Archiv für den Tag 26/11/2010

Eine wahre Überraschung!

Hanspeter und ich gehen immer Essen, wenn wir eine Antik Teekanne verkauft haben. Da schrieb er mir, ob wir am Donnerstag essen wollten. Weil am Donnerstag das Lichtfest im Quartier ist, verschoben wir es auf Heute. Er kam wie immer so gegen 18.20.

Seit Tagen wurde ich immer unruhiger, weil eine wichtige Entscheidung im Leben zu treffen ist und weil ich sehnsüchtig wie ein Kind auf den Weihnachtsmann wartet. Wann wird das Buch „Blätter vom Teeweg“ endlich erschienen? Am Mittwoch schrieb Martin mir ein mystiöses SMS, dass der Eintritt von „Weihnachtsmann“ irgendwie verhindert wurde und ich den Grund doch verstehen wird. Ich antwortete „Wann bringt verdammt noch einmal der Weihnachstmann das Buch?“ Kein Antwort kam danach.

ich schleppte mein Ungeduld in diesen Tagen bei mir herum und schaute immer wieder nach dem Fenster und Tür… Oder vielleicht haben wir an der Spiegelgasse 26 einen Kamin?

Hanspeter kam und ich bediente die letzten Gäste. Er war schweigsam, aus irgendeinem Grund. Ich sollte einen Tisch in seinem lieblingslokal für 3 oder 4 Personen reservieren. Wahrscheinlich kommen seine Freunde dazu, dachte ich. Plötzlich kam Hannes noch kurz vor 18.30. Er holte seine zwei Honig. „Jetzt muss Du die Tür aber schliessen.“ sagte Hanspeter. Ich wollte mich umdrehen, um die Tür zu schliessen. Dann sah ich Martin!

Was! So spät! Ich schrie! Er grinste. Ich habe noch nich richtig verstanden. „Du hättest früher kommen sollen“, beschwerte ich mich. Die beiden Männer lachten. Plötzlich verstand ich, dass sie mich im Hier und Jetzt überraschen wollten!
Ich bekam ein eingepacktest Buch in die Hand, reiste es aus und konnte das Buch, das sonst nur im Internet als Buch abgebildet war, zu berühren! Ach! tatsächlich, so glücklich wie ein Kind. Tatsächlich so schön.

Im Restaurant sagte ich, dass ich zuerst das Vorwort von Hanspeter „verkosten“ wollte. Das habe ich so lange gespart. Ich wollte es nicht vorher lesen, sondern mit dem Buch zusammen! Meine Tränen tropfen während des Lesens fast auf meinen Beinen. Vor Glück war ich sprachlos.
Er sagte mir, dass er sehr skeptisch war. Blog, was ist denn das? Das Medium gefiel ihm gar nicht. Aber das Manuskript war spannend und er liess sich begeistern. Mit zunehmender Spannung las er das ganze Manuskript und war positiv überrascht. Und so entsteht das Geleitwort von ihm.
Beim Abschied sagte Martin zu mir, „Buchautorin!“ Buchautorin? Ein neuer Titel? Für wen?