Archiv für den Monat April 2017

Wozu Keramik VI


Ist diese Schale ein Original oder ein Kopie? Eigentlich sehen die beiden Schalen fast identisch aus. Wie kann man als ein Interessierter es beurteilen, ob man Kopie gekauft hat?

Die untere Schale habe ich bei Meister Hsu erworben. Er tat es als ein Brotjob um die Familie zu ernähren, so arbeitete er für das Palast Museum und produzierte Kopie für das Museumshop.

Heute wurde sein Werk von Meissen „ausgeliehen“ als Inspirationsquelle. Er sagte mir, dass man als Künstler kein Kopie Right hat. Weil ein Künstler läuft immer vor der Entwicklung einer Gesellschaft. Er wird kopiert. Das was kopiert wurde, kann er loslassen und weiter gehen. Das ist ein Künstler.

Als ein Geschäftsmann muss man natürlich anklagen. Zwei Rolle die jeder Mensch im Leben zu lösen hat.

Die Geschichte Kopie hat verschiedene Facetten. Als Peripherie orientiert man immer an das Zentrum.

Im Europa sieht man viele sehr gute Imitationen an das japanische Vorbild bei der Keramik. Ebenfalls auch in Taiwan und Thailand. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Teegesellschaft und reflektierendem politischen geschichtlichen Bewusstsein orientieren viele Taiwanesische Künstler an ihre eigne Insel und ihren Stil. Die uralte Tradition selbst die Tonmischung zu finden, zu lagern und zu verarbeiten befindet sich heute in hoch Konjunktur. Man sucht aus der eigenen Wurzel Inspirationsquelle. 

Ist Kopie immer der Weg selbst zu finden?

Wenn die Kopie viel Erfolg hat, findet man noch zu sich selbst?

Das muss eine unglaublich starke Persönlichkeit sein, aus dem Spiegel eigenen Blindpunkt zu finden und ihn herauszufordern und an eigenes Potential glauben, weiter zu gehen. Normalerweise orientiert unsere Wahrnehmung im Denkprozess immer an das was wir kennen. Darum der magische Kugel im unseren Auge bei der Anthropologie. Wir sehen immer nur das zerzerrte Ich im Anderen, aber wir wissen es nicht! In der heutigen Reisegesellschaft wird nicht das Verstehen für das Fremde vermittelt, sondern den Vergleich. Taipei wie Paris zu begreifen, oder es gebe keinen Unterrschied in dieser Welt. 

Ein Künstler aus Europa kann sicher Shino Glasur auf der Keramik auftragen und so brennen, als ob es japanisch aussehen würde. Zu glauben, dass Menschen verschieden sind und die Verschiedenheit zu betonen ist eine Ilussion. Es gibt immer etwas was wir gemeinsam haben, etwas was uns unterscheidet. Wie können wir das Fremde leben als unser Gesicht und das Gesicht des Anderen respektieren, anerkennen und beschützen basiert auf den Brücke, wie wir mit der Gemeinsamkeit miteinander ausbauen.

Eine Teetasse im Gongfu Cha Stil zu produzieren mit einem Hauch aus der Schweizer Bodenständigkeit und Sturrheit ist ein spannendes Projekt. Als ich dem Keramiker Chen, Xuanheng die Fotos der Teatoys von der osteuropäischen Produktion zeigte, lobte er die präzisere Arbeit, „Wow, echt sehr japanisch. Sie haben die Geneauigkeit und das „zufallsfreie“ genau aus Japan gelernt.“ Dann reibte er seinen Kopf, „ich kann es leider nicht.“ Ich schätze seine Art, ohne zu werten.

Kopie ist manchmal besser schöner als das Originale. Trotzdem hat das Originale eine Position in der Geschichte. Ist Kopie eher zu konsumieren als Teilhabe an einem Gut? Ich gebe zu, dass ich oft so denke. Weil das Originale in unserer Zeit im Museum steht und auktioniert wird für einen starken Preis, den ich wahrscheinlich nicht erwerben kann. Aber warum sollte das neu interpretierte Kopie nicht genau so kunstvoll sein? Doch, das ist es bestimmt. Es kommt darauf an, ob das Originale interpretiert wird, oder nur als Form nachgemacht.

Durch Interpretation wird das Alte mit dem Neuen verbunden. So wie der Tee zwischen uns lebt und durch jeden Aufguss wieder zu erwachen gebracht wird!

Wozu Keramik III

Warum versucht man nicht, einfach etwas fröhliches auf eine Schale zu dekorieren? Sondern ein Blatt? Ein grünes Blatt auf der Oberfläche zu kleben und anschliessend im heissen Ofen brennen zu lassen, ist nicht eine gewagte Geschichte?

Es ist gewagt.

Eine Schale aus Meissen Porzellan mit farbhafter Porzellanmalerei kostet sogar mehr wegen Meissen. Für viele Menschen ist ein feines Porzellan sogar etwas wertvoller als dunkle unauffällige dickwandige Keramik.

Das stimmt alles. Eine Seite zeigt diese Äusserung von Menschen, die bunte fröhliches Leben zelebrieren wollen. Anderseits wurde ein Skelett eines Blattes auf eine schwarze Schale die Orientierung von der sogenannten Wabi Sabi japanische Ästhetik. Die Vergänglichkeit des Lebens, die oft Leiden und Konflikte hervorrufen wurde unmittelbar zur Schau gestellt.

Einmal fragte ich dem Professor, der eine Vorlesung über Vajra-cchedika-Prägnanz-paramita- Suta, wie kann Darstellung von leider zu einem ästhetischen Konzept? Er antwortet mir, dass Kunst die umfassenden menschliche Erfahrungen zum Ausdruck zur Reflexion versucht, nicht um das Leben zu unterhalten. Realisieren von Leiden ist Anfang des Buddhasweges. Das ist der Anfang der Wabi Sabi Ästhetik. Keine Selbstdarstellung des Ichs.

Can Ye Tian Mu, ist in diesem Sinn entstanden und bekam eine grosse Resonanz bei den chinesischen Teeliebhaber in Song Dynastie (1127-1279).

Die schwarze Hintergrund kommt aus der Mischung von eisenhaltiger Erde mit verschiedenen Asche aus dem Alltag. Eine andere Methode von Can Ye Tian Mu zu produzieren ist ein Blatt sorgfältig zu gravieren. Solche Werke zeigen die Kunstfertigkeit eines Künstlers,

Ein Blatt auf der Schale ist hier kein Ornament. Es wird zu einem Ornament dekodiert, wenn der Betrachter das Wahrnehmungsvermögen bzw. Bildung nicht zur Verfügung hat.

Leider gibt es solche Menschen heute einige.

Wozu Keramik II

Was bedeutet diese Schale? Wozu so eine Schale? Weshalb der Tisch- Mensch?

Vor 6000 Jahre ist diese Schale entstanden. Es wurde verwendet für früh gestorbenes Kind. Es kann ein Sarg sein für solche Seele, die die Welt nur kurz erblicken und frühzeitig verlassen. So früh verlassen, dass die Eltern viele ungesagte Worte mit etwa ausdrücken wollten. Fisch war und ist eine starke mystische „Code“. Der frisch verkörpert die Lebenskraft und Fortsetzungsenergie. Ein Gefäss trug gute Gedanke der Eltern und Wünsche der Schmanen, alle wollten ein gutes Abgang des Kindes und ein fröhliches starkes Wiederkommen der Seele!

Keramik ist ein Bedeutungsträger.

Heute finden wir immer wieder Fisch bemalt auf Qing Hua Porzellan. Nun wissen wir, was dieses Gefäss trägt.

Wenn Du nächtest Mal in ein Keramik Geschäft gehst, sagst Du nicht, dass Du ein Minimalist bist und keine Muster auf der Schale haben willst. Denn man verrät das, was man von Kultur versteht.

Wenn Du nächtest Mal wieder ein Gaiwan mit Fisch Tee zubereitest, dann weiss Du, dass Du viel Kraft in Deiner Hand hast und Du durch den Tee über das Gaiwan mit einer Kultur verbunden bleibst.

Wozu Keramik I

Wozu Keramik für eine Schale Tee?Warum nicht ein Glas? Nicht ein Edelstahlbecher? 

Keramik ist ein ältester Begleiter des menschlichen Kulturlebens. In jeder Kultur findet man seine Spuren. Es ist die natürlichste Art von Zusammenspiel der menschlichen Hände mit der Erde, um ein Gefäss zu formen, um etwas zu erhalten, behalten und halten. Keramik hat eine lange Geschichte. Der Mensch, der dieses Gefäss verwendet, hat diese Möglichkeit zu ein Teil einer Tradition zu sein und ebenfalls eine Möglichkeit über seine Position in der Entwicklung nachzudenken.

Keramik hat bloss ein Material. Der Keramiker kann bloss ein Produzent. Ohne einen kulturellen Kontext zu betrachten ist es selten ein Werk das über die Zeit hinausgeht. Das heisst, ein Werk, das mit einer Bedeutung einer kulturellen Kontext kodiert ist, hat eine Möglichkeit mit den Menschen aus einer anderen Zeit und Raum zu kommunizieren. 

Für Menschen aus einer anderen kulturellen Kontext bekommt in der ersten Begegnung mit einem kodierten Werk wahrscheinlich ästhetische Berührung. Denn Schönheit spricht für sich selbst, ohne Erklärung. Das kann sein, dass man lediglich auf diese berauschende Ebene bleibt, das kann auch sein, dass man dadurch angeregt fühlt, eine neue Fremderfahrung zu machen. Neue Erfahrung muss nicht Nachahmung hervorrufen, sondern das Anthroposophische aus diesem schönen Werk zu finden, das „Menschlich gemeinsame“ als Nährboden sich zunutze zu machen. So kann Grenze gesprungen werden ohne zu werten.

In diesem Sinne wie soll man so eine Tian Mu Schale betrachten?

Alle Menschen werden im Lauf des Lebens mit der Frage von Leben und Tod konfrontiert. Das Leben scheint ein Ende zu haben und nichts hat einen Bestand. Die Keramiker im 11. Jh. lieferte uns die Antwort, trinke eine Schale Tee und du siehst die Vergänglichkeit des Lebens!

Und wie ist mit dieser Jun Tasse?

Die vielschichtigen Ausdruck der Tasse lädt einen ein, aus verschiedenen Momenten im Leben diese Tasse zu betrachten. Manche Schale sieht schön aus, aber hat zu wenig „Schichten“, es ist einfacher schön oder nicht schön zu finden, aber hat zu wenig Möglichkeiten sie zu deuten. Solche Schale wird mit der Zeit langweilig. Hingegen eine Schale die Mehrdeutigkeit erlaubt und verschiedene Aspekte aufweisen kann, kann eine Teeschale für einen Lebensabschnitt sein!

Treffen im Mondlicht

Treffen im Mondlicht in einer Zeit als Mann und Frau nicht offiziell begegnen können. Nur im Dunkeln passieren die Dinge wie Liebe bei einer Schale Tee.

Bei einer Schale Tee, wenn der Tee zur Sprache kommt, wenn der Mensch aufhört, zu reden, entsteht ein grosser Raum für andere Klänge, andere Gefühle oder andere Färbung. Gestern hörten wir bei einer Schale Longjing Original von Mingqian 2017, die Gesänge von Theater Spiel aus der Ming Dynastie. Eine junge Frau verkleidete sich als Tochter eines Hofbeamters im Mondlicht, um einen Mann zu begegnen, den sie seit langen ins Herzen geschlossen hat. 

Da Sie eine junge Dame aus Südchina stammt, spricht sie einen Satz in verschiedenen Phase, mit verschiedenen Schritte, Mal nach vorne, mal wieder Rückzug… Anders als Peking Oper aus Nordchina in Qing Dynastie ist die südchinesische Weiblichkeit in Mingdynastie zart, sensibel und selbstbewusst.

Eine zarte Liebe, ein gelebte blühende Eros und ein fein floraler Aufguss von Longjing! Was für einen Frühling!

Ein Teeoase mitten im Zentrum Taipeis

Taibei Shu Yuan 台北書院。

Wenn du aus ubahn Ximen Station Ausgang nr 5 aussteigst, entdeckst du in diesem schwer zu definierenden Gebäude ein Hauch der alten Zeit.

Als junge Studentin verharrte ich draus um zu demonstrieren um gegen die Menschen in diesem Gebäude, die für das alte autoritären China in Taiwan beharrten.

Heute ist es ein Bildungswesen geworden, für Tee, für chinesische Musik, für chinesische Philosophie! Auch Atong hält seine Vorlesung hier. Einmal im Jahr.

Heute wurde Atongs Zheng Dong Ding aus dem Jahrgang 2011 hier in der Zusammenkunft des Tees getrunken.

Aus diesem Grund konnte ich mitgehen, ohne den Eintritt 1200 Taiwan Dollars und in voll ausgebuchten Raum einzutreten.

Ich habe vieles gelernt.

Taipei Shu Yuan

02-23112348

13:00-21:00

hopp://tpleckturehall.wordpress.com