Der Geist des Tees

Der Geist des Tees

Liebe Menglin,

vielen Dank für das tolle Seminar und die Übernachtungsmöglichkeit. Der Abend bei dir war mindestens genauso schön wie das Seminar. Ich habe vorhin etwas in deinem Blog gelesen, auch in den älteren Beiträgen, und kann mit den Begriffen endlich etwas anfangen. Ich werde versuchen die Bezeichnungen der Teesorten zu lernen. Es muss ja nicht von heute auf morgen sein. Einfach aus Neugierde und weil nun ein Bezug dazu vorhanden ist. „Schneeflocken Oolong“ ? – jaaa kenne ich 🙂 Ich glaube, wenn man anfängt ein wenig zu verstehen wird der Reiz immer größer mehr herauszufinden. Danke, dass du mir (uns) diese Gelegenheit gegeben hast und gibst. Es ist wie mit dem Feinstaub (in München ein wichtiges Thema, weil die Belastung groß ist“. Was die wenigsten wissen ist, dass ohne Feinstaub kein Leben stattfinden könnte. Ohne Feinstaub gäbe es keine Wolken, weil die Wassermoleküle etwas benötigen um das sie sich herum anordnen können. Im übertragenen Sinne habe ich nun Feinstaub geatmet und bin gespannt was sich drum herum bilden wird und freue mich auf die Entwicklung.

Sich mit Teesorten und Qualitäten auszukennen ist sicher nur ein Aspekt. Ein anderer Aspekt, sich selbst kennenzulernen und zu reflektieren hat mir ebenfalls sehr imponiert. So hatte ich es noch nicht gesehen, zumindest nicht bewußt. Die Demonstration, wie ich die Teekanne auf den Tisch gestellt habe war sehr einprägsam. Es geht nicht einfach nur darum etwas dahinzulegen. Nein, die Art und Weise wie es gemacht wird sagt anscheindend etwas über die Person und ihre Haltung gegenüber anderen Anwesenden aus. „Leise und unauffällig“, damit man sein Ego nicht in den Vordergrund stellt.

Es gibt noch viele Eindrücke, aber ich denke deine Geduld genug strapaziert zu haben. Ein letzter Kommentar noch zu der Gruppe. Sie waren einfach alle herzenslieb!

Herzliche Grüsse aus München
Cenk

Was für einen Sprung muss jemand wagen, aus einer völlig fremden Kultur zuerst auf eine fremde Gesellschaft wie die deutsche einzulassen und weiter in eine anderen einzutauchen? Was für einen Unterfangen könnte es bedeuten, diesen Schritt zu versuchen?

Ich kannte Cenk nicht, bevor ich irgendwann im Frühjahr ein Email von ihm erhielt. Er lobte das Tee Erleben Blog. Dann schrieb er mir wieder Emails, um endlich ein Teeseminar-Termin von mir zu bekommen. Er sagte, er würde den Termin sehr gerne freihalten, wenn er früher wissen könnte. Ich dachte zuerst, „Ach aus München? Wer macht sich diese Mühe wegen Tee?“ Da er hartnäckig daran blieb, habe ich endlich Termine festgelegt. Also er war der Geburtshelfer der vergangenen Veranstaltungen.

Innerhalb drei Stunde, die normalerweise kaum eine Rolle im Leben spielt, könnte etwas passieren, um das Leben in einer ganz anderen Richtung zu bringen. Er entdeckte plötzlich einen Weg, der zur Selbstbefreiung führt. Selbstbefreiung, wenn man sich selbst sein kann, das schreiende Ego beobacht und sich dabei nicht mehr bewegt - man kann sein Ego sehen und ihm nicht mehr befolgen muss. Dieser Wechselprozess von Sehen und Gesehen werden, begegnen wir immer wieder im Praxis des Tees. Wir könnten das Ego des anderen im Alltag sehr gut beobachten, während wir im Tee permanent das eigene sieht. Leise und unauffällig, Menschen eine Schale Tee zu servieren, ist für mich das Wichtigste, das ich im Praxis des Tee lernte und meine Leben grundlegend veränderte!

Mich hat das Email sehr berührt. Mit paar Sätze fasste Cenk den Geist des Tees zusammen, innerhalb drei Stunde berüht er den Geist des Tees. Ich freue mich sehr, dieses Moment dabei sein zu können!

Foto: von links: Carola, Cenk, Antje, Menglin, Madleine, Anja am Gongfu Cha üben.

3 Gedanken zu „Der Geist des Tees

  1. Jörg

    Hallo Cenk,
    ich hoffe du bist wieder gut in München angekommen. Ich hoffe ebenso, dass du weißt auf was du dich da eingelassen hast und auf welchem Pfad du dich ab sofort befindest? Bei einem Kannenset wird es nicht bleiben….dur wirst in Zukunft deine Ansprüche an Tee immmer weiter nach oben schrauben, dur wirst deinen Urlaub streichen müssen, weil du mal wieder zuviel Geld für Teeutensilien ausgegeben hast. Dein Arbeitszimmer wird zum Teezimmer umfunktioniert. Deine Frau wird begeistert sein. Grins. Dies soll keine Warnung sein, sondern nur mit anderen Worten folgendes zum Ausdruck bringen: Ein herrzliches Willkommen und Hallo in der Welt des Tees.
    An dieser Stelle noch mal einen ganz herzlichen Danke an alle Teilnehmer der fröhlichen Züricher Teerunde. Es war super lustig und schön gemeinsam mit euch wieder neue Facetten des Tees zu entdecken.

    Wenn ich jetzt sage ich möchte auch dem Tee danken und nicht Menglin dann geschieht dies natürlich mit einem mehrfachen Augenzwinkern. Sie selbst sagte Tee lügt nicht und man lernt vom Tee und nicht von einer Person. Die Rolle des Gastgebers ist ja darauf bedacht selbst in den Hintergrund zu treten. Deshalb der Dank an Menglin „nur“ dafür, dass wir durch ihre Hilfe vom Tee lernen durften. Gleichzeitig unterstreicht aber die Tatsache, dass ich etliche Kilometer von Frankfurt nach Zürich zu einem Teeseminar fahre nur um mir Hilfestellung in Sachen Tee zu holen die Einzigartigkeit dieser Frau und ihr Engagement uns europäischen Teebanausen etwas von ihrer Kultur zu vermitteln. Meine Dankesworte dafür reichen allerdings bei weitem nicht aus und so beschränke ich mich in dem ich einfach nur sage:
    DANKE MENGLIN

    Ein herzlicher Teegruß von „ach der aus dem Blog“

    Jörg

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  2. Jörg

    Hallo Cenk,
    ich hoffe du bist wieder gut in München angekommen. Ich hoffe ebenso, dass du weißt auf was du dich da eingelassen hast und auf welchem Pfad du dich ab sofort befindest? Bei einem Kannenset wird es nicht bleiben….dur wirst in Zukunft deine Ansprüche an Tee immmer weiter nach oben schrauben, dur wirst deinen Urlaub streichen müssen, weil du mal wieder zuviel Geld für Teeutensilien ausgegeben hast. Dein Arbeitszimmer wird zum Teezimmer umfunktioniert. Deine Frau wird begeistert sein. Grins. Dies soll keine Warnung sein, sondern nur mit anderen Worten folgendes zum Ausdruck bringen: Ein herrzliches Willkommen und Hallo in der Welt des Tees.
    An dieser Stelle noch mal einen ganz herzlichen Danke an alle Teilnehmer der fröhlichen Züricher Teerunde. Es war super lustig und schön gemeinsam mit euch wieder neue Facetten des Tees zu entdecken.

    Wenn ich jetzt sage ich möchte auch dem Tee danken und nicht Menglin dann geschieht dies natürlich mit einem mehrfachen Augenzwinkern. Sie selbst sagte Tee lügt nicht und man lernt vom Tee und nicht von einer Person. Die Rolle des Gastgebers ist ja darauf bedacht selbst in den Hintergrund zu treten. Deshalb der Dank an Menglin „nur“ dafür, dass wir durch ihre Hilfe vom Tee lernen durften. Gleichzeitig unterstreicht aber die Tatsache, dass ich etliche Kilometer von Frankfurt nach Zürich zu einem Teeseminar fahre nur um mir Hilfestellung in Sachen Tee zu holen die Einzigartigkeit dieser Frau und ihr Engagement uns europäischen Teebanausen etwas von ihrer Kultur zu vermitteln. Meine Dankesworte dafür reichen allerdings bei weitem nicht aus und so beschränke ich mich in dem ich einfach nur sage:
    DANKE MENGLIN

    Ein herzlicher Teegruß von „ach der aus dem Blog“

    Jörg

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  3. Menglin

    Lieber Jörg, Deine Liebe und Kenntnis zum Tee begeisterten viele Menschen und helfen auch anderen Menschen weiter auf dem Teeweg zu gehen. Alle haben es sehr geschätzt.
    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Doiplomarbeit, die ein Endpunkt Deines Lebens setzt und eine andere Tür öffnet. Der Teeweg wird uns dorthin führen, wo wir unseren Platz finden. Ich bin sicher, jeder Mensch hat seinen Platz in dieser Welt.
    Weggefährte sind die besten Lehrer auf dem Weg.

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