Archiv für den Tag 23/01/2007

Tee in Ceylon

ceylon tee

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Herr Hans Obrist erzählte uns seine Erfahrungen als Teepflanzer in seiner Zeit auf Ceylon, wie er die Teeplantage pflegte. Er war stets bescheiden und sagte, dass er keine Ahnung hat von den Kriterien, die Tees zu beurteilen. Sein job war lediglich, auf die Teebäume zu schauen. Den Tee zu testen und zu verifizieren war das Job des Teemakers. Die Teamaker aus Malaysia waren sehr beliebt und leiteten gute Arbeit. Dagegen waren Brocker nicht immer seinem Ruf gerecht.

Der beste Ceylon kann nie aus Zufall entstehen. Vier Faktoren prägen und entscheiden die Qualität des Tees: Klima, Höhenlage, Pflückqualität und Fabrikation. Im Juli und August, wenn das Wetter trocken ist, wenn der Wind kommt anstatt dem Regen, können wir den besten Tee aus Uva Distrikt erwarten. Je höher die Anbaugebiet liegt, desto besser wird der Tee. Uva Distirkt liegt in der hervorrgaenden klimatischen Lage und produziert hervorragende Ceylon-Tee. Wenn das Pflückgut in der richtigen Zeitpunkt – nicht zu früh und zu spät gepflückt wird, kann die Fabrikation nicht mehr viel falsch machen. Auf Ceylon kann alle 40 Tage neue Ernte erzeugt werden. Das bedeutet sehr intensive Arbeit mit Pflücken. Das Pflückgut wird jedoch ohne Verifikation zusammen gemischt und verarbeitet. Es gibt keine bevorzugte Uhrzeit, um bestes Pflückgut zu erzielen.

Alles wird zusammen gemischt und alles wird zusamengeworfen. Das ist der Ceylon-Tee, ganz anders als hoch qualitative Oolongs.

Für ihn sei die Aromatisierung, die im Europa als Trend seit Jahren durchsetzt, ein Schreck. Es sei eine europäische Kreation. Für ihn ist die inzwischen polpuläre mehrfach angepriesende Biotee produktion ebenfalls skeptisch. Er könnte sich als Teepflanzer nicht vorstellen, wie es überhaupt auf Ceylon funktionieren könnte. Der Biotee auf Ceylon muss drei Kriterien erfüllen: Holzanfeuerung, Verzicht auf Kunstdünne und Pestizide. Herr Obrist fragte sich, woher haben die Ceylonesen organische Dünne? Sie brauche doch den Mist von Kühe selbst anzufeuern. Müssen sie es importieren? Holz gibt es so wie so nicht viel – vor allem in so einer Insel, wo Tee eigentlich fremd eingeführt wurde und als Mono-Kultur herrscht… Die Atmosphäre wurde nachdenklich und eine Diskussion wurde sofort aufgelöst.