Archiv des Autors: Menglin

Mein Grammatik-Fehler

Hallo liebste Meng-Lin Chou,

ich grüße Dich herzlich.

Ich bin beim Googeln auf Deine Web-Seite gestossen.
Sie ist sehr sympatisch gestaltet und da ich mich auch ein bisschen für
die fernöstliche Kultur interessiere, habe ich ein paar Zeilen von Dir
gelesen.

Ich möchte Dich darauf aufmerksam machen, dass es einen Fehler auf Deiner
Seite gibt. Ich hoffe, du nimmst es nicht persönlich von mir, weil ich Dir
deswegen schreibe. Ich möchte Dir nur weiter helfen, wenn Du die andern
dazu schon sowieso herausforderst.

Deutsch ist auch nicht meine Muttersprache, deswegen verstehe ich Dich.
Und ich lebe, gleich wie Du, in einem deutschsprachigen Raum bzw. Land.
Nämlich in Österreich. Ich mache in Wien an der Hauptuniversität das
Dolmetschstudium. Das heißt, dass ich künftig Dolmetscherin oder
Übersetzerin werden möchte.

Ich schreibe Dir, weil mir die asiatische Kultur sympatisch ist, (auch die
Glaube und total die Musik)und dass ich an Dinge wie z.B. Reinkarnation
glaube. Außerdem mein Bruder lebt seit einem Jahr in China, eigentlich ist
er dort bloß beruflichen angekommen, und dank dem ist mir die ferne Kultur
näher.

Und nun der Satz in dem es einen grammatikalischen Fehler gibt:
Alle Beiträge wird von mir persönlich verfasst..
richtig :
Alle Beiträge werden..

Weil Alle Beiträge ist ein Plural-Wort, also Mehrzahl.
Deswegen muss hier Werden stehen.

Ok, ich möchte Dich nicht quälen oder so was.

Also ganz ganz liebe Grüße aus Wien nach Deutschland. Und natürlich werde
ich mich schon freuen, wenn Du mal zurück schreibst. Entsteht aber kein
Pflicht 😉

D.

Vielen Dank fuer die Hinweise, liebe D. aus Wien.

Das stimmt, dass ich viele sprachliche Fehler schreibe und noch mehr Fehler habe beim Tippen. Es ist einfach so, dass Deutsch eine Fremdsprache fuer mich ist und ich recht faul bin. Meine Beitraege gebe ich nicht zur Korrektur lesen und werden einfach veroeffentlicht.

Wer sich gestoert fuehlt – es tut mir leid, es gibt leider keine Alternative als sich weiter gestoert zu fuehlen oder… einfach weg klicken… 

Wer meine Art aushaelt, bedanke ich mich herzlich fuer Eure Toleranz.

Liebe Gruesse aus Taipei,

Menglin

ps. diesen ausgewiesenen Fehler habe ich gleich korrigiert.

The Diamond Cutter

Als ich meiner Mutter von meinem Projekt an der Spiegelgasse erzaehlt, sagte sie im Telefon: „Du spinnst! Es ist jetzt Rezession!“

Vor einer Woche schenkte sie mir ein Buch „The Diamond Cutter„, nachdem sie wusste, dass ich es wirklich ernst meinte.

Meine Mutter ist ein „erfolgreicher“ Boersianer (Erfolg ist relativ). Ihr Geheimnis ist „Irgendjemand muss Geld an mich verdienen koennen.“ Sie verkauft nie Ihre Aktien bei den besten Zeitpunkt, deswegen wird sie auch nie von der Krise gefallen. Sie ist nie wuetend, wenn sie Aktien zu frueh verkauft, und macht sich nie Sorgen, wenn Aktien runter faellt. Jedes Jahr macht sie mit dem Buddha etwas ab. Wenn sie Erfolg hat, wird ein bestimmter Betrag zurueck zum „Kosmos“ gebracht.

Geld ist weder gut noch schlecht. Rezesion ist weder Unglueck noch Glueck. Im Handel geht es ums Geld, in Gewinn geht es um die Verteilung. Meine Mutter wuentscht ihrer Tochter, die Klarheit – so klar und entschlossen wie Diamond behaelt, innere und aeussere Reichtum zu vermehren und zu verteilen.

Eine Entdeckung

Eine Entdeckung

Ich habe vieles Gehoert und wurde oft betrogen – alles wegen Pu Er. Seit Pu Er immer bekannter wurde, wurde er immer geheimnisvoller. Frueher moechte man gelagerten Pu Er trinken, heute wird es immer schwieriger gelagerter Pu Er zu kaufen. Frueher hiess es Qi Zi Bing Cha, heute will man unbedingt Yiwu Zhengshan. Frueher war man scharf auf 7542, heute ist der Gushu Cha trendy.

Ich habe gelernt, dass Pu Er aus Dian Qing stammt. Dian Qing, anders als Dian Hong – roter Tee aus Yunan, ist ein Gruener Tee aus Yunan. Der Charakter von Dianqing ist unter der Sonne getrockenet. Aber wer, sorry, wer heute kennt noch den Geschmack von einem getrockenen gruenen Tee in einer industrialisierten China?

Zu oft wurde ich betrogen, aber ich bin eine Angsthase, die sich nicht traut, nach China zu gehen und nach der Wahrheit zu suchen. Ausserdem bin ich zu faul. Am naechsten Samstag muss ich wieder mit meinem Lehrer nach Mingjian fahren, um Tee zu erzeugen. Ich konnte ihn nicht umdrehen – mit allen Methode… er ist so sturrrr. Er meinte, das gehoert zu meiner Bildung und der vorbereitung fuer die kommenden Reisegruppe 2009.

You ist anders. Er fuhr nach China. Einfach so. Er besuchte verschiedene Ureinwohner in Jungel Yiwus und lernte eine Familie kennen. Er sagte, wenn er nicht bei der Familie leben wuerde, den Tee mitpfluecken wuerde, den Tee nicht mit erzeugen wuerde, wenn er dort Zeitung, Buecher lesen wuerde, wuerde nichts passieren. Denn die Bewoehner dieses fruchtbaren Bergen leben in anderem Rhythmus als ein Teehaendler wie er. Sie „arbeiten“ nicht gerne und sitze gerne einfach unter dem Baum. Die wilden Baeume in Jungel gehoeren ja niemandem, wer sollte denn so fleissig sein, sie zu pflegen oder zu ernten? Wenn nciht paar schlaue Chinese, die damit Geld machen wollen, bleiben solche Baeume immer noch im Tiefen der Bergen ganz heimlich in ihrem Frieden. Wer ist denn so bloed, sie zu spritzen oder zu duennen? Die Baumen gehoeren ja niemandem!

In den Bergen gibt es weder Strom noch Wasser Anschluss. Die Sonne ist die Energiequelle. Also, das ist wohl der Grund, die Entstehung von Dian Qing (Gruentee aus Yunan) zu verstehen und zu garantieren. Es gibt nur Menschen als Arbeitskraft. Als der Tee wird tatsaechlich mit Stein gepresst. Mit Holz gefeuert und erhitzt. Er gab mir viele wertvolle Materialien, die wir im Dezember im Teeclub desgustieren koennen! 

You erzaehlte mir, dass Tee seine Geschichte von sich aus erzaehlt, ich nickte. Er weist mir darauf hin, den Unterschied zwischen Tee aus den Farbiken ( z. B. Sechs bekannten Tee-Bergen, oder aus Menghai etc.) und den Tee aus privaten Auftrag. Er machte mir aufmerksam, den Unterschied zu schmecken zwischen tatsaechlichen Sonnen-Trockenen und Elektro-Hitze.

Theoretisch koennte man so formulieren:

Tee aus Fabriken sind: Teebaum – Busch, Energiequelle – Eletrizitaet, Teeernte – Mischungen und Maschinell verarbeitet.

Tee aus privaten Auftrag wie von You (nicht alle privaten Auftrag ist glaubwuerdig): Teebaum – Baum, Energiequelle aus der Natur (sonne und Holz), Teeernte – aussortierte Tipps, oder Two leaves and one Bud, per Hand verarbeitet.

Ich wurde neugierig von seinem Werdegang. Er war leicht verlegen. Er habe an der Uni Maschinebau studiert. Stosst seine Liebe nicht an Widerstand von der Familie? „Ja, sicher. Aber was sollen sie denn dagegen unternehmen?“ Alles hat angefangen mit einer Teekanne, meine er.

Durch eine Teekanne ist er in der Teewelt „gefangen“. Durch ihn lernte ich viele viele schoene originale Teekanne aus Yixing kennen – aus 80er Jahren! Als er mir die Teekannen auspackte, war ich verwirrt – bin ich noch auf der Erde oder in einem Traum. In einem Traum voller Teekannen! Aus so einem Traum wuerde ich nie aufwachen!

Ein Tee Beduiner

Ein Tee Beduiner

Ich lernte diesen Tee-Beduiner kennen ueber Azhong. You, ein Jaegger und Sammler des Tees, Teekanne und Porzellan. Unterwegs in Yixing, Jingdezhen oder in Yiwu zwischen den Pu er Baeumen. Nur weil er zu oft betrogen wurde und zu oft Maerchen erzaehlt bekommt hat, moechte er selbst der Augenzeuger des Geschehen. Wenn Pu Er geerntet wird, belaestigt er einfach beim Teebauer zwei Monaten, wenn er Teekanne beauftragt, bleibt er bei dem Kuenstler ein Monat. Wenn er gemalene Porzellan-Cups kauft, lebt er bei dem Maler…
Meine Augen wurden so gross wie Longgan, als er mir seine Abenteur erzaehlte…

Formosa Ochsen und Oriental Beauty

Formosa ist eine Insel voller Geschichte, Geschichte voller Dramatik. Gemischt und abwechselnd aus Hass, Liebe, Wut und Hoffnungen. Die Dramatik der Insel ist kein Glueck der Inselbewohner. Sie bedeutet vielmehr die Tatsache, dass Menschen auf dieser Insel Schachfiguren sind, benutzt und willkuerlich entschieden von der Weltmacht und Herrschaften. Einst Holland und Spanien, heute China, Japan und USA.

Wenn die Geschichte des Formosas nicht die Geschichte der kleinen Menschen waere, waere Formosa Oolong nicht weltberuehmt und traditionreich bis heute. Es sind immer kleine Menschen, die im Hintergrund an ihren Platz geblieben sind, blind an ihre Erde geglaubt haben, einen Tee so wie ihr Vorfahren zu produzieren. Diese kleine Menschen bleiben klein, unscheinbar und schwach. Sie kennen nicht die Michelin-Sterne, nicht das Wallstreet und Bollywood. Ab und zu hoeren sie von Chanel und LV.

Meisten von Ihnen hatten die Moeglichkeit nicht, diesen beruehmten Geschmack des Formosa Oolongs zu verkosten. Meisten von Ihnen bezeichnen sich als Ochsen von Formosa. Ein Ochsen arbeitet nur, beschwert sich nie. Die Haut von Ochsen koennte man Schicht fuer Schicht auseinander nehmen, unterschiedlich verwertet werden. Wahrend ein Ochsen lebt, ist er ein Freund der Arbeiter. Wenn er stirbt, ist er Lieferant des menschlichen Begehrens. Das Schicksal eines Ochsen gleicht dem Schicksal des Formosa. 

Mein Vater sagt, er ist ein typischer Formosa Ochsen.

Als er 17 wurde, wurde mein Grossvater bankrott. Meine Grossmutter verkaufte Azukibohnen-Suppe auf der Strasse und die Kinder muessen selbst schauen, wenn sie die Schule besuchen wollten. Mein Vater verdiente sein Geld fuer die Schule als Teefabrikarbeiter. Seine Aufgabe war, den Tee hin und her zu tragen. Tee-Dust, was der Tee waehrend des Hin und Her tragen runterfiel, sollte er zusammenkehren. Das war das Material fuer Teebeutel und das, was er Gratis bekam. Der Geschmack des Tee-Dust war der einzige Geschmack und ist der einzige fuer ihn geblieben.

Seine Mutter verkaufte ihren Wintermantel, als mein Vater unbedingt Angelistik studieren wollte. Er arbeitet hart und beschwert sich nie. Er ist der Geizkragen in unserem Clan. Er hat kein besondere Hobby und nur gewohntliche Wuenschen.

„Warum willst Du nicht ein gewoehntliches Leben fuehren und einen Mann haben, der Dich ernaehrt?“

„Warum denn? Eine Frau braucht entweder einen guten Mann oder einen guten Vater. Ich habe schon einen guten Vater!“ Mein Vater wird jedesmal sprachlos, wenn er es von mir hoert.

Er traegt einen falschen Rolex. Denn er glaubt, keiner wuerde daran zweifeln, wenn er sie traegt.

Er kauft nur Hemden unter 20 Euros.

Er bekommt nur Taschengeld von meiner Mutter, meiner Schwester und meinem Bruder. 1992 vermisst er seine Tochter in Deutschland so sehr, dass er seine Angestellte Ferien im Europa einlud- eine gewoehntliche Konvention der taiwanesischen Unternehmerskultur. Samt meinen Tanten waren alle in Heidelberg, nur mein Vater fehlte. Es wurde ihm zu teuer, wenn er mit C-Class fliegen musste. Y-Class waren ausverkauft und er entschied sich im Buero zu bleiben.

Er trinkt keinen Tee, den ich verkaufe. Er trinkt nur Gratis-Teebeutel von meinem lehrer – auch ein Formosa Ochsen. Er trinkt hoechsens einen einfachen Sijichun. Wie koennte ueberhaupt ein Ochsen wie er einen majetetischen Tee trinken wollen? Er kennt seine Geschichte, sein Schicksal. Er hat die Musse und den geschmack nicht, um einen salonfaehigen wertvollen raren Tee zu trinken. Er ist so klein geblieben wie ein Ochsen.

Als sein Bruder scheiterte, half er ihm, wieder aufzustehen. Als sein anderer Bruder bankrott wurde, gab er ihm ein Auto und raeumte ihm ein Zimmer frei. Ueber zehn Jahren lebten drei Familie bei uns unter dem gleichen Dach. Das teuere Studium meiner Cousines im Ausland wurde von meinem Vater finanziert. Einen Dank erwartet er nicht und bekommt auch nicht. Es ist ihm egal, denn er tut es, weil er es will.

In diesen Tagen erleben wir auf der Insel viele poltischen Erdbeben. Wut, Enttaeuchungen, Sorgen und Trauer schweben in unserem Himmel. Viele Formosa Ochsen in seiner Generation spenden freiwillig Geld fuer die protestierenden Studenten. Mein Vater hatte wieder kein Taschengeld mehr. Er ging zu meinem Bruder und wollte sein Taschengeld fuer Dezember haben. Mein Bruder konnte seinen Vater nicht ablehnen.

Weil meine Mutter und Schwester Buddhas Lehre befolgen, geht mein Vater in die Kirche. Als ich beim ersten Abendgebet am Esstisch mit erlebte, konnte ich mich nicht verkneifen zu lachen. Mein Vater lachte auch, voller Schalk.

„Babaa (Taiwanesisch), was betest Du (Li Bai Shia?)?“

„Ich bete fuer meine Tochter. Sie sollte ein Zuhause haben.“

Rarer Tee II

Rarer Tee II

Oft ruefn Teebauer meinen Lehrer an, vor allem in dem Teesaison. Oft versucht mein Lehrer den Anrufenden zu klaeren, wie man Tee anders produzieren kann. Manchmal dauert ein Gespraech stundenlang, dann wissen wir, dass jemand einen gleich Gesinnten gefunden hat.

Gute Dinge sind rar. Rarer Tee ist selten. Solche Tees muessen nicht geworben werden, Umgekehrt, solche Tees werden von Teeliebhaber gesucht. Letzter Zeit hatte Glueck viele gute rare Tees verkosten zu koennen. Oft erfuhr ich, dass solche Tees selten zu kaufen sind. Denn es ist meinem Lehrer nicht egal, wer diesen Tee bekommt. Es muss sicherlich ein Teeliebhaber sein. Ausgerechnet ist dieser Teeliebhaber oft der Cheng.

Was macht er denn mit diesen Tees? Will er einen Teshop aufmachen? Moeglich. Er will vielleicht aus seinem Beruf aussteigen und sein Hobby zur Berufung verwandeln, vermutet mein Lehrer.

Es wurde geredet, dass er einen sehr schoenen Oriental Beauty hat. Ein Oreinal Beauty aus Baimouhou, beruehmt von seiner eleganten Erscheinung von weissen Tipps und farbigen Blaetter. Cheng hat bereits 3 Kgs gekauft. „Hast Du auch welchen fuer mich aufgehoben?“ ich bin ungeduldig und fragt immer direkt. Er nickte, aber es war nur noch 900g…

Was fuer einen Duft!? Elegant, zurueckhaltend und praesent. Gleichmaessig und nachhaltig. Honigsuess, fruchtig nach Lichee und Birne. Aufguss klar, orangefarbig und leuchend, Alle Anwesenden waren stil. Stil von der Schoenheit der Oriental Beauty!

Jeden Tag einen guten Tee keep den Doktor away…

„Geb Deinen Vater eine Tuete.“ Ich schuettelte meinen Kopf, „Du weiss — Formosa Ochsen trinkt doch keinen Oriental Beauty… Gebe mir doch deine Teebeutel, er wuerde sich darueber freuen.“ Er nickte.

Tee im Wein

Tee im Wein

In Berlin fragten Leute mich, wie man Tee und Wein kombiniert. Tee-Schnapps oder Tee-Wein sind eine interessante Kombination.

Mein Lehrer Und sein Partner Chong sind nicht nur Teeliebhaber, sondern auch Weinliebhaber. Onkel Chong trinkt Tee, raucht gerne (Pfeifen oder Cigar), isst gerne und trinkt wie ich leidenschaftlich Kaffee. In seinem Schrank stehen Flaschen neben Flaschen Tee-Schnapps und Tee-Wolka oder Tee-Wein.

Die Vorraussetzungen fuer diese Kombination sind:

Gute Teesorte: Hochlandoolong, Oriental Beauty und Phoenix Dancong

Guter Wein: Am liebsten Sake fuer die beiden.

Mindestens eine Woche Zeit.

Zucker beliebig – ich bevorzuge ohne.

5g Teeblatt, 600 ml Sake. Eine Woche Ziehzeit.

Wir degustierten nach der Degustation von Sencha und Dianhong die Tee-Wein-Sammlungen. Da sie mich schonen wollten, gaben sie mir nur drei kleine schlucke von drei verschiedenen Sorten:

Jinxuan-Wolka 2001: leicht gezucker: dieser Schnapps schmeckte mir sehr scharf. Der Tee Geschmack ist leicht im Hintergrund. Der typische Duft von Jinxuan ist leise zu folgen. Das Suesse von Zucker mag ich leider nicht.

Oriental Beauty-Sake 2007: Sehr schmeidig und der Typische Duft von Tipp des Oriental Beautys ist klar zu erkennen. Sake befluegelt den Tee.

Hochlandoolong Lishan Sake Jahrgang unbekannt: Eine schoene Kombination. Das natuerliche Susse des Sakes verschmelzte in der Zunge mit dem Suesse des Lishans. Der erhebende und erfrischende Hochland-Qi duftete ueberall im Mund.

Ob man mit vergorenem Traubensaft machen kann, weiss ich nicht. Es ist garantiert spannend!

Ein Wuensch

Ein Wuensch

Ich gebe zu, dass ich gerne Geld rieche. Nicht nur Wirtschaftsmagazin lese ich gerne, sondern auch Gespraech mit Fachleuten. Die offeziellen abgegebenen Zahlen in der Zeitung intressieren mich nicht, sondern die scheinbar wiederspruechlichen Kurven, die uns die Wahrscheinlichkeit der wahrheit mehr verraten. Das Aehnliche gilt auch bei Menschen. Nicht das, was Menschen erzaehlen, das das Leben von ihnen bestimmt, sondern das, was sie tatsaechlich tun – das so geannte Muster. Oft sind es Widersprueche, die uns mehr Verstandnisse ueber anderen bringen als ihre Worte. Auch nur in meinen eigenen Widersprueche verstehe ich tatsaechlich, was ich will.

Mit dem Fondmanager Cheng koennte ich paar Dinge fragen. Die Beziehung zwischen der Abwertung des Goldes und der Steigerung des Dollers, die Auswirkung der chinesische Wirtschaftspolitik ueber seinen Binnenmarkt und dem Druck auf seine Waehrung koennte den Preis des Tees 2009 in die Hoehe treiben. Im November befindet sich der Preis in absenkendem Trend. Was nun?

Cheng glaubt an die Wirtschaftsmacht Chinas und betrachtete die Entwicklung im Westen pessimistisch. Diese Ansicht kommt in unserem Teezimmer nicht gut an. Er sagte, wir sollen uns woanders darueber sprechen. Ich sollte doch seine Visitenkarte haben. Es war mir peinlich ihm die Wahrheit zu sagen, dass das Papier moeglicherweise zu gut aufgehoben war.

Waehrend wir ueber die Kurven und Geld sprachen, schrieb mein Lehrer mir ein Gedicht als Widmung von seinem neuen Buch.  

Fei Hua Zi Fengxing          Es ist zwar kein Blume, aber es duftet von sich allein und unverwechselbar

Nongyan Cun Qing Ming   Die Aromen und Farbe sind zuerst leuchtend und intensiv, aber was am Ende (der Tasse) bleibt, ist der klare und erhebende Duft

Das war und ist sein Wuensch solchen Tees zu produzieren. Nicht ein Duftwolken, der schnell erloescht, sondern eine dezente nachhaltige Duftstroemung, die uns lang begleitet. Das ist auch sein Wuensch und sein Anspruch zu sich selbst, wie seine Person sein sollte. Er sagte immer, wenn er mit Tee reich werden will, waere er heute ganz anders. Mit Tee kann man reich werden, wenn man mit dem Markt antanzt. Er koennte seine gelagerte Schaetze verkaufen, die von Sammler wie Cheng sofort abgekauft werden koennen. er wollte nicht. Nur Tropfenweise aus Not. Wenn er wirklich ein Star der Teewelt werden will, wird er wohl nicht mehr so laut sagen, was er tatsaechlich auch denkt. Es ist die Entscheidung eines Menschen, wie er sein Leben ausmalt. Alles hat seinen Preis.

„Weiss Du,“ er sagt mir oft, „es ist ein verdammtes Gleuck, wenn man einen guten Tee, eine Tasse toller Kaffee oder eine tolle Mahlzeit und einen guten Freund, der es versteht, zu solchen Momenten treffen kann!“

Das Leben kann so schoen sein. Und es ist wirklich schoen.

Es ist auch sein Wuensch und sein Anspruch an mich, den Tee so zu verstehen. Nicht ein blendes Duftwolke, das uns gluecklich macht, sondern ein Tee so klar wie das Wasser, der von sich allein duftet und seine Klarheit bewaehrt. Es ist auch ein Wuensch von mir an mich selbst, dass ich dieses Verstaendnis veralltaeglicht werden kann.