Sein lassen oder nicht sein lassen

Jedes Mal wenn ich in sein schönes Büro kam, bewunderte ich seine verstaubten Sammlungen. Er interessiere sich nicht mehr für sein einstige Zuneigung zum Porzellan. Die schönen alten Porzellan-Kanne aus fernen Ost stehen einfach ganz oben im Staub. Dann scherzte ich, dass diese Kostbarkeiten irgendwann im Brockenhaus landen würden, wenn er mir nicht gebe. Ich werde sie verkaufen, sie unter unter den Händen bringen, die sie berühren.

Er war nicht sicher, ob er seine Sammlungen sein lassen sollte oder nicht sein lassen sollte.

Ich bekam tatsächlich paar Kannen. Er habe Zweifel, ob sie echt sind. Es war ihm damals egal, denn er entzückt war von der Authentizität und Spontanität der einfachen Dinge. Diese Teekanne waren damals keine Kostbarkeit. Es war gemacht für das einfache Volk, das Tee als Getränk verstand, anstatt als Genuss.

Mich berühren schönen einfachen Dinge. Dinge zu sammeln lernte ich als Kind von meinem Großvater, der Stein, Kalligrahpie und andere nutzlosen Dinge sammelte. Die Dinge, die er jahrelang sammelte, verschimmeln nun irgendwo in meinem Elternhaus oder im Blumentopf. Dies macht mir irgendwie klar, dass das Sammeln ähnlich wie bei Bankwesen funktioniert – als Blockade. Das Kapital ist so scheu wie ein Rehe, weil sie Angst haben, etwas zu verlieren, darum hocken sie auf das Geld… Irgendwann stinkt das Masse von dem so genannten Geld, wenn das Masse sich nicht mehr bewegt und fliesst. Wie bringt man wieder diese Blockade zum fliessen? Durch Handeln und Handeln!

Darum handele ich gerne. Das Geschäft machen bringt alles wieder im Fluss! Ich bringe A zu B und B bringt C zu mir, damit ich D wieder zu E bringen kann! Wie wunderbar!

Wahrscheinlich ist ein Geschäftsmann gut, wenn er nichts dauerhaft besitzt.

Da ich schon immer gerne alten einfachen Dinge habe, sammle ich viele viele Bücher, die das versteckte Wissen speichern. In einem diesen Büchern fand ich ähnliche Handschrift und ähnliche Malstil von den alten Teekannen. Es war mir bewusst, wie kostbar diese Dinge sind. 

Nun ist es mir klar, ihn zu überzeugen, die Kanne nach Taiwan oder Hongkong zu bringen, bringt wohl eine Menge Geld. Dann landen diese Kanne irgendwo in einem Vitrine von einem Sammler, der stets nach der Kostbarkeit in einem Geschäft fragt. Nach seinem Tod landen diese Kanne irgendwo im Staub oder im Brockenhaus oder weiter in irgendeinem Vitrine. Wer benutzt sie denn? Wer lässt sie wieder in ihrem ursprünglichen Sinn leben? Nur die Menschen, die sie als schöne Teekanne sehen und als Teekanne weiter benutzen wollen. Als ein Teil des Lebens anstatt ein Teil der dekorativen Attribute.

Ich verkauf diese schönen einfachen Kannen in Shui Tang. Sie werden schon ihren neuen Herr finden, weil sie einfach und authentisch sind – für den täglichen Teegenuss!

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