Kraftort

Teresa rief mich nach dem Fest in Skype. Sie hatte eine tolle Idee. Sie sagte, sie hat immer frische Ideen, wenn sie mich und Shui Tang gesehen hat. Sie will ein Lied für Shui Tang komponieren!

Ach, was für ein Geschenk! Ich nahm es mit Freude an. Sie sagte, es sei berührende Momente für sie in Shui Tang zu singen. Ihre Stimme haben viele fast zu weinen gebracht, ihre Stimme versetzte den Ort in die Vergangenheit. Die Zuhörer waren nicht mehr nur dort wo Shui Tang war, sondern überall, wo ihre Gefühle beflügelt waren! Sie selbst wurde dabei inspiriert, den Raum Shui Tangs zu erweitern, durch Klänge andere Dimensionen und Grenze zu überschreiten! Ein Lied für Shui Tang!

Sie kam heute wieder, eine älternde Frau, die Blumenkunft unterrichtet und Tee praktiziert. Sie ist nicht mehr jung, aber schön, ach, wunderschön. Wie gerne schaue ich ihr friedvolles zu und geniesse die Momente in ihrer Nähe. „Ich habe Sehnsucht nach diesem Ort.“ sagte sie, als sie wieder kam. „Ich habe mir vorgenommen heute unbedingt zu kommen!“ sie lächelte. Ich spürte tatsächlich ihr Freude. Sie machte ihren Rundgang durch Shui Tang, schenkte jedes Ecke ihre Aufmerksamkeit. „Was für einen schönen Ort. Der schönste Ort in Zürich für mich.“ sagte sie. Ich lud sie ein für eine Tasse Tee. Ich machte Ihr den über Holzkohle gerösteter Hochlandoolong aus Alishan. Sie machte ihre Augen zu. Ich machte meine auch zu. Waren wir in Frühlingswiesen oder waren wir unter einem Apfelbaum? Wir lächelten einander an.

„Ich mache Blumenkunst. Es ist nichts anders als nur das Wesen eines Blume, eines Blatt oder eines Zweiges hervorzuheben.“

Ich nickte meinen Kopf. Atong macht nichts anders als das Wesen eines Tees durch seine Rösrtung zum Ausdruck zu bringen. Ich trank den charakterstarken Alishan. Ich weinte fast.

„Ich spüre das Wesen, wenn ich ein Zweig in meine Hand habe.“ sie sagte zu mir.

Ich spüre mein Gegenüber, ihren wunderschönen Garten des Herzens.

„Ich hatte auch so offene Haare wie Sie. Vor vielen vielen Jahren.“ sie schaute mir genau an. „Wissen Sie, ich mochte meine Haare gar nicht… In meinem Heimat ernten sie immer Kritik.“ meine leise Stimme irritierte sie.

Ich möchte nicht anders sein, als mein Wesen schon ist. Ich möchte nichts anders tun, als das, was meinem Wesen nicht entspricht. Ich möchte nicht mehr etwas haben, sondern einfach sein – ich erinnere mich an diese Stimme. Wer bist Du?

„Du machst nichts an dem Blumen kaputt, wenn Du sie in die Hand nimmst. Du tust sie einfach in das richtige Gefäss, das ihrem Wesen entspricht. Dann wird alles wunderbar!“

„Ich möchte auch so mit meinen Menschen umgehen.“ sagte ich wie einen Wunsch zu wünschen. Den richtigen Tee zu dem richtigen Liebhaber, den richtigen Menschen mit richtiger Aufmerksamkeit, das richtigen erkennen…

Zum Schluss sagte sie mir, „Ich muss wieder auf den Weg. Ich will noch einen Rundgang machen, das Gefühl und die gute Energie von hier nach Hause mitnehmen.“ Sie entschuldigte sich und ging noch eine Runde durch Shui Tang. Im schweigenden Verbeugung verabschiedeten wir uns.

Mir geht es wirklich gut. Ich bin glücklich. In meinem Mund duftet noch nach dem fröhlichen Duft unter dem Apfelbaum, es duftet noch nach dem frischen Bergluft aus Alishan. Süss und klar.

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