Das Leben zu leben wie in letztem Moment

Gestern bekam ich eine traurige Nachricht von dem plötzlichen Tod eines guten Freundes. Vor einer Woche traffen wir erst wieder zum Kaffee und wir sprachen über das Leben und die Abhängigkeit des Daseins. Nun hat er uns verlassen, im Ferien Unfall, Tod.

Mit Erika musste ich telefonieren, mit jemandem musste ich sprechen. Sie erzählte mir, dass Michel ihr einmal sagte: wenn er auf Reise geht, räumt er seine Wohnung immer so auf, als ob er nie mehr zurück kommt. Man müsste Menschen immer so behandeln, als ob man sie zum letzten Mal sehen würde!

Eigentlich muss man sich selbst auch so behandeln, als ob man morgen sterben würde… Was habe ich noch nicht gesagt, gestan und geschimpft?

Die Häufung der Tode in meinem Freundeskreis und das Zusehen der eigenen Hinfälligkeit bringen mich noch näher zum Tee. Teezusammenkunft ist immer im Hier und Jetzt. Einmalig und nie wiederholbar. Nun erlebe ich es nicht nur im Wechselspiel der intellektuellen Worte, sondern durch meine eigene Haut.

Shui Tang ist ein Projekt, wie Teezusammenkunft im Hier und Jetzt, nicht wiederholsam und einmalig. Ich weiß, dass ich viel Angst und Zweifel habe – sie werde mich wohl das Leben lang begleiten. Aber ohne den Weg zum Shui Tang wäre ich nicht ich und mein Leben ohne Duft.

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