Wuliangshan in Yunnan ist heute ein Nationalpark. Früher war er bewohnt von Menschen, die ihre eigene Geschichte haben. Sie haben keine Schrift, aber Kompass. Ihre Kompass waren die Felsen, den Fluss und die Sonne. Die scheinbar unbewegliche Dinge bieten die Orientierung und Stabilität für die Weitergabe ihrer Geschichte und Mythen.
Was kann passieren, wenn die Menschen nicht mehr erlaubt sind dort zu leben und ihre Kompass bei sich zu haben?
Jahr für Jahr liefen die Bewohner von Wuliangshan in jedem Frühling ins Innern des Berges und pflückten die zarten Frühlingsblätter. Jahr für Jahr. Seit Wuliangshan ein Nationalpark wurde, dürfen sie nicht mehr, weil der Berg beschützt werden soll von zivilisierten Chinesen.
Ich weiss nicht, was mit diesen Menschen nun passiert und was dann mit ihrer Geschichte weiter passiert. Ich weiss nur, dass der verbotene Tee aus Wuliangshan mir ein Mythen erzählt von unbeweglichen Teebäume, die einmal Kompass war und nun immer noch Kompass ist – für mich.
In der Beliebigkeit unserer Welt, in der man alles weiter erfinden kann und selbst mischen kann, versuche ich in Shui Tang den jungen Menschen zu vermitteln, die zu mir kommen, den Kompass.
Wenn wir eine Schale Tee zubereiten, egal wo wir sind und wann wir es tun, bleiben paar Dinge für immer gleich wie ein Kompass: der Weg des Tees ist der direkte und einfachste Weg.
Steht der Kopf in der Mitte des Körpers? – wie findest Du den Mitte?
Steht die Kanne oder Schale genug weit von Dir oder genug nah? – wie finde ich die Nähe und Distanz zu den Dinge, die ich tue?
Möchtest Du einen Tee von klar ausrichteter Konzentration trinken und servieren? Was kann mir widerspeigeln, ob ich klar und konzentriert bin?
Was geht jetzt vor? Was steht im Vordergrund? Der Tee, der Gast oder ???
Paar Dinge im Tee verändern sich nie. Bestimmte Dinge im Leben auch nicht.
Die Sprache des Herzens
Es ist absurd zu denken, dass die Fussverletzung ein Geschenk ist – aber doch!
Dass meine Unbeweglichkeit ein Not wurde, erhalte ich plötzlich Hilfe von Unerwarteten. Viele junge Engel flogen auf mich zu und wollten mir helfen. Diese auferweckten männlichen Seelen sind hilfsbereit und freundlich, haben aber auch paar Haken. Ich scherze immer, dass diese Engel defekte Flügel haben und repariert werden sollen. Alexander sagte, Shui Tang habe nun einen neuen Name: „Flügelreparatur-Werkstatt“.
Alexander hat eine Tochter bekommen und sein Leben nimmt einen neuen Sinn an. Er entdeckt Tee und Tee beflügelt ihn zu seiner Bestimmung. Er sagte, viele Menschen haben den Draht zum Herzen verloren und sind nicht mehr fähig eine Entscheidung zu treffen und dann zu tragen. Aber, das Wort „Herze“ sei doch zu „falsch“ und würde Leute abschrecken, vor allen Männer.
Ich weiss nicht, ob das Wort Herz falsch sei oder die Bezeichnung Liebe zu oberflächlich.
Aber die Sprache des Tees, die ich kenne, ist eine Sprache des Herzens.
Wenn diese Sprache des Herzens Leute abschrecken würde, dann sollte es eben sein. Daran ändert sich nichts.
Wie kann man Tee verstehen wollen ohne Herzen? Oder meinst Du über Tee reden? Geht es um den Tee oder um Dich oder um Deine Fähigkeit über etwas zu blasen?
Es sind bloss paar Blatter aus einer so genannten Pflanzen Camelia Sinesis. Man kann sie in heissem Wasser kochen zerquetschen oder malen. Sie können bedeutunglos sein oder beladen von Bilder. Diese Bilder malen wir selbst. Wir sind der Schöpfer und Teeblätter lediglich ein Ferment. Wir kreieren die Fülle der Bilder, indem wir unser Reichtum an Einfühlen, an Fantasie und an Ausruck zur Sprache zu bringen. Das Radar des Sinnes ist das Herz, nicht der Verstand der Augen, der viel lesen kann und weiter spricht. Wir sind der Schöpfer, nicht Opfer. Wir sind der Schöpfer, der gestaltet, nicht der Opfer einer Tradition oder Ideologie. Wenn das Herz zur Sprache kommt, dann verschmelzt der Verstand einer Tradition oder Ideen mit dem Erleben des Gegenwarts!
Im Moment ist mein Flügel auch verletzt, meine Beweglichkeit ist eingeschränkt. Im Moment habe starkes Berdürfnisse an Bangwei Pu Er oder Lao Banzhang Pu Er. Es ist unsinn über die Tee blätter zu sprechen. Es ist bereichernd – zum Mindest für mich über das, was der Tee mit mir macht, zu reflektieren!
Begegnung mit Erde und Feuer

Teefreundin Ulricke schickte mir wunderbare Fotos von meiner ersten
Begegnung mit Erde in Rasa (Tessin)! Evi war meine erste Lehrerin!
Ich hätte nie träumen können, dass ich selbst eine Teeschale kreieren
könnte! So eine unbegabte Person wie ich und zwei ganz linke Hände!
Doch Erde macht keinen Unterschiede zwischen Menschen. Mit kindlichem
Freude und unaufhaltsamen Neugierde ging ich an die Tonerde und entdeckt
ein neues Paradies für mein Kind in mir!
So einfach ist das, mit dem kindlichen Ich in Berühung zu bleiben!
Die Zeit. Die Zeit?
„Verändert das Experiment den Lauf der Dinge? Und falls ja – was ist dann mit dem Jetzt? Wenn wir nachträglich den Lauf der Dinge ändern?“ Martin Suter „Die Zeit, die Zeit.“
Ein Mann glaubt nicht, dass es die Zeit gibt. Es gäbe nur Veränderung.
Ein Schriftsteller glaubt nicht, dass die Zeit alle Wunde heilt. Es sei nur eine falsche Annahme.
Ein Tee, der nicht an der Zeit verfestigt ist, ändert sich und verändert anderen, die mit ihm in Berührung kommen. Es gibt nur Aufnahme von Momente.
Mein Fuss ist verletzt. Ist die Verletzung so stark und die Schmerzen unerträglich, dass ich diese Vergangenheit am liebsten in meinem Körper vertuschen möchte? Möchte ich die Momente vor dem Unfall festhalten und glauben, dass die Zeit nicht existiert?
Kann ich alles so rekonstruieren, dass ich den Lauf der Dinge ändern? An jenem Tag?
Kann man den Lauf der Dinge festhalten, nur weil man sich nicht entscheidet?
An vergangen Sonntag reisten viele Teefreunde extra nach Zürich, um einen Tag den Tee zu widmen. Zweifelsohne sind wir alle sehr beschäftigt und haben kaum Zeit, Zeit zu verschwenden. Für Tee schaufelt man den Raum für Zeit.
Ich erwarb vor vier Jahren einen Lishan Hochlandsoolong 1987 von Atong anstatt einen sexy IWC Uhr zu kaufen. Ich liebe schönen Uhren, vielleicht auch den schönen Arm, der eine schöne IWC trägt.
1987, eine andere Zeit in Lishan, wo der Garten noch wild sein durfte und Bäume wie in alter Zeit gepflegt wurden. Mein Lehrer Atong macht den Lishan-Qingxin-Oolong und verkaufte an einem Teebauer aus Dongding. Dieser schlaue Teebauer erwarb diesen Tee und nahm damit an dem Wettbewerb in Dongding teil. Dieser Tee bekam den höchsten Preis 1987 in Dongding Berg.
Ich wollte diesen Tee kaufen, als eine Momentaufnahme, als eine Dokumentation für meinen geliebten Lehrer und als ein Experiment, ob die Zeit existiert. Ich wollte ihn „schlachten“, wenn Shui Tang 1 Jahr alt wurde.
Ich war zu geizig und schlachte ihn erst an dem 3jährigen Geburtstag Shui Tang an vergangenen Sonntag.
Ich bin nicht sicher, ob ich den Lauf der Dinge nachträglich beeinflussen will. Ich meine, mich anders zu entscheiden, auch wenn die Dinge erneut versucht werden können. Ich meine mit Wollen, nicht können.
Lishan 1987 war für mich paradiesisch. Leichte Pfirsig-Note und südliche zwarte Blumen. Ich ahnte von Marzipan, beflügelt mit Holzspuren. Meine Nase steigt auf dem Birneberg (Lishan), leise und sanft. Die Schritt des Pfads ist leise, weich und samtig. Unter einem Baum träumt man von sommerlichen Sternhimmel. Früchte oder Baumstamm – etwas dazwischen war ich.
Die Verletzung des Fusses eröffnet mir eine neue Welt. Ein neues Bewusstsein von Möglichkeiten. Ich habe verstanden, dass das Muster, wie ich mit meinem Körper umging, nicht mehr weiter geht. Die Zeit wird meinen Fuss nicht heilen. Der Fuss wurde ab jenem Moment einfach anders. Aber mein Bewusstsein kann es verändern, so zu verändern, dass es sich zu Gutem wendet. Auch ich kann es lernen.
Ich sagte zu den Teefreunde, dass ich diesen Lishan 1987 am liebsten allein trinken würde. Für mich existiert die Zeit nicht. Bei jedem Schluck kann ich mich an jenem Sommer 1987 erinnern und lerne die Vergangenheit zu lieben. Bei jedem Schluck freue ich mich, dass es Veränderung für immer gibt.
Teeseminar Daten 2012 Herbst November
Am 11. November findet ein Teeseminar mit Menglin in Freiburg:
http://www.teeseminar.de/doc/Seminare_2Hj_2012.pdf
In dem wunderbaren Teeraum von Ulrich Haas werden wir einen Tag lang dem Oolong Tee widmen.
Die Besonderheiten dieses Tees entstehen durch Fermentation, Röstung und Lagerung. Anhand von Degustation verschiedenen Muster lernen wir die Faktoren während dem Prozess und Anbauorten kennen.
Der Tee spricht für sich selbst. Durch das Erlernen von verschiedenen Zeichen des Tees zu lesen können wir Tee konkret kennen lernen. Das Intellektuelle Verstehen bleibt oberflächlich und illusorisch.
Wer hart mit Tee arbeiten möchte, kein WELLNESS oder mehr als nur einen netten Tee trinken möchte, ist herzlich willkommen!
Anmeldung bei
Urasenke Freiburg
Anschrift: Urasenke-Stiftung
Mooswaldstr. 5
79279 Vörstetten
Email:
post bei teeseminar.de
Telefon: (07666) 88 46 440
Teeseminar Daten 2012 Herbst Oktober
Man merkt, dass der Sommer langsam vorbei eilt.
Als Mitteleuropäer ist man programmiert, dass man fast zur Outdoor-Akktivität verpflichtet ist, wenn die Sonne scheint. Auch wenn die Sonne stickig wird…
Nun kehren wir zurück in den Raum und es gibt Tee.
Eine Menge Tee.
Am 07.10. findet in Shui Tang ein Teeseminar statt.
Sonntag, 10 – 16 Uhr
Sprache des Tees I
In diesem Seminar möchte ich die Aufmerksamkeit auf das ganz Wesentliche im Tee widmen. Was heisst Grüntee, was heisst Oolong? Wie erkennt man die Fermentation, wie zeigt die Röstungs des Tees. Nur das Wesentliche und nur die wesentlichen Dinge bringen uns tiefer in die Welt des Tees.
Ich habe sehr Freude wieder nur die Essenz der Sprache des Tees zu widmen. Und hoffe, dass viele Teefreunde genau so Freude haben, den Anfänger-Geist zu polieren.
Das Wesentliche von weissen, gelben, grünen, roten, Oolong und Pu Er – Tee zu erkunden durch Degustation.
Die Faktoren wie Fermentation und Röstung kennen zu lernen.
Die besondere Eigentschaften des Tees durch Lagerung und Insektenbefall zu studieren.
Kostenbeitrag: 140 Sfr. (Ermässigung per Anfrage)
Anmeldung:
Shui Tang
Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26
8001 Zürich
044-555 9161
079-3871130
info@shuitang.ch
Puzzles
Ich habe meinen Fuss verletzt. Sooo dick und so blau war es noch nie.
Mir geht aber gut. Der Fuss tut einfach weh. Mit Pantoffeln laufe ich im Moment herum, sogar bis zum edelen Hotel.
Es sieht allerdings schlimm aus. Ich spürte nicht einmal wirklich Schmerzen, nur geteilten Körper.
Elena kam und riet mich unbedingt zu ihrer Therapeutin zu gehen. Eine Feldenkrais Pädagogin. Aber wie soll ich überhaupt dort hin kommen? Ich schüttelte meinen Kopf. Elena insistierte.
Gut, es ist ein Zeichen. Warum nicht. Besser als zu irgendeinem Arzt, der meinen Fuss ausser Rötgen nichts helfen kann. Ich rief die Dame an und schilderte ihr meine Situation, dass ich keine Möglichkeit habe zu ihr zu fahren. Sie bat mir unkompliziert ihre Hilfe an. Sie sei heute in Zürich und kann doch einfach ins Shui Tang kommen… Ich habe es nicht geglaubt!
Heute morgen war Martin leicht zu spät. Es war viel Verkehr. Er wurde nervös. Trotzdem hatte ich die Ruhe. Es wird schon das passieren, wie es sein sollte. Mir geht es gut, nur der Fuss hat Schmerzen.
Die Dame wartete vor Shui Tang. Wir schauten uns herzlich zu einander.
„Sie haben ein wunderschönes Geschäft!“
„Ja, ich habe so viel Glück hier!“
„Wissen Sie, “ sie lächelte so herzlich „ich habe ein Buch von Ihnen gekauft! Sie sind die Autorin von diesem wunderbaren Buch!“
Ach!
„Mein Sohn wollte spezielle Teatoys haben, ich ging zu dem Teehaus Winterthur.“ sie erzählte mir die Geschichte.
„Ja, das ist ein gutes Geschäft. Ich kenne Frau Amsler sehr gut. Eine tolle Frau!“
„Dort habe ich Ihr Buch erworben…“
Und jetzt lernen wir uns unter diesen Umstände kennen!
Sie behandelte mich, arbeitete mit meinem verletzten Körper. Ich spürte wie die zuerst von Schock zerstückte Teile sich wieder zusammenfügten! Was für ein Wunderwerk ist unser Körper? Meine Tränen liefen und mein Mund hat ein schönes Winkel.
Der Körper meldete sich zu Wort. Er hat Schmerzen. Er offenbart, wo er verletzt ist. Der Körper ist nun nicht mehr erstarrt, sondern erweckt. Er hat Schmerzen, er will geheilt werden.
Ein Zeichen II
Wie kommen ich zu den Schätze, die ich von A zu B bringe? Wie kommen ich zu der Person, die diesen Schatz erhalten soll?
Viele Leute glauben, dass man die schönen Dinge ausstellen sollen, damit sie verkauft werden. Experte behaupten, dass das Produkt schön präsentiert werden soll, um beim Publikum gut anzukommen.
Das stimmt alles.
Es gibt viele Ausnahme.
Ich habe oft beobachtet, dass Schöne Dinge für sich selbst sprechen. Auch wenn sie irgendwo versteckt sind und niemand sie sehen. Sie werden verkauft. Sie werden verkauft an die Person, die sich angezogen fühlt… Das Medium, das diese versteckte Schönheit zu richtiger Hand bringt, bin ich. Aber diese Person auszusuchen, tut die Dinge von sich selbst.
Als ich wieder in diesem Geschäft stand, war ich bereits tausend Male dort. Jedesmal lief ich an diesem Schrank vorbei. Ausgerechnet an diesem Tag, als der Taifun sich auf Taiwan eilte, stand ich wieder da. Ich lies gerade die Dinge auf mich wirken. Ein unbekannte Dame kam hinein und diskutierte mit dem Chef. Sehr lange. So lange, dass ich es registrierte. Die Dame beendete das Gespräch, der Verkauf kam nicht zustande. Sie lief allerdings nicht gleich aus dem Geschäft, sie nährte sich zu mir. Sie schaute mich an.
Ihr Blick erweckte in mir ein Blitz.
Ich sprach dem Chef des Geschäftes an. „Was wollte die Dame kaufen?“ „Alte Teekanne aus Yixing.“ „Wie bitte?“ „Ja, Sie wissen, diese begehrten Teekanne aus den 90er Jahren.“ seine Stimme wurde höher.
„Wie bitte? Sie verkaufen diese Teekanne?“ ich reagierte empört, „ich wusste nichts davon!“
„Wie oft sind Sie denn schon bei uns!“ er war genau so empört. „Sie wissen nichts davon?“
Er führte mich zu dem Schrank, an dem ich tausend Male einfach vorbei lief…
Ach! Schatz!
Warum habe ich Euch bloss nicht erkannt? Warum?
Wie komme ich denn zu den Schätze, die ich von A zu B bringe? Auf Zeichen achten. Manchmal braucht einfach ein bisschen Zeit.
Heute stehen die alten Yixing Kanne in Shuitang. Sie wurden von A zu B gebracht – an einem Ort, wo andere Möglichkeiten gibt, wo eine andere Tür geöffnet werden kann!
Ein Zeichen
Als Kind freuen wir uns auf und über die Entdeckung der neuen Welt bis die Erwachsenen zu uns kommen, um uns einzulenken. Wir stellen ständig Fragen, Fragen nach Warum. Bewusst oder unbewusst ahnen wir, dass etwas verbirgt hinter der Wirklichkeit, die vor unseren Augen ablaufen.
Warum?
Warum werden wir Kinder unserer Eltern? Dies könnten unser Eltern selten beantworten.
Nachdem unsere Wirklichkeiten mit Fakten erklärbar werden, verlieren wir unsere Glaube an Warum. Wir glauben nicht mehr an Warum-Frage, sondern an „OK.“ Wir glauben an Technik, glauben an PR, was die Zeitungen uns futtern, und glauben an Zahlen. Wir wissen häufig nicht mehr, was wir wirklich gerne tun. Wir wissen auch nicht mehr, warum wir überhaupt es wissen sollen.
Manchmal bekommt man eine Idee und hat eine Ahnung von Dinge. Dann redet man sehr schnell wieder zu sich selbst, „Ach, Quatsch. Das stimmt gar nicht.“ Selten tun wir gerade das, was wir ahnen. Manchmal wollen wir unser Leben verändern, wissen nicht wie. Bevor wir es aufgeben oder verdrängt haben, begegnen wir jemanden oder lesen gerade ein Blog oder besuchen plötzlich einen Ort. Dann bekommen wir ein Zeichen, eine Chance, sofern wir es erkennen…
Immer wieder erkenne ich die Ketten der Zufälle in meinem Leben. Die Zeichen werden intensiver und häufiger. Durch meinen Beruf lerne ich ständig Menschen kennen und muss Schätze von A zu B bringen. Wie komme ich zu Menschen, die diese Schale oder diesem Tee wollen? Wie komme ich zu Schätze, die später zu dieser Dame oder zu diesem Herrn gehen?
Ist es bloss kaufen und verkaufen?
Eine Rarität
Seit 2005 ist es verboten, die „seltenen Erde“ für Yixing Kanne auszubeuten.
Yixing-Kanne, der Traum-Spielzeug von den chinesischen Teeliebhaber. Sie ist berühmt, nicht nur wegen der Ästhetik und künstlerischen Errungenschaft, sondern auch für die besten Material für Teegefäss.
„Es gibt in dieser Welt nur eine Art von Zisha-Kanne (Purpuer-Ton). Ihre Kanne heisst Yixing“ Das war die Liebeserklärung an Yixing-Kanne und ein Zeichen für eine Kulturerbe. Wenn man allerdings den Fernsehen-Bericht von CCTV über Zisha gesehen hat, dann würde man drei Male überlegen bevor man tatsächlich Geld für Yixing-Kanne ausgibt.
http://space.tv.cctv.com/video/VIDE1275207296964884
In diesem Bericht erfährt man, wie unmöglich eine tatsächliche Zisha-Kanne aus Yixing zu erwerben. Die Zisha-Kanne kann man zwar kaufen, aber das Material kommt aus Nachbarprovinz und die Farbe wurde aufgepeppt von Chemie. „Ist diese schöne Farbe giftig?“ fragte der Journalist. Der Verkäufer stimmte zu. Es war auffällig, dass die Verkäufer selbst keine solche neuen Kanne verwenden. Weil sie giftig sind?
Ist die teuere Teekanne von dem berühmten Künstler tatsächlich original? Die ehrliche Antwort im Bericht lautet nein. Es ist ein Fliessband der Produktion.
Ein Verkäufer äusserte sehr poetisch: “ Wissen Sie, dass es eine dunkle Welt existiert im Bauch der Kanne. Wir sehen in dem Bauch kein Licht.“
Ich habe mich immer gefragt, welche Yixing Kanne kann man noch kaufen?
You sagte mir, „am besten noch vor 80er Jahren.“ Ich habe welchen von ihm erworben und verkaufe noch gar nicht in Shui Tang. Ich kann mich noch nicht von den Schönheiten trennen.
„Oder Du gehst nach Japan, findet schwarzes Loch (Läden voller alten Zeug – wirkt für mich wie schwarzes Loch, wo Zeit und Raum keine Rolle spielt) und gräbe noch paar Teekanne aus den 60er Jahren aus.“ er ergänzte „weiss Du, die Japaner waren wie immer schneller. Sie wissen, was gut auf der Erde ist. Danke Ihren Aufträgen in 60er Jahren haben wir heute schöne gute Teekanne aus Yixing, wovon wir noch träumen können.
„Oder“ er schluckte ein bisschen Tee, „Du hast tatsächlich Glück und werden von Teekannen gerufen. Manchmal mit Glück findet man noch Teekanne aus den 90er Jahren. Sie sind auch noch gut. Aber solches Glück muss man haben…“
Wie komme ich zu meinem Glück?
Ich werde demnächst darüber berichten.