
Ich wusste nicht dass die Blütevon dem Rubin farbigen Hongyu so weiß und zart aussehen können! In Mingjian bei Atongs Garten!

Ich wusste nicht dass die Blütevon dem Rubin farbigen Hongyu so weiß und zart aussehen können! In Mingjian bei Atongs Garten!

In diesen stressigen kalten Tagen vor den so genannten Festtage ist der Bangwei Gushu Dan Cong meine Rettung!
Uralter Baum ( Gushu), allein in der Langschaft ( Dan Cong), steht in Schnee!
In Yunnan schneit es. Hier in Zürich sind wir in Einkauffieber und lichtfieber!
Ich vermisse eine stile dunkle Nacht bei einer Schale Bangwei in Schnee!
Ich fliege ganz gerne. Im Flugzeug ist man nie gezwungen zu sprechen, zu essen oder zu lesen, sofern wenn man Denken ausschalten kann ist es ein Raum für Ruhe. Wenn es gute Filme dabei sind, ist der Flug nicht langweilig.
Ich schaute den Film „Bodyguards And Assassins“ von Chen Kexin bei meinem letzten Flug nach Taipei an. Es handelte sich um den fiktiven Attentat an Sun, der Republikgründer Chinas in Hongkong. Der reiche Kaufmann Li unterstützte heimlich die ausbrechende Revolution mit Geld, als er erfuhr, dass sein einziger Sohn für Revolution sterben wollte, war er entsetzt. Geld geben in Ordnung, aber das Feuer bis in das eigene Haus brenen, nein. Sterben sollen die Kinder des anderen. Der alte Kaufmann versuchte seinen Sohne zu retten und sein Sohn das Land. Viele zusammenhanglose Menschen die zufällig auf diesem historischen Schauplatz sich befanden, wurden ohne Ausweg verwickelt. Menschen sterben für Idealismus, für die Glaube an Liebe und Freundschaft und für die Haltung von Geben und Nehmen.
Dieser Film erinnert mich an meine eigene Geschichte. Aber die Geschichte hat sich nicht wiederholt. Es war ein herbrtlicher Abend in Taiwan als die politische Freiheit noch ein Fremdwort war. Ich war Schülerin und habe meine Eltern gelogen. Ich wollte in eine politische Veranstaltung zu gehen, was nur geduldet war. Mein Vater hat angeblich auch etwas zu tun und meine Mutter war alleine mit Geschwister daheim. Es regnete leicht. Der Platz war noch nicht gefüllt. Es war noch zu früh und die meisten kommen erst, wenn es richtig dunkel wurde. Die Stimmung war gefüllt von Melancholie, ähnlich wie das Schicksal unseres Landes. Plötzlich sah ich meinen Biologielehrer und er sah mich. Wir lächelten uns an und wussten, dass wir niemanden in der Schüle erzählen würden. Aufeinmal sah ich einen Mann, dessen Kopf leicht abgesenkt war und dessen Hand trug ein dickes Kuvert. Er kam zu dem Kandidat und übergab das Kuvert ohne Worter. Es war mein Vater.
Mein Vater sei so geizig, sagen viele Menschen unserer Familie. Ich weiss, dass er nicht so ist. Aber er bestreitet es nie.
Viele Menschen sprechen Liebe in unserer Zeit. Was ist Liebe? Manche verwechseln es mit Kerzen-Dinner, mit Geschirrabwaschen oder Müllsacke aus dem Haus zu bringen oder das vergessene Geburtstaggeschenk. In unserer Zeit ist die Liebe etwas einfaches auszusprechen. In anderer Zeit ist die Liebe manchmal das eigene Leben zu ofpern, opfern für das, was man liebt.
Gestern kam S. zu Besuch. Wir unterhielten uns am Teetisch, zweimale im Jahr besuchte er mich immer und schrie nach Durst. Ich erzählte ihm, was neulich in meiner Umgebung passiert. Vor paar Tagen kam ein junger Herr, der gerade plant Teehändler zu werden, selbst Tee aus Taiwan und Asien importieren will, nach Taiwan zu gehen. „Ich meine Ernst mit Tee.“sagte er. Er wollte meine Kontakte in Taiwan, damit er lernen kann, Tee selbst zu beurteilen. Ich war in jenem Moment recht sprachlos. Was für Selbstverständlichkeit! Was für Gespürlosigkeit! Dreht die Welt nur um ihn selbst? Ich sagte ganz kurz und klar, „ich bin nicht verpflichtet Dir zu helfen.“ Das hat nichts damit zu tun ob ich hilfsbereit bin oder nicht. Es hat damit zu tun, ob man andere Menschen respektiert und das spürt, was passt und was nicht. Vielleicht ist es bei vielen Menschen heutiger Zeit, die Ethtik und die Logik etwas ganz anders zu verstehen. Er war recht beleidigt und erzählte mir, dass ich ihm vor einem Jahr mit meiner destrunktiven Art sein Lust zu bestimmten Dinge verdorben habe. Wegen mir hat er nun keine Lust mehr etwas in diese Richtung zu unternehmen.
Das ist wirklich der Grund, weshalb ich keinen Gongfu Cha Kurs geben wollte. Ich will nicht Zeit verschwenden, mit diesem Herzen aus Glas auseinandersetzen. Jede Kritik wird mit Emotion aufgenommen und als Lehrer sollte man lächeln die Schüler zu motivieren.
Ich habe es anders bei meinen Lehrer erlebt.
S. erzählte mir, was man heute von einer Führungsperson erwartet, einfühlsam, kommunikativ und freundlich. Wobei das Wichtigste von einem Chef ist nicht sich um das seelische Wohl von anderen zu kümmern, sondern fair und visionär. Das seelische Wohl sollte jeder für sich tun!
Ich bin nicht Dein Vater, der sich um Dein Wohl kümmert. Ich bin nicht Dein Therapeut, der Dich aufbauen sollte. Ich bin auch nicht Deine Krankenschwester, die sich um Deine Schmerzen aufpasst. Diese Sätze lagen auf meiner Zunge, aber ich habe es nicht ausgesprochen. Es war nicht die richtige Zeit für ihn. Zu diesem jungen Herrn, sagte ich blos, „es ist richtig für Dich, so zu denken wie Du es für richtig hälst. Das ist Dein Leben und Deine Freiheit.“ Dann murmelte er im Mund „Dann muss ich wohl auf Deine Kontakte verzichten.“ Ich schenkte ihm ein verständnisvolles Lächeln.
Seine Enttäuschung ist verständlich, nicht wahr.
Man bekommt nicht immer alles, was man will, im Leben. Es muss gelernt werden, vor allem wenn man jung ist.
S. sagte, dass er sich schon Sorgen macht, wenn er in seiner Organisation die jungen Menschen betrachtet. Ich lachte, ob er Angst um seine Rente hat. „Wir brauchen ein anders Bewusstsein hier.“ „Aber hier werden keine Menschen geben für die Revolution. Die Herzen von vielen jungen Menschen unserer Zeit sind aus Glas -zerbrechlich. Für etwas zu opfern (auch Teehändler werden muss vieles geopfert werden) muss ein Herz aus Fleisch und Blut sein, damit es Schmerzen von anderen Menschen versteht und selbst wenn es blutet, selbst heilen und Narben wachsen kann.“
Jeder ist wirklich für das eigene Leben verantwortlich, nicht der Lehrer, der Chef oder der andere.

Lieber Tim schickte mir das Foto, wie seine wichtigsten Teekanne nach dem Duschbad von Phönix aussehen.
Ich freute mich sehr über seine Liebe zu seinen Teebegleiter und wünsche, dass die Teekanne nach jedem Aufguss wie der Phönix aus der Aschen steigen kann.
Im Fluss der Zeit werden viele Ereignis akzeptiert, während viele Geheimnisse begraben werden. Manchmal bist du das Geheimnis von anderen. Manchmal ist der andere dein Geheimnis.
Die Zeit fließt. Manche Tee verschwinden. Manche Tee fluten nach vorne, weil sie ein bestimmtes Trend entsprechen, solche Trend werden wieder von einem neuen im Flut der Zeit ersetzt.
Buddhas Hand ist so ein Tee, der fast in Erinnerung von Teeliebhaber Taiwans vergessen wird, nur besessene Köpfe reden noch davon. Ich schätze ihn, weil er mir manchmal an einem Regenbogen erinnert, der auch ohne Regen und Sonne in meiner Tasse lächelt. Uralte Bäume von Buddhas Hand standen gruppenweise im Wald. Der Geschmack erinnert mich an dem Pu Er von alten Bäume aus Bangwei.
Ein Tee, der gleich wie ein Geheimnis, der im Flut der Zeit überschwemmt wird.
Sind Tees aus alten Bäumen im Geschmack ähnlich? You sagte ja. Sind alle Geheimnisse ähnlich, dass sie von der Zeit verschüttet werden?
Am Teetisch tranken wir zusammen den alten Bangwei von 2011. Noch recht jung, zart, so leicht flora wie auf eine Bergwiese, so geschmeidig wie mit dem Barfuß die Wiese zu streichen. Auf einmal wurde sogar Romeo ruhig. Ein seltener Tee, der so einen wie ihn auch beruhigt. Fühlt er sich getragen? Unbeschwert das Sein des Lebens am Teetisch zu genießen? Ich fühle mich getragen von der Leichtigkeit dieses Tees und von der Einfachheit des Geschmacks. Ein Tee aus alten Bäume die ueber 800 Jahre alt sind, könnte so eine Leichtigkeit des Seins in unsrem Herzen wieder vermitteln! Ich staune jedesmal über das Geheimnis dieses Tees, so alt und so leicht – wie das Sein zwischen Wolken und Wasser! So alt wie das Wolken und Wasser schon immer existieren und so zweifelsohne ausdehnend wie sie ineinander fließen.
Dieser Tee war auch ein Geheimnis, das ab und zu noch in Welle der Gedanke nach Vorne getrieben wird. Er verbindet etwas, was ich in meinem inneren Garten gut aufhebe zwischen mir und einer Person die mir viel bedeutete. Er war aber auch ein Fusstee, der mich in letztem Jahr bei meiner Fußverletzung getragen hat. Ohne ihn wäre der Alltag in Shui Tang ein Qual gewesen.
Manchmal wirst du ein Geheimnis des anderen ohne es zu wissen. Manchmal ist der andere deins, weil du es nicht aussprichst. So bleibt das Leben wie eine endlose Geschichte. Und der Tee ist das Geheimnis selber, sein Geschmack ist die Botschaft.

Buddhas Hand, mein Lieblignstee sollte hier beheimatet sein.
Ein Dorf, ganz verschlafen, noch recht grün. Die alten Frauen sortieren gerade die frische Ernte. Heute pflanzt man Tie Guan Yin, dessen Ernte Anfangs Oktober anfing und der Buddhas Hand ließ sich noch warten.
Während die alten Frauen arbeiteten, spielten die Kinder auf der Straße. Meine Grupee tranken den Tee von den Parteifunktionaer, ich saß an dem Straßenrand und wurde von Fremden beobachtet.
Fremden? Wer ist hier fremd…
Damals – als die Chinesen in Indonesien massakriert wurden, wurden fliehende Chinesen nach Yong Chun gebracht. Fast alle arbeiteten mit Tee… Aber die alte staatliche Fabrik sah wie eine Ruine aus. Ich saß vor dem Ruine, genoss die Ruhe, während die Huehner um mich herum liefen. Das Dorf, das Haus, der Platz, alt, melancholisch und einzigartig. Wie wunderschön!
Scheinbar existieren noch viele alte Buddhas Hand Teebaeume in dem Wald!
Alte Teebaueme, ach, hast du noch nicht genug gesehen, Menglin?
Buddhas Hand hat ein riesiges Blatt. So groß wie meine Hand.
Buddhas Hand wächst und treibt langsamer. So langsam dass die Zeit fuer ihn bald vergangen wird.
Buddhas Hand ist der Name eines wunderschönen Tees. Damals in Yong Chun, dann in Taiwan. heute auch sogar in Zürich. Und meine Freunde in Einsiedeln lieben sogar ihn – auch in Einsiedeln, wo Jesus und Buddha sich begegnen können. Wie könnte man heute anstatt ihm Shui Xian und Tie Guan Yin einpflanzen nur wegen dem Ertrag?
Ich saß noch ein bisschen vor der Ruine, schaute noch ein bisschen den Huehner zu und warte auf den nächsten Schritt, wohin Reise des Tees mich führte.
Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich Tee unterricht erteile.
Bis jetzt gebe ich zwar Seminare, aber eher über das Wissen um den Tee selbst.
Sehr ungerne unterrichte ich den so genannten Gongfu Cha.
Es ist sehr persönlich, warum ich es ablehne. Erstens will ich keine Schule haben. Zweitens bin ich nicht scharf jemanden zu unterrichten. Wenn man unterrichtet ist man mit vielen Projektionen konfrontiert – einerseits wird man verherrlicht und läuft selbst in Gefahr vor Bodenlosigkeit; andererseits muss man eine Rolle spielen, jemanden zu kritisieren. Drittens fühle ich mich wirklich nicht als ein so genannter Meister oder Lehrer und bin richtig gar nicht scharf darauf es zu sein.
Wenn die Jungs zu Shui Tang kommen und mir erzählen dass sie in Youtube Gongfucha gelernt haben, lachte ich immer. Aber langsam kann ich nicht mehr gut lachen.
Letzte Woche kam ein Portugiesser und fragte nach Unterricht. Er sagte, er hat sehr viel in China gelernt und hat einige Frage an mich. Er fragte nach Genauigkeiten und Richtigkeiten wie ein ganz ernster Schüler.
Ich lachte und sagte zu ihm. Das einzige, was er beschäftigen muss, ist, was er seinem Gast vermitteln will.
„Willst Du ein Show abziehen, dann ganz viele Bewegungen und mit einem ganz steifen Rücken. Am besten noch chinesische Kleider dazu.“
„Wenn es aber um den Tee selbst handelt, dann möglichst wenige Bewegung und wenige Preis über dich. Viel Gelassenheit und Ruhe, damit das Sein zwischen Menschen zum Vorschein kommen kann.“
Mit meinem Lehrer Atong zu reisen bedeutet immer essen, essen und essen.
Er isst wie jeder Taiwaner gerne. Der Unterschied ist, dass er gerne aufs Land fährt und überall vergessene Spezialitäten sucht. Er fährt und fährt, egal wie weit und wie lang.
Er sagte, „das Essen für die gewöhnliche Leute auf dem Land schmeckt nach dem Taiwan-Spirit.“
Das Essen auf dem Land und an der Strasse schmeckt nach Taiwan und hat eine Seele…
Aehnlich wie sein Tee – sein Tee schmeckt nach Atong, nach Taiwan und nach einer Ueberzeugung…
Als ich sehr klein war, wohnte ich in einem sehr grossen und dunklen Haus mit verschiedenen Winkel und Häuser. Meine Grossmutter hat immer in dem zweiten Garten zwischen dem ersten und zweiten Haus Hühner geschlachtet, wenn wir speziele Tage hatten. Alsein kleines Mädchen versteckte ich hinter den Orchideen schaute meine Grossmutter wie sie Räucherstäbchen anzündete und Sutra sang, während sie die Hühner festhielt und zu ihr sprach. Sie sang, dass das Tier eben schlechtes Karma hat und nun geholfen werden sollte reinkarniert zu werden. Das Tier opfert sich damit die Familie von Götter beschützt werden und das Tier sollte nun in ein neues Leben gehen am besten als einen reichen Sohn wiedergeboren werden. Meine Grossmutter sang drei Male und sie sah wie hyponisiert aus. Plötzlich köpfte sie das Tier ab und dann… paar Stunde später wurde ein wunderbares Gericht auf dem Familieatar gestellt, die Götter durften als erste geniessen, danach kamen wir daran.
Was ist das Wesen des Lebens?
Seit Sommer beschäftigt mich diese Frage.
Ist das Leben nicht Essen und Gefressen werden?
Ist das Leben nicht aus den verfeulten Blätter und Früchten – aus dem Boden?
Ist das Leben nicht aus diesem Kreislauf von Sterben und Geburt?
Diese Frage scheint um so aufdringlicher, wenn es einen betrifft.
Wo liegt der Schlüssel zur Erneuerung des Lebens?
Ich esse sehr gerne Steak vor allem nach einem stressigen Shui Tang Alltag.
Ein Tier opfert sich, damit ich wieder Kraft erhalte. Trage ich nicht die Verantwortung für das, was das Tier opfert? Die Kraft die ich erhalte durch sein Opfern ist ein Auftrag etwas zu verwirklichen um das Opfer zu transformieren… Sehr ähnlich wie in uralter Zeit, als die Schamanen von unseren Vorfahren es taten.
Aber wer will heute schon selbst opfern? Jede politische Einschnitt ruft Geschreie hervor. Wer will das so genannte Lebensstandard runterschrauben? In dieser Angst-vor-zu-kurz-zu-kommen Gesellschaft ist das Sich-Opfern ein lächelicher Idealismus.
Und wie identifizieren wir heute mit Ofern-Sein! Viele von uns sehen sich als Opfer der Gesellschaft, werfen anderen Menschen vor, Verletzungen und Ungerechtigkeit hinzufügen.
Das Paradox, was wir alltäglich erleben, manifestieren deutlich in unserem Essteller.
Der Vegetarismus löst kein Problem von grausamer Tierhaltung. Das Boom von Bio ist kein gefeiertes Zeichen von gesunden Bewusstsein. Das Problem liegt an der Art wie wir mit Geld umgehen. Das Geld ist eigentlich dafür da, dass unser Leben erleichtert wird. Heute ist das Geld das Ziel aller wirtschaftlichen Handlung.
Klar – dort, wo das Geld die zentrale Rolle spielt, ist das Sich-Opfern eine Dummheit. In dem Kalkül des Klugen findet man das Wort Opfern nicht.
Es war lange her – als Kind fuhr mein Vater uns immer durch die Insel während der Ferien. Denn er hat verschiedene Fabriken auf dem Land zu besichtigen. Während wir auf ihn warteten, spielten wir irgendwo zwischen Ananasfelder und Maschine. Ein Freund von meinem Vater, sehr dick und scheinbar erfolgreich, bekochte gerade uns. Er schälte gerade Ananas und Bambus für die Suppe. Ich schaute ihm zu bewunderte seine raue Hand und eigentlich deformierte Finger. Seine Familie hat seit drei Generation ein Nudelmanufatur. Unter der starken südtaiwanesischen Sonne kontrollierte er neben dem Herd gerade die Nudel. Ich wollte unbedingt mithelfen. Er streichelte meinen Kopf und sagte zu mir in einer sanften Stimme, „Passe auf, breche sie nicht. Sie sind meine Liebe.“ „Onkel, warum die Sonne? Hast Du keine Maschine?“ Er sagte, von Sonne getrocknete Nudel riecht nach Taiwan und hat eine Seele. Das erzählte sein Grossvater ihm. Er kannte nicht anders und veränderte an den Nudeln auch nichts.
Der Nudel, die nach Taiwan riecht und von einer Seele bewohnt ist, schmeckte in der Kindheitserinnerung wunderbar. Der dicke Onkel, der wenige Bildung besass und kaputte Finger und krumen Rücken hatte, starb irgendwann nach einem harten Arbeitstag zwischen den Nudelkorben neben den Ananasfeldern. Mein Vater sagte, das sei das Beste, was einem passieren – ohne Jammern und ohne Zögerung – er wünscht sich ebenfalls so einen ähnlichen Abgang.
Ich weiss nicht, ob ich durch mein eigenes Opfer etwas beseelen kann. Aber das Leben hört scheinbar nicht durch den Tod auf. Weil etwas darüber hinaus weiter geht und entstehen kann. Von den kaputten Finger der Pflückerinnen entstehen wunderbare Tees, die Menschen aller Welten bereichern und beglücken können. Aus den von Arbeit beanspruchten ruhelosen Nächten entfalten die zauberhaften Düften und Aromen aus den Teeblätter in unserer Tasse. Ohne das Opfern von den Menschen, die einen guten Tee mehr als Geld schätzen, wäre unsere Welt farblos.
Ich bin zutiefst dankbar.
Liebste Meng-Lin
Irre, was sich die Leute heutzutage so einfallen lassen, ein Teezeremonieautomat(?):
http://youtu.be/9zIG2sxjiBwSchade, wie die Leute das was ich als Essenz vom Tee verstehe so ganz anders wohl erleben und umsetzen…
Freue mich auf jeden Fall sehr auf unseren nächsten gemeinsamen Tee! 🙂 Ganz liebe Grüsse,
Joseph
Teefreund Joseph aus Basel ist so entsetzt über die menschliche Innovation. Eigentlich ist es nicht so überraschend. Der menschliche Geist sucht immer nach der so genannten Entwicklung, weil er immer wertet, was besser ist oder nicht. Weil er unzufrieden ist.
Ich auch.
ps. ich finde es recht amüsant. Ist es nicht richtig deutsch?
Nach diesem Video ist es mir auch klar, warum manche Zugfahrt auf sich nehmen zu Shui Tang rennen und von mir korrigiert werden wollen. In You-Tube findet man zwar einiges über Tee. Aber Tee mit Essenz gibt es nur selten.

Für uns hat der Teegarten-Herr zwei Ente frisch geschlachtet und eine Mahlzeit in dem abgelegenen Teeberg offeriert.
Frisch geschlachtete Ente in Suppe, köstlich und wärmend.
Es bewegt auch zum Nachdenken.
Texte folgen.