Mir geht es gut

Mir geht es gut

Mir geht es gut. Obwohl man seit paar Tagen nicht mehr von mir hörte. Ursula dachte, ich würde selbst an irgendeinem Ecke verschliessen und in einem Loch gefallen.
Es waren sehr intensiven Tage. Ich hatte keine Pause, keine Zeit für mich, keine Ruhe, etwas zu schreiben. Die Fotos von dem schönen Fest habe ich so wie so nicht. Und typischerweise hat mein Vater so fleissig mit seinem V-8 das Fest gefilmt – bei jedem Lied und jeder Bewegung – ohne eine Speicherkarte! Alles war vergeblich.
Ich warte nun auf Atongs Foto-CD…

Der schöne Abend, angefangen von dem Heimatslied von Teresa. Sie sang es auf Taiwanesisch, rührend und sentimental. „Wenn ich das Fenster meines Herzen öffne, sehe ich mein Heimat…“ Ich sah die Tränen zwischen den Zuhörer, die aus einem anderen Land stammen und eine andere Sprache sprechen. Musik kennt eben keine kulturelle Grenze – wie Tee…
Im den schönen Garten wurden zwei Teetische aufgebaut. Zwei Teemeister Daniel und Jörg bereiteten fleissig den ganzen Abend für allen den Tee zu. Ich sah fröhliche Gesichter und zufriedenes Lachen in Augen. Ich war glücklich.

Ohne Carola und Jörg, ohne ihre Hilfe und ihr einfaches Dasein wäre alles noch unmöglicher zu bewältigen. Sie haben ihr Haus für die Taiwanese frei gestellt und selbst bei Nachbaren geschlafen. Alles, was sie taten und tun, kann ich nicht mit Worte bedanken. Sie haben es getan, nicht weil ich lieb und nett bin, sondern weil sie es wollen. Sie sagten, sie haben sehr viel von diesen Leute in Taiwan erhalten und wollten etwas zum Kosmos zurückgeben, was möglich ist.

Alles floss und fliesst.
Eins weiss ich, dass ich alles alleine nicht schaffen kann! Zum Glück habe ich viele viele gute Freunde, die nicht von mir begeistert sind, sondern von Shui Tang!
Atong sagte mir, ich habe viele herzlichen Freunde – Freundschaft, nicht Dinge gegen Dinge, sondern Herzen zu Herzen…

Ich habe viele viele Menschen involviert. Ich weiß nicht, ob ich es jemals zurückgeben kann. Shui Tang ist der Ort der Übungen.

Es waren sehr intensive Tage von intensiven Emotionen. Auch intensives Gespräch mit Atong bis in die Nacht. Sein Rat, seine Bemerkungen und seine Liebe zu seiner Schülerin scheinen mir noch so frisch zu sein. Ich fange bereits an meinen Lehrer zu vermissen. Er war hier für alle da, nicht nur für mich. Für Akuan (seine liebe Frau) war er nicht ansprechbar. Am liebsten wollte Akuan nur shopping gehen. Diesen Wünsch wurde zum Glück am letzten Tag erfüllt, Dank der großzügigen Begleitung Hannes.

Unser Ausflug in Schwyz war voller taiwanesischen Temperament.Der arme Reinhard erlebte alles auf einmal Akuan plus meine Schwester. Witzig, pfiffig und laut. Sie hätten das Haus von dem Gastgeber auseinander genommen, alles gefilmt und sich so fotographieren lassen wie eine Lady… Es war der erste Tag für mich, mich unter lieben Menschen zu entspannen.

Der andere Höhepunkt der Tagen waren das Gespräch zwischen Atong und Herrn Schwander. Die Begegnung zwischen Tee und Wein. Ich hatte sehr viel Glück, als Übersetzerin dabei zu sein. Der Austausch – ich behaupte – ist der erste in der Geschichte zwischen Tee und Wein auf dem höchsten Niveau. Darüber möchte ich gerne ausführlich bei einem anderen Beitrag über meine neue Ideen und Inspiration sprechen. Nach diesem Gipfelgespräch und Abendessen sagte Atong zu mir – es ist noch ein langer Weg vor uns. Ein Brücke zwischen zwei Kulturen: Europa und Taiwan; Tee und Wein, muss aufgebaut werden!
Atong wünscht, dass es viele viele Teeliebhaber Shui Tang finden können. Wenn wir uns zueinander finden, können wir über viele spannende Dinge austauschen – lernen, Tees für sich selbst sprechen zu lassen. Wir sollen uns öfters treffen, Tee degustieren, beschreiben und miteinander arbeiten, um Tee besser zur Sprache zu kommen.

Das Fest ist vorüber, aber die Arbeit fängt erst gerade an. Ganbarimasho!

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