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Nach dem Teeseminar mit Atong

Nach dem Teeseminar mit Atong haben wir viele Feedback erhalten.

Manche haben sich geklagt über das „ungleiche“ Niveau von Tischnachbaren. Als Atong es erfuhr, lachte er ganz laut. Er erwiderte, „Okay, nächstes Mal machen wir eine Eingangsprüfung. Das Gebühr von dieser Prüfung ist 100 Sfr. Und für das Fortgeschrittene kostet per Person 1000 Sfr.“

Außerdem haben wir auch ein langes Email von einem Teefreund erhalten:

Liebe Carola, Menglin,

vielen Dank für die gute Organisation und die gute Verpflegung während des Besuches von Teemeister Chen am Sonntag.

Ich habe sehr viel gelernt, der Spur nach wusste ich wie Tee gemacht wird, die Wichtigkeit der verschieden Schritte war mit aber nicht klar. Der Vergleich mit dem Brot backen konnte ich gut nachvollziehen, ich bin in einer Bäckerei aufgewachsen, Brot backen gehörte zu den ersten Kindheitserinnerungen.

Schön jemanden aus Asien zu treffen, der die alte Handwerkskunst beherrscht und würdigt. Ich denke einige der Teilnehmer sind zu technokratisch aufgewachten, als dass Sie von Anfang verstehen konnten, dass man das Endprodukt in jedem Schritt kaputt machen kann und Fehler nicht mehr auszubügeln sind.

Die Teebauern könnten denke ich viel von den Weinbauern in Frankreich lernen, die beherrschen unter Anderem auch das Marketing perfekt. Tee ist ein anonymes Lebensmittel, sehr guter Wein hat ein Gesicht, auf der Flasche steht der Name des Weinguts, ich kann im Internet nach sehen, wer ihn macht und auch hinfahren um mir den Wein selbst zu kaufen. Ich kann als Weinliebhaber durch die verschiedenen Regionen der Welt reisen und die Weine degustieren.

Ich weiß natürlich auch mehr über Wein als über Tee.

Bei Tee tu ich mich schwer, ich vertraue auf die Teehändler, aber ich weiß ich den meisten Fällen, vielleicht die Region aus der der Tee kommt, aber nicht mehr.

Tees mit dem gleichen Namen auf dem Etikett können sehr gut, oder weniger gut sein, je nachdem welcher Tea-Maker am Werk war, ich kenne den Tea-Maker aber nicht.

Bei verschiedenen Händlern bekomme ich unter demselben Namen verschiedene Produkte, weil die Bezeichnung wie mir scheint nur sehr grob ist.

Es war viel von Mainstream die Rede, da müssen wir uns glaube ich nicht so stark drum kümmern, einigen Modeerscheinung wird man immer folgen müssen aber bei einem Produkt für Liebhaber wird man diese auch finden, es steckt natürlich eine Menge Arbeit dahinter. Vielleicht stellt sich Taiwan selbst ein Bein.

Aus meiner Sicht macht da sogar das europäische Agrarrecht Sinn. Ein Bordeaux muss aus Bordeaux kommen, ein Emmentaler aus der Schweiz ansonsten muss es auf dem Etikett stehen. Bei Tee scheint mir, kann jeder machen was er will, damit wird es dem Konsument schwer gemacht, dasselbe Produkt nochmals zu kaufen. Bei Geschwendner schmeckt der Formosa Oolong anders als bei Menglin, im Teeladen in Tübingen wieder anders und aus dem Teeladen in Peking wieder anders.

Ein Cheval Blanc premier grand cru classe ist ein Cheval Blanc premier grand cru classe, ein iPhone, ein iPhone überall auf der Welt. Tee kennt Qualitätsunterschiede aber es fehlt eine nachvollziehbare Klassifizierung. Ich muss dem Händler vertrauen und Händler sind Händler, sie verkaufen das am liebsten mit dem sie am meisten Geld verdienen, so ist es schwer immer nur dem Händler zu vertrauen. Tee fehlt anscheinend ein System der Qualitätseinordnung, wie es bei anderen Lebensmitteln üblich ist.

In Japan kann man es wahrscheinlich noch am ehesten finden, wenn man japanisch kann, ich weiss es aber nicht.

Bei China spielt natürlich die Zeitgeschichte eine grosse Rolle, dieser Zusammenhang fehlt uns natürlich, die schnelle Öffnung der Märkte Richtung Europa und Amerika hat wahrscheinlich auch viel kaputt gemacht und vielleicht in manchen Regionen zu einer Goldgräberstimmung geführt, die in der Regel zu vielen Auswüchsen führt, die später mühsam korrigiert werden müssen.

Es wird immer nur eine kleine Menge Leute geben, die Handwerkskunst zu schätzen wissen und bereit sind dafür bereit sind viel Geld zu bezahlen (damit kann man sich dann auch die Arbeiter wieder leisten). Die Frage ist nur, wie bekommt mann diese Leute zusammen, dein Teegeschäft ist ein guter Multiplikator, die Seminare gehören dazu und sind einzigartig. Aber heute ist es ja kein Problem mehr über Internet weltweit tätig sein und diese kleine Menge Leute zusammenzugekommen.

In Bordeaux habe ich mehrere Weinseminare, insgesamt 3 Wochen an der Ecole du vin besucht (heute darf ich keine Wein mehr trinken). Wir haben dort in den drei Wochen so viel Stoff gelernt wie am Sonntag in 6 Stunden. Das war ganz schön komprimiert, es war denke ich für beide Seiten ziemlich anstrengend so lange die Konzentration zu halten, wahrscheinlich wären zwei Tage besser gewesen, das kann ja in Zukunft noch kommen.

Es hätte denke ich sehr vielen geholfen die erste Folie mit der Übersicht übersetzt zu haben, sie hat wahrscheinlich den Produktionsprozess gezeigt. Ich glaube die wenigsten können chinesisch.

Ich habe viel zu viel geschrieben, man merkt ich habe Urlaub und es regnet noch.

(…)

Ich übersetzte Atong und fragte ihn, wie man das email beantwortet, er antwortet, „Ganz einfach.“

  1. Wir können das Seminar in 3 Wochen teilen. Reservieren Sie die Daten und sparen Sie das Geld für Hotels und Seminargebühren. Menglin hat wahrscheinlich keine Zeit dafür und man muss einen Uebersetzer finden, der mindestens so gut wie sie ist.
  2. Selbstverständlich kann man immer etwas voneinander lernen. Gerne etwas lernen von Frankreich, wie sie ihren Wein mit Rechtsspruch beschützt. Das ist ein langer Weg, nicht wahr?
  3. Das Powerpoint hat Menglin zum ersten Mal wie alle Teilnehmer gesehen. Ein Fehler, den wir nächstest Mal anders machen können. Es fehlen die lateinischen Buchstaben bei den wichtigen Ausdruck.
  4. Fehlt der Tee in Taiwan oder China eine Qualitätsordnung? In dem alten kommunistischen System vor 80er Jahren waren nur staatliche Fabriken in China, die Tees produzieren. Vor 80er Jahren haben Taiwaner selbst wenig Tee trinken können. Der Tee war für Export produziert und von kleinen Quantität und minderen Qualität. Damals gab eine Norm, der von ausländischen Händler bestimmt war. Der Norm war von minderen Qualität. Heute gibt es Chaos, aber eher von einer stark verbesserten Qualität, die dann auch mit vielen Problemen verbunden ist. Es ist aber auch eine Chance! Als eine chinesische Kultur zugehörige würde man von sich verlangen, selbst an eigenes Urteilsvermögen zu arbeiten anstatt an die äußerliche Autorität zu glauben. Trotzdem ist es wahr, dass die Produzenten sich Gedanke machen müssen, wie man gemeinsam arbeiten kann, um das Vertrauen von Konsumenten zu erhalten. Tee von Wettbewerb ist eben ein System. Aber wenn man den Hintergrund kennt, verliert man wieder die Hoffnung etwas Institutionelles zu gründen.
  5. Dass der Formosa Oolong bei Teegeschwender schmeckt als bei Shui Tang, ist es nicht schwierig zu verstehen. Sie kaufen auf den Markt ein, der etwas anbietet. Shui Tang hat eine klare Vorstellung, die sich an die Tradition orientiert. Ein Geschäft, das auf System von Geschäften basiert, arbeitet anders als ein kleines Geschäft an einer engen Gasse steht. Ist es doch klar, oder? Der Käse von Migros unterscheidet sich doch von dem Quatierladen im Neumarkt.

Lieber Freund, bevor die Produzenten ein Klassifizierungssystem schaffen, was man in Weinwelt kennt, pflege einen guten Zugang mit Tee durch unsere geschärfte Sinne. Suche ein gutes Geschäft aus, habe ein Referenz-Geschäft und paar gute Teefreunde, mit den wir austauschen, klatschen und lernen können.

Persönlich bin ich nicht besonders scharf auf so ein System. Vielleicht weil ich eine Asiatin bin. Aber ich kann auch etwas von dem Ordnungssinn lernen, darum bin ich in der Schweiz.

 

Diese Jahre als Teehändler

Familie Chou hat Händler Tradition. Obwohl unser letzter Vorfahren sehr wahrscheinlich Teebauer oder Teehändler war. Wir kommen aus Hu Qiu, wo üppige Tie Guan Yins wachsen und viele Chous heute noch leben!

Ich habe keine kaufmännische Ausbildung absolviert, sondern Soziologie und Germanistik. Oft frage ich mich ob ich ähnliche Geschichte erzählen würde wenn ich Dozent geblieben wäre? Ich bin sicher. Denn die Erfahrung von Verständnis und Missverständnis, Freundschaft und Verrat, Egoismus und kosmische Liebe überall zu erleben sind!

Als Anfänger von Handel pflegte ich einen Idealismus, der sehr schnell zum Schmerz brachte. Es war ein toller Intellektueller Teemeister, der versuchte hinter meinem Rücken mit meinem Klienten zu handeln. Meine Illusion war zerbrochen. Meister oder Scharlatan zu unterscheiden gehört zu Lektion des Lebens! Was bedeutet Teilen? Mit wem teilen wir? Wie gehen wir mit Menschen um, die sich ausgeschlossen fühlen weil sie es nicht respektieren, dass das Teil meine Freiheit ist?

Für mich hat das Wissen kein Patent und gehört zur Menschheit! Aber Shui Tang kann bis heute leben und viele Menschen die sich mit Tee beschäftigen können von Shui Tang profitieren, weil die wirtschaftliche Entwicklung stimmt. Es ist keine einfache Aufgabe! Mein Vater, ein erfolgreicher Kaufmann und Boss warf mir vor dass ich mit Leute meine Ressourcen teile. Tatsächlich brachte ich Leute zu Orten wo ich einkaufe und zusammenarbeite. Natürlich kostet eine Steinkanne mehr in Shui Tang als direkt bei Produzent. Genau diese Differnz ermöglicht mich, Menschen näher zum Tee zu bringen! Diese Bemühung geht oft im Auge der Menschen verloren, wenn das Geld im Vordergrund spielt. Es ist vielen Menschen nicht bewusst, dass man Respekt braucht um zusammenzuleben: Respekt vor Vermittler und Respekt vor Konsequenz der eigenen Handlung. Man erntet das, was man tut!

Wenn mein Klient wissen will, wer diesen Tee produziert, schweigt Atong meistens. Ich frage einmal und respektiere sein Schweigen. Das ist sein Geheimnis. Er will nicht teilen. Ich will auch nicht, dass Verrat hinter meinem Rücken geschieht. Also respektiere ich es und folge der Ethik! In dieser “ Nahrungskette“ wie Helmut und Jiri scherzten, hat eine Wahrheit! Wir haben alle genug zu essen, wenn wir zusammenarbeiten!

Jeder muss mit diesem Punkt umgehen, wenn man Händler ist! Jeder muss es lernen zu respektieren, wenn man in dieser Welt lebt. Es geht um Bewusstsein des eigenen Handels und die Entwicklung des Erfolges und des Zusammenlebens. Wenn du erfolgreich sein willst, muss du Samen säen, anstatt nur zu rauben. Rauben das, was die andere geäet hat und geackert hat, schafft Karma und kommt irgendwann zurück!

Mit der Zeit lerne ich, mit wem man zusammenarbeiten kann, mit wem was man etwas teilen kann. Oft hilft uns alle mehr wenn das Respekt vorhanden ist. Ich merke, was mein Lehrer mit mir teilt, was er sonst nicht gemacht hätte!  Es ist verrückt dass man mehr erhält wegen Verzicht!

Wir können heute an diesen Ort des schönen Wassers Tee widmen und Verbindungen schaffen, weil es stets Samen ausgesät sind! 

Andererseits ist es relativ egal, ob Shui Tang in 10 Jahre existiert oder Menglin da ist. Manche finden Schade, manche freuen sich sehr. So ist das Leben!

Der Meister in Shui Tang 

Atong sagte er sei ein Ochse und ich bin der Hirt. Ich beute sein Wissen aus!

Nun, es hat schon angefangen:

Er packte seinen privaten Tee aus und muss 20 verschiedenen frischen Ernte mit und degustieren und viele Fragen beantworten!

Shui Tang, der Ort des schönen Wassers, ist im Moment voll in Rosenpracht!

Ein Musterli von Matcha!

Shui Tang ist ein cooler Ort für gute Nerven.

Heute gab es eine tolle Geschichte die ich hier erzählen möchte.

Eine Kundin mit Schweizer Akzent und blond.

„Kann man bei Ihnen Matcha probieren?“

„Ja, Sie können eine Schale bestellen.“

“ Nein, ich möchte nur ein bisschen probieren. Der Matcha schmeckt mir vielleicht gar nicht!“

„Wir können Ihnen nicht einbisschen Match schlagen, leider. Außerdem müssen Sie es bezahlen.“

„Haben Sie keine Musterli von Matcha?“

Ich bemühte mich normal zu sprechen, „wir können Ihnen kein Musterli machen. Wissen Sie, Matcha wird im Kühlschrank gelagert und kann rasch oxidiert werden wenn ich Ihnen in Papier Tüte gebe.“

„Das habe ich noch nie gehört!“ 

Ich gab ihr ein lächeln.

Endlich ist die Dame hinausspaziert.

Kunde sind mein bester Meister für das Leben!

Bo He Tang 2016

Endlich kam ich mit den neusten Pu Er Muster in Zürich an. Man muss nur Teefreunde warten, um gemeinsam eine Tasse zu teilen. Manchmal ist es besser allein zu geniessen, oft ist es schöner, miteinander zu teilen.

Ich schätze Bo He Tang. Vor allem wenn ich mich nicht verstanden fühle, wenn es draussen regnet, wenn es kalt und grau ist. Dann habe ich eine Tasse mit kräftigen zugleich süssen Tau aus den hohen Himmel. 

So hoch sehen die Teebäumen von Bo He Tang aus!


Es sind Gao Gan Cha Shu, hochstämmige Teebäumen.

So hoch hinauf und so breit – wie lang muss ein Baum wachsen bis er so einen Umfang bekommt? Ich betrachte die Fotos von Yu mit Respekt.


Auf dem blauen Schild steht die Warnung: Bo He Tang heissen Sie willkommen. Ohne Führung ist der Eintritt verboten!


Auf diesem Schild steht die rote Warnung: Klettern verboten!

Scheinbar ist der Tee immer bekannter und Bo He Tang ist aus einem unbekannten geheimen Ort ein gerne besuchtes touristisches Ziel geworden!

Wie ist der Bo He Tang 2016? Noch besser als 2015?

Muss die Strategie des Wachstums von Kapitalismus auch bei Pu Er angewendet sein? Muss der 2016 besser sein? 

Ich lachte den Tee an und der Tee mich. In Shui Tang wird er so geschätzt wie er ist. Das Süsse ist präsent, während die Kraft und Herbe des Tees genau so deutlich wirkt. Es ist Bo He Tang, einzigartig und unverwechselbar!

唐草紋 Tang Cao, ein Muster das Kulturen verbindet 

Im Gongfu Cha lernen wir nicht nur Tee zuzubereiten, sondern auch vieles über das Spielzeug um Tee. Eins davon ist das Muster an Keramik oder auf Textilien.

Ich weiss nicht mehr wo ich es gelesen habe, dass das Muster in Keramik Geschichte erzählen. Sie hatten einen Ursprung von kollektivem Gedächtnis, damit die Identität eines Volkes nicht verloren geht. Oft fragte ich mich, wissen wir überhaupt, was das Teatoys uns erzählen wollen? Können wir ewig auf der Ebene bleiben, nur aus Schönheit sie zu bewundern?

In meiner jetzigen Taiwanreise reiste ich extra nach Süden um koreanisches Celadon zu entdecken. Nur lediglich durch das Betrachten von der Schönheit würde ich ruhig und spürte einen tiefen Frieden! Es geht tiefer und es ist mehr. Mehr als bloss Schönheit! Ich hoffe, das was ich diesmal lernte und verstand in die nächsten Gongfu Cha Lektionen weiter fliessen lassen kann!


Dieses japanische Muster findet man im Alltag oder im Tee als Teetuch für Teekanne oder als Unterlage. Der Name dieses Muster heisst Karakusa, in Chinesisch geschrieben heisst es Tang Cao, das Blumenmuster aus der Tang Dynastie.


In chinesischen Kulturkreis ist dieses Blumenmuster sehr beliebt. Dort heisst es Juan Cao Muster, wickelnde Pflanzen Muster. Das Muster setzte sich seit fast zwei Tausendjahren durch in Textilien und in Keramik. Nicht nur innerhalb China ist das populär, sondern auch in Korea und Japan! Dort wird es eben als der Blumenmuster aus Tang Dynastie genannt.


Das obere Bild zeigt ein in blau bemaltem Gaiwan aus der Meiji Zeit und genau das Karakusa Muster von einer bestimmten Interpretation von einer bestimmten Blumen, während das untere Bild ein in negative (Yin) Weise gravierte Celadon Schale aus Taiwan Yingge. Beide sind Tang Cao, nur in verschiedener Weisen!

Aber was bedeutet dieses Muster? Kommt es tatsächlich aus China?

Ich studierte weiter. Das Muster existiert bereits seit dritten Jahrhundert in China! Es kam eigentlich aus der Seidenstrasse! Es hiess, es stammt aus Indien. Aber nein, es ist viel älter und viel weiter. Am Ende wusste ich dass es ursprünglich aus Syrien stammte! Syrien! Wiege der Kultur! Dort herrschte Krieg! Dort wird unser kollektives Gedächtnis systematisch zerstört!

Es stach in meinem Herzen als ich es lass. Es ist wahr, dass wir alle viel stärker verbunden sind als wir dachten. Verbunden durch ein Muster!

Juan Cao Muster ( Tang Cao oder Karakusa) bedeutet Wiedergeburt. Das Leben und der Tod sind Themen, die alle Menschen konfrontieren. Es ist eine uralte Erinnerung oder Mahnung eines Gottes durch einen Priester oder eine Priesterin, „Lerne aus der Natur! Werde wie die Acanthus, Lotus oder Wein, sie spriessen aus der Erde voller toten Blättern und nahe am Boden. Unbeirrt setzen Sie sich fort!“ 

Nun weiss ich, dass Juan Cao eine Aufforderung an uns hat. Seine Sprache heisst Lebe!

Welchen Tee sollte ich in diesem Gaiwan oder Teeschale zubereiten, der das Leben zum Singen bringt?

Frage an Yu wegen Pu Er 2016

Anschliessend der letzen Beitrag “ wie lernt man Pu Er Gushu?“

„Warum hast Du solche Gegende ausgesucht, die nicht berühmt sind? Hast Du keine Angst, dass die Lektionsedition sich nicht verkaufen lässt?“

Er antwortete, „Der Tee aus Gushu von 曼糯 山 Man Nuo Berg hat Substanz. Man Nuo Berg ist kannst als der schweigsame alte Teeberg. Er ist nicht bekannt für viele Menschen, weil er weit von den berühmten Anbaugebieten liegt. Aber der Tee wächst dort in intakter Natur und sein Geschmack unterscheidet sich deutlich von den Tee aus anderen Regionen! Das hilft uns zu lernen! 革登 Ge Deng gehört zu den sechs alten Teebergen und ist sehr wichtig für Teeliebhaber, die PuEr kennen lernen wollen.“

„Warum willst Du nicht noch 台地 Tai Di Cha ( Tee von Plantage) als Kontrast aufnehmen?“

„Ich will keine Feindschaft von anderen Teehändler bekommen!“ Er lachte.

„Ich verstehe nicht, weshalb Du nicht Exemplare von sechs bekannten Teebergen ( 六大茶山)Liu Da Cha Shan) produzieren und als Set zu verkaufen!?“ Ich fragte mit leichter Enttäuschung. 

„Natürlich will ich es!“ er betonte, „aber ich bin noch zu klein im Moment! Das Kapital für solches Werk ist zu hoch, wenn man es richtig machen möchte, anstatt nur um etwas zu gestalten! Yu Le Shan hat keinen guten Tee mehr. Wenn dann würde ich eine Serie machen mit den fünf bekannten Teeberge!“ Er pausierte kurz, „Im Moment ist es das, was ich verwirklichen kann! Aber ich habe eine Vision.“

Ich bedankte mich für seine Antwort. Ich weiss nicht, ob unsere Teefreunde aus Europa mit ihm einverstanden sind. Mit Mut schrieb ich ihm, „Schritt für Schritt, wenn wir immer mit unseren Anfängergeist in eins sind, werden wir uns begleiten, Du uns, und wir Dich!“

Wie lernt man Pu Er Gushu kennen?

Wir haben uns entschieden Material zu produzieren, um Teeliebhaber zu helfen, die sich für den wahren Geschmack von Pu Er Gushu interessieren.

Es gibt viele Angebote von Pu Er aus alten Bäumen. Wie kann man unabhängig von den Etiketten und Werbung von Verkäufer den richtigen alten Bäumen erkennen? Ganz einfach durch Übung. Übung von alltäglichen Trinken von authentischen Gushu.

Für diesen Zweck ist das Stapel von Gushu 2016 entstanden: es umfasst zwei Regionen. Auswahlkriterium ist der deutliche Unterschied des Geschmacks, reines Gushu, richtige gute Preisleistungsverhältnis!

Aus Menghai: Bu Lang (He Kai),  Ba Da (Zhang Lang),  Meng Wang (Man Nuo).

Aus Mengla: Yiwu(Gaoshan), Yibang ( Man Gong), Deng Ge (Zhi Bang).

Sechs Fladen, je 50g. Preis noch nicht klar wegen Zoll und Porto Kosten. Wer sich dafür interessiert, bitte per Email

Info@shuitang.ch

Ausflug nach Sanxia 三峽台北

Wo wächst unser Sanxia Bai Cha, Sanxia Hongcha und Mixiang Hongcha?

Hier in Sanxia!

Mitten in der Hügellandschaft bei Taipei und organic orientierter Garten. Der Teebauer Herr Huang, mehrfach im Wettbewerb mit besten Preisen ausgezeichnet und seit fünf Generation in Teeprodultion! 

Wir sehen wie Süsskartoffeln zwischen Teepflanzen wachsen und Spinner ihre Netze bauen! 

Die Luft rein und der Duft der Blüten von Pamelo schwingt!

   
    
 

蠻磚桃子寨 Vorfreude von Tee aus Pfirsich Dorf

Yu schickte paar Fotos aus Seiner Teereise in Yunnan. Jetzt welche aus Manzhuan Berg, Taozi Pfirsich Dorf!

Der Tee aus diesem Gebiet ist bekannt für seiner unangepassten Wildheit und Verbindung zum Ursprung! Aus natürlichen Mischwald wachsen die Teebäumen hier für viele viele Hundertenjahren! ( Im Foto sehen wir die wilde Yams Pflanzen wachsen einfach dazwischen!)

Als ich zarte lebendige saftiggüne Teeblätter sah, würde ich gerne sofort Wasser kochen,  Yixing Kanne putzen und dann alles beiseite legen, diesen Tee widmen!

Ach, es dauert noch so lange bis der Tee in Zürich ankommt!