Archiv für den Tag 19/02/2009

Sonne in Zürich – Hakushu

Nach einem guten japanischen Menü, nach einer Tasse guten Kaffee, liefen Roger und ich Richtung Spiegelgasse. An dem Limat gibt es noch einen kleinen Whisky-Spezialität Laden, den Roger mir gerne zeigte.

Nur drei Japanische Whiskys führen sie hier. Hakushu, Kamazaki und einen, dessen Name nicht mehr in meinem Kopf gespeichert wurde. Kamazaki habe ich auf den Boden meiner Küche. Den Hakushu kannte ich nicht. 

Die nette Frau Meyer beriet uns mit einer seltenen Natürlichkeit, die nur aus ihrer Liebe und Verständnis zum Material zugrunde liegen kann. Sie meinte, dieser Whisky sei von einer einfachen Natur. Einfach, nüchtern und authentisch. Ein bisschen bäuerlich wenig Komplexität, aber von einer Reinheit. Diese Beschreibung machte ein neugieriges Wesen wahnsinnig an. Wie könnte ich denn verneinen, wenn ich paar Tropfen verkosten kann!

Ich trank drei Schluckchen. Den Mund leicht gespült. Wunderschöne Parfüm umhüllte mich. Süss, malzig süss. Leicht rauchig, leicht Tabakartig. Ja, ich sah Kieferholz, hell, gerade und nüchtern. Das Leben ist sooo schön! Ich merkte, wie meine Stimme weich wurde, wie samt, wie Seide und wie die Welle im Limat. Langer balsamierender Abgang. Ist das, was mein Opa täglich trank, ist das der traditionelle Tie Guanyin, der mich berühte? Ich wußte es nicht. Tie Guanyin ist schwerer. Der Hakushu ist leichter, so leicht und lichtvoll wie die heutige Sonne in Zürich. Vielleicht ist diese Kombination ausgezeichnet harmonisch, zusammen zu probieren?

Ich erzählte ihr was ich schmeckte. „Wie schön!“ Ihre Augen leuchteten schön und der Laden ist schön! Sie erzählte noch weiter von anderen europäischen Whiskys, die vielleicht vergleichbar wäre mit Hakushu. Ich war so fasziniert und wollte gleich morgen wieder hingehen. Eben zu neugierig!

Der Zauber von Hakushu und von der Sonne in Zürich merke ich jetzt immer noch in meinem Körper. Am Teetisch in Dolder habe ich Josef mit dem Zauber auch angesteckt. Ich hoffe, meine lieben Teefreunde den Zauber zwischen meinen Zeile noch zu schnuppern!

Hakushu 

Scot & Scotch | Wohllebgasse 7 | Schipfe | CH-8001 Zürich | T/F: +41-44-211 90 60 | E-Mail: meyer@scotandscotch.ch

Shui Tang

Sonne schien wunderbar über den Himmel Zürichs. Mit einer Leichtigkeit und frühlingshafter Stimme fuhr ich zum Techno-Park und wollte Roger abholen. Wir möchte weiter über das Shui-Tang Projekt besprechen.

Ohne Roger wäre das Teeblog tee.kaywa.com nicht hier, ohne Roger wären viele Teefreundschaften zwischen Cyperspace nicht entstanden, ohne Roger wäre Shui-Tang lang noch nicht da!

Wie hat dieser Mann eine Ahnung bekommen, in einer unbekannten uninteressanten Person wie mich etwas zu fördern und ein Potential zu erkennen? Er müsste ein gutes Riecher haben! Ich vertraue ihn und vertraue seine Intuition. Gerne bespreche ich mit ihm und Miriam über vielen Dingen, gerne lass mich von ihm führen. Der Name Shui-Tang war seine Idee, eine interessante Idee, eine vielversprechende Idee.

Shui Tang 水堂 bedeutet in Chinesisch:

Wasser und Ansammlungsort. Ort des Wassers. Ort der Quelle.

Shui (sui) 美 Tang 堂 bedeutet in Taiwanesisch (meine Muttersprache, die in der Tangzeit als Mandarin gesprochen wurde):

Schöner Ort.

Shui水 Tang 湯 bedeutet in Japanisch:

Heißes und kaltes Wasser

Ein Ort des schönen Wassers, ein Ort der Ansammlungen von schönen Dingen, ein Ort der Quelle!

水美堂, Shui Tang in Zürich!

Ich möchte mich hier noch einmal ausdrücklich bei Miriam und Roger Fischer bedanken!

Zhangping Shuixian III

Seit gestern Abend bekam ich Anfrage wegen diesem selten gesichteten Oolong.

Ich habe diesen Tee erst kennen gelernt. Die Wünsche der neugierigen Teeliebhaber kann ich leider noch nicht erfüllen. Ich verspreche, diesen Tee in diesem Frühling zu finden. Aber das Versprechen einer Frau sollte „man“ nicht zu ernt nehmen, oder?

Zhangping Shuixian kommt aus Fujian Zhangping. Nach der Herstellung des Tees werden die Teeblätter im Holz-Modell gepresst. Samt dem Papier im 80 Grad getrocknet. Die Trocknungszeit beträgt 35-40 Stunde.

Seit 80er Jahren ist der Tee langsam bekannt. Bekannt mit schönem Duft, aromatischen Tassen und nachhaltigem Körper. Qualitäten sehr verschieden. Ich habe auch viele schlechte Beispiele erhalten. Dieses Exemplar von letztem Freitag war eine seltene Schönheit. Mein Lehrer war sehr begeitert von diesem Tee, aber etwas bedenklich wegen der Lagerung dieses „wenig stabile“ Mode-Tee.

Ob dieser Tee als eine modische Erscheinung bleibt, oder ein Klassiker werden kann, lässt sich Tee trinken und abwarten.