Drei Geschichte aus Shui Tang

1. Geschichte
Vor ungefähr zwei Monaten besuchten zwei Touristen zufällig Shui Tang. Mitten im Laden sind wunderschöne Balken, siehe hier.
Der Besucher – aus irgendeinem Grund, fing an die Balken zu klopfen, genau so wie ein Gast bei Dir zu Hause anfängt Dein Möbel zu klopfen.
Ich stand in jenem Moment an der Kasse und fragte ihn, weshalb er die Balken klopfte.
Er erwiderte, dass er es wissen wollte, ob diese Balken vielleicht hohl ist.
Sprachlos fragte ich ihm, „wie kommen Sie denn auf die Idee?“
2. Geschichte
Eine Dame wollte Teetassen kaufen. Ich zeigte ihr verschiedene Ausführungen.
Sie sagte nein zu Arita, weil es zu grob ist. Sie sagte nein zu Raku, weil es zu archaisch ist. Alles passt ihr irgendwie nicht.
Dann fragte sie mich plötzlich: „warum sind asiatischen Tassen so offen?“
Ich wusste, wie ich diese Frage höflich beantworten soll. Sind europäische Tasse weniger offener?
Ich empfehle ihr zu Bodum zu gehen.
3. Geschichte
Eine Dame schaute in Shui Tang herum und dann wartete auf meine Beratung. Sie fragte mich, ob ich ihr meine Kimono Sammlung zeigen konnte. „Kimono?“ „Ja, bitte zeigen Sie mir Kimonos.“ „Haben Sie hier Kimonos gesehen?“ „Nein, aber zeigen Sie mir welche.“ „Entschuldige, dass es hier ein Teehaus ist.“ Sie zuckte ihr Schulter – und so what? „Gehen Sie doch zu Globus und Manor.“ „Nein, es gefiel mir nicht, was sie dort haben. Ich möcht gerne schöne Morgenmantel haben.“
„Aber wir sind hier ein Teehaus.“
Shui Tang ist scheinbar nicht nur Liquid Delicacies… Es war auch schon jemand, der bei Shui Tang Miso kaufen wollte!

4 Gedanken zu „Drei Geschichte aus Shui Tang

  1. Patrick B. Ludwig

    Zum Thema ‚Kimonos‘: Das Teehaus ‚Wühre‘ auf der anderen Seite der Limmat
    verkauft neben Tee und Tea-Toys in der Tat seit vielen Jahrzehnten auch
    Seidenkimonos und Happi-jacken als Morgenmäntel. Vielleicht weil Tee von den Kolonialherren im fernen Osten zum Frühstück genossen wurde und sich die
    Zürcher damals gerne auch so gesehen hätten.

    Ja Ja, exotisch und voller Geheimnisse ist das ferne China – oder vielleicht doch eher
    die Schweiz?

    Zum Holzklopfer: Wahrscheinlich hat er einfach den Klang Ihrer Balken mit dem des Bretts vor seinem Kopf vergleichen wollen …

    Zur offenen Tasse: Vielleicht mag ein offenes Maul keinen Spiegel?

    Gruss
    Patrick B. Ludwig

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  2. Suzanne

    Liebe Menglin, ich hab so lachen müssen über die Geschichten – vielen Dank dafür!
    Bis sehr bald, es ist schwierig bei mir im Moment, aber ich hoffe, es bald zu schaffen.
    Liebe Grüße!
    Suzanne

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  3. Tom

    Dazu fällt mir eine schöne Geschichte ein:

    „Es gibt die Geschichte von einem jungen Mann, der eine gefährliche und langwierige Reise antrat, um einen alten Weisen zu finden und ihn nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Als er schließlich vor dem Weisen stand und seine Frage ausgesprochen hatte, antwortete der Alte: ‚Das Leben ist einfach eine Schale Kirschen.‘ Zunächst überrascht und sprachlos, dann aber gereizt und verärgert, sagte der junge Mann: ‚Das ist alles? Ich bin den ganzen langen Weg hierher gekommen, habe Meere und Berge überquert, Wüsten und Urwälder, um Dich zu finden und nach dem Sinn des Lebens zu fragen – und Du hast nichts weiter zu sagen als, das Leben sei einfach ein Schale Kirschen?“‚ Der Weise lächelte, hob sein Gewand und erwiderte: ‚Na gut, dann ist das Leben also nicht einfach eine Schale Kirschen.‘ „

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