4. Generation von Unzengama um 1800Unzengama heuteRakusangama alte Sammlung Rakusangama heute Tezen Museum Eine Sammlung von Mitgift
Nachdem ich mich mit Lo Senhao Keramik beschäftige und ein Workshop mit ihm machte, bekomme ich einen anderen Blickwinkel über Keramik.
Manchmal wenn er traurig war über die Entwicklung der Keramik in Taiwan und Japan, konnte ich nicht nachvollziehen. Von dieser Shan’in Reise habe ich auf einmal etwas verstanden, vor allem durch Tezen Musuem! Auch wenn Keramiker von dem gleichen Ausgangspunkt ausgegangen waren, wenn bestimmte Prinzipien und Überzeugungen sich verändern, werden die Wege sich trennen.
Nachmittags besuchten wir weiter anderen zwei bekannten Töpferei. Unzengama ist geschlossen wegen der unerwarteten starken Erdbeben. Aus dem Fenster versuchte ich zu verstehen, was hier offeriert wird. Aus dem Internet Seite sah ich paar recht kommerzielle mit Industrie Glasur hergestellte Objekte. Vor meinen Augen stehen sie genau so auf den Regal. Mit Enttäuschung fuhren wir weiter zu Yumachi Töpferei.
Aus dem FB von Unzengama auf dem Markt von Shizuoka
Es waren erstaunlich viel Besucher, scheinbar ist es eine bekannte Adresse. In der Mingge Bewegung wurde diese Yumachi vor Hundertjahren miteinbeziehen. Heute ist diese Töpferei voll mit Alltagsgeschirr mit glänzenden leuchtenden Glasuren. Wo ist der Geist von Mingge? Alltagsgeschirr könnte so viel Zufriedenheit und Ruhe vermitteln, damit der Benutzer gut geerdet und mit Gelassenheit den Tag starten.
Ich versank in meiner eigener Sentimentalität und konnte dort nicht länger verweilen.
Wir fuhren weiter.
Als wir in Tezen Museum 千錢美術館 eintrat, sah ich sofort die drei großen Keramik Gefäß. Ich dachte es sei Kimchi. Aber es war ein ästhetisches Aquarium! Ich verstand, ich war an dem richtigen Ort.
Tezen MuseumLackwaren könnte so beruhigend sein! Meine Seele atmet auf!
Die Familie Tezen lebte seit 1686 in der Region Izumo. Sie waren wohlhabende Händler und diente als offizielle Lieferanten der lokalen Herrscher. 1993 wurde das Museum gegründet, um Kunstwerke, Handwerksgegenstände und Dokumente über Generationen hinweg zu bewahren! Die Sammlung zeigt Malerei, Schwerter, Zubehör für Tee und Keramik Objekte. Teilweise wurden sie als Gegenstände gebraucht.
An einer Tafel konnte ich lesen, wie Familie Tezen ein Netz aufbaut, um lokale handwerkliche Tradition zu fördern. Einerseits waren sie der interessierten Käufer, andererseits waren sie der Förderer! Ich sah wie die Töpferei Rakusan und Unzengama gleichzeitig angefangen haben, sie halfen gegenseitig und als Rakusan Familie keine Kinder mehr hatten (1801) und die Tradition beenden musste, gab Unzengama einen Sohn an Rakusan. Somit kann die Tradition von Rakusan weiter fortführen.
Tafel von Verbindung lokaler Handwerkfamilie
Aber heute sind die Keramik von Rakusangama und Unzengama zwei verschiedene Dinge.
Rakusangama ist ihrer Schlichtheit und Philosophie treu geblieben. Selbst bearbeitete Tonerde, im Holzofen gebrannt, Glasur aus der Natur entnommen. Ihre Objekte vermitteln den Menschen Ruhe, Stabilität und Zuversicht.
Bei Unzengama sah ich knackige Farbe wie blau und braun. Immerhin verwenden sie nur selbst gedrehte Rohbrand. Viele japanische Töpfer und in Taiwan ebenfalls importieren Rohbrand aus Jingdezhen. Sie müssen nur glasieren und brennen.
Tezen Familie sah in dem Erfolg ihrer Familie nicht nur als eigenes Verdienst. Sie verstand dass Ihr Erfolg mit der Gesellschaft zusammenhängt, und nimmt die Rolle als kulturelle Akteure wahr. Sie nahmen ihre Einflüsse ernst und schenkt die Nachkommen einen guten Überblick über ihre Tradition und somit die Richtung der Zukunft.
Der erste Tag meiner Reise beginnt mit einem Stärke 5 Erdbeben. Wir waren angemeldet bei einem Besuch von Izumoyaki-Rkuzangama 出雲燒樂山窯und in diesem alten Familienhaus bebten wir zusammen mit dem altwürdigen Juemon, die zweite Generation von Rakuzan Kiln (Seit 1677) von 350 Jahren.
Zuerst war ich zutief geschockt. Der alte Meister lächelte und versicherte mir, das Haus habe verschiedene Naturkatastrophen überlebt und es wird uns auch beschützen können!
Was für eine Verbindung!? Wir hatten keine gemeinsame Sprache, erlebte sechs Male Beben und verbrachte 2 Stunden zusammen. Ich stellte ihn verschiedene Frage, weil er mit seltener Formsprache arbeitet, die symbolisch signifikant ist. Zum Beispiel mit viereckiger Fuß und teils quadratisch teils runde Form von Chawan. Er sagte, dass das Quatrat bedeutet hier das Tor der Stabilität und Erdung. Die Schale steht gut und die Person die sie verwendet wird gut getragen und geerdet. Für ein Neujahres Chawan bedeutet es, das Jahr kann gut beginnen. Und diese spezielle Form der Schale ist angelehnt von dem Messgefäß für Wasser oder andere Flüssigkeit, ungefähr 180 ml. Das ist ein Symbol von Glücksbringer. Eine Glücksbringer ist geerdet und kann dem Teeliehaber viel Freude und Glück bescheren.
Die Glücksbringer
Seine Sprache ist an die Tradition orientiert aber stets mit moderner Interpretation. Seine Werke sind hoch geschätzt in der Tee Szene. 2025 August hat Tankosha ein exklusives Interview mit ihm veröffentlicht. Bis heute arbeitet die Familie immer noch mit selbst gelagertem Ton. Er sagte dass der Ton aus Yamaguchi. Er erklärt, der Ton Yamaguchi sei sehr nah an das koreanische und von bester Qualität. Dann brennt er zweimal im Jahr sein Holzofen. Alles was in seinem Haus ausgestellten Werken sind aus diesem Ofen. Wir waren zutiefst berührt. Ich habe großes Respekt vor solcher Menschen die gegen die Strömung schwimmen. Schlicht, tiefgründig und charaktervoll strahlen die Werke aus. Teilweise unglasiert wie Bizen oder Hagi. Teilweise seit Meiji Seit bemalt farbenreich mit kulturellen Symbolen! Geprägt von tiefer Überzeugung eigener Tradition und geistiger Natur berühren seine Werke Herzen von Besucher.
Immer noch gebrauchtem Holzofen
Seine Werke sind kostbar. Ich konnte nur ein paar mitnehmen. Beim Abschied schenkte er mir ein Gefäß mit seiner Kalligrafie: Cong xin ( chinesisch ausgesprochen, japanisch heißt juushin 從心) Konfuzius sagte, ab 70 kann man sein Herz einfach folgen und leben, aber weißt wo die Grenze liegt. Der Meister meinte, dieser Satz zeigt seine jetzige Pfad.
Er gab uns eine Hinweise von Tezen Museum, wo mir wieder ein neues Fenster eröffnet.
Was mir am besten gefällt von der Sammlung von dem Adachi Museum of Art ist ein Bild aus Seide von Yokoyama Taikan „Rofusen“ (The Plum Spirit) 1919.
The spirit of plum
Rofusan ist ein japanisches Verständnis von dem taoistischen Legende aus Jin (266-420) Dynastie auf chinesischen Kontinent. Es wurde erzählt, dass in diesem Gebirgen viele Taoisten sich durch ihre meditative und alchemistische Praxis zur Gottheiten verwandelten. Das moderne Computer Spiel Hongkai – Star Rail ist eine gelungene kulturelle Adaption. Rofu ist das reale Gebirge Luofu heute in Guanddong, ein taoistischer Pilgerort. Literarisch bedeutet es ein Übergangsstadium oder ein Refugium von spirituellen Suchenden.
Das Bild erzählt eine Legende aus 6. Jahrhundert. Dichter Liu Zongyuan (773) verfasst ein Buch 龍城錄 Longchenglu von gesammelten Sagen und Aknedoten aus der Zeit von 6.-8. Jahrhundert). Es wurde von einem Mandarinen Zhao Shixiong erwähnt dass er aus dem Hof verbannt wurde und sich in Luofu Gebirge verweilte. In einem Wintertag während des Sonnenuntergangs traf er eine duftende Dame, die in einer Schlichtheit und Eleganz auftrat. Ihre natürliche Schönheit berührte ihn und lud sie für einen Drink. In grün gekleidete Kinder tanzten zwischen ihnen fröhlich und unbeschwert. Er schlief ein. Als er erwacht wurde, befand er sich unter einem blühenden Pflaumenbaum! Er seufzte und sang, „es war eine Gottin aus Luofu – Rofusen 羅浮仙! Es war ein Traum von Luofu 羅浮夢!“
Dieses Bild von dem Luofu Traum und Göttin des Pflaumenbaums vermittelt ein Symbol von nicht erwünschter und verstandener Aufrichtigkeit zum Leben. Blume als Symbol dient für die Menschheit als ein emotionales Kommunikatives Mittel. Trotz der Verbannung blieb Zhao treu zu seinem Idealismus, der durch eine Begegnung mit der reinen Schönheit belohnt wurde. Diese göttliche Begegnung symbolisiert was zur Endlosigkeit gehört. Es blieb ein Traum und vergänglich. Aber der Pflaumenbaum ist der Augenzeuge der Ewigkeit.
Die Aufrichtigkeit zum Leben und zum sich selbst ist ein wichtiger Pfad für Kunstschaffenden und Menschen auf der Suche in der fernöstlichen Tradition. Taikan malt die schlichte Schönheit mit einem Pflaumenzweig als Symbol von seiner Sehnsucht. Sie zu begegnen in der Kunst, in der inneren Welt und im Leben muss nicht eine Sehnsucht sein, sondern ein ständiger Wegbegleiter.
Adachi Musuem vermittelt den Besucher eine breite Sammlung von japanischer Kunst. Die Sammlung ist tief verwurzelt in der Tradition und ganzheitlichen ästhetischen Weltbild. Zum Beispiel eine ganze Halle von Arbeit Kitaoji Rosanjin (1883-1959), der eigentlich ein Kalligraph war, aber eine Offenheit für die kulinarische Vielfalt als kulturelles Aspekt. Er öffnet ein Restaurant, arbeitet mit den Keramiker zusammen, um Möbel, Gefäße, Teller und Vase zu produzieren für sein Restaurant. Er erhielt eine große Resonanz!
Mein bescheidenes Reetdachhaus hat nur vier Wände, und andere werden den Rest meines Lebens mit mir verbringen. Gelegentlich kommen alte Freunde, und wir liegen Seite an Seite und lauschen dem Zirpen der Insekten. (Ein Gedicht von Meister Ryokan)
Zufriedenheit und Ruhe in einem einfachen Leben ist der Pfad seiner Arbeit und seines Lebens.
Unsere Reise nach San’in verdanken wir dem Mythos um den Tempel Izumo.
Izumo gilt als der mythische Ort, an dem sich alljährlich im Oktober alle japanischen Götter zu einer Feier versammeln. Wir hingegen stießen unerwartet auf ein wahres Paradies.
Das Adachi-Kunstmuseum ist berühmt für seinen Garten und die Gemälde, die hier zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen. Bei unserer Ankunft mit dem Zug wartete bereits ein kostenloser Shuttlebus am Bahnhof! Die Fahrt durch die Hügel und in Meeresbrise dauerte fast eine halbe Stunde.
Es schneite leicht, oder vielleicht nieselte es auch ein wenig? Schnell sprangen wir ins Museum, eröffnete sich uns eine malerische und bezaubernde Landschaft! Keine Zeitreise, nur im Hier und Jetzt! Kein traditioneller japanischer Garten, sondern in jeder Hinsicht zeitgenössisch, und doch schlängelten sich seine jahrtausendealten Wurzeln zwischen dem Moos hindurch.
Hier erlebe ich frühere japanische Kaufleute, die sich nicht mit bloßem Kalkül von Profit zufriedengeben wollten, verwirklichten den großen Traum der kulturellen Vermittler. Die erlesene Schönheit der ausgestellten Stücke und die elegante Gestaltung des Museums ermöglichten es den Besuchern, die Vision und den spirituellen Blick des Besitzers zu genießen.
Meine Schwester und ich saßen am Fenster und ließen den Blick schweifen. Da war das unaufhörliche Fließen des Wassers, dessen Wellen gegen die Felsen schlugen; da waren die Hügel, der Winterschnee und die karge Landschaft. Die Schneeflocken, vom Wind getragen, trieben sanft oder tobten wild, unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. Zuerst flüsterten wir oder nippten an unseren Tassen, später blieb nur das Schweigen.
聽雪
讓時間在咖啡中流失
讓流水在石縫間生生不息
讓思緒像宇宙塵埃緩緩落定
讓雪成為空間裡唯一的音符
我 感受到美
在美裡面
雪花是永恆的存在
時間是天目茶碗
亂世是指路人
Dem rieselnden Schnee lauschen
Lass Zeit im Kaffee verstreichen
Lass den Bach immerwährend zwischen den Steinen sprudeln
Lass der Geist wie der Staubkorn im Raum sinkend sitzen
Der Schnee wird zum einzigen Ton im Raum erklingen
Ich erhalte regelmäßig Matcha und Sencha Angebote von China, der Ursprungsort des grünen Tees. Zum Beispiel dieses Email vor paar Wochen:
Dear Purchasing Manager,
Good morning.
We can supply Matcha powder to your side at very competitive price. Is there some chance to work with each other? Your reply will be highly appreciated.
Ten Kg order is not too small, One thousand Kg order is not too big.
Best Regards
Ningxiaxxx,Ltd Address:xxx,Ningxia, China
Wo liegt Ningxia? Ein Teeanbaugebiet? Nein! Das ist in der Mongolei!
Aber das stimmt… der meiste Matcha, das Sie trinken, kommt wahrscheinlich aus China. Die „goldenen Produktionsgebiete“ von Matcha auf dem chinesischen Festland werden durch Hangzhou, Shaoxing, Jinhua und Tongren, Guizhou, Zhejiang vertreten. Unter ihnen ist Zhejiang die größte Provinz in der Matcha-Produktion, während Tongren, Guizhou, sich aufgrund seiner einzigartigen niedrigen Breitengrade, Höhen und niedrigen Klimabedingungen schnell zum „chinesischen Matcha-Hauptstadt“ von „hochwertigem“ Matcha entwickelte und sich etablierte. Das Massenproduktionssystem wird in großen Mengen in den europäischen, amerikanischen und japanischen Markt exportiert.
Was ist Guizhou Matcha?
Guizhou hat Matcha bereits in mehr als 40 Länder auf der ganzen Welt exportiert und hat den Ruf von sogenannten die „World Matcha Super Factory“!
Es wurde erwartet, dass die Gesamtproduktion von Chinas Matcha im Jahr 2025 5.000 Tonnen überschritten habe, was den ersten Platz in der Welt darstellt! Unter ihnen machte Guizhou Matcha ein Viertel der gesamten Matcha-Produktion Chinas aus. In Bezug auf die Exporte wurde Guizhou Matcha in mehr als 40 überseeische Länder exportiert und belegt damit den ersten Platz in China und den dritten Platz in der Welt. Tongren, 貴州 Guizhou, hat sich in den letzten Jahren zum Produktionsgebiet der chinesischen Matcha-Industrie entwickelt. Die Stadt hat eine hochwertige Matcha-Rohstoffbasis mit 60.000 目 mu und 41 Teemahlen-Produktionslinien gebaut und verfügt über die weltweit größte Matcha-Monomerfabrik, die kann täglich 10 Tonnen Matcha mit einer jährlichen Produktionskapazität von mehr als 4.000 Tonnen produzieren! Ihre Produkte verkaufen sich im In- und Ausland gut.
Und was ist Zhejiang Matcha?
Zhejiang Matcha begann früher, mit einer soliden industriellen Grundlage und offensichtlichen Vorteilen als der Pionier. 1986 gründeten die Zhejiang Tea Group und die japanische Sanming Co., Ltd. Chinas erstes Joint Venture im Bereich Tee in Yuhang, das den Auftakt zur Rückkehr des gedämpften Grüntee-Prozesses, der ursprünglichen aus Song Dynastie stammt, bildete. Im Jahr 1998 wurde Zhejiang Camel Jiuyu Organic Food Co., Ltd., ein Sub Unternehmen der Zhejiang Tea Group, gegründet, das moderne Matcha-Technologie am Fuße des 徑山 Jingshan-Berges, dem Geburtsort von Song Dynasties Matcha Tee, zurückbringt und einen sogenannten Meilenstein für die Rückkehr des tausendjährigen Matcha in seine Heimatstadt offiziell groß gefeiert.
Für das heutige China spielt Zhejiang die Rolle der „Ursprung von Matcha in der Welt“ und hat ein tiefes kulturelles „Erbe“. Im November 2024 wurde der Still des Teetrinkens aus der Song Dynastie in Jingshan-Tempel in die UNESCO-Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Ein großer Erfolg der Kulturindustrie… In den letzten Jahren hat die weit verbreitete Verbreitung der Song-Tee-Kultur auch Matcha in China immer beliebter und bei den Verbrauchern akzeptierter gemacht.
Derzeit besteht immer noch eine Lücke zwischen der Anerkennung von chinesischem Matcha und der von Japan auf dem internationalen Markt. Der Marktpreis chinesischer Matcha-Rohstoffe übersteigt selten 300 Reminbi pro Kilogramm (RMB), während der Preis japanischer Matcha-Rohstoffe 500 Renminbi pro Kilogramm (RMB) erreichen kann und der Anteil am High-End-Markt immer noch von japanischen Marken gehalten wird. Es wird aber erwartet dass in vielen Matcha-Verarbeitungsfabriken in Zhejiang hochwertiges Matcha verarbeitet werden kann. Jingshan Matcha hat jedenfalls auf dem internationalen Markt an Popularität gewonnen. Der Kampf um den Markt könnte in China nicht nur um den Marktanteil handeln sondern auch um etwas anderes gehen, vielleicht um die kulturellen Hegemonie. Der Ursprung und ursprüngliche Ort bedeuten vielleicht nicht immer die Qualität aber eine gute Argument für Marketing.
Gestern war wieder ein Tag der militärischen Übung Chinas Rings um Taiwan. Diesmal war es mit einer großer Spannung beobachtet.
Ich ging Atong besuchen. Mit vielen Hausaufgabe aus Zürich. Jedesmal bringe ich gesammelten Teemuster zu ihm und degustiere ich mit ihm, um weiter zu lernen und mein Wissen zu überprüfen. Oft erlebe ich Rheinfall und habe großen Zweifel an mir selbst.
Bevor wir anfangen, sagte er dass wir zuerst einen guten Tee trinken müssen. Er zeigte mir mit großer Freude einen neuen oolong von einem geschmuggelten cultivar aus Wuyishan. Dangui kann ein Osamanthus Sorte sein, kommt nur in den Bergen Taiwans vor. Er duftet besonders elegant, süß und entspannend. Dangui 丹桂, den wir trinken ist eine Kreuzung von Dahongpao und Rougui. Eine Arbeit von Tee Research Institut von Fujian in China. Er hat eine ausgeprägte Duftnote von Osmanthus und der Felsentee Prägung macht ihn edel und eigenwillig. Nicht nur schön, sondern charakterstark.
Dieser Tee ist seit 2009 unter dem Schutz von kultureller Erbe Fujian Provinz in China.
Manche Produzenten wollten den Tee noch blumiger machen indem sie ihn mit echten Osmanthus Blüte beduften. Manche Verkäufer verwenden den guten Namen dieses Oolongs und verkaufen aromatisierten Oolong mit Osmanthus mit dem selben Namen. Der Markt ist chaotisch und man muss sich gut orientieren wenn man diesen neuen Oolong probieren möchte.
In dieser gespaltenen Welt ist der Tee vielleicht der beste Brücke zwischen Menschen um Konflikten beiseite zu legen und den Zugang zueinander nicht zu verlieren.
Nach zwei Stunde hatten Degustation mit dem Muster, wollte Atong mir einen Tee zeigen. Ein von ihm selbst produzierten Lishan Oolong aus 1987. Damals ging er nach Fushoushan um Oolong zu produzieren. Zu jener Zeit gehört Fushoushan noch nicht zu kommerziellen Tee Anbau und die Pflanzen sah aus der heutigen Sicht verwildert. Der Tee wurde nicht behandelt. Der erste Aufguss war säuerlich wie Pflaumen Saft und anderseits süß blumig duftend wie ein Sirup! Ab dem zweiten Aufguss schmeckt er nicht mehr säuerlich sondern nur duftend und aromatisch! Ein gesprächiger Tee, der in einem schneienden Tag passt; der in einem spannungsgeladene Zeit passt; der einer dunklen Nacht passt! Man kann allein trinken, mit verschlossenen Menschen oder mit vertrauter Umgebung weil Worte überflüssig werden und ein Raum voller Sinnlichkeit.
Um 18 Uhr ist die chinesische Militär Übung fertig. Ich spürte eine Erleichterung in der Luft. Die Krise rücken näher – das weiß jeder auf dieser Insel. Wir sind Friedenstaube aber wissen unsere Demokratie und Freiheit zu schätzen und notfalls dafür zu kämpfen.
Im Workshop sollte jeder sich ein Stichwort zur Natur, zur Gesellschaft und zu eigenen Themen überlegen und in einem Zettel niederschreiben. Die Zetteln werden gesammelt. Später nimmt jeder blind aus den vielen Zetteln für sich. Man muss mit dem Ding des anderen arbeiten, als ob man etwas erhält was einem nicht gehört und etwas abgibt was man für sich selbst benötigt. Diese Aktion hat viel Wirbel im Raum veranlasst. Die Atmosphäre war angespannt. Es war viel auszuhalten für die Teilnehmenden und für Lo und mich. Man wurde gezwungen zu lernen, loszulassen und das anzunehmen was man nicht wollte.
Diese Übung war lehrreich und heilsam. Ich dufte in letzten Wochen 2025 in meinem eigenen Leben üben. Dinge anzunehmen, für was ich viel besseres verdient hätte und das loszulassen was man lange gesehnt und dafür gearbeitet hat! Es ist grausam, weinte ich. Aber das habe ich doch schon mit Lo geübt, in dem Keramik Workshop, nicht wahr?
Lo ist so ein wertvoller Lehrer und Begleiter! In seinem Workshop lernt man nicht nur Keramik herzustellen sondern das eigene Leben neu zu betrachten und sich selbst neu im Universum zu verorten.
Ich hoffe dass das Universum uns weiterhilft, diesen Weg mit Lo Senhao noch weitere Schritte gemeinsam zu gehen.
Nach dem Teekonzert fragten mich viele Teefreunde ob ich meine Texte von Teekonzert veröffentlichen kann.
Nach einem langen aktiven Zeit seit mitten Oktober, von der Eröffnung der Ausstellung „Verwandlung“ und dem lehrreichen einmaligen Workshop war meine Tage gefüllt mit kreativen Arbeit die Ausdauer und Standhaftigkeit erfordern. Nach dem Teekonzert musste ich einschalten auf Faulheit Modus. Heute habe ich meinen ersten Text von Prolog über Wanderin veröffentlicht:
Ich danke allen die die Konzerten mitmachen und mithelfen! Das ist eine innere Stärke es zu sehen, wie wir getragen werden und für das Ganze das Beste zu geben.
Simon erzählte mir bei einem stillen Moment, dass er sich gestresst fühlt, warum andere Teefreunde scheinbar besser Tee machen können. Ich habe ihm gesagt,
„Ich könnte auch nicht besser machen als Du, wenn ich mit Euch für Teekonzerte machen würde. Ich bin nicht besser. Aber ihr kommt zu mir und bei mir lernen wollen, doch nicht weil ich die beste Macherin des Tees bin, oder? Ihr kommt doch wegen etwas Anders zu mir. „
Ich glaube an dem Grund warum Leute zu mir kommen Tee zu lernen, nicht weil ich es das Beste machen kann. Ich glaube an die Wille, das gegenseitige Lernen, das Leben in einem guten Kreislauf zu bewegen, der Grund ist. Geben und Nehmen stehen nicht in Zahlen, sondern in dem kosmischen Geschehen.
Ich bin eine Wanderin, die heute hier bleibt, morgen vielleicht aufbricht. Vielleicht habe ich Spuren hinterlassen, vielleicht werden die Spuren von Schneedecke geschlossen.