Archiv für den Tag 08/12/2006

Tee und 5 Elemente

Migros Clubschule Basel lud mich ein zwei Kochkurse über 5 Elemente-Küche am 5. Februar und 12. Februar zu geben.

Was ist 5 Elemente-Küche? Diesen Begriff kannte ich ehrlich gesagt erst in Europa. In Taiwan spricht man nie davon, man spricht nur Yin oder Yang bzw. warm oder kalt. Ausserdem ist diese Lehre stark im Alltag integriert und niemand würde eigentlich auf die Idee kommen, einen „Kurs“ zu machen.

Im Westen sind Menschen offen und neugierig, so dass diese Möglichkeit gibt, eine andere kulinarische Kultur mit ihrer spezifischen Denkweise richtig kennen zu lernen. Diese Ernsthaftigkeit berührt mich immer wieder und wir (Taiwanese) können sehr viel davon aus Europa lernen.

5 Elemente bedeutet

Wasser- Winter – salzig – Nieren

Holz – Frühling – sauer – Leber

Feuer – Sommer – bitter – Herz

Erde – Spätsommer (oder besser gesagt die Zwischenzeit zwischen Jahreswechsel) – süss – Magen

Metall – Herbst – scharf – Lunge

Diese 5 Elemente fördern sich gegenseitig, kontrollieren allerdings auch gegeneinander.

Wasser ernährt Holz. Holz ernährt Feuer. Feuer ernährt Erde. Erde ernährt Metall.

Wasser kontrolliert Feuer. Holz kontrolliert Erde. Feuer kontrolliert Metall. Metall kontrolliert Holz.

Fünf verschiedene Geschmacksrichtung Beinflüssen die Zusammenarbeit unserer Organen. Wir können unsere Gesundheit fördern oder vernachlässigen, indem wir die Geschmäcke harmonisieren oder nur einseitig ernähren.

Hat Tee überhaupt mit diese Ernährungslehre zu tun? Ja! Natürlich!

Meister Chen (Qigong Meister) machte uns klar, dass der Oolong wie Fenghuang Dancong oder Oriental Beauty aufgrund seinem lieblichen honigartigen Duft und Geschmack positiv auf Erde-Elemente beeinflusst. Wenn die Erde genügend Energie erhält, wird das Element Holz – Leber automatisch entlastet! Ein gelagerter Oolong mit leichten saueren Noten spricht die Leber an.

Natürlich ist die Lehre umfassend. Die ganze Medizin, Fengshui und das Weltbild Chinas liegen der 5 Elemente zugrunde. Aber man sollte hier nicht Ernsthaftigkeit und Anstrengung eine Kult und Dogma daraus machen. Wichtig ist, was sagt unser Körper zu dem, was wir zu uns aufnehmen!

Klubschule Migros Basel

Jurastrasse 4
4053 Basel
Telefon 061 366 96 66
Telefax 061 361 99 78

Probleme mit Pu Er

Ich war total erschrocken als man mir erzählte von einer Zigerrete im Pu Er gefunden zu haben.

Wie kann so etwas passieren? Viele Probleme mit Verpackung und Qaulitätsmangel entstehen nun durch viele kleine private Unternehmer. Sie ermöglichen eine Vielfalt des Marktes, erwecken aber auch Probleme des Qualitätskontrolle. Pu Er Fladen sind gepresst und man kann von Aussen nicht sehen, was innen ist. Durch Stichprobe könnte man nicht unbedingt versteckte Mangel entdecken.

Sollte man aufgrund solche Phänomenen nur kontrollierte Waren in EU-Raum kaufen? Diese Art von Pu Er ist extra für hier produziert – durch eine künstliche Nachfermentation mit Hitze und Wasser. Er ist sauber, aber nicht wirklich ein Pu Er Tee. Ich würde aufgrund der chinesischen Medizin behaupten, dass dieser Pu Er nicht gesund wirkt, eher im Gegenteil. In der künstlichen Nach-Fermentation entsteht zusätzliche Hitze, die unser Körper eigentlich zusätzlich verdauen muss, nicht für Gesundheit gebrauchen kann. Ein lang gelagerter grüner Pu Er enthält eine natürliche angenehme und safte Energie, die aufbauend im Körper wirkt.

Die Frage ist, was sollen wir als Teeliebhaber tun? Einfach ausgeliefert an die chinesischen Geldmacher auf dem Teemakrt oder lieber den „künstlichen“ Pu Er trinken? Wir müssen eigentlich gemeinsam Druck auf chinesischen Teemacher ausüben, nur sauberen und guten Tee zu produzieren. Das Problem müssen wir gemeinsam anschauen. Teebauer in China wären nur bereit mit dem Problem auseinanderzusetzen, wenn Teehändler Fachwissen besitzen und Konsumenten auf das „gute“ Tee insistieren!