bestimmten Menschen, die sich damit auseinandersetzen und von einer bestimmten Baumsorte, die Generationen überlebt…

Sie sagte nicht viel. Das ist ihre Art und ihr Zugang zum Tee. Anders als Atong, anders als ich. Sie sagte bloss zu ihm, dass er den typischen Longjing Geschmack speichern muss. Aber was sollte es daran typisch sein? Reinhards Stirn zeigten viele Winkel. Gäbe es eine gemeinsame Teesprache, die Menschen zueinander vermitteln können? Ist Tee so esotherisch, dass man nicht verwörltichen kann?

Ich bin eine Schülerin von Atong. Ich stellte mir immer so vor, wenn ich einen Tee degustiere. Atong wäre immer dabei, er würde mir stets warnen, „Klar bleiben, nicht von Emotion gefangen. Ein gut gemachter Tee wird zu dir sprechen: er sei so und so…“ Ich würde den Longjing so beschreiben, den wir getrunken haben. „Unglaublich präsent, klar. Typisch leicht blumig, typische Note von frischen (nicht gebackene Kastanien!) Kastania. Sanfter geschmediger Aufguss voller Charakter!“ Er ist sanft, denn er ist edel, er muss niemanden etwas beweisen. Er hat voller Charakter, denn er Dir nicht gefallen will und nicht gefallen muss. Er hat eine leichte Herbe, diese Note beflügelt seinen Körper zu schweben. Er entfaltet sich langsam, deutlich und eigenartig!

Wie ist denn mit dem neuen Klonen von Longjing No. 43?
Nadia schüttelte ihren Kopf. Selbstverständlich hat sie ihn auch in den Geschäften. Aber ihre Abneigung war nicht zu übersehen. „Ein gefälliger Geschmack.“ Ein easy Geschmack, der viel Geld kostet. Ich schwieg. Nun sind wir an dem Punkt der Aestethik des Tees gelandet. Das Thema werde ich mit Balthasar in unserer Vorlesung behandeln.
Ist Schönheit tatsächlich eine Geschmackssache?
Wenn es so wäre, wäre es super! Everything goes! Jeder ist heute bereits ein Sytlist, nicht wahr? Darum bloggen wir!

Dann lästerten wir über die grossen Autoritäten im Internet – ich bin sicherlich keine. Die so genannten Meister und Kenner oder Experten. Es scheint schwierig zwischen dem Schein und Sein zu unterscheiden. „Doch, ich bin überzeugt, “ sagte ich, „die Dingen sind überprüfbar!“ Auch wenn es eine so genannte Szene gäbe, auch wenn es Stars gäbe, sind wir möglicherweise kurzweilig geblendet, aber die getrennten Wasserflüsse finden wieder zueinander!

Denn Menschen leben nicht von Trend und Scheinwerferlicht, sondern auf den Boden.

Sie seufzte, wie schwer es ist, diese Arbeit im Europa fortzusetzen. Wir sind am Scheidepunkt eines Wandels. Wenn wir nicht klar sehen, woher wir kommen und wohin wir gehen, wissen wir bald nicht mehr, was wir haben und wer wir sind. Tee ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wo geht der Tee hin… Ach! Was ist das, was die Zeit überdauert? „Wir sind erst gerade am Anfang.“ sagte ich im vollen Licht. Sie will ihr Leben nur für Tee und Buddhismus opfern. Um zu leben muss man viele Kompromisse eingehen. Dort liegt die Kunst des Einzelnen, Klarheit über seine eigene Identität und seinen Zustand zu erhalten. Aber wer hat denn keine Widersprüche?
Ich habe eine ganze Menge! Ich lerne Mitgefühl für mich selbst und für die anderen zu entwickeln. Auch ich werde es können…

„Dem Wesen nach ist er (Tee) eine Verehrung des Unvollkommenen, denn er ist ein zwarter Versuch, etwas Mögliches zu vollenden in diesem Unmöglichen, das wir Leben nennen.“
Okakura 1913

Die Patina

Ich werde alt. Die Seufzer von Vergänglichkeit und Hinfälligkeit des Körpers sind keine Muße mehr.

Viele Menschen mögen das Patina an dem Porzellan nicht. Auch die Tassen in Shui Tang werden mit Patina gefärbt. Carola hat ein Wundermittel, um das lästige Phänomen zu entfernen. Sie rettet die Tassen in Shui Tang immer wieder vor „Überalterung“.

Auch wenn ich gegen meine Natur die Tassen täglich fleissig putze und reibe, bleiben immer das Patina wie ein Phantom und wirft Schatten auf die Zeit in Porzellan.

Die Patina an Porzellan gleicht für viele wie der Todesurteil gegen das schöne Bone China.

Bon China, das unsterbliche glänzende Objekt, war zu begehren in besten Häuser. Einst korkettierten sich die europäischen Adel mit ihrem Porzellankabinett, während man heute sich mit Bon China einen bestimmten Lfe-Style zur Schau stellt. Anders als die alte gute Zeit, wo Porzellan noch in seinem Alter „verehrt“ wurde. Heute behandelt man das Bone China – ein Objekt, das eigentlich auch alt werden kann, wenn sie tatsächlich benutzt und von Patina heimgesucht wird, als nutzlos.
Was machen denn die meisten Menschen mit dem von Patina-besetzten Bon China?
Brockenhaus ist oft die eingefallene Idee.
Oder Ebay.

Was machen wir mit alten Menschen in unserer Nähe? Schockt der Nachricht uns von dem Film von vier Pflegerinnen in Alterheim Entlisberg?

Anders als Lackware, anders als Zeladon, hat Porzellan einfach ein prikäres Schicksal. Sie müssen immer jung, frisch und glänzend aussehen – so wie Menschen in unserer Gesellschaft. Wie wäre es mit einem Lifting-Kur? Ach, was stört uns denn das Patina an Porzellan?

Annette war so erfreut über ihre neue Schale von Zeladon. Matt, weiß und so warm geschmeidigt auf ihre Haut. Eine Schale, die tatsächlich einen auf seinen Weg des Tees, wenn man einen zulässt, begleitet und mit ihm gemeinsam alt wird. Ein Weggefährte, eben. Wer wartet nicht auf so einen und wer möchte nicht gerne so einen sein? Zusammen alt werden und zusammen durch die Höhe und Tiefe zu gehen. Um gewisse Dinge im Leben nicht mehr wiederholen zu wollen, bin ich so froh, nicht mehr „jung“ zu „sein“!

Als Paulus vor zwei Wochen zum Tee da war, sprachen wir über Reifung und Tee. Es wurde mir plötzlich bewußt, wie traurig das Schichsal des Bon China ist. Beziehungsweise, wie traurig wir das Bild des Bon China zuschreiben – jung, frisch und glänzend.

Auch die Patina hat mich erreicht. Ich werde alt. Und dann?

welch ein jammer

Das Leben hat Höhe und Tiefe.

Was bedeutet Arbeit? Was ist denn eine Berufung? Ist die Arbeit das, was mit dem Futter zu tun hat? Oder beinhaltet die Arbeit das, was wir als „Selbstverwirklichung“ verstehen wollen?

Und jede Arbeit ist hart.

Wäre ich wo anders glücklicher sein? Wäre ich wo anders mein Frieden finden?

Wenn ich Yoga mache, wäre ich glücklicher? Wenn ich die Tasche von LV besitze, bin ich besser?

„Was wir ganz einfach und 

rein bewahren sollten

zum eigenen Vorteil missbrauchen

die selbsttüchtigen Menschen es

immer wieder

welch ein jammer“

Nach einem Arbeitstag kam ich endlich zum Briefkasten. Mein Teevater Detlef schrieb mir die paar Zeilen von Verse des Rikyu als Anschluss an unser Gespräch vor einem Monat. Damals fragte ich ihn, was wohl die Kraft sein sollte, weshalb wir auf den so genannten Teeweg gehen. Er antwortete damals in der Dunkelheit, “ meine liebe Menglin, weil es uns schlecht geht. Weil wir auf der Suche im Aussen sind, weil wir jammern.“

Er schrieb im den wenigen Zeilen, “ Von Sen No Rykyu (1521-1591) wird berichtet, dass er oft diesen Vers von Jichin Osho (1155-1225) vor sich hingesummt haben soll.“

Ich spürte die warmen salzigen Tropfen auf mein Gesicht.

Sonntag Morgen

Wer steht am Sonntag morgen gerne früher auf? Vor allem ich?

Atong weckte mich auf und wollte mit mir skypen. Wir diskutieren on line über die neuen Tees, die wir jeweils bekamen und degustierten. Als er 2009 hier zu Besuch war, hinterlass er mir einen namenslosen Tee. Dieser Tee war wunderbar im Geschmack und ich verstand ihn als ein gelagerter Hochlandsoolong aus Alishan zwischen 10 bis 15 Jahren. Er bestätigte meine Vermutung.

Dann erzählte ich ihm von Peijen, die einen Traum hat in München ein Schnick-Schnack-Haus mit Tee zu eröffnen und sie wohl im Frühling ihn besuchen kommt. Er sagte ja ja. Vor kurzen bekam er auch einen Anruf aus Texas von einer Dame, die bereits ein Teeshop innehat und auch gerne private Unterrichte bei ihm nehmen würde. Er erklärte ihr, wie er sich vorstellte von Programmen und Umkosten. Sie sagte, sie habe bereits Verständnis des Tees und wollte das Basic nicht lernen. Atong sagte ihr, wenn sie bei ihm einsteigern will, muss sie ihm folgen. Er sei nicht scharf und verpflichtet, sie zu unterrichten.

Er sagte mir im Skype, „Ich brauche das Geld von ihr ja gar nicht. Wenn ich ihr Lehrer sein sollte, dann sage ich, was sie lernen sollte. Wenn sie bereits so viele Lehrer hat, soll sie bei den anderen Lehrern bleiben. Wozu bei mir? Wenn sie bereits so viel vom Tee versteht, wozu kommt sie zu mir?“

Die Damen im Telefon war leicht nervös und wollte weiter mit ihm diskutieren. Sie kritisierte viele Teelehrer in Taiwan und beschwerte sich über die Unkompetenz des anderen. Atong stoppte ihr sofort und sagte ihr, er habe mit anderen nichts zu tun und sie sollte direkt bei denen beschweren. Er wollte das Telefon beenden, aber sie sagte, „nein, das Telefon sei nicht teuer und sie können weiter sprechen.“ Atong erwiderte, „Ihr Telefonkosten sei ihre Sache. Er habe keine Zeit.“

Ich musste ganzer Zeit lachen, als er mir die Story erzählte. Ich lachte und freute über das Wahrhaftige meines Lehrers und seine Art, selbst treu zu bleiben. Ihn kann man mit konventionelle Höflichkeit nicht schnappen. Es geht nur um Tee. Ich weiß sehr wohl, warum wir Lehrer und Schüler sind. Ich habe ein tiefes Vertrauen in meinen Lehrer. Mir macht selten etwas aus, wenn er mich tadelte und kritisierte. Er akzeptiere stets, dass ich so, wie ich bin. Er mache sich Sorgen um meinen Zustand und warnte mir immer wieder vor zu viel Arbeit.

Obwohl Jürg und Carola nicht viel Zeit mit ihm verbrachten, all das was die beiden ihm auf seine Reise Europas gaben, bleibt ganz tief im Herzen. Er sagte, dass er Carola und Jürg vermisse. So wunderbare Personen gebe in dieser Welt ganz selten. Ich sollte die beiden ganz herzlich grüssen!

Quiet and elegant

Mr. Yong Cheol Yu schrieb in seinem Schreiben über sich selbst:

Since the beginning of ceramic and porcelain in human histry, potter workers have made each and every effort to produce convient and beautiful ones. I have grown up seeing my grand father Kim Wan-Bae and my father Ryu Chang-Gon who had done their best endeavors in making ceramic and porcelain, which seemed the world itself to me then I was child and even now I little unterstand that how hard the work and life of potter workers are. I wish from the bottom of my heart tha I could make creative and original porcelains based on the Korean traditional sills.

Er bezeichnet seinen Stil als „quite and elegant“.

Yu 

Der Besucher

Wie könnte man ein Teemeister zu einem Arbeitssklaven umwandeln! Eigentlich wäre es in Asien undenkbar. Ulrich hatte etwas in Zürich zu erledigen und fuhr mit seinem Motorrad in die Schweiz. Ich dachte, ich hätte genügende Zeit, meine Wohnung zu putzen vor seiner Ankunft. Leider war sein Termin früher fertig und er kam drei Stunde früher als ich dachte. Im Telfon fragte er, ob es mich stören würde… Oh, mein Chaos… dachte ich. Aber was soll´s! Warum sollte er denn wegen meines Images irgendwo drei Stunden stehen! Er kommt bestimmt nicht wegen meiner Tapferkeit sondern wegen meinem „Herz“! Wenn die Spontaneität nicht gelebt werden kann, lebt das Leben auch nicht mehr.

So kam er an und wir tranken eine Tasse Kaffee. Anschließend wollte er Shui Tang anschauen. Das passt sehr gut, denn der Jürg kaufte mir ein Tisch mit zwei Banken, die dort hin transportiert werden müsse! Alles richtig gut geplant!

Mühsam haben die beiden starken Männer den Tisch endlich in dem Keller gebracht, wo der Tee in der Zukunft gepackt werden soll. „Ein Wunderschöner Tisch!“ Zu Schade für Tee packen, meinten sie. Warum nicht?

Als Entschädigung lud ich Ulrich ein bei Wendy (Hot Pot, Birmensdorferstrasse 222 8003 Zürich 0444503031) die besten Ente zu essen. Nein, eigentlich war es seine Idee, als ich anbot etwas für ihn zu kochen, sagte er, „Nein, wir gehen zu dem leckeren Restaurant neben Dir!“ Ich habe die Botschaft verstanden!

Nach dem Tod von Michel habe ich nicht mehr viele Menschen, bei denen ich Frage stellen könnte. Klar sind alle Menschen unser Spiegel. Wir sind allerdings so fixiert auf unsere Befindung und Empfindung, selten verstehen wir die Reaktion von Außen. Michel war immer jemand, der mich direkt konfrontierte, in Frage stellte, und mich kritisierte. Nun wie sollte denn mein Weg sich weiter entwickeln, vor allem mit einem Laden Shui Tang. Die Balance zwischen dem materiellen und geistigen in mich selbst zu finden ist nun eine dringende Frage geworden. Ulrich ist nun jemand, mit dem ich meine Frage stellen kann.

 

In unserer Gesellschaft sind wir gewöhnt, dass die anderen uns ein Image auftischen und wir ebenfalls erfolgreich und selbstbewusst auftreten „müssen“. Wenn wir es nicht tun, fühlen die meisten eher irritiert als erfreut. Stets versuchen wir uns selbstbewusst darzustellen und wenn wir Mal Schwäche und Probleme zeigen, können viele Menschen nicht damit umgehen. Also wir lernen, Menschen und Dinge zu steuern und manipulieren, um das Leben scheinbar zu erleichtern und uns ins günstigeren Licht zu lenken. Oft verstecken wir unter dem Deckmantel, etwas für die anderen tun, um andere Menschen und uns in einer Abhängigkeit zu binden. Liebe Dein Nächst ist schon gut, aber zuerst bitte Dich selbst.

Ulrich hat mir eine interessante Geschichte erzählt, als wir über die Abhängigkeit zwischen Menschen sprachen. Er sagte zu seinem Lehrer als er Japan verließ und vorhatte, in Deutschland etwas aufzubauen für Menschen im Teeweg. Dann erwiderte ihm sein Lehrer mit einer Frage, „Wozu?“ Er sagte zu ihm, dass er die Pferde wohl verkehrt betrachtet. „Du muss es nur für Dich tun. Tue das, was Dich begeistert und was Du für richtig hältst. Die anderen sind Dir egal. Alles anderen kommen von sich alleine.“ Tue die Dinge für uns selbst anstatt für anderen, für die Zukunft oder für das Geld. Wenn Tee mich begeistert, lebe ich die Begeisterung mit den Menschen und die Begeisterung kann sehr ansteckend sein. Die Dinge nehmen ihren Lauf und alles kommt von sich alleine.

Dann unterhielten wir uns über die Loyalität. Ein Thema der Abhängigkeit, die so gerne eingesetzt wird in allen Lebensbereichen. Kann man Loyalität, Liebe und Freundschaft einfordern? Kann man mit Geld Wissen bezahlen? Löst das Geld die Abhängigkeit zwischen Geben und Nehmen? Was ist dann das Wesentliche zwischen Menschen, das keine zwanghafte Abhängigkeit schafft, aber bereichert?

Ich danke Ulrich sehr über die Zeit, die er nahm, mich zu besuchen. Ich wusste, dass er nur wegen mir gekommen ist, nicht wegen dem anderen Termin, den er wegen dem Witterung abgesagt hätte. Ich fühle mich reichlich beschenkt.

Blog fuer die Teereise von Schweizer Teeclub

Ab dem Reisebeginn koennte es sein, dass die Menglin keine Energie mehr zu bloggen (ich hoffe, ich schaffe jenden Tag noch um 22 Uhr, die NHK Serie anzuschauen…). Wenn jemand sich fuer die Teereise auf Formosa itnheressiert, bitte schalte den Blick auf den anderen Schauplazt um:

19. – 29. April 2009

Taiwan by Tea

Liebe Mitglieder,

Damit Ihr die Reise etwas mitverfolgen könnt, machen wir eine Art Blog auf Twitter (http://twitter.com/swissteaclub) und Teesalon (http://teesalon.com/content/sdt/journal/reports/de/Taiwan-by-Tea.html) .

Herzliche Grüsse,
Jürg Meier

 

PS… Gerade ist Erdbeben losgegangen in Taipei!!! Liebe Reisende bereitet Ihr Euch gut vor…

Ju porcelain

Ich bekam ein wunderbares Link von Roger ueber meinen Lieblingsstil von Porzellan Ju Porcelain – Ru-Yao.

http://roger.kaywa.ch/diverses/blue-sky-after-rain-song-dynasty-ju-ware-blue.html

http://www.npm.gov.tw/exh95/grandview/juware/index_ch.html

Heute habe ich mit dem Kuenstler Hsu vereinbart, mit der Reisegruppe sein Atelier zu besuchen. Eigentlich sind 20 Personen viel zu viel fuer ihn. Zugesagt hat er erstmal, aber so wie ich Meister Hsu kenne, es bleibt abzuwarten.

Wenn dieser Besuch klappen wuerde, wuerde es ein ungluabliches Erlebnis werden fuer allen Porzellan und Keramik-Liebhaber unserer Reisegruppe!

Tee, Musik und Literatur

Am 11.01.2009 findet eine interessante Veranstaltung mit Tee, Musik und Lesung in Zürich statt.

Ort:

Galerie Seï-un-do, Gemeindestr. 19, 8032 Zürich

Das japanische Teehaus-Galerie wird ab dem April nur im Internet präsent sein. Frau Ikeda nimmt ihren Abschied mit dem zürcher Publikum nach neuen Jahren Arbeit. Es ist um so interessant, diese Veranstaltung nicht zu verpassen.

Veranstalter: Teeclub Schweiz. Anmeldung hier.

11.01.2009 (So.) 14-16 Uhr

Eingeladen sind:

Dirk Sikorski – Lesung

Wolfgang Heßler und Chizuko – traditionelle japanische Kammermusik

Diese Idee von Tee, Musik und Lesung wurde im Sommer entstanden. Wolfgang und Dirk planten einen gemeinsamen Auftriff in Seefeld und fragten mich, ob ich nicht mit Tee etwas mit gestalten wollte. Ich war begeistert. An eine ähnliche Veranstaltung nahm ich teil aufgrund der Einladung von H. Reichmuth in Villa Boveri. Oriental Beauty war das damalige Thema. Vortrag, Tee und Lesung harmonieserten sich wunderbar und bahnten zusammen in einen Weg ins Herzen der Teilnehmer. Dieser Rahmen gefielt mir ausgesprochen gut und erkannte darin eine Chance, etwas in der Gesellschaft in die Bewegung zu setzen.

Gestern sagte Wolfgang zu mir, dass diese Art von Akktivitäten unbedingt zu meinem Teehaus an Spiegelgasse gehören muss. Das stimme ich nur zu!