Archiv der Kategorie: Klatsch am Teetisch

Food Design, Design Tee: styling Tee

„Suchen Sie noch ein nettes Mitbringsel?“ Möchten Sie etwas in den letzten Minuten aus dem Flughafen Lounge mitbringen, was mit dieser Stadt eigentlich nichts zu tun haben, aber etwas mitzubringen, damit Sie nicht bloß mit ihren Hände nach Hause gehen? In meinen letzten Minuten in Berlin schaute ich in der Starallianz-Lounge herum. Mit Staunen entdeckte ich diese Tee-Ecke. Samova von Stilwerk Hamburg!

Stil! Stilwerk! Was für ein Zauberwort unserer Zeit! Weshalb sind wir alle gierig nach Stil? Weshalb fehlt uns Stil?

Nun, was für Stil und Trend wollte das Stilwerk uns setzen? Was für Tee mit Stil verspricht uns das Stilwerk in Hamburg? Hast Du dann einen Stil, wenn Du ihn trinkst? Was verkündest Du, wenn Du diesen Stil-Tee in Deiner Handtasche trägst und weiter reichst?

Black – Black Magic! Drei Schwarztees aus den drei klassischen indischen Teeanbaugebieten sollten den Menschen mit seiner Reinheit verzaubern.

Pop – Chartbreaker! „Wie Pop-Songs verfügen diese Kompositionen über alle Zutaten, die gute Laune machen“. Man kann sich von diesem „Cooktail“ vorstellen.

Relax – Love, Peace, Hapeniness! Dieser Kräuter-Quintett ist“ wohltuend und erfrischend… für alle körperbewussten Genuss-Menschen.“

Disco – Special Editions! Für spezielle Anlässe und den extravaganten Geschmack…

Wirkung von der guten Laune und success verspricht uns das Stilwerk mit seiner Kollektion. Ehrlich gesagt, ist sie eher für die Leute, die zwar Erfolg haben, aber keinen Stil bzw. keinen Geschmack haben. Denn mit dem aromatischen Styling verspricht uns nicht gerade Stil oder Geschmack, sondern eine Outing von Geschmacksarmut. In den Labyrinth der Aromen und Mischungen irren wir zwischen designierten Geschmäcke – ich meine auch wörtlich künstlich und den tatsächlichen Geschmäcke des Tees. Kein Wunder, dass wir immer mehr Styling brauchen, um unseren Geschmack neu zu verorten. Denn wir haben keinen Geschmack mehr! Wir schmecken nicht mehr! Wozu schmecken wir noch? Wenn wir Stilwerk haben?

Food Design. Design Tee. Samova – a drinkable lifestyle accessoire!

 

SamovarEchter russischer Samovar.

Allein in Berlin unterwegs

Allein in Berlin unterwegs

Selten reise ich allein. Das allein sein in einer Großstadt wie in Berlin hat deswegen eine ausgesprochene Reiz. Das Erwarten auf das Unerwartete. Diese Reiz fing bereits beim Hinflug an. Ich traf Stefanie in dem engen Flughafenbus, wo Fremde aus ganzer Welt zueinander geführt werden und ganz unpersönlich nebeneinander stehen. Wir schauten uns in die Augen, ich spürte die Sonne in dem grauen zürcher Himmel. Sie sagte, sie jettete gerade aus Rio. Sie sagte, es ist so kalt hier und der Flug war so lang. Ihre tiefe dunkle Augen waren anmutig und wir begann zu sprechen. Ich erzählte ihr, dass ich mich mit Tee beschäftige und wegen Tee nach Berlin flog. Sie erzählte mir, wie sie von einer Messe zu einer anderen Messe reist, wie sie zwischen Menschen, die Kunst als solche und Kunst als eine gute Anlage betrachten, lebt, und wie der Alltag als eine Kunsthistorikerin in einer bekannten berliner Galerie aussieht. Sie wäre gerne zu meinem Seminar gekommen. Aber ein Tag nur Schlafen tut ihr sicher gut.

Teeseminar BerlinTeeseminar Berlin

Nach einem Tag nur mit organisierten Tee-Kosten und Tee-Geschwätz wollte ich heute nichts bestimmtes planen, nichts bestimmtes erwarten. Dann passiert das, was passieren muss. Ich liess mich treiben in dieser pulsierenden Grossstadt, im Fluss des Lebens.

Ich liess mich treiben von der Welle des Lebens, liess mich zu einem sehr brühmten Berliner Teeladen B. führen. Auf dem Weg storperte ich zwei Male auf der Bürgersteig. Was bedeutet das, fragte ich mich. Sollte ich nun umdrehen? Was bedeutet das? In 10 Minuten stand ich vor einem schönen bunten Teeladen, wo Yixing Teekanne im Vordergrund stehen und chinesische TeeSpezialitäten ausgesprochen gepflegt werden. Inga wollte Pu Er verstehen. Dort standen viele interessante Pu Er Tee Exemplare im Regal. Was für ein Glück. Ich zeigte ihr, wie ein Pu Er aus wilder Pflückung aussehen sollte und wie ein nachfermentierter Pu Er „riecht“. Herr B. fühlte sich wohl gestört, dass wir einfach die Teefladen anschauen und miteinander anstatt mit ihm sprechen. Er fragte, was er uns helfen könnte, denn normalerweise würden Kunde ihm ansprechen anstatt selbst zu sprechen. Ich merkte unsere unanständige Art und entschuldigte mich. Inga wollte einen Oolong haben. Sie fragte Herrn B., ob er einen Oolong empfehlen könnte. Er empfiehlte Alishan. Ich fragte, ob der Oolong aus Qingxin Oolong-Baum ist. Als eine Orientierung für einen Teeliebhaber wäre es wichtig zu wissen, wo und wie und was der Tee ist – dachte ich. Herr B. erwiderte, dass es nicht wichtig sei für einen Konsument, was für einen Oolongbaum es ist. Ich entschuldigte mich noch einmal und ging mit Inga aus dem Laden.

Eigentlich war noch Zeit da. Ich liess mich weiter treiben, wohin es sein sollte. Dann landete ich an der Invalidenstrasse 160. Ich schmecke als erstes das typische deutsche Teeladen-Aroma. Aber das freundliche Lächeln und viele schöne chinesische japanische Teetoys springen sofort in meine Augen. Auch dieser Teeladen in Berlin pflegt eine sehr aufwendige Teekultur. Ich wollte einen schönen Tasse Milanxiang probieren. Frau Mager schenkte mir eine Tasse Tee und das Magie des Tees strömt in den Raum. Wir begannen zu sprechen. Ihre Augen läuteten immer mehr als wir von Oolong sprachen, wie Oolong hergestellt werden, was für Problem Oolong nun hat und wie die Teekultur sich im Westen entwickeln sollen. Warum könnte man in Europa eine Flasche Merlot als Merlot anzuschreiben anstatt als Riesling? Warum sind Teehändler nicht bereit dem Kunde aufzuklären, was sie verkaufen?

Sie goss mir ihre Lieblingsteesorte auf und ich teile ihre Liebe zum Tee. Zwei Teeseele haben sich wohl gefunden, die leider wieder auseinandergehen sollten. Ja, in der absehbaren Zukunft, sagen wir, hoffentlich wieder zum Tee.

Es wurde immer dunkeler und ich fuhr weiter zum Flughafen. Hier sind die letzten Minuten und letzten Zeile vor meinem Abflug, was ich noch in dieser Stadt verbringe und schreibe.

Das Foto: Teesalon. Invalidenstrasse 160 10115 Berlin

Menglin, was ist mit Deinem Shatzkammer los?

Mein Schatzkammer hat eine technische Panne. Tee-erleben.de oder tee-erleben.ch existiert nach wie vor. Funktionieren kann es erst – ich bete und hoffe – ab Ende der nächsten Woche! Entschuldigung für diese Panne und vielen Dank für die Hinweise der Leser und Teeliebhaber. Ich hätte es nicht erfahren, wenn Herr G. aus Zürich mich nicht angerufen hätte!

Ich möchte gerne das Schatzkammer erweitern. Viele neue schöne Gonfu Cha Teatoys und neue Tees aus Japan möchte ich gerne Euch präsentieren. Aber der Künstler, der das Shop ausbaut, leidet unter schweizer Perfektion. Er möchte allen Teeliebhaber ein perfektes Outfit anbieten. Das heisst, Tee-Erleben muss auf sein neues Outfit warten. Aber das alte bekannte Gesicht grüsst weiterhin uns jeden Tag rund um die Uhr – ab nächster Woche.

Hokkaido 北海道 – das verlorene Paradies

Akan SeeAkan See

Hokaido war eine uninteressante Insel fuer die Japaner, wenn die Amerikaner und Russen ihre Interesse nicht konkretisiert haetten. Bevor die weissen kamen war die Insek aehnlich wie Formosa, wo nur Straeflinge und Abenteuerer sich trauten, aufzuhalten. Natuerlich waren die Ainu 愛努民族 als Eingeborene in der Geschichte anwesend, aber sie zeahlten nicht zur Menschheit, sondern als Wilden…

Als Wilden lebten sie hier in der wunderbaren Natur! Wunderschoene Vulkanlanschaft, anmutige Seen, reichliche Fischreserve und Waerme spendende Onsen waren Geschenk der Natur, was das Ueberleben fuer Ainu erleichterte. Der See Mashu bleibt bis heute noch so geheimnisvoll – auch in sonnigen Tagen. Man koennte sich gut vorstellen, dass junge Menschen sich in jenen Vollmondnacht am Ufer trafen und wie alle andere alte Kultur das heilige Ritual des Fortsetzen der Meschheit vollzogen…

Heute sind Ainu immer noch die Wilden, aber veredelt. Sie sind sichtbar. Sie haben ein anderes Gesichtzuege und eine andere Ausstrahlung. Sie werden in die kapitalistische Gesellschaft intergriert. Sie wurden von ihrer unberechenbaren Wildheit verharmlost, „verniedlicht“ und vermarktet. Sie werden nun konserviert wie alle andere Eingeborene in dieser Welt, in ihrem eigenen Fleisch und Blut. Man koennte sie anschauen, im Musuem, im Tribe-Village, beim Show oder an der Einkaufstrasse am Akan See.

Alle laeden behaupten, dass sie das originalen Ainu Handwerkserzeugnisse verkaufen. Ja. original entworfen, in Vietnam angefertigt und vielleicht vor Ort noch kurz „veredelt“. Alle Laeden verkaufen Eule – ein heilliges Tier von Ainu. Ainu moegen so scharfsinnig sein wie Eule, so dass sie in der Natur ueberleben koennten. Alle Laeden verkaufen Ainu-Kleider, handgewebte vermeintliche Ainu Tasche oder Holzschnitzerei. Immer das gleiche. Manche Laeden wollen einfach die ganze globale Ethno-Produktion alles auf einmal in Akan ausstellen und verkaufen. Ich hatte so genug nach 20 Minuten Shopping. Ganz schnell floh ich zu einem modernen Kiosk Lowson und trank ganz schnell ein Becher cafe au lait!

Wehe. Der Wind wehte. Eiskalt. Die Ainu-Verkaeufer versuchten mit uns Geschaefte zu machen. Eine alte Ainu-Frau zog mich an, sie spielte ein Instrument. Ein Pfloete. Wild, unangepasst und ausdruckstark. Sie spielte vor sich hin und ihre Augen leuchteten. Das Lied brachte mich zu einer sehr entfernten Welt, die vielleicht nie gab und nie mehr gibt.

Die Eltern gingen zu Ainu-Show und die Schwester photographierte. Ich stand dort, nutzlos.

Hokkaido – ein Widerspruch

MashuseeMashu See

Die Luft war frisch, als wir in Hokkaido ankamen. Wie immer lud einmal im Jahr mein Vater seine Mitarbeiter ein, zusammen einen Auslandsausflug zu unternehmen. Als Dank fuer die gute Zusammenarbeit auszudrucken. Jedesjahr reisen sie ins Ausland und wie die meisten Taiwanese reisen sie am liebsten nach Japan.

Eigentlich war ich nicht sehr interessiert mitzukommen. Am liebsten haette ich nach Kyoto reisen wollen. Aber Hokkaido geniesst einen guten Ruf in Taiwan und gilt als Paradies fuer die wunderschoene Landschaft und unberuehte ehrliche Japaner!

Nie war der japanische Widerspruch so sichtbar wie in Hokaido: das Pendel zwischen „Natur“ und „Kuenstlichkeit“, „Wir-Japan“ und „Sie-Fremde“. Die Landschaft ist schoen, aber kuenstlich angelegt. Der Jahreszeitswechsel wird kollektiv zerebriert – mit Wetterbericht von Kirschbluete und Ahornblaetter, ueberall werden ueberfuellt von Menschen, die Kirschbluete „mit zuschauen“ und die verfaerbten Ahornblaetter „mitzaehlen“. Hotels sind voll, man sieht nur Menschen koepfe und die Natur ist von der Menschenmenge vergewaltigt. Man zerebriert den Wechsel von der Jahreszeit, um den Naturrythmus zu verkunden und zu spueren. Andererseits gibt es jegliche Suessigkeiten und Eingelegten Gemuese genau zu diesem Wechsel, aber voll mit Fabrstoffe und Konservierungsmitel verstopft. Ich habe meine Mutter mehrmals verhindert etwas zu kaufen. Sie bedankte sich gar nicht bei mir, weil sie keine Geschenke mit Hause mitnehmen kann. „So etwas kannst Du doch niemand verschenken!“ sagte ich. „Das ist egal! Die Leute vertrauen Japan!“

Bei der formellen Teezeremonie servieren wir auch wertvolle Suessigkeit aus Pulverzucker und Farbstoff. Ich habe es nie verstanden. Warum Tee-Geist mit dem mit Farbstoff verfeinerten edelen Suessigkeit etwas Gemeinsames haben koennte. Denke ich zu materialistisch?

Selbst im Brot wird Farbstoff beigemischt. Selbst in dem so genannten mit goldenem Preis ausgezeichneten Kuchen oder Dessert werden mit mehreren Farbstoff verschoenert. Auch in dem Zutaten von Sushis, getrockeneten Krevetten, Gewuerzsosse und Algen… Ich sah es und wurde sprachlos. Ich bin sicher, dass Taiwanese viel natuerlicher leben wollen als die Japaner, die mehr Wert auf Aussehen legen als die Gesundheit!

Die Reise ging aber weiter in die Bergen. Ich sah europaeische Blockhaus im tiefen Hokkaido. Ein Chalet nach einem anderen. Ein Blockhaus nach einem anderen. Die Landschaft ist sehr Europa. Ja, ich vermisse das japanische Kitsch. Das Kamera wurde ueberfluessig. Ich haette im Europa bleiben koennen. Das imitierte Chalet hat etwas verraten, so dass ich es als japanische Chalet bezeichnen kann: sie sind eine Nummer kleiner und haben meistens keinen Garten! Sie stehen so nah an die Strasse, so klein und doch so gross fuer das Grundstueck. Was das Phaenomen noch mehr verraet, ist wohl, was Japaner ueber sich selbst und ueber die Anderen in Europa denken. Ich habe gelesen, dass solche europaeische Haeuser sehr begehrte B & B Mode sind.

Mein Onkel sagte zu meiner Aeusserung: „Du lebst ja in Europa. Deshalb ist es fuer dich nichts besonders. Du willst das vermeintliche Japanische – das Kitsch – und wir, die urbanisiserten Asiaten wollen das „natuerliche“ laendliche Europa moeglichst „NAH“ erleben!“

Rueckkehr auf die Insel

Nach einem langen Flug kam ich endlich auf der Insel an, die von drei Taiphoons bedroht waren.

Nur Regen, Regen und Regen. Mein Herz wurde total nass und keiner wusste , wie ich es trocknen sollte.

Bei den „Schlangen“ vor Passkontrolle waren erstaunlich viele Chinese unterwegs. Sie, mit Ihrem auffaelligen roten Pass draengten blitzschnell in die gleichen Reihe wie ich. Ich sah sie in einer staendigen Bewegung und in einem staendigen Rechnen, wo kam die Schlange schneller voran. Ich machte einer Frau vor mir aufmerksam, dass sie wohl nicht zum Staatsbuerger zaehlte und einen anderen Pass wie meinen gruenen innehatte. Sie erwiderte mir, dass es so wie so gleich sei. Gleich? Ihr rote Pass und meiner gruene? Vor paar Jahren ich haette mit ihr sofort einem riesen Streit angefangen. Nun ordnete ich ihre Ignoranz nicht mehr zu meinem Problem ein. Ein Minut spaeter wurden sie von Grenzkontrolle zu einer anderen Seite gerufen.

Die Insel hat sich veraendert. Sie ist nicht nur die Projektionsflaeche der chinesischen Shizophrenie, sondern ein Reiseziel der neu reichen chinesischen Touristen geworden. Wollen sie wirklich die Insel kennenlernen? wissen sie wirklich, wie sich die Inselbewohner als immer bedrohte Nachbar fuehlen? Wie die alten Hollaender, Spanier, Franzose und Japaner wollen sie die Insel auch gerne fuer sich beanspruechen. Das Problem ist, dass die Insel niemals chinesisch war.

Die Insel ist noch Formosa, aber wie lange noch?

Wir koennen noch Formosa Oolong trinken, aber wie lange noch?

Exklusivität bedeutet auch Professionalität im Teehandel?

Liebe Menglin,

Ich wurde heute auf Tees aufmerksam gemacht, welche ein Versand www.cityandmore.de im Shop anbietet. Sie stammen von Madame Tseng aus Paris.

Und ich kann leider überhaupt nichts mit den Namen anfangen -sind es vielleicht “ Kunstnamen“ ohne Tradition?

Besonders interessiert mich, ob Sie mir erklären könnten, was ein Beauté Académique für ein Taiwan- Tee ist, wie der Gan Xiang als China- Oolong einzuschätzen ist und was Gu hong und Yun Hong für eine Herkunft haben bzw. welcher Teestil darunter zu verstehen ist ( ich vermute Yunnan??).

Schließlich – ist der Mo Li ein “ normaler“ Jasmin – Weißtee oder wurden auch andere Blüten verwendet?

Und dann würde ich mich über ein offenes Wort von Ihnen freuen: Sind die Tees der Madame Tseng so gut, daß sie diesen elitären Hype, der in allen möglichen Feinschmecker-Postillen losgetreten wurde verdienen??

Ich weiß mittlerweile, daß ich mich auf Ihr wohl abgewogenes und von der Liebe zum Tee geprägte Urteil verlassen kann – jenseits aller Marketingshow

Haben Sie vielen Dank dafür!

Mit freundlichen Grüßen

Stefan M.

Vor einer Stunde bekam ich das Email und wurde selbst sehr neugierig. Das so genannte Gourmet Shop habe ich gleich besucht.

Ein Gourmet Shop ist leider nicht gleich ein professionelles Shop für alle Delikatesse! Dagegen könnte ich nur von dem Versandhaus Reichmuth von Reding in der Schweiz empfehlen. Herr Reichmuth und sein Partner Herr Schuster bemühen sich tatsächlich das zu verkaufen, was sie auch verstehen! Ein Glücksfall für das Schweizer Publikum und ein Wegbegleiter für meinen Teeweg in Europa.

Lieber Stefan, ich finde das Shop arbeitet nicht besonders professionell. So wie Sie die Teesorten beschreiben, ist richtig armselig. Vielleicht war die Schulung für das Verkauf nicht gut genug, vielleicht war der Verkauf des Tees von einem bekannten Laden in Paris auch nur für das Geschäft.

Tseng Teesorte Exklusivität: 94 € für Teepaket No.2

Zum Beispiel: Maison de Trois Thés – Paket 1, 44 €
Paket 1: Drei Sorten  – insgesamt 225 g /

75 g Mo Li – leichter weißer Tee ohne Tanin,
100 g roter Yun Hong mit breitem Duftspektrum,
50 g Gan Xiang – blaugrüner Tee mit üppigem Aroma

Was haben wir erfahren über diese drei exklusiven Teesorten? Etwas über sein Anbaugebiet? Jahrgang? Oder den wirklichen Geschmack?

Ich bin sehr unglücklich darüber, dass ein „professionellen“ Teeladen so schlamppig arbeitet. Für die Kunsumenten ist es sehr wichtig zu wissen, was sie kaufen, nicht nur von dem Marken zu erfahren. Für die Teekultur, die in Europa noch mehr zu wünschen ist, ist es durchaus notwendig, sich als Teehändler zu verpflichten, den Konsumenten über das Anbaugebiet, Herstellungsmethode und Jahrgang zu informieren.

Das tun Weinhändler seit Jahren, aber Teehändler? Warum seid Ihr nicht wütend auf diese schlechte Arbeit des Teehändlers? Liebe Teefreunde!

Zurück zum Teepaket:

Moli ist nur der Name von Jasmin. Kein Name des Tees. Was für einen Tee ist in dieser Mischung als Grundlage? Welche Ernte ist der Jasminblume? Von welchem Provinz? Wir erfahren nichts. Ich weiss auch leider nicht, lieber Stefan.

Yun Hong könnte Dian Hong aus sein. Warum Dian Hong? Dian ist die Verkürzung vom Yunnan, Provinz in China. Yun könnte eine andere verkürzung sein, die nicht sehr gängig ist. Yun Hong von wo? Simao oder Lancang? Wir wissen nicht. Ich kann die Qualität auch nicht einschätzen. Wenn man an den Name glaubt, könnte man davon ausgehen, dass er gut sein könnte! Aber ich weiss es nicht.

Ganxiang Oolong – ist eine Bezeichnung von einem bestimmten Geschmack, der aufgrund einer bestimmten Röstung entstanden ist. Ein Kunstname? Ja. So wie Beauté académique, wohl ein Oolong, der von einem duftenden Charakter ausgeprägt ist. Aber dieser Name verrät uns keine Information vom Anbaugebiet und Herstellungsmethode.

Ich könnte Ihnen nicht viel weiter helfen, lieber Stefan. Es sind Künstname des Tees, die nur durch den Konsum wohl erst zum entziffern sind… Es ist wohl auch das Ziel des Anbieters.

Wien und das Geschäft mit dem Wasser…

Als die Eltern unbedingt nach Wien kommen wollten, dachte ich an Hofburg, Hunderwasser und Gustav Klimt. Als ich 1998 Wien bereiste, war die Stadt noch nicht Euro-Land. Heute ist Wien eine teure Stadt. Das teuerste ist das Geschäft mit dem Wasser-Lassen.

Überall gibt es Museum, Cafe und Restaurant in dieser schönen alten Kaiser-Hauptstadt. Überall gibt es Toilette, die bewacht und mit Jeton bezahlt werden müssen. Ein Mal Wasser Lassen kostet 0,5 € (70 Rappen). Überall wird es Code zum Toilette verlangt, Zettel wird gehängt und kündigt an, dass jene Toilette nur für die Kundschaft reserviert ist, als ob die Toiletten plötzlich zur Rarität und Exklusivität aufgepeppt wurden. Doch ist Toilette heute in Wien wirklich ein begehrter Ort. Jeder Tourist, jeder Passant und jeder Arbeiter, der in dieser Stadt aufhält, braucht mindest einmal ein öffentliches Toilette. Entweder schafft er immer nur beim Essen im Restaurant zu gehen oder er muss für sein Grundbedürfnis bezahlen.

Was ist das Menschenrecht heute? Nur politische und wirtschaftliche Freiheit? Oder gehört die Freiheit Wasser zu lassen auch zum Menschenrecht, so dass ein freier Eintritt in die öffentlichen Toilette dazu gehört?

Heute gehört das saubere Wasser bereits zu knappen Gut. Das Geschäft mit dem Wasser läuft ja richtig florierend. Mineralwasser, Wasser-Filteranlage oder das Energetisierung des Wassers mit Bambuskohle und Kristall sind zukunftsorientiertes Geschäftsfeld. Nicht nur das Geschäft mit dem Wasser ist die Hoffnungsträger der Wirtschaftsleute und Investoren, sondern auch das Geschäft mit dem „Wasser-Lassen“…

Wien ist eine wunderschöne Stadt, außer den schönen Bauten und Museum, bleibt auch das ständige Geschäft mit dem Wasser-Lassen in meiner Erinnerung.

Jäger TeeDas Geschäft war voller exotischen Dekoration und Buddha-Figuren, so dass ich es zuerst als ein Tempel-Boutique wahrgenommen habe.

Hast Du nicht auch schöne Teegeschäfte gesehen? Ja, ich wollte bei dem bunten voll belagerten JägerTee eine Tasse Formosa Standard Oolong Tee trinken und – gleichzeitig „Wasser-Lassen“. Leider bietet das Geschäft keine Toilette für ihre Kundschaft. Also, ich bin dann zum Grand Cafe nebenan gegangen. Ich war auch bei dem Teegeschäft Artee – mit Neugier und Begeisterung. Leider war das Wetter zu heiß. Niemand war im Geschäft, außer der Chefin selbst – ich vermute, dass diese asiatische Dame die Chefin sein könnte. Sie wechselte kein Wort mit mir und ebenfalls keinen Blick. Ich kam und grüßte sie – keine Reaktion. Das macht nichts. Ich dachte, dass man vielleicht eine Tasse Tee trinken kann und habe viele vertraute Gongfu Cha Tee Geschirr auf dem Tisch liegen gesehen. Ich fragte sie, ob man hier eine Tasse trinken könnte. Sie senkte ihren Blick und schüttelte ihren Kopf, während ihre Hände weiter an Verpackung des Tees arbeiteten. Es überraschte mich in diesem Moment. Ich schaute mich an und fragte, was hast Du falsch gemacht? Hast DU eine Bluse mit zu tiefem V-Aufschnitt? Nein, ich hatte eine anständige Bluse an. Hast DU Dein Gesicht nicht gewaschen? Doch, natürlich habe ich. Hat man Dich erkannt, dass Du immer böse Kommentare über Tee schreibst? Ja…vielleicht.

Mein Erlebnis mit dem Schachtelhalm Tee

Eigentlich hat es angefangen mit der Geburtstagsfeier.

Ein wunderschöner Tag. Die anderen feierten noch auf der „Ruti-Wiese“, während die anderen sich bereits auf die nächste „Strassenparade“ vorbereiteten.

Meiste Freunden waren zum Tee gegen Abend da. Unter dem wunderschönen Apfelbaum haben wir eine Schale Grüntee geteilt – es war noch den echten Matcha. Zum Dessert hatte ich Apfelwähe vom den Baum gebacken. Alles war richtig entspannt und fröhlich. Sie wussten, dass ich gerne Champane habe – eines meiner drei Lieblingsgetränk: Tee, Kaffee (nicht einfach braune verbrannte Flüssigkeit) und Champoos. Fast alle haben mir eine edele Flasche Schaumwein aus dem richtigen französischen Provinz mitgebracht. Ich war zu tiefst berührt. Nach paar Tropfen fing sogar das zurückhaltende und introvertierte Bergvolk an, zu singen, zu jodeln und zu klaschen. Die Nacht war lang, die Luft war frisch und der Garten wurde immer kälter.

Am nächsten Tag war mein Urin rot. Ein Arzt brauchte ich und zwar ganz dringend, aber wo und wie?

Entsetzt stellte ich fest, dass man in ganzer Stadt keinen Urologe finden konnte, weil sie auf irgendeine Insel oder Bergen hocken! Wer sollte sich um meine Blase kümmern! Auch wenn ich eine Frau am Telefon erwischte, sagte sie mir, dass sie keinen neuen Patienten aufnehmen will. Entsetzlich! Was für ein humanitäres Land!? Auch die Apotheke am Schmieder Wiedikon verweigerte mir meinen Ersuch für Troilette, obwohl ich dort meine Blasen-Entzündungsapparat einkaufte! Ich war verzweifelt und gleichzeitig beängstigt.

Zum Schluss wurde ich zum Doktor am einen edelen Villa gefahren, wo der Doktor nicht auf Ferien war. Seltsam, würde ich denken. Der Ergebnisse vom Besuch beim Doktor resultiert auf

drei Feststellung: 1. Es liegt eine Entzündung in der Urinprobe vor; 2. Keine Schwangerschaft, 3. Keine Nierenstein;

eine Antwort: „warum habe ich Blut im Urin?“ (ein angstvoller Blick) „Es ist bei Frauen häufig so.“

und eine Hinweise: rein pflanzliches Plizapparat zu nehmen. Immer eine Stunde vor dem Essen oder 2 Stunde nach dem Essen.

Danach wurde mein Kampf gegen die Bakterien angefangen – mit Schachtelhalm-Tee anstatt mit Pilz!

Diese grüne gemahlene Pulver begleitet mich in dieser Zeit. Es hat mir wunderbar geholfen!

Schachtelhalm Schachtelhalm wächst fast überall im Wald. Das Bild stammt aus Heilkräuter.de