Morgen geht die Reise nach Alishan. Ich habe dann wahrscheinlich Schwiergkeiten zu schreiben. Fuer die Reiseberichte besser
Blog von Christoph und Hans-juergen zu lesen
und
Morgen geht die Reise nach Alishan. Ich habe dann wahrscheinlich Schwiergkeiten zu schreiben. Fuer die Reiseberichte besser
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Wir waren heute nicht nur beim Meister Hsu, sondern auch bei Meister Lin Guoxiang (Steinkanne-Kuenstler)
Fuer die Gruppe war es ein unglaubliches Erlebnis wieder, live diesem Meister und seine unglaubliche Teekannen zu erleben. Die stakre Energie des Stein hat die Gruppe so aufgepennt, dass alle keinen Hunger hatten und gar nicht muede waren!
Wir wollten unbedingt noch Matsusans Laden besuchen.
Die Partnerin von Matsu wartet schon lang dort und ihr Ehemann musste uns mit betreuen! Fuer alle Teilnehmer hat Matsu Fotos kopiert, wie er in Yunan Pu Er Tee produziert! Wir bekamen nicht nur ganz tolle Tees zu probieren, sondern auch ganz tolle Snacks! Wie kann man denn bei Taiwanesen hungern???
Matsu rief an, als wir dort waren und wollte mit mir sprechen! Ich war sehr beruehrt. Er hat gerne Balsamico und wollte das Buch „The Book oft Tea“ auf Chinesisch haben. Beiden brachte ich ihm und fuehlte mich eigentlich immer noch schuldig. Ich weiss wirklich nicht, wie ich seiner Freundschaft erwidern koennte! Er fragte mich, wann wir uns wiedersehen? Wann? Ich konnte nur sagen, lass Dich ab und zu hoeren. Wir wissen alles nicht, wie die Dingen ihren Lauf nehmen. Wozu versprechen?
Da ich gebunden bin von Shuitang, sehen viele Dinge anders aus. Meine naechste Heimreise liegt nun tatsaechlich im Stern.
Die Ungewissheit der Zukunft macht meine Reise im Hier und Jetzt um so intensiver…
Er stammt aus einem kleinen Fischerdorf und studierte Landwirtschaft. Da er als ein junger Mann keine Zukunft hat am Meer, ging er in die Grosstadt Taipei, wie viele junge Menschen in seiner Zeit! In einer junge Lehrerin verliebte er sich und entschied sich fuer diese Liebe – es war eine andere Zeit, man heiratet nur einmal und entscheidet sich fuer die Ewigkeit… Er folgte seine Liebe und zog in die kleine Stadt Yingge, damals war Yingge vielleicht ein Dorf. Ein Dorf wie Yingge ist bekannt fuer Porzellan und Keramik. Also er wechselte seinen Beruf und lernte als Toepfer Geld zu verdienen, um bei dieser Frau zu sein, sie und die Familie zu ernaehren. Alles fuer die Liebe.
Er ist ein Toepfer geblieben und ist ein Toepfermeister geworden. Viele Auftraege bekam er vor allem von National Palast Museum. Sicher arbeitet er hart, vor allem liebt er experimentieren. Viele viele Preise hat er gewonnen. Geld, Ruhm und Erfolge fehlen nicht in senem Leben.
Meister Hsu empfing uns in seiner Atelier. Gewoehnlich angezogen, Haare gar nicht gekaemmt, erzaehlte er uns einfach und bescheiden vor seinen Werke (zwei ganzen Stockwerke) ueber seine Beziehung zu seinen Werke, wie er diese Werke machte. Ein Kunstwerk nach dem anderen. Ein Meilenstein nach einem anderen. Man hatte das Gefuehl, das Leben wuerde nicht aufhoeren. Es hoert nicht auf, weil der Geist immer als Anfaenger bleibt…
Seine einfache Rede gewann Sympathie. Ploetzlich stand er vor einer Vase und sagte nur, dass dieses Werk in Japan einen ersten Preis gewann, aber in Taiwan keine Ressonanz fand. Das Werk heisst „Flut“. Er zeigte die Muster, die Welle am Meer signalisierte und schilderte, dass er an der Kueste sass und inspiriert wurde… Gewoehnlich und unauffaellig. Ich verstand nicht, warum das Werk eine Bedeutung haben sollte. Dann sagte CN (ein guter Freund von mir und ueber ihn lernte ich den Meister Hsu kennen), der nicht mehr nur mit zuhoerte. Er sagte, „unser Meister wollte Euch nicht mit seiner Sentimentalitaet beeindruekcen. Darum muss ich Euch von dieser wirklichen Hintergrund erzaehlen!“
Damals war seine Mutter schwer krank. Hsu besuchte seine Mutter mindest einmal in der Woche. Damals war der Weg immer ueber die Bergen ueber Pinglin, wenn er heim fuhr. Wenn er wieder Richtung Taipei fuhr, fuhr er immer ueber die Kueste. Seine Mutter tadelte ihn immer, wenn sie ihn sah. Sie verstand nicht, weshalb er sich so selten zeigte, denn sie war nicht mehr oft bei sich. Als ein Sohn, der nicht wirklich bei der kranken Mutter bleiben konnte, war der Weg wieder zu den Fremden fast wie ein verrat. Oft hielt er sich am Meer auf und schaute nur die Welle an.
Die Vase ‚Flut“ hat eine Muendung wie ein Fischmund. Ein Fisch, der nicht sprechen konnte! Ein Fisch, der nur im Ozean des Lebens mitschwimmen kann! Ein Fisch, der weder weinen noch schreien kann… Der grosser Bauch der Vase ist voller Wellen, Wellen im Herzen. Weller der Sentimentalitaet!
Ich konnte nicht aufhoeren zu weinen, als ich es uebersetzen musste.
„Menglin,“ Meister seufzte, „Du bist zu sentimental!“
Ich verstehe, was Meister Hsu am Meer dachte. Ich bin auch allein in einem fremden Land und meine Eltern sind immer hinfaelliger… Auch wenn die Gruppe ueber mich lachen wuerde, haette ich nicht aufhoeren koennen zu weinen.
Manchmal fuehle ich mich auch wie ein Fisch. Ich habe einen Mund, aber kann meine Gefuehle nicht aussprechen. Viele Missverstaendnisse koennen nicht geklaert werden, viele Dinge koennen nicht ausgesprochen werden.
Aber es gehoert wohl zum Leben.
„Ich wollte meine Sentimentalitaet nicht vor Euch ausleben.“ sagte er, warum er diese Geschichte nicht erzaehlte. „Meine persoenliche Sache geht eigentlich niemanden etwas an…“
„Doch,“ Heidi sagte, „uns geht es etwas an.“
„Hast Du das Gefuehl, dass Du schon alles kennst?“
„Nein, ich bin wirklich ein Anfaenger. Ich experimentiere immer noch!“
Joerg fragte ihn, ob es ein Acha-Erlebnis war, dass er ein kuenstler wurde?
„Nein, ich wollte einfach Geld verdienen. Was kann denn sonst in Yingge machen als Toepfer?“ antwortete der Meister. Seine Stimme war nicht unzufrieden, seine Stimme war nicht mehr als normal.
Juerg fragte Meister Hsu, warum ist er so geblieben wie er? Nur um Geld zu verdienen haette er auch zur Fabrik gehen koennen! Er habe bestimmt Ambition fuer die Kunst!
Meister Hsu sagte nur, „Weiss Du, ich bin halt nicht gierig.“
„Warum hast Du denn keine Katalog oder irgendetwas um Dein Werk zu dokumentieren?“ fragte die Doris, weil sie an gefeahrliche Erdbeben dachte.
„Fuer einen Kuenstler hoert die Experimenten nie auf. Wozu Katalog?“ fragte er zurueck.
Es war eigentlich nur eine Stunde geplannt, bei ihm zu sein. Es wurde zwei Stunde. Alle Anwesende waren zutiefst beruehrt von seiner Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit.
Was heatte uns noch mehr ueberzeugen koennen als ein einfacher Mensch, der vor seinem Werk steht und nur so einfach da ist, ohne etwas sein zu wollen? Und die Kunst, die fuer sich spricht, ohne etwas anders sein zu muessen!
Ich glaube, etwas von Kunst verstanden zu haben.
Ps. Da ich nur geschwaetzt habe… konnte ich keine Bilder machen. Wenn Ihr Bilder anschauen wolltet, bitte bei den anderen zwei Reisebericht-Blogs anzuschauen! Die Jungs haben sehr fleissig Fotos geschossen…
Jetzt trinken sie wohl noch Bier bei 101…
Zwei Reise Teeblogs!
Es ist interessant, Berichte von anderen zu lesen, was man auch erlebt hat!
Berichte von Christoph und Hans-Juergen aus Frankfurt,
„Heute hatten wir die große Ehre, an einer Teeschulung mit Thema taiwanesischem Oolong Tee…“, mehr Hier.
Berichte aus der Schweizer Perspektive:
Im nahegelegenen Da’An-Park , zu dem wir über eine schräg über die riesige Kreuzung führenden Fussgängerstreifen gelangten, liessen wir uns von der Masse treiben und wurden zu einem Kalligraphie-Stand getrieben. Meng-Lin organisierte für uns, dass der Künstler Kalligraphien… Mehr.
Meine Zunge tut jetzt bereits weh.
Mein Vater hat sein alte XO Cognac gepoefert. Drei Flasche XO hat er vorbereitet fuer die Gruppe. Die Leute waren im Rausch von erlesenen Tee, Kaffee, Ente und dann noch von Cognac! Es sei das beste Ente Essen, meinten die Leute. Ich glaube, sie meinten den Cognac!
Mein Vater freut sich sehr und war total happy. Er spricht gerne Englisch und hat immer Freude an Fremde. Er wollte die Gruppe noch einmal zum Essen einladen, noch einmal die anderen zwei Flaschen leer trinken. Jedes Gericht wurde fotographiert und bewundert. Meine Schwester fragte mich, ob das Essen wirklich so sensationell war, oder war es nur Hoeflichkeit Morgen Abend ist das Essen mit der Schweizer „Botschaft“ in Taiwan. Ebenfalls in einem tollen Restaurant von Onkel Huang.
Wir haben heute einen richtigen Ueberblick von einem Fachmann in die Welt des Formosa Oolongs eingefuehrt. Nicht nur ueber die Formosa Oolongs, sondern auch ueber die Einstellung der Teeherstellung und die Verantwortung als Teehaendler. als ein guter Teehanedler muessen stets an die Konsumenten denken, sich verantwortlich fuehlen fuer die Gesundheit des Verbrauchers. Das Urteilsvermoegen aufzubauen und zu spezialisieren, um Tee richtig einzuschaetzen und auszusuchen gehoeren die Aufgabe eines guten Teehaendlers.
Auch wenn der Markt die gut geformten Tees verlangt, sollten wir uns nicht verlieren. Fuer einen Teeliebhaber und einen Teehaendler ist der Inhalt und die Tiefe eines Tees wichtiger als die Erscheinungsform eines Tees. Wir trinken schlussendlich den Aufguss, nicht mit Augen die Form…
Erlesene kostbarer Tees wurden degustiert:
Jinxuan 2009 Fruehling, Mingjian
Qingxin Oolong 2009 fruheling, Mingjian
Jadeoolong 2009 Fruhling Mingjian
Sijichun 2009 Fruehling Mingjian
Dongding Qingxin oolong 2008
Alishan Qingxin Oolong 2008
Lishan Qingxin Oolong 2008 geroestet
Alishan Qingxin Oolong 1999
Jinxuan Mingjian 1999
Dongding Qingxin Oolong 1999
Viele Details, viele wertvolle Informationen und viele Neuigkeiten kann ich leider nicht mehr alles hier fuer Teefreunde detailiert ausfuehren. Leider. Ich hoffe, Teeclub macht ein gutes Blog darueber! Ich habe gehoert, dass die Aufgabe zum Bloggen bereits verteilt war und jeder einmal dran ist, es auszufuehren!
Heute kann man bei http://twitter.com/swissteaclub ein bisschen ueber die Reise informieren…
Die Gruppe, meinte Christoph, wir sollten uns doch einmal im Herbst treffen, noch einmal alles auszutauschen, was wir heute mitbekommen haben.
Viele Teefreunde haben den schoenen seltenen Jinxuan 2009 gekauft, um zu lagern. Wir haben geschaerzt, dass wir uns in 10 Jahren noch einmal treffen, um die Kostbarkeit zu testen und um die Erinnerung an diesem Moment aufzufrischen…
Wie schoen!
Wie erlebt man Tee am besten? Reise ins Teeland?
Vielleicht.
Wie kann man ueberhaupt mit anderen Menschen ueber die Erfahrungen des Tees austauschen? Wenn man ueber Tee sprechen moechte, wie kann man Tee am besten thematisieren?
Franzosen beschreiben ihren Wein mit Beeren, Fruechte, Kraeuter, wo sie als kulturelles selbstverstaendnis leben und artikulieren. Was machen Teemenschen im Teeland? Sie tun es nicht anders als mit Bezeichnung von Blumen, Fruechten und Holzarten, ihren Tee zu beschreiben und zu benennen. Der erste Schritt, diesen Bruecke zu bauen, war die Reisegruppe mit auf dem Blumenmarkt mitzunehmen und die einheimische Blumen kennen zu lernen!
Auf dem Blumenmarkt, lernten die Gruppe, Osmanthus, Michelia maudiae, Citronella, Gardenia, Magnolia, Ylang Ylang etc. kennen. Die duftenden Orchideen wurden richtig bewundert! So versteht man weshalb viele Blumenname mit Oolongs assoziiert werden koennen!
Es war schon ein seltsames Phaenomen… So viele lange Nase, grosse Nase bei jedem duftenden Blumen und Blueten rochen, seufzten, aber nichts kauften…
Dann waren wir in einem Quartier-Fest in Daan Park. Dort trafen wir einen Kalligrahpie-Meister. Viele Teilnehmer bekamen wunderbare Kalligrahpie als Geschenk. Der Kalligrahie wollte unbedingt ein Foto mir uns machen. Ich sei die Reisefuehrerin und bekam die Aufgabe, ihm das Foto zuzuschicken!
Anschliessend waren wir in Wistaria Teehaus. Wir wurden freundlich und herzlich von Frau Chou empfangen. Sie wurden gewarnt, dass wir mit 20 Personen kamen. Zwei kontrastreiche Tees wurden bestellt:
Zipin 紫 聘 2003, Yiwu Gebirge
Qinghong 青紅 7542, 1985 Jahrgang, der Xiao Hongin 小紅印 (Kleiner Roter Label).
Ziping, jung, stark, praechtig! Wir schmecken die Bergen, die Taeler und Baeumen, die ihre Wurzel stark in den Boden einschlagen. Leicht scharf, voller Wildness. Manchmal lieblich und suess. Oft kraeftig und spritzig.
Qinghong, kostbare Tropfen. Sehr ergibig. Werner sagte immer, Pu Er schmeckt nach Keller, nach Stahl… Ich fragte, und, was passiert nachdem Du den Geschmack von Keller ueberwindet? Was passiert, wenn ein Mensch seine Gewoehnheit und sein Muster ueberwindet?
Du siehst einen wunderbaren Tee, der sogar leicht nach Blumen duftet, nach Sonnenstrahl – der erste Sonnenstrahl am Tag auf dem frischen Grass… Qinghong verwoehnte uns mit einem starken Koerper voller Energie und Faccetten. Was fuer einen charmanen Tee!
Frau Chou lud uns kurz ein zu einer kleinen Einfuehrungen und erzaehlte uns kurze Geschichte des Hauses. Dann wurden wir eingeladen einen raren Tee zu verkosten: 藍印 鐵餅Lan Yin Tie Bing (Blue Label) Jahrgang 1950… Eine Einladung, die man nie verneinen wuerde…
Blue Label bekannt fuer seinen Kampfer-Duft… Ein Starker Baum im Urwald, im tiefen Herzen von Taiwan wachsen viele viele solche Baeumen. Wegen diesem Baum wurden die Insel von kolonialen Macht ausgebeutet. Wegen diesem Duft schreibt Lan Yin seine Geschichte. Ich roch in feucht gegossene Blaetter geduerrten Zwetschgen, im Geschmack die bittere Schokolade. Im Aufguss, in der Ruhe und nur im schluckchen huellte der Kampfer-Duft leicht zwischen die leeren Stelle zwischen Zaehne. Der erfrischende Duft faerbte die Leere zwischen Worten und Lippen. Die Leere wurden gefuellt mit Gelassenheit und Ruhe.
Schade. Ich bin ein Egoist. Bestimmt bin ich ein Egoist. So einen Tee wuerde ich Zeit und Ruhe nehmen, vielleicht mit jemandem (aber es muss nicht sein) zusammen zu trinken. Wenn der Mond mich verstehen wuerde, wuerde ich ihn einladen.
米克諾斯咖啡
台北市大安區新生南路一段165巷16號 02-27849176 /02-66176968
Man hat etwas im Leben gefunden, was das Leben lebendig und lebenswuerdig macht. Man fuehlt sich unterstuetzt, das Leben wurde farbig und interessant. Ploetzlich merkt man, dass man es nicht mehr vermissen moechte – man ist freiwillig abhaengig von etwas, was das Unmoegliche im Leben moeglich macht… Was machst Du, wenn Du so etwas gefunden hast? Es ist ein wahres Glueck, nicht wahr? Es ist die Liebe, die ich zu Kaffee gestehe. Ich liebe Kaffee. Ohne Kaffee ware mein Leben nicht mehr lebenswuerdig.
Nicht nur ich, sondern auch Onkel Huang. Ich kenne Onkel Huang im Teezimmer von meinem Lehrer. Dieser Ort ist eine Ansammlung von Menschen, die einen bewussten Umgang zum Leben pflegt, durch Essen und Trinken. Onkel Huang war einst BASF Vertreter, pflegt einen guten Geschmack. Was machst Du, wenn Du unbedingt guten Kaffee trinken willst? Du machst Dir Sorgen, wenn Du den Ort des Genusses verlierst… Dein Leben hat keinhe Farbe und alles werden blas…
Er entdeckte ein kleines Cafe unweit von meinem Teelehrers Buero. Er war begeistert von der Leidenschaft des jungen Chefs.
Zuerst fand er seinen Kaffee zu stark geroestet. Wie kann er diesem jungen Mann helfen, zu verstehen, was „Verbrannter Kaffee“ bedeutet? Er lud ihn ein, in sein Restaurant zu gehen. Er beauftragte sein Koch, diesem jungen Kaffee-Mann zu zeigen, wie ein Matreial im heissen Oel reagieren und werden kann. Onkel Hunag moechte diesem jungen Mann helfen, mit dem Koerper zu verstehen, wie man einen KaffeeBohne richtig „roestet“. Er liebt Kaffee und dieser junge Mann hat das Potential diese Leidenschaft zum Hoehpunkt zu bringen!
Onkel Huang sagte, seit diesem versuch hat der Stil dieses jungen Kaffeeroester geaendert! Nun kann die Kaffee_liebe – Sucht richtig losgehen!
Ich bin ein neugieriger Mensch und wuerde so etwas nie verpassen! Einen guten Kaffee zu trinken ist eine Reise wert! Vor allem von zwei Kaffeeliebhaber begleitet!
Der Chef ist jung, sehr zurueckhaltend als er mich sah. Zuerst bekam ich eine Tasse Kocheve aus Aethiopia. Sicher waren alle Tassen mit Hand zubereitet, ohne Maschine! Ich roch den Kaffee und bemerkte sofot die Tiefe dieser Tasse. Die Saeure war praesent, aber nicht dominant. Die Saeure begleitet einfach die Reise aufs Kaffeeland. Dann kommt unterschiedliche Nuance, flora, fruchtig und leicht nach Mandel. Ich fuehlte mich wie in einem Berghang. Ich sah einen kleinen Bach, paar keline Fusswege, das gruene Tal und Maisaess… Langsam steige ich immer hoeher, waehrend der kaffee immer kuehler wurde. Je kuehler er wurde, je laenger ich mich mit ihm beschaftigte, war er immer interessanter und anziehender… Wie kommt denn das? Als ob ich mich in dieser Tasse verlieben wuerde, je laenger ich ihn trinke, desto vertrauter und faszinierender wurde er.
Noch eine andere Tasse? Der junge Chef fragte mich? Warum nicht? Eine Tasse aus Brumas del Zurgui (Costa Rica). Eine andere aus Guadimala. Der Guatemala ist frech, dominant. je kuehler er wurde, desto dominanter wurde die Saeure. Diese Saeure wurde allerdings niemals unangenehm. Dagegen war der Brumas ruhig und zurueckhaltend. Sein Aufguss stabil und nachhaltig. Der Guatemala muss man seinen Koerper geniessen, waehrend der Brumas uns einen unglaublich interssanter und faccettenreicher Abgang anbietet!
„Du machst Deine Arbeit super!“ lobte ich ihn. Seine Augen waren voller Freude. Soll ich nciht mit meiner Teegruppe morgen oder am Montag zu ihm gehen?
Kaffee fuer eine Teegruppe? Bin ich verrueckt?
Why not? Es geht darum, zu verstehen, was eine kulinarische Kutur bedeutet. Es geht darum, was Taiwanese unter Essen und Trinken verstehen! So ein Cafe wuerde man niemals im Europa finden, genau wie so einen Teelehrer, den diese Gruppe bald begegnet! Solche Dinge gibt es nur in Taiwan, wo Menschen das Leben einen anderen Wert geben und pflegen.
Kaffee ist nicht ein nuechternes Mittel gegen Faulheit, gegen Traegheit und gegen Erotik(Kaffee macht wach und macht dem Menschen zur fleissigen Arbeit anstatt Rausch…). Kaffee ist ein Genussmittel, ein Heilmittel fuer die menschliche Beziehung (Menschen treffen sich immer zum Kaffeeklatsch, nicht wahr?). Onkel Huang behauptet sogar, Kaffee und Cafe sei ein Ort zum Verlieben fuer Taiwanese! Denn er ging immer mit seinen potentialen Freundinnen ins Cafe!
Also, wenn Du in Taipei unbedingt einen billigen und relativ geniessbaren Kaffee haben willst… dann
85 度C, 35 NT, Amerikanischer Kaffee
Dante, Latte 40 NT
Family Market, Latte 40 NT (unbedingt mitteilen, ob Zucker dabei sein sollte)
CN kenne ich seit der Unizeit, einer der wenigen Freunde seit dieser Zeit, die ich im Moment noch treffe. Es liegt nicht an mir, denn ich zu ungeschickt bin im Beziehungspflegen. Es liegt an ihm, er pflegt nicht nur eine Freundschaft zu mir und vor allem zu meienr Familie. (Meine Familie nimmt gerne Anteil an meinen Freundschaften. Carola und Juerg sind im Moment mit meinen Eltern im heissen Quelle-Baden. Joerg wird erwartet bei mir Zuhause. Die gesamte Mannschaft von der Gruppe wird von meinem Vater herzlich zum Ente-Essen eingeladen. Ich glaube, mein Vater ist nervoeser als ich…)
Wir kannten uns auf der Strasse bei dem Demo. Seitdem wurde er Politiker, ein leidenschaftlicher Politiker, der leider keine Karriere damit macht. Zum Glueck hat er eine tolle Frau, die die Familie ernaehrt. Wir fuhren zusammen nach Sanxia und zeigten Carola und Juerg, den schoensten Tempel 三峽祖師廟 auf Formosa!
Er sagte, ich sei eine seltsame Person, immer noch so direkt und geradeaus wie ein Kind. Wie ein Kind… Ich staunte, waere es besser, dass man ein Navigator braucht, um mit mir zusammen zu sein? Ist es nicht besser, dass mein Gegenueber weiss, woran er ist? CN sagte recht traurig, die meisten Menschen vor allem in der Politik pflegen eine Stadt im Herzen, um diese Stadt zu erkuendigen, braucht man tatsaechlich einen Navogator-System – GPS…. Vielleicht haben sie selbst ein schlechtes GPS, denn sie verlieren so oft sich selbst und wissen nicht, was sie wirklich wollen…
Dinge im Leben sind in der Wirklichkeit einfach zu handhaben. Entweder leave it, or take it. Dazwischen – macht immer Verwicklungen oder verzerrt viel Energie – darunter leide ich immer wieder in meinem Leben. Weil man Angst hat oder blockiert ist, versucht man noetige Entscheidung oder Veraenderung hinauszuzoergern. Am Ende entfernt man sich immer mehr von eigenem Weg.
Andererseits gehoert Umweg auch zum Leben.
Das ist auch so im Tee. Tee ist geradeaus und direkt.
Mein Lehrer versteckt zu viele Tees, machmal vergisst er sie. Mein Job in Taiwan ist oft, solche Tees zu suchen, denn ich zu frech bin und er mag meine Direktheit. Oft werde ich genau so mit derselben Art konfrontiert. Das gefaellt mir ebenfalls am besten.
Ich brachte paar Tees zu degustieren. Bei der Degustation merkte ich, dass ich von dieser Sammlung recht enttaeuscht wurde. Er bemerkte meine Enttaeuschungen und seufzte, „Menglin, Sei nicht beeinflusst von Deiner Beeiehung zu Menschen, wenn Du einkaufst. Tee ist direkt. Entweder ist er gut, oder geht es nicht. Entweder nimmst Du ihn, oder lass es sein! Dazwischen gibt es nichts! Wenn Du so sentimental bist oder jemandem helfen zu wollen, kannst Du nie weiter kommen mit Tee!“ Ich schwieg. Ich kenne meine Probleme. Immer wieder moechte ich den Zustand „Dazwischen“ verlaengern, immer wieder lasse ich mich von dem Umgang mit dem Teebauer beeindruecken. Immer wieder laufe ich in die Falle der Sentimentalitaet.
Die zweiter Runde war Degustation von verschiedenen Oolongs, die von einem anderen Schueler mitbrachte. Mein Lehrer sah es und holte einen privaten Tee, wir nannten ihn „Nage Nage Cha“.
Nage – jener. Nage Cha, Jener Tee. Der Tee, den er versteckt. Nage Nage Cha meldete sich sofort in der Runde. Unglaublich schoener unvergesslicher Duft und Aromen! Wie Gerdania! Suess, elegant, erhebend ohne andere Spuren von Unreinheiten. Ein Tee, der uns einfach direkt sagte, „Ja, ich bin es.“
Nage Nage Cha, ein Buddha Hand aus Pinglin von einem alten leider nicht mehr so vernupftiger Teebauer. Seine Frau rief meinen Lehrer an und warnte ihn, sofort zu kommen, um den Tee zu sichern. Mein Lehrer diskutierte nie mit dem Bauer ueber Preis. Er sah diesen Tee und nahm ihn sofort mit. Der Preis war egal.
Neben dem Nage Nage Cha waren alle anderen Oolongs wie ein langweiliger Film. Die Schueler seufzten nebem dem Lehrer. „Du siehst, Tee erzaehlt Dir einfach, wie er ist. Nur die Menschen machen es nicht.“ Wir nickten den Kopf. Carola und Juerg waren nur gestaunt ueber diese klare Aussage und den eindeutigen Schluss.
Ich wollte unbedingt noch einen Nage Nage Cha trinken. Einen Guifei Cha. Er fragte mich welchen? Ich sagte – ich bin schlau und frech, „Nage 那個 !“ Er lachte. Sicher wusste ich nicht, welchen Guifei Cha er versteckt, aber „Nage“ wuerde jenen bedeuten, den er versteckt!
Ein „Nage“ Guifei Cha, Ein von Insekten befallener Alishan Hochlandstee! Honigsuess, duftend nach Blume auf meiner Grossmutters Garten von dem Longgan Baum. In jenen April stand ich unter dem Baum und schmeckte den suessen klaren Duft von Longgan 龍眼 -Blumen. Meine Grossmutter arbeitete gerade auf dem Pamelo Baeume und meine Kinderfreunde spielten (quaelten) mit dem Frosch. Nur ich war verwirrt von dem unvergesslichen Duft im Winde. Meine Eltern waren weit weg und meine Zukunft war so fern… Nage Nage 那個 Cha, versetzte mich in einer anderen Zeit! Wie ein Kind…
Ab dem Reisebeginn koennte es sein, dass die Menglin keine Energie mehr zu bloggen (ich hoffe, ich schaffe jenden Tag noch um 22 Uhr, die NHK Serie anzuschauen…). Wenn jemand sich fuer die Teereise auf Formosa itnheressiert, bitte schalte den Blick auf den anderen Schauplazt um:
19. – 29. April 2009
Taiwan by Tea
Liebe Mitglieder,
Damit Ihr die Reise etwas mitverfolgen könnt, machen wir eine Art Blog auf Twitter (http://twitter.com/swissteaclub) und Teesalon (http://teesalon.com/content/sdt/journal/reports/de/Taiwan-by-Tea.html) .
Herzliche Grüsse,
Jürg Meier
PS… Gerade ist Erdbeben losgegangen in Taipei!!! Liebe Reisende bereitet Ihr Euch gut vor…
Ich habe gemerkt, dass viele Teefreunde, die am Sonntag nach Taiwan einreisen, meine Handynummer nicht wissen.
Meine Handynummer in Taiwan, nur noch bis 29.04.
+886-919-315745
Bis Sonntag!