Archiv der Kategorie: Pu Er und gelagerter Tee

Cha Gao – die ursprüngliche Form des Teetrinkens

Cha Gao - die ursprüngliche Form des Teetrinkens

Die alte Taoisten – wie die früheren Alchemisten, schmort verschiedene Zutaten in einem alten Gusseisen topf. Mit ausgesuchtem Holz gefeuert und langwierig gerührt bis alles miteinander verbunden und verdichtet ist. Diese verdichtete Flüssigkeit oder die übrig gebliebene Essenz ist der philosopher Stein.
So bereitete man in der Tang-Dynastie den Tee zu. Gepflückte Teeblätter stundenlang in einem Eisenwok geschmort bis es eine dichte Flüssigkeit entsteht. Man ließt die Flüssigkeit kalt werden und dann goss sie in einer Form. Bei Trinken zermahlt man ihn und rüht die Kümmel mit einem Bambusbesen!
Findet man so etwas noch in unser iPhnoe 6 Zeitalter?
Ja, irgendwo abgeschieden in Mengla unweit von Laos-Grenzgebiet. Aus der zarten Ernte von hundertjährigem Teebäumen kocht die alte Bäuerin mit Feuer für Yus Auftrag den Cha Gao.
Als ich diese Fotos sah, waren Tränen im Auge. Tatsächlich, Tatsächlich! Genau so wie ich mir vorgestellt habe. Der scheinbare Rauch im Foto ist die warme Luft, die Fotos verschleiert.
Viele gute medizinische Wirkungen werden nachgesagt.
Für mich ist es eher zweirangig. Ich würde Cha Gao trinken wie den Philosopher Stein zu geniessen, der alles zum Gold verwandelt! Also, meinen Gegenwart zu der alten Vergangenheit verbindet, somit die Zukunft im neuen Licht funkt!
Ich freue mich sehr auf die neuen Cha Gao 2014!

Ein unvergessliches Seminar, ein unvergleichbarer Geschmack

Ein unvergessliches Seminar, ein unvergleichbarer Geschmack

Ich habe gestern sehr viel gelernt!
Yu hat uns systematisch und logisch ins Pu Er Land eingeführt!
Das macht so viel Spass über Tee zu lernen!
Die Welt des Pu Ers ist erlebnisreich und grenzlos. Was bedeutet schon die Zeit oder die Grenze der Kultur?
Als der über 110 Jahre alte Tong Qing Hao auf meine Zunge tanzt und in meine Kehle fliesst, waren all meiner Zellen in Schrei! Schreien nach Freude am Leben zu sein!
Danke dem Teehaus Schnorr für die tolle Organisation und Gastfreundschaft! Danke all den Teefreunde für die unkäufliche Teefreundschaft!
Nach dem lehrreichen Tag waren wir bei einem typischen deutschen Gasthof gelandet. Yu hat natürlich Schweinshaxe und ich Scheufele bestellt!
Und der Apfelwein war der Exot des Tages!

Eine Veranstaltung von Schweizer Teeclub von You

Eine Veranstaltung von dem Schweizer Teeclub
Nach zwei Veranstaltungen letztes Jahr zu diesem Thema folgt nun der dritte Streich. Pu-Erh ist so faszinierend wie unerschöpflich, und es freut uns sehr, den Taiwanesischen Teemeister You für einen Abend begrüssen zu dürfen. Möglich hat dies Menglin Chou gemacht, die uns bereits auf unserer Reise 2009 in das Ladengeschäft des Meisters brachte. Daneben verbringt Meister You etliche Monate pro Jahr in der Provinz Yunnan, um dort direkt mit den Teebauern zu arbeiten und so die Qualität der Tees unter Kontrolle zu haben.

Meister You wird uns eine Einführung in diese ursprünglichste aller Teearten geben, deren Handel minstends bis ins 8. Jh. zurückverfolgt werden kann. Wir werden hören, wie die hauptsächlich in Fladenform angeboteten Pu-Erh erkannt, klassifiziert und qualitativ bewertet werden können. Selbstverständlich werden wir auch degustieren, und wir können gespannt sein, welche Sorten der Meister präsentiert und wie er sie kommentiert. Die Uebersetzung des Vortrages erfolgt durch Menglin.

Dieser Anlass ist ein Muss für jeden Liebhaber chinesischer Tees; wer letztes Jahr schon einen Pu-Erh-Anlass besuchte, bekommt hier eine Auffrischung und Vertiefung, alle Anderen eine Einführung aus äusserst kompetentem Munde.

Bitte wie immer anmelden über das Intranet, den Web oder per eMail an info@teeclub.ch.

Herzlich lädt ein,
der Vorstand

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Datum: Do, 25. September, 19 Uhr
Ort: Hotel Ascot, Tessinerplatz 9, 8002 Zürich, beim Bahnhof Enge Lageplan

Mitglieder kostenlos, Gäste Mitglieder Fr. 25.-, Nicht-Mitglieder Fr. 25.-

Yiwu Bo He Tang 薄荷塘

Bo He Tang, ein Bergdorf in den Bergregion Yiwu in Yunnan China.
Nach dem Bergdorf Wan Gong, noch drei Stunde zu Fuss ins Berginnen.
Nur ein Bauerfamilie in diesem Gebiet.
Nur 40 Kgs in diesem Frühling.
Die Teebäume wachsen gerade und prächtig.
Produzent: You, Jin Song
Jahrgang 2014 März

Yiwu Bo He Tang 薄荷塘 und die Nachtigall, die auf dem Pflaumenbaum nächtet

Ich bereue sehr, dass ich Natascha die Pflaumentassen verkaufte.
Pflaumenblüte haben im Tee und in der Dichtung eine tiefere Bedeutung, als die kollektiv zelebrierte Kirschblüte. Überhaupt im Tee versucht man durch die Gestaltung von Selektion des Spielzeugs über eigene Empfindung und Gedanke auszudrücken. Obwohl man nicht über sich selbst spricht, liess man alles durch Tea-Toys über sich selbst sprechen. Insofern sind Pflaumentassen recht aussagekräftig, wenn man gewisse Lebensgefühlt mit den anwesenden Teefreunden teilen möchte, oder den Tee mit der Tasse sprechen lassen will.
Pflaumen blühen im Winter, wird als Vorbote in der chinesischen Kultur für Frühling betrachtet und als Sinnbild von Schönheiten, die in der schwierigen Zeit auch zu sich selbst stehen. So rein wie der Schnee und so aufrichtig wie die Jade. Sein Duft ist so zart und zurückhaltend wie der Duft aus dem Schatten – für sich sprechend und ruhend. Süss aus der Reinheit, blumig und zugleich edel.
Das, was man über Pflaumenblüte dichtet und lobt, erinnert an eine Schale Bo He Tang aus Yiwu. Der Aufguss ist tonisierend, facettenreich und geschmeidig. Wie ein Pflaumenblüte!
Leicht nach Minz – so kühl wie der Schnee rieselt. Leicht nach frisch öffnenden Blüten – so zart wie ein Blick einer Schönheit, wenn sie beim wehenden Brise lächelt. Leicht nach Textur des Seidentuchs – so sanftmütig wie ein streifender Finger.

Was beinhaltet alles in einem Bild wie Pflaumenblüte? Insofern ist es total langweilig, wenn man ein purer weisses Teatoys verwenden würde!
看來豈是尋常色,濃淡由他冰雪中。
(Gedicht von Cao Xueqin)
Die Schönheit ist aussergewöhnlich, ihre Farbe und Anmut reflektiert durch den Schnee.

Ein aussergewöhnlicher Tee, ein aussagekräftiges Teegefäss und eine wunderbare Zusammenkunft, um den Regen, der durch die Spiegelgasse tropft und streift, zuzuhören.
Vielleicht wird auch ein Kaiser neidisch werden, von der Ruhe und der Schönheit des Seins.
Einmal spazierte der Kaiser zufällig über einen Garten und wurde berührt von dem Anmut des Pflaumenbaums. Er veranlasste einen Umzug des Baums in seinen Hof.
Der Herr des Pflaumenbaums schrieb ein Gedicht:
Was hätte ich antworten sollen,
wenn die auf dem Pflaumbaum nächteten Nachtigall mich fragt,
wo sich der Baum nun befindet?

Wenn der herbstliche Wind weht, wo werden wohl die Blüten landen?
Ich halte meine Schale bereit! Und ich bin glücklich, dass die Schneeblumen in ihr landen. Die Nachtigall werden zu mir fliegen und findet sein Zuhause in einer Schale Bo He Tang.

Besuch von Pu Er Meister You 2014

Herzlichen Dank fuer die rege Interesse fuer Workshop mit You.
So wie es aussieht wird ein Workshop mit ihm am 21.09 in Frankfurt stattfinden. Das genaue Themen und Ort werde ich hier noch veröffentlichen.
In Zuerich wird ein Vortrag mit Degustation am 27.09 stattfinden und ein Workshop am 28.09 in Shui Tang an der Spiegelgasse stattfinden.
Wenn die Themen und genaue Details klarer werden, werde ich hier sofort ankündigen.
Herzlichen Dank!

Besuch von You 2014 in Frankfurt in Zürich

Wie kann man die Entwicklung des Tee im Europa vorantreiben? Eine gute Entwicklung mit fundiertem Wissen und einem klaren Geist?
Seit einiger Zeit führe ich regelmäßig Teefreunde nach Teeanbaugebiet wie in Yunnan und Taiwan. Aufgrund von der Kapazität kann ich immer nur wenige Teefreunde mitnehmen. Und die mitgehenden Teefreunde müssen meine Temperament ertragen und den Stress der Reise mit erleben. Auch wenn viele Leute oft mitgehen wollen, sage ich oft ab, weil es nicht um die Reiseerfahrung eines Individuums handelt, sondern eher um Tee. Man muss verrückt nach Tee sein, um mit mir auf Reise zu gehen.
Das Beste ist, den Meister nach Europa einzuladen.
You arbeitet seit fast 15 Jahren mit Pu Er Tee, nicht bloss als ein Händler, sondern als ein Mensch, der eine Vision hat. Damals war der Preis von den so genannten Taidi-Cha (Plantage Tee) höher als der Gushu Cha (Tee aus alten Teebäumen, die mindest über Einhundertjahre alt ist) und die meisten Teebauer in den Bergen wussten nicht mehr wie man in der alten Zeit den Tee machte.
Er trug Gusseisenwok in die Bergen, schlief bei den Bauer auf den Boden und ging mit Tee pflücken. Somit wird Vertrauen Stück für Stück aufgebaut, das Wissen über die alte Teeproduktion Schritt für Schritt wieder ausprobiert und entwickelt und weiter gegeben.
Es sieht so aus, dass er am 21. 09. in Frankfurt ein Workshop geben wird. Und am 28.09. in Zürich. Weiter Themen und Details werde ich hier ankündigen.
Wenn Du Dich für Pu Er interessierst, verpasse es nicht.

Bu Lang Shan 布朗山 und der Junge in Melancholie

Bu Lang Shan 布朗山 und der Junge in Melancholie

Durch Bu lang Shan fuhren wir mit einem jeep und über drei Stunde gefährlich durch die Landschaft hoch und tief kurvten. Wir hatten nicht viel über Bu Lang Shan gesehen, aber viel Schatten von Teebäume, sehr viel Staub und ganze Menge Löcher auf der Strassen.
Der Tee aus Bu Lang Shan ist begehrt, weil Lao Ban Zhang dort liegt und die meisten Pflückgut aus diesen Regionen als Lao Ban Zhang Pu Er verkauft wird. Ein Tee, der oft versteckt und verdeckt wird. Ein Tee im Schatten.
So ein Tee, der unter dem starken Name von Lao Ban Zhang schattiert wird, oft als zweite Geiger betrachtet wird, kann allerdings eine überzeugende Präsenz selbst aufweisen.
Prägnante Duftnote nach Wald und ein Hauch von Kampfer, dessen Blätter wie nach einem Frühlingsschauer anfangen wohlriechende Nuance auszustrahlen, füllte den Mund und versetzte mich sofort an den Spaziergang zwischen den Teebäume und Gräser. Weniger streng, mehr integrierende Breite fühlt man sich von diesem Tee umarmend im Vergleich zu Lao Ban Zhang. Mehr Waldboden und erdige Note merkt man aus dem Aufguss im Vergleich zu den Lao Ban Zhang, der fast ähnlich wie elitären Haltung aussieht, wenn sein Aufguss zentrierte und Richtung aufweisende Energie vermittelt. Bu Lang Shan führt dich zu dem Ort, wo Du heimisch fühlt und dein Dasein spürt.
Spät Samstagnachmittag machte der Tim gerade einen Tuo Cha 1990. Sein Finger wurde von Messer gestochen. Der Tuocha ist hart. Es blutete. Trotz dem Schmerz, sagte der Junge, dass Shui Tang lebensverändernd sei. Warum? Weil er Freude am Aufstehen hat – an jeden Tag. Weil er sich dann überlegt, mit welchem Tee er aufsteht und sich darauf freut.
Ich war nicht in heller Stimmung, aber seine Wörter schenkte mir viel Licht. Er sagte, japanischer Teeraum, als wir vor zwei Wochen zusammen mit Ulrich Cha No Yu übten, vermittelte ihm ein Heimatgefühl. Auch der Tempel lächelte ihm an wie sein Heimat. Seine einfache und klare Aussage erhellte mich und dachte auf einmal an dem dunklen Waldboden von Bu Lang Shan. So breit und erdig wie das Heimat. Der Junge erzählte mir, dass der Tee und der Tempel oder der Teeraum die helle schöne Seite des Lebens sind.
Schöne helle Seite?
Was ist denn die dunkle Seite?
Der Junge sagte, es ist auch schön. Es sind eben schöne dunkle Seite!
Wie sieht die schöne dunkle Seite aus?
Er zeigte mir die zwei Bilder: das blaue Bild mit dem Titel: der Junge in Melancholie und das andere Bild im Wald.
Also! Plötzlich verstand ich, dass der Bu Lang Shan den Junge in Melancholie gut begleiten kann. Es ist ein Tee, der schöne dunkle Seite des Lebens willkommen heisst. Er beurteilt nicht, zeigt Dir keine Richtung und verlangt von Dir nicht ihm zu folgen. Aber er ist so breit und so bodenständig unbeirrt, wenn der Junge es will, findet die Hände wie die Seidenfaden von Ariadne, die ihm begleiten durch den Labyrinth des Lebens zu dem Pfad, wo er Schritt für Schritt einen Weg macht.

Bu Lang Shan Fladen aus Ge Xin Long Dorf, Jahrgang 2011, Produzent You, Jin Song aus Taiwan, Taoyuan.