紅玉紅茶 Der 1. Teil von der Vernissage

這是在新書茶會所唸的第一篇, 有關紅玉紅茶的文章. 當時, 是中文和德文交叉讀. 是一種聲音的遊戲, 也是, 一個對自己的挑戰.
我喜歡挑戰.

原文
Fremdsprachen

我一直在問我自己, 我和茶的緣分是從什麼時候開始.
我會一直想起我爺爺, 他一個人獨自的坐在他聽不懂的電視機前, 一個人獨自地喝他的木柵鐵觀音. 對當時的我來說, 他的茶又濃又稠. 一種充滿老男人的味道. 一個被遺忘的味道.

Ich dachte, ich hätte ein Talent für Fremdsprachen. Meine Mutter fühlte sich immer gestört, weil ich mich als kleines Mädchen gerne mit sympathischen Fremden unterhielt. Sie warnte mich vor der Gefahr, die damit einherging. Mich interessiert das Fremde. Ich höre gerne zu, und ich spreche gerne mit Fremden. Als ich nach Deutsch aufhörte, eine weitere Fremdsprache zu lernen, klagte mein Vater darüber, eine Fehlinvestition getätigt zu haben. Irgendwie habe ich meine Leidenschaft verloren. Beim Lernen von Deutsch verstand ich, wie schwer es ist, einen Fremden zu verstehen.
Mein Großvater war für mich der Taiwanese, der einmal Japaner war. Chinese war er nie. Seit ich mich an ihn erinnern kann, saß er immer in der Dunkelheit, trank seinen dunklen Tie Guanyin und ließ sich vom Fernseher begleiten. Das Fernsehen sprach eine Sprache, die er nicht verstand. Er war ein Fremder im eigenen Land.

Ich kam nach Europa, lernte die Sprache der Fremden. Manchmal bin ich hier besser integriert, manchmal schlechter. Häufig fühle ich mich wie eine Spinne, die für immer aus ihrem Netz gefallen ist. Manchmal weiß ich, dass ich mit den Menschen hier mehr verbunden bin, als ich es mit meinen Landsleuten bin, die in der Schweiz leben. Aber wenn sich Ostern oder Weihnachten nähert, sehe ich, wie die anderen rennen, wie sie backen und ihre Feste planen. Dann wird mir klar, dass ich anders bin. Ich sitze in einer Ecke und beobachte, wie fremd ich bin.

Mit dem Älterwerden glaubte ich, den Stein meines Großvaters verstehen zu lernen. Um Großvater wirklich zu verstehen, ist es aber bereits zu spät. Seine Sprachen waren verboten, und sein Gefühl war es, verlassen zu sein. Vielleicht begegne ich Großvater und seiner Geschichte mal in irgendeinem Museum und in irgendeinem Dokument. Sein Leben in einer wechselhaften Zeit liegt begraben im Vergessen. Mit dem Erwachsenwerden begann mich die Geschichte meiner Eltern zu interessieren. Ihre Geschichte und ihre Sprache künden mir von etwas Fremdem in meiner imaginären Nähe. Was dabei passiert, ist ähnlich wie mit dem Tee. Ich dachte, Tee sei nichts weiter als Blätter. Ich wusste nicht, dass Tee auch Geschichten über Menschen erzählt.

我不知道, 茶也會說故事. 我不知道, 我那麼喜歡的紅玉紅茶訴說著我爺爺和他那一代人的故事.
有一天下午, 一個obasan 來看我的老師. 他充滿皺紋的臉, 讓我想起了南台灣的艷陽. 他會講很多種話.他的中文和我的爸爸一樣好. 他的日文流俐. 他的台語充滿鄉音.當日本人在的時候, 他採咖啡豆. 當金萱烏龍有名時, 他採金萱.他嫁給了來自唐山的軍人, 現在大概還在魚池做紅玉.

Hongyu Hongcha ist mein Liebling beim Schwarztee. Einmal besuchte eine Obasan (Großmutter) Atongs Büro. Ihr Gesicht war verwinkelt, und ich las die Spuren einer stechenden Sonne, die eine Insel mit exotischer Wärme versorgt. Ihr Rücken war krumm, aber Atong, mein Teelehrer, brachte ihr großen Respekt entgegen. Sie redete mit ihm voller Humor in drei Sprachen. Welche der Sprachen war ihr fremd? Sie redete fließend Japanisch, ausgezeichnet Taiwanesisch und ebenso gut Chinesisch wie mein Vater. Atong erzählte mir später ihre Geschichte, die exemplarisch für ihre Zeit ist. Als die Japaner da waren, pflückte sie Kaffeebohnen. Sie pflückte Tee, als Jinxuan populär wurde. Sie wurde verheiratet an einen chinesischen Soldaten, als … Heute lebt sie in Yuchi und macht Hongyu …

Ihre Stimme klingt immer noch an mein Ohr, wie der Wind die Kiefernnadeln streichelt. «Mädchen, ich muss immer arbeiten, anders als du. Wenn ich nicht arbeite, werde ich krank.»
Hongyu heißt «rote Jade» auf Chinesisch. Eigentlich benannten die Teefarmer diesen Tee in Erinnerung an den schönen japanischen Apfel Hongyu. Der Geschmack dieses Apfels war für meine Generation auf der warmen Insel ein Hauch von Luxus! Hongyu steht als Synonym für das absolut Besondere! Hongyu trägt auf der Insel einen offiziellen Namen. Er heißt «Formosa Teebusch Nummer 18».

Ich möchte lernen, endlich lernen, meine Eltern zu verstehen. Ich möchte auch weiterhin lernen, Menschen, die mir vermeintlich nahe sind, und solche in der so genannten Fremdheit zu verstehen. Vielleicht fange ich mit Zuhören an. Ich bewundere jene Menschen, die an meinem Seminar «Sprache des Tees» teilnehmen möchten. Sie müssen sehr viel lernen. Sehr viel. Vor allem das Zuhören.

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明天, 大概可以貼第2 篇.
Das ist der erste Text, den ich Chinesisch und Deutsch in der Vernissage vorgelesen habe. Morgen hoffe ich, den zweiten Text zu posten.
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Taiwan 100.mp3

Das ist das Lied, das Teresa als das erste nach dem Text von Fremdsprachen
sang.

copyright – Teresa Chen 陳姿君

Teeblätter

Am selben Abend konnte ich nicht widerstehen, packte mein – teetoy- Reiseset – aus, spülte das Geschirrli sanft,
war allein in der Küche mit gedämpften Licht, leichte Musik und machte ein Gongfu Cha…. etwas anderes wollte ich gar nicht mehr machen an diesem Abend und ging mit gewärmten Herzen ins Bett.
Er war inspirierend.
Inspirierend deswegen, weil du dich so öffnest und authentisch von dir gibst… etwas dass ich im Alltag im Geschäft so vermisse…. es sind sooo viele Masken hier,
ein Maskenball…

(da ich nicht wusste wie man bei dir einen URL – oder so einträgt um zu BLOGEN…. > kommentiere ich halt per Mail)
Anja

Wir können versuchen einander zu verstehen, aber deuten kann nur jeder für sich selbst.
Wenn ein Buch veröffentlicht, wenn ein Text geschrieben und gelesen wird, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf – außer meiner Kontrolle.

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Anja bedanken für Ihre Empfänglichkeit und Begeisterungsfähigkeit.
Ich möchte hier etwas schreiben, was mich in letzten Tagen bewegt.

Wie oft stehe ich vor dem Spiegel und jammere, wie hässlich ich aussehe? Wie oft stehe ich vor den anderen Menschen und meine Hände sind voller Schweiß?
So wie jeder von uns, möchte ich manchmal nicht das sein, was ich einmal geboren werde. Aber anders zu sein geht es leider nicht.
Teeblätter sind einfacher. Sie sind so wie sie sind. Wenn sie aus Dongding Berg kommen, dann schmecken Sie so, wie sie sind. Wenn sie eben aus Thailand stammen, schmecken sie eben anders als aus Dongding! Die Teeblätter sind so wie sie sind? Aber wir wollen sie manchmal anders benennen als wie sie sind. Wir möchten sie anstatt aus Mingjian Dongding nennen. Weil wir die Dinge nicht so akzeptieren, so wie sie sind, haben wir und machen daraus ein Problem. An sich ist es doch egal, woher sie kommen. Für manche ist es wichtig aus Dingding, dann sollte es eben den richtigen geben. Für manche ist es egal, ob er aus Dongding Berg oder Mingjian kommen.

Ebenso ist es mir auch egal, ob die anderen Leute ein Maske tragen oder nicht. Es ist nicht meine Sache. Für mich ist es wichtig, ob ich ein Maske tragen will und wann ich es ablege. Trage ich ein Maske? Gewiss. Kann ich es ablegen? Natürlich. Es ist meine Freiheit, Maske zu tragen oder nicht. Es ist meine Freiheit, mich vor diesem oder vor jenem zu öffnen. Das Problem ist, wenn man zu lange Maske trägt, vergiss man plötzlich, dass man es anhat. Dann ist es nicht bloss ein Spiel mit den anderen…

Für mich ist Tee nicht ein Kult. Am Dienstag kam Alexander vorbei und sagte mir, dass es ein sehr schöner Abend für ihn war. Er blieb gerne dort, auch wenn ich kurz abwesen war. Als die Leute plötzlich anfing über das Wasser zu diskutieren, war es für ihn plötzlich zu viel. Er sagte, „Menglin, ich komme gerne zu Dir, weil Du eben anders bist. Du pflegt keinen Kult.“

Tee trinken ist eine wunderbare Sache. Ich möchte es so auf diese Ebene bleiben lassen. Natürlich trinke ich jeden Tag meinen Tee aus meiner Jadekanne, weil es eben wunderbar ist. Aber so ist es und nicht mehr. Einen Kult zu pflegen und sich zugleich als etwas Besseres zu fühlen ist es wirklich nicht nötig. Tee trinken ist einfach nur eine wunderbare Sache und nicht mehr.

Teeseminar III Pu Er am 1. 05.2011

1. Mai – manche arbeiten nicht, während manche hart arbeiten – mit Tee!

Das Seminar am 27.03 ist seit paar Wochen ausgebucht. Dieses Ergebnis bracht mich richtig zu staunen! Nur 10 Tagen veröffentlich und bereits mehr als ausgebucht.
Nun wurde ich „gezwungen“ noch einen alternativen Termin anzubieten und es sind allerdings bereits Anmeldungen eingegangen seit Heute!!

Am 01.05.2011 findet ein Teeseminar III mit Schwerpunkt Pu Er statt.
10 – 16 Uhr
Ort: Shui Tang, Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26
8001 Zürich
044 555 9161
Teilnehmerzahlt: 12 Plätze
140 Sfr. (Ermässigung bitte per Anfrage)
Anmeldung per Telefon: +41-44-555 9161
oder menglin@shuitang.ch

Fotos von der Vernissage 26.02.2011 III

Fotos von der Vernissage 26.02.2011 III

Martin Frischknecht (Edition Spuren) ist der Geburtsvater dieses Buches „Blätter vom Teeweg“. Unsere Zussamenarbeit verlief wie eine Tasse Bai Mouhou – geschmeidig-seidig, frisch und gültig. Selten treffen Menschen so zusammen und arbeiten gemeinsam ohne abzusprechen so stimmig miteinander. Die Zeit war einfach reif und es war unsere Herzensangelegenheit! Ich danke seiner Freundschaft und seinen Spiegel, der mir nicht fehlen sollte.
Er war der Moderator – ein sehr guter – am diesen Abend.
Ich fühlte in seiner Anwesenheit sehr entspannt und ruhig. Auch sein Sohn Timon fügte sich in die Welt der Erwachsenen ein, ohne kindisch zu protestieren.
Vielen Dank, Martin!

新書茶會的照片, 出版商 和我

Fotos von Vernissage 26.02.2011

Fotos von Vernissage 26.02.2011

Hier kommen die ersten Fotos von der Vernissage am 26.02.2011. Ich danke Christian! Er hat seinen Samstag geopfert, die Teresa begleitet und die ganze Anlage aufgebaut.
Hinter die schöne Stimmung und Atmosphäre sind immer die unauffälligen Menschen, die hart arbeiten und tragen. Ich danke hier ganz herzlich allen Helfer und Unterstützer!

新書茶會的照片. 好友聲樂家陳姿君和我

Die Freude bleibt zurück

liebe meng-lin
vielen dank für die tolle buchvernissage.
berührend dein vorlesen; ich verstehe deine texte jetzt viel besser. der gesang mit einer wundervollen stimme war die perfekte ergänzung dazu.
anschliessend natürlich feiner tee und die interessanten gespräche: was will man mehr?
ich wünsche dir weiterhin viel erfolg
p.

Es war ein sehr reicher warmer Abend.
Reinhard sagte mir heute im Telefon: „Du warst so echt.“
Echt sein kann man nicht wollen. Echt sein, ist eine Lebenseinstellung.

Natürlich war ich unglaublich nervös. Teresa wollte mich beruhigen und kam bereits um 16.30. Sie übte ein wenig und fing an mit mir zusammen nervös zu werden. Für mich ist es klar. Ich brauche Rampenfieger. Ich brauche die selbstquälerische Nervösität.
Es war auch ein Abend voller Abenteuer. Martin Frischknecht, der die Moderation machte, verwechselte die Uhrzeit. Die Gäste warteten und der Geburtsvater und die „schiebende“ Hand hinter dem Buch kam nicht. Wir wurden noch nervöser!
Irgendwann war alles vorbei. Ich fing an zu lesen. Diesmal traute ich meinem schweizer Publikum einem Experiment. Ich lass teilweise die Texte in Chinesisch. Wie war es dann? Die Schweizer blieben am Platz und staunten. Es ist gelungen! Meine taiwanesische Freunde freuten sich sehr und liess sich mitreissen. Ich weinte bei dem zweiten Text „Liebe und Pflicht – Zheng Dongding Wulong Cha“. Wie konnte ich mich denn zurückhalten, wenn ich ehrlich sein darf. Dieser Text ist meine Liebeserklärung für meinen Vater, für meinen Lehrer, für den Zheng Dongding Wulong Cha und für die Insel an Pazifik! Alex gab mir ein schönes Handtuch – stilecht aus Japan. Und ich dufte meine Tränen richtig tropfen lassen. Man sagte mir später, dass meine Landesleute mit geweint haben…
Teresa sang drei rührenden Lieder. Ich möchte sehr gerne hier im Blog posten. Ich warte noch auf die Daten, die bei mir ankommen sollten. Natürlich die Fotos! Ich hoffe, ich bekomme welche!
Sie sagte öffentlich, dass Menglin so gerne weinte. Jeder, der mich besser kennt, weiss, dass ich aus Wasser gemacht wurde. Ich weine so gerne. Sie sang ein Lied für mich, unserer Freundschaft zu widmen! Ich war sehr berührt und wußte nicht, was zu sagen. Nur weiter weinen.
Zum Schluss sagte Martin, dass er eigentlich Problem damit hat, mich anstatt als eine Teemeisterin als Titel zu benennen, sondern als eine Teeliebhaberin. Es war mir tatsächlich ein wenig peinlich. Für mich bedeutet ein Titel wirklich nicht viel. Wenn Ihr wollt, bin ich das, was Ihr auf mich projiziert. Aber ich weiss, was ich bin. Ich bin MENGLIN und nicht mehr. Ich möchte nicht in irgendeiner Schublade gesteckt werden. Ich möchte so sein, wie ich es will. Jetzt beschäftige ich mich mit Tee. Vielleicht in drei oder fünf Jahre auch. Aber wer sollte wissen, wo und wie ich später lande? Das Leben ist voller Überraschungen. Ich liebe Herausforderung!
Ja, ich liebe und will Herausforderungen.
Wenn wir die Jahreszeiten beobachten, wissen wir, dass der Frühling immer dem Winter folgt. Es ist alles so perfekt! Das Kosmos, was wir als Chinesisch als Tao bezeichnen, geschieht ohne unsere Wille. Deswegen sprichen Taoisten von Wuwei (Nichts tun – kein Nutz) und Buddhisten von Wu-Xin (Nicht Geist – kein Ziel, keine Melancholie). Es ist alles so perfekt. Aber wir als menschliches Wesen eben an das Vergängliche haftet, werden wir melancholisch. Das Melancholische macht eben das Menschliche aus. Ich hänge auch immer an das Vergängliche. Das Nutzlose, was kein Nutz und kein Ziel hat, ist für mich der Geist des Tees. Und das ist gerade das, was Tee ausmacht!

Eines möchte ich mich bei all den Teefreunden entschuldigen, die nicht dazu eingeladen waren und abgesagt werden müssen. Es war einfach sehr voll!!! Shui Tang ist „zu“ klein… Wir waren mehr als 50 Peronen. Fast 20 Leute mussten stehen und konnten nicht einmal zuschauen und nur hören! Es tut mir sehr leid!
Ich hoffe, dass ich Euch woanders noch so begegnen können – zwischen Texten und Klängen!

頻相顧
餘歡未盡
欲去且留連
秦觀
Ich sollte gehen, blicke aber zurück.
Die Freude sollte schon längst vergangen sein, bleibt aber zurück.
Ich sollte gehen.
Meine Schritte schreiten nicht.
Qin Guan (1049-1100), Song Dynastie China

Dazwischen

頻相顧
餘歡未盡
欲去且留連
秦觀
Ich sollte gehen, blicke aber zurück.
Die Freude sollte schon längst vergangen sein, bleibt aber zurück.
Ich sollte gehen.
Meine Schritte schreiten nicht.
Qin Guan (1049-1100), Song Dynastie China

Er hatte Liebeskummer. Bedrückt und depressiv.
Ich lernte ihn an eine Veranstaltung kennen. Eine Veranstaltung, die mich sehr viel bewegte und nachdenklich machte. Eine Massenveranstaltung, wo ich als Entertainerin auftrat und viel Geld verdiente. Aber glücklich war es nicht.
Wir haben gemeinsame Bekanntschaft. So kam er mich in Shuitang besuchen.

Gerne sass ich am seinen Rostoffen. Es war zu kalt, aber ich war zufrieden. Selten fühlte ich mich so zufrieden mit dem, so wie es ist. Ich war wieder zu Hause, wieder bei Atong und wieder unter den Düfte des Tees. „Was röstest Du?“ „Mein privates Glück.“ antwortete er mit Schalk. Privates Glück? Ich weiß, dass er die Einsamkeit und Nichts-Tun selten aushält. Ein privates Glück für die Stile des chinesischen Neujahr. „Bist Du einsam.“ scherzte ich zu meinem Lehrer. „Nein. Ich habe meinen Tee.“ Ich sass immer neben dem Ofen und roch an den enstehenden Tee. „Was ist dieses Mal?“ „Ein Rougui. Ein Gift.“

Diesen Gift bekam ich zuerst nur 600g. Ich bekam ihn, weil ich frech genug war. Warum will er denn nicht mehr rösten und mehr Geld verdienen? „Gute Dinge sind rar, mein Mädchen.“
Für die kummervolle Seele bereitete ich einen Gift.
Er sagte, er wolle ein BMW kaufen. Seine Freundin sei von einem BMW-Fahrer entführt. Ich lachte und möchte ihn zwei Fragen stellen. „Wenn Du diese zwei Fragen beantworten kannst, finde ich auch gut, einen BMW zu besitzen: 1. welche Frauen möchtest Du mit BMW anziehen? 2. Sind diese Frauen, die so angezogen werden, Deine Herzensdamen?“ Sein Kopf hing.
Rougui hat laut Atong leicht prickelnde Note wie Zimtrinde, der uns in einem Garten von Wärme und Sinnlichkeit versetzt. Dieser Gift – Rougui duftet nach Früchteparadies. Wir rochen Banana, Ananas und Guaven. Auch Lichee war in greifbarer Nähe. Oder Longgan war gerade auf meine Zunge. Der Abgang des Giftes wirkt wie die Spuren der Weihrauch und Mochus. Die Vielschichtigkeit dieses Tees verführte meine Gäste in einer unbekannten Welt. Ihre Gesichter strahlen Freude! Eine Dankbarkeit steigt in unser Bewußtsein.

„Weiß Du, in meiner Position geht es nur um das Geld. Um immer weiter zu kommen geht nur über die Leichen.“ „Du hast sehr wenig Vertrauen in Menschen.“ „Nein, ich bin selbst nicht ehrlich.“ er gestand diese Eigenschaft, die ihn zur Karrier-Leiter führt. „Ich bin so unglücklich. Aber wenn man weiter kommen will, kommt man nicht ohne Manipulation und Machtspiele aus.“ „Warum willst Du weiter kommen?“ Er fing an zu weinen.
Er sagte, dass er seine Energie 80% an die Arbeit investierte und 20% seiner Energie für seine Freundin. Nun merkte er, dass er so unglücklich ist mit der Arbeit und wußte, dass er bald für seine Firma als „verbraucht“ gilt. Und seine Freundin ist weg. Was hat er falsch gemacht? „Wo warst Du denn? Was hast Du für Dich selbst gemacht?“ fragte ich ihn mitgefühlsvoll. „Ich?“ er fragte sich selbst, „ich weiß es nicht. Ich kenne mich eigentlich gar nicht.“ er heulte. „Wie finde ich mich wieder?“
Ich antwortete sehr vorsichtig. „Für manche ist es der Tee.“
Tee?
Ja, Du muss einfach nur jeden Tag 10 Minuten nehmen – zuerst jeden Tag nur 10 Minuten. Das Wasser kochen, die Teeblätter nehmen und langsam aufgiessen. Abwarten und geniessen. Wir investieren jeden Tag zuerst 10 Minuten in uns selbst. So langsam gehen wir auf den Weg nach Hause durch Tee. Bryan nickte seinen Kopf neben ihm. Er kaufte paar die Spielzeuge von Shuitang und spielte an einem Abend eine Stunde lang mit Tee und dann lag glücklich eingeschlafen im Bett.
Meine Hand streichelte sein zitterndes Schulter. Worte waren nicht nötig. Das Verlustgefühl bringt uns einfach Schmerzen und nicht mehr. Schmerzen halten uns immer vor weiteren Schritte zurück. Ach, wozu! „Was ist Liebe?“ Jemanden ein Blumenstrauss zu schenken, wenn er geht.“
Sie wollte alle den Gift kaufen. Ich wollte zuerst nicht. Warum sollte ich? „Noch nie so einen Tee erlebt.“ er seufzte, „so kann ich nicht nach Bern zurückfahren!“
Der Tee wurde schon längst getrunken, aber die Wirkung bleibt.