Degustation von Junshan Maojian

Degustation von Junshan Maojian

Eine Tasse Junshan Maojian, duftend, lieblich und zugleich eine Spur von leichter angenehmer Bitterkeit. Die zwarten Blätter sind wirklich aus one bud and two leaves.

Meister Chen erzählte mir heute nachmittags, weshalb so ein edeler grüner Tee Leber-Qi wieder in den Fluss bringt. Denn ein schöner Grüntee wird nicht von der Bitterkeit dominiert, sondern schmeckt auch lieblich und aromatisch. Er stärk sanft das Herz, das Leber leicht „kontrolliert“, so dass Leber Feuer nicht rodelt. Darum hilft bittere Kräutersud oft gegen Leber Entzündung. Wenn der Tee zu bitter wird, ist ein bestimmtes Element wieder zu dominant und das Balance gerät wieder ausser Gleichgewicht.

Teesorte, die genug lang „Hongpei“ – Röstung vollzogen wird, geht direkt zum Leber-Gallen Meridian. Es ist ein anderer Weg, Leber zu entspannen. – Laut Meister Chen Tie-dao

Die Welt des Tees ist grenzlos. Ich fühle mich so klein in dieser Welt.

Tee für gestaute Leber-Qi

Suzanne schrieb mir, dass sie gerne einen Tee probieren möchte, der ihr hilft das gestaute Leber Qi wieder in den Fluss zu bringen. Das gestaute Leber Qi manifestiert sich durch Symptome wie Regelschmerzen, Schlaflosigkeit und Migräne.

Ich leide auch unter Migräne und in Taiwan auch oft unter Schlaflosigkeit. Qigong Meister Chen sagte mir oft, dass es ein emotionales Problem ist. „Menglin, wenn Du Dich nicht mehr so oft ärgerst, dann leidet Dein Leber nicht mehr. Es gibt auch keine gestaute Leber Qi mehr!“ Wut und Ärger schaden Leber. Das Gefühlt das eigene Leben nicht leben zu können, sich nicht entfalten können, schadet ebenfalls Leber. „Weiss Du, Leber ist ein Holz-Element, das sich im Frühling entfalten möchte.“ Frühling ist deswegen die beste Zeit, Leber zu kurieren. Darum findet immer die Entschlackungs- und Reinigungskur im Frühling statt! (Natürlich auch die Fasten Zeit).

Sich nicht zu ärgern ist nicht einfach. Dies ist eine lebenslange Aufgabe – O. K. ich bin auf dem Weg 🙂 Oder was für einen Tee könnte solchen Problemen helfen? Meister Chen sagte mir einmal, Frühlingstee hilft Leber-Qi-Probleme. Warum nicht ein schöner chinesischer Grüntee aus wirklicher Frühlingsernte?

Viele traditionelle Grüntee hilft Leber Qi zu entspannen. Da Grüntee den Körper eher abkühlt, würde ich den Grüntee nachmittags trinken. Natürlich nur mässig. Zu dem emotionalen Problem hilft auch ein Blumentee.

Aber das Wichtigste ist wohl, an sich selbst zu arbeiten, Klarheit über das Leben zu haben. Probleme gibt es immer, Lösungen gibt es aber nicht immer. Manchmal muss man damit leben, manchmal wartet man, bis man Klarheit bekommt und handelt. Abwarten und Loslassen sind wohl das Schwierigste des Lebens.

Nun giesse ich gerade einen wunderschönen Junshan Maojian 君山毛尖! Ein so seltene Rarität direkt aus Hunan Junshan Insel. Seine schönen weissen Tipps werden zu jadegrüne Blätter im Aufguss. Duftend lieblich wie Blumenwiese! Eine leichte bittere Nuance verferinert sogar den Tee! So einen schönen Grüntee bekommt man wirklich selten! Ach! Das Leben ist wunderschön! Zu schön, um zu bereuen und sich zu ärgern!

Der gelbe Tee – Huang Da Cha 黃大茶

Anhui TeegartenTeegarten in Anhui

Anhui galt eine rückständige Provinz, weil Menschen dort überwiegend von der Landwirtschaft lebten. Vielleicht ist es deswegen, viele berühmte Teesorten kommen ursrpünglich aus diesem rückständigen Land. Anhui ist auch Haimat des gelben Tees. Huoshan Huang Ya 霍山黃芽 war bereits in der Tang-Dynastie eine Exklusivität, damals hiess er Shouzhong Huang Ya.

Huang Da Cha 黃大茶ist ein gelber Tee aus Teeblätter: one Bud and three or four leaves. Also, ein nicht sehr edeler gelber Tee, der unter dem Volk Beliebtheit geniesst. Er wird hauptsächlich in Huoshan und Jinzhai hergestellt.

Die frische Blätter werden durch Erhitzen und Rollen zum rohen Teematerial verarbeitet. Anschliessend durch sorfältige Ruhen und Röstungen (mehrmals) fertiggestellt. Die Ruhezeit beträgt oft 5-7 Tage und Röstung spielt dabei eine grosse Rolle, ob diese gelbe Farbe und die leichten Rauch /Röst-Geschmack gelingen könnte! Dieser Tee hat eine charaktervolle Röstnote und ist in Shandong sehr beliebt.

Huang Xiao Cha 黃小茶(kleiner gelber Tee) ist ander als Huang Da Cha (grosser gelber Tee). Er besteht immer aus one bud and two leaves – also edeler gelber Tee. Provinz Hunan hat zwei wunderbare Huang Xiao Cha: Xieshan Maojian 瀉山毛尖(er schmeckt leicht rauchig und wurde auf Kieferkohle verarbeitet) und Beigang Maojian 北港毛尖.

Gelber Tee ist in Europa noch relavtiv unbekannt. Neben dem grünen Tee ist er im Winter eigentlich eine gute Alternative, die den Körper nicht abkühlt und Verdauung anregt und fördert.

(Bild aus anhui-china.de)

Winterernte oder Herbsternte

In Fujian ist die Herbsternte die letzte Ernte des Jahres. Diese Ernte genisst besonders Ansehen und Lob beim Teeliebhaber. “ Duft des Herbst“ sei der unverwechselbare Duft des Fujian Oolongs! Nach dieser Ernte ist es so zu sagen „Feierabend“ für Teebauer und sie bereiten sich für das kommende Neujahrfest vor.

In Taiwan lobt man zwar den Winterernte, aber gemeint ist es oft Herbsternte. In Lishan, Pinglin und Shiding wird die letzte Ernte des Jahres die Herbsternte im Oktober. Diese Ernte wird oft irrtümlicher Weise als Winterernte bezeichnet. In anderen Gebieten wird Tee erst im November gepflückt. Wobei sind die Ernte von vielen neuen Teesorten wie Sijichun, Jade und Jinxuan bereits im Oktober im Gang.

Im Winter wird der Tee im Süden noch einmal geerntet, wenn das Wetter mitspielt! Wenn es eine Prise Wärme nach Südtaiwan zieht, dann kann es eine sonderbare wirkliche Winter-Ernte „Dong Pian Zi“ entstehen!

Oolong duftet hervorragend bei Frühlingsernte, während die „Herbsternte“ schöneren aromatischen Aufguss anbietet.

Beim Grüntee schätzt man allerdings die Frühlingsernte. Die besten chinesischen Grüntees oder gelben Tees werden Ende März und Anfang April gepflückt! Dass man heute first Flush bei Darjeeling und Dianhong preist, ist meiner Meinung nach ein Irrtum! Im März und April… ist es viel zu kalt in den Bergen – keine gute Vorraussetzung für einen ausgezeichneten Schwarztee – in richtiger Temperatur richtig welken, ruhen und fermentieren lassen! Mit diesem grassigen Geschmack vom Schwarztee kann ich leider nicht anfreunden!

Shifeng Longjing 獅峰龍井, was ist das?

Gestern kam Herr Jürgen Schmitt nach Zürich und hielt einen Vortrag über Shifeng Longjing. Was ist Shifeng Longjing (Lung Jing) eigentlich?

Die Heimat des Longjing Tees liegt am Westsee (西湖 Xihu) in Hangzhou, Zhejian, China. Aufgrund verschiedenen Anbauorten am Westsee varriieren sich die Qualität, die Form und der Geschmack verschiedenen Lungjings. Seit es Geschichte über Lungjing gibt, gibt es vier Klassifikation: Shi (Löwen), Lung (Drachen), Yun (Wolken) und Hu (Tiger). Lungjing von der Shi-Klasse galt und gilt als der beste Lungjing von ganzem Land! Heutzutage gibt es nur noch drei Klassifizierung: Shi, Long und Mei (Pflaumen).

獅 Shi-Klasse stammt aus Shifeng (Löwengipfel), Lungjing (Drachenbrunnen), Wongjianshan, Majuilong und Yangmeiling, Tianzhu und Lingyin. Teeblatt ist nur aus „one bud and two leaves“. Wobei das Bud in den two Leaves versteckt ist. Sein Farbe solte gelblich im Grün – ähnlich wie Vollkornreis. Der Duft hält lang an und das Aorma ist lieblich, frisch. Der Aufguss schmeckt geschmeidig und erfrischend.

梅 Mei-Klasse stammt aus Meijiawu (das Haus des Meis – wahrscheinlich leben hier viele Familie Meis), Yunqi, Fancun. Die Form ist glatt und glänzend, falch und jadegrün. Die Duftnote und Aroma sind leicht flacher als von Shi-Klasse.

龍 Long-Klasse stammt aus Hupao, Shuanfeng, Jinshagang, Maojiapu, Jiulisong und Liuheta. Bei dieser Klassen sind Teeblätter eindeutig grösser und die Aromen sind deswegen wesentlich flacher und schlechter als die anderen zwei.

Wann wird Shifeng Lungjing gepflückt? Ende März bis Anfang April und nur innert 10 Tagen. Der beste Lungjing überhaupt heisst Mingqian Longjing 明前龍井.

Die Lungjings, die wir in europa meistens erhalten können, sind OEM Produkte aus anderen Gebieten von Zhejian, Yunan, Fujian und Vietnam…

Was ist Drachenbrunnen? Das ist ein Brunnen am Tempel Longjing, bekannt seit Ming Dynastie. Aber das beste Wasser für Lungjing Tee sei Brunnen Hupao 虎跑泉 (Brunnen des rennenden Tigers) im Hupao Berg.

Lungjing Tempel Tempel Lungjing

Literatur: Chen Wenhuai 1997. Wang Xinjun 1980.

Naixiang Wulong Cha 奶香烏龍茶

Stefan (nicht aus DD, sondern der andere aus Thüringen) fragte mich, ob ich Naixiang Wulong Cha kenne, ob dieser Wulong (Oolong) der Jinxuan Oolong sei.

Darüber habe ich mit Teataster Chen besprochen, was für einen Tee es sein kann. Naixiang sollte der typische Geschmack von Jinxuan sein, wenn Jinxuan (eine neue Oolongsorte) richtig hergestellt wird. Naixian – milchiger Duft, meinen wir eigentlich nicht nach Molk, sondern leicht süsslich, leicht wie Condensmilch.

Aus Bremen habe ich einen Naixiang Oolong aus Taiwan als Muster angefordert. Dieser Tee schmeckt richtig molkig. Für mich ist dieser Tee eindeutig parfümiert. Teataster Chen war ebenfalls meiner Meinung, denn Jinxuan Oolong 金萱 nicht wirklich so „molkig“ schmeckt. Er habe allerdings noch nie von dieser Bezeichnung Naixian Oolong gehört. Ich kann die Frage Stefans nicht wirklich antworten. Ob es einen seziellen Verfahren für diesen mit „Molk“ behandelten Oolong gibt, ist mir nicht bekannt. Ich würde eher behaupten, dass dieser Oolong einfach „aromatisiert“ oder „parfümiert“ wurde, wie viele so genannten Gingsen (Rensen) Oolong…

Eine Degustation mit Huang Jin Gui

Eine Degustation mit Huang Jin Gui

Huang Jin Gui, ein noch unbekannte Oolongsorte in Europa, genießt jedoch seit 1850 als ein unverwechselbarer Duft-Oolong in China. Er ist bekannt für seinen einzigartigen ausgezeichneten Duft und seine früh treibenden Eigenschaft. Es wurde erzählt: „Bevor man seine liebliche Note im Gaumen vergehen lässt, strömt die außergewöhnliche Duftnote bereits in die Nase!“

Huang Jin Gui wurde in China wie Yancha zu einer streifenartigen Form verarbeitet. Seit 90er Jahren wurde er ebenfalls in Taiwan produziert. Der Huang Jin Gui aus Taiwan hat allerdings eine taiwanesische Form – halbkugelig. Huang Jin bedeutet Gold auf Chinesisch und Gui bedeutet Osmanthus, vielleicht meint man die ähnliche Duftnote von beiden. Ich nenne diesen Tee einfach als „Goldener Oolong“.

In meiner Reise nach Taiwan habe ich einen seltenen besonderen Hochland Goldener Oolong probieren können! Seine unverwechselbare Duftnote begeisterte mich und half mir es zu verstehen, weshalb dieser Tee seinen Rühm genießt!

In Konstanz degustierte ich zwei Goldener Oolong: einer aus Nantou Mingjian, einer aus Lishan. Die beiden Huang Jin Gui zeigen seine Ähnlichkeiten und weisen gleichzeitig aufgrund zwei unterschiedlichen Anbaugebiet wiederum interessante bemerkbare Diversität!

Huang Jin Gui aus Nantou: die Blätter sind ledrig, stark und die Fermentationsfärbung sind eindeutig zu sehen. Sein Aufguss ist klar, aber gelblich leicht orangenfarbig. Er schmeckt vollmundig, honigsüß und geschmeidig.

Huang Jin Gui aus Lishan: das Hochlandsqi war nicht zu übersehen! Erfrischend, elegant und sanft strömte der Duft in meine Nase! Seine Blätter sind dicker als gewöhnliche Oolong durch seine Höhe, sind saftig grün und rötlich am Rande gefärbt! Die eindeutige milchige (Naixiang) liebliche Duftnoten vergeht in einer Geschmeidigkeit in die Zunge. Sein Aufguss ist klar, hell gelblich.

Teataster Chen gab mir einen guten Rat, dass man den Duft des Tees nach der Erkalten des Tees erst richtig verifizieren kann. Nach zwanzig Minuten decke ich die Decke ab und genoß noch einmal die Düfte: der Goldener Oolong aus Lishan duftet tatsächlich nach Osmanthus – lieblich und blumig; während der Goldener Oolong aus Nantou richtig nach Honig duftet!

Im Bild: rechts Huang Jin Gui aus Lishan; links Huang Jing Gui aus Nantou. 

Nicht nur Räucherstäbchen

Nicht nur Räucherstäbchen

Es gibt nicht nur Räucherstäbchen, die unsere Nase und Räumen mit Düften verwöhnen können. Es gibt auch andere Möglichkeiten, die vielleicht noch mehr Ruhe in uns verbereiten könnte.

Räuchermeister Chen zeigte mir eine Möglichkeit mit Duftpulver zu arbeiten. Er bezeichnet die Ruhe des Erlebens, die beim Räuchern entstanden ist, als die wahre Faszination von Duft. Duft bringe uns zurück zu uns und beruhigt unseren stets „denkenden“ Geist zur Ruhe. Ohne Ruhe könnten wir den Duft gar nicht geniessen, ohne Ruhe könnten wir gar nicht realisieren, was für einen Duft sich gerade im Raum verbereitet!

Er schlägt vor mit reinem Pulver aus Sandelholz 檀香oder Adlerholz 沉香 zu arbeiten:

Auf Asche mit Messer Striche ziehen – man kann auch ein Wort schreiben. Die Pulver vorsichtig in die Striche fühllen und dann anzünden.

Im Teezeremonie benutzen wir auch Neriko – Räucherwerk aus Honig, Kohlepulver, Sandelholzpulver, Adlerholzpulver und viele andere Gewürze und Harze je nach Geschmack. Neriko wird auf heissem Aschen oder neben der glühenden Kohle gelegt und sein Duft füllt den Raum almählich und nachhaltig! Es gibt nicht nur Räucherstäbchen, sondern viele andere Möglichkeiten, die uns in diese neue Welt der Düften einführen können!

Er erzählte mir ebenfalls von der Wirkung von Duft. Ursprünglich war er vom Beruf chinesischer Apotheker. Chinesische Medizin arbeitet viel mit Düfte und Geschmäcke. Um guten Adlerholz zu suchen, reiste er Monaten lang durch Urwälder in Südasien. Diese Welt hat ihn fest gefesselt und er konzentriert sich nun nur auf Düfte. Er sagte mir, dass Adlerholz sich direkt auf unser Dantian auswirkt. Er bringt die Energie runter und beruhigt uns somit. Gegen Bauchschmerzen und Unterleib-Problem ist Adlerholz eine grosse Hilfe. Er fördert Yin-Energie im Körper und entspannt. Sandelholz dagegen wirkt eher energetisch aufsteigend. Für Meditation ist er nicht zu empfehlen. Er hilft Lunge und Magen Probleme und fördert Yang Energie im Körper. Blütedüfte wirken prinzipiell im Kopf. Darum ist Jasmintee bei der Depression und Migräne oft eine Hilfe.

Er kann vieles erzählen. Erleben müssen wir es selbst. Ohne Ruhe erleben wir gar nichts.

Die Welt der Düfte 2

Die Welt der Düfte 2

Räuchermeister Chen zeigte mir, wie man Räucherstäbchen anzündet.

Räucherstäbchen ist nun weltweit salonfähig. Ein neuer Produkt von Life-Style und Wellness, aber eine uralte Tradition von fernöstlicher Religiösität!

In Europa findet man zwei verschiedene Ausführungen von Räucherstäbchen: einer mit Bambus-Stab, der andere ohne Bambus und wird direkt im Asche gesteckt. Warum dieser Unterschied?

Im Südchina ist Bambus beheimatet, während Bambus in Nordchina eine Rarität war. Darum ist ein Räucherwerk ohne Bambusstab in Nordchina entstanden, während in Südchina das Räucherwerk mit gespaltendem Bambus hergestellt wird. Heute ist Taiwan der führende Produzent von Bambus-Räucherstäbchen.

Deshalb sind Räucherstäbchen aus Taiwan, Indien und Südasien meistens mit Bambus-Stab und japanische Räucherstäbchen ohne Bambus-Stab.

Meister Chen sagte mir, dass man sich selbst zum Ausdruck brint, indem er Räucherstäbchen anzündet. Viele haben kein Geduld und zündet Räucherstäbchen einfach so an, so dass ein grosser Teil verkohlt und schwarz wird. So kann man den feinen Duft nicht richtig geniessen. Besser Räucherstäbchen schräg mit Feuerzeug anzünden und mit einem Abstand zur Nase halten. So haben wir mehr von dem Duft.

Viele neue Life-Style Räucherstäbchen aus Japan preisen mit „Less Smoke oder Non Smoke“. Er hält nichts von dieser Aussage. Ein reiner Naturprodukt kann nicht „less Smoke oder Non Smoke“ sein. Auch schöne weisse Asche, was Räucherstäbchen hinterlässt, zeigt, wie „unrein und unnatürlich“ dieser Produkt ist!

Um Feinheit der Düfte zu verifizieren und die Vielfalt der Geschmäcke kennenzulernen, ist ein sortenreinen Räucherwerk zu empfehlen. Die Mischungen sind eher irreführend für jemanden, der sich mit Düfte auseinandersetzen möchte. Das gilt ebenfalls beim Tee! Tee und Duft können wir nur durch unseren Körper erfahren und verifizieren, nicht durch das Denken! Durch Körper lernen wir die Feinheit der Geschmäcke kennen! Und die Ruhe des Geniessens bringt uns zu uns selbst zurück!

Wer sich mit Tee auseinandersetzt, ist irgendwann unzufrieden mit aromatisierten Produkten. Wer den natürlichen Duft und authentischen Geschmack schätzen gelernt hat, kann mit der künstlichen Aromatisierung nicht mehr glücklich sein!

Warum schreibe ich so viel über Düfte? Weil wir unsere Welt sehr viel über Nase wahrnehmen als wir es realisieren können! Weil wir den Tee ebenfalls nicht nur durch Augen und Gaumen geniessen, sondern auch durch die Nase! Viele Gerüche werden mit vieler Erinnerung im Gedächtnis gespeichert. Und wiederum rufen Gerüche viele unsere Erinnerungen, Gefühle und Emotionen auf, die längst vergessen wurde! Gerüche sind Eintrittsticket in die andere Welt, die oft im uns versteckt ist und verborgen bleibt…

Das Buch Parfum hat uns dieses Geheimnis gelüftet und erzählt uns die unsichtbare und aber „wirkliche“ Wirkung der Düfte. Leider wird die Funktion unsere Nase unterschätzt und die „Glaubwürdigkeit unserer Augen“ überbewertet!

Vertrau‘ unsere Nase und wir können unsere Welt „grossartig“ erleben!