Archiv der Kategorie: Klatsch am Teetisch

Pestizid-Cocktails in der Grüntee-Tasse – Kassensturz – Schweiz er Fernsehen: SF Videoportal

Rafael schickte mir heute das LInk mit folgendem Kommentar:
Ich weiss, dass für dich Bio
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=57bcf713-ed37-4b5d-857f-f6b2ce18e7b9

Von meinem iPhone gesendet
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Das muss jeder selbst wissen, was das Wichtigste für jeden ist. Ich habe kein Recht, die Handlung des anderen zu beurteilen.
Moral ist ein Spiel von Menschen, die ihre Lebenseinstellung in die Welt druchsetzen wollen. Unmoralisch und unbequem wird man, wenn plötzlich entdeckt, dass es ausser dem Kopf noch ein Herz hat. Und das Herz kennt Kompromisse nicht.

Keine Ausbeutung, kein Fairtrade.
Kein Gier nach billigen Produkten und kein Gier nach Reichtum gibt es keine
Massenprodukte.
Keine Illusion, kein Leiden.
Alles existieren in Gegensätze.

Was bedeutet Luxus?
Was bedeutet Moral?
Was ist die rechte Lebensführung?
Ich werde versuchen über diese Thematik zu schreiben.
Anregung für das unbequeme Denken Unfair Trade: How Big Business Exploits
the World’s Poor – and Why It Doesn’t Have To
von Conor Woodmen

Abgesehen von der ganzen Diskussion ist das Teehaus Winterthur ein wunderschönes Geschäft. Frau Amsler eine schone und kompetente Teeliebhaberin.

La Stanza

Nebel, fallende Blätter und unangenehmer Druck im Kopf – es ist herbstlich.
In dem Kongresshaus war die Luft stickig und auch wenn das Thema spannend ist, muss ich ab und zu meine Augen zumachen. Mein Kaffeesucht meldet sich ganz laut und meine Hände fangen zu zittern. Es ist ein schlimmer Tag mit einer schlimmen Sucht!
Swiss Brother Alex wollte mir zu seinem Lieblingscafe bringen. Ich wollte Schritte sparen, fand leider keine Kaffeestände im Haus. Schliesslich liefen wir tatsächlich zu seinem Cafe.
Aber das Cafe gefällt mir sofort! Ich spüre wie Freude aufsteigen, Eine Tasse bracht mir der junge Kellner. Ich trank den ersten Schlucht…
Ja, es ist ein Kaffee, der meinen Tag retten kann! Es sind Tropfen, die mich so glücklich zum heulen bringen können.
La Stanza, kann ich wirklich nur empfehlen. Die besten Zutaten in diesem Cafe sind natürlich die hübschen und gut gekleideten Herren, die am Bar stehen.

La Stanza, Bleicherweg 10, 8002 Zürich.

Der herbtliche Vollmond, ein Fest

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Gestern war das traditionelle Vollmondfest in der chineischen Kultur. Eine Nacht, wo vertraute Menschen sich versammeln, um zu essen…
In Taiwan grillieren wir am Abend und essen Pamelos. Bei einer Tasse Tee teilen wir den Mondkuchen. Meine Schwester schickte mir vor 5 Tagen den frischen Mondkuchen, dafür hat das schweizer Zoll 47 Sfr. abkassiert.
Anstatt zu grillieren war ich bei Escholzmatt bei dem Alchemist Stefan. Wir haben zusammen eine Tasse Pu Er aus Bangwei (ein 1400jähriger Baum) geteilt. Zufrieden und verhext freuen wir uns auf die nächste Tasse Tee in Shui Tang.
Das süsse Vedeo erhielt ich von dem Produzent dieses Bangweis You Jinsong. Ich hoffe es versüsst auch Euren Abend!

Suche nach der verlorenen Zeit

http://www.tagesschau.de/inland/speed112.html
Die Zeit an sich fasziniert mich immer mehr. Jemand kam zu mir ins Shui Tang und wollte, dass seine Uhr langsamer laufen lässt. Er behauptet Tee könnte es.
Martin Suter glaubt, dass die Zeit Wunden nicht heilen kann. Kann man wirklich Fehler der Vergangenheit nicht reparieren?
Existiert überhaupt die Zeit? Begrenzt uns tatsächlich die Zeit als Handlungsraum?
Ich kenne paar Zeitlöcher auf dieser Erde.
No.1 Shui Tang 水美堂. Das ist ein grosses Zeitloch. Wer keine Zeit hat, wird dort mit der Zeit verschuldet.
No.2 Der Teich 曹源池 in Tenryuji 天龍寺. Dort zu verweilen gleicht eine Zeitreise.
No.3 Alishan 阿里山 in Taiwan. Man weiss nicht mehr, wo man tatsächlich ist, man hätte das Gefühl zwischen den Toren der Zeit zu sein.
Aber die wirklichen Erlebnisse in diesen Zeitlöcher kann man nicht immer mit anderen Menschen teilen, ausser mit dem Tee.

Mosch Mosch

Eigentlich würde man so etwas in Asien nicht essen…

Das Flugzeug hatte Verspätung und vier Stunde kostet die Verspätung in Frankfurt auf den Anschluss zu warten. Ich hatte Hunger, wollte aber kein Brot essen. Nein… ich bin noch nicht bereit, noch nicht bereit für einen Geschmackwechsel.
Ich kam aus Asien und wollte noch ein bisschen so bleiben.

Dann lief ich in diesen riesen Flughafen Richtung irgendwo.
Dann entdeckte ich das so genannte Japanische Nudelbar.
Dann entschied ich mich jetzt noch einmal richtig zu essen.

Es war 9 Uhr morgens und ich bestellte einen Kurry-Gericht. Ich dachte ich würde einen süssen japanischen Kurry-Gericht erhalten, so wie ich in Japan es bekam.

Ich wartete mit Freude.
Dann bekam ich ein Schälchen. Es sah aus wie Thai Kurry. O.K. es ist auch nicht schlimm.
Dann rühte ich das Essen. Die Gemüse sind fast roh… und eine sehr dicke Sosse auf einen undefinierbaren Reismasse.
Es ist nicht schlimm. Man kann es essen.
Ich ass und ass.
Dann fand ich es richtig schlimm, dass ich für so etwas 15 Euros bezahlte!
Wie kann man so etwas anbieten unter den Name von einem japanischen Nudelbar? Was hält man die Esser in Europa? Hält man die Esser in Europa für dumm oder anspruchslos?
Ich schäme mich als ein Asiat.
So etas würde man in Asien nie verkaufen!
Das war mein Reisebericht über meine Fremderfahrung bei dem Japanische Nudelbar MoschMosch in Frankfurter Flughafen.

Special-T

Als ich die Fotos in dem Bericht (siehe den vorherige Beitrag) sah, sah ich zwei abgebildeten Menschen von zwei Farbigen. Einer davon bin ich. Dessen zu erratenen Nationalitäten beweisen die Buntheit dieser Republik und begründen die Authentizität des Tastings. Rafael bemerkte das sexistische Potential dieses Fotos. Ich antwortete, dass meine Beine eigentlich hätten besser aussehen können als die Abbildung.
Sehr freundliche Redaktorin hat mir angesprochen, ob ich zu dieser Degustation kommen würde. Ehrlich gesagt, war ich recht skeptisch. Skeptisch – weil ich nicht weiss, mit wem ich zusammen teste und wie aussagekräftig diese Degustation sein sollte.
Aber ich war neugierig genug, obwohl ich mehrfach abgeraten wurde. Ich wollte meine eigene Erfahrungen machen und beschloss daran teilzunehmen.
Vorher ging ich zu Nespresso-Boutique an der Bleicherweg und wollte spionieren. Die Verkäuferin war sehr nett und hat mir tausenden Frage nach Teewissen gestellt. Sie sagte, ein Gespräch mit mir sei besser als eine Schulung! Sie würde so gerne mehr über Tee lernen – ich war richtig erstaunt und zugleich sprachlos – wenn sie wissen würde, wer ich bin…

Der Tee, den sie mir zubereitete, war in Ordnung: klarer Aufguss, sauberer Geschmack. Natürlich war dieser Geschmack standarisiert und abgestimmt politisch korrekt – es darf nicht auffallen. Ich erwartete auch nicht viel und war recht zufrieden mit dem Tee. Natürlich war der Tee viel zu teuer für die Qualität, die sie kosten – aber was ist denn in Zürich anders? Was ist in dieser Welt anders? Die Kluft zwischen Sein und Schein in unserer Welt vertieft sich und Special-T ist auch nur eine Bereicherung von diesem Geist.
Ich hatte keine Vorbehalt und war gut besinnt gegenüber Nestle – ich bin nicht naiv, aber verteufelt keinen, der dem Trend einfach ausnützt. Die Moral beeindrückt mich nicht.
Die Degustation war eine super Erfahrung für mich, weil ich den Special-Tee 50% nicht erkannt habe! Warum soll ich? Ich habe immer dem anderen Tee besser benotet und dachte, das sei der Special-Tee. Bei den 50%, die ich richtig getippt habe, bekamenen einfach schlechtere Nöte, nicht weil ich Special-T schlecht finde, nur weil ich die Standarisierung jener Sorten in jenen Fällen als schlechter empfand und die anderen 50% in Ordnung fand. Ich hatte nicht vor, Special-Tee schlecht zu bewerten oder zu spotten. Umgekehrt, ist dieser Standarisierungsversuch in manchen Fällen meiner Meinung nach besser! Weil die herkömmlichen Teesorten aus Teegeschäften neben Dörr-Früchte, Kaffee und Gwürze liegen – es sind katastrophale Bedingungen für einen guten Tee! Der typische Teeladen Geschmack in Deutschland spricht nicht für Tees aus dem Teeladen.
Die Tees von Special-Tee wurden von mir oft als postfermentiert und schlecht gelagert oder mit Fremdgeruch verseucht bewertet – deswegen dachte ich, dass diese Tees aus dem Teegeschäften seien – liegen nicht an dem gut verschweissten Kapsel. Der Tee im Kapsel war bereits schlecht und verrochen, bevor er verpackt wurde!
Ich möchte Special-Tee nicht schlecht machen, weil Nestle sicherlich nicht der einzige ist, diese Graben zwischen Sein und Schein auszunützen. Ich finde es ehrlich, wenn man selbst zugibt, dass wir NOCH SEHR VIEL zu tun haben mit der Qualität des Tees!
Und diese Kriterien, ob man die Special-Tee erkennen kann, macht überhaupt keinen Sinn. Mein Nachbar bei der Degustation hat fast alles richtig getippt, was Special-Tee ist. Das ist allerdings kein Beweis, ob Special-Tee gut oder schlecht ist.
Special-Tee ist weder gut noch schlecht. Er gibt uns als Teeliebhaber eine Chance, nachzudenken, was uns eigentlich bei Tee fasziniert – vielleicht weil Tee uns Zeit nimmt und der Geschmack bei jedem Versuch sich variieren kann???
Was können wir als Teehändler aus Special-Tee lernen? Ich möchte die Kluft zwischen Sein und Schein aufzeigen und möglicherweise einen Brücke darüber aufbauen. Dies schaffe ich alleine nicht. Es muss mehr Teeliebhaber geben, die aus der Einfachheit des Tees Schönheit entdecken wollen!

Geheimnisse des Geschmacks

Für mich ist ein kleines altes und unauffälliges Restaurant interessanter als ein berühmtes und glänzendes… Für mich ist ein Tee nach alter Methode spannender als ein Tee mit der modernen Kühltechnik.
Shui Tang liegt mitten in Zürich. Eine sehr reiche Stadt. Gibt es wirklich gute Restauranten in einer reichen Stadt, wo Menschen viel Geld ausgeben würden? Ich habe einen grossen Zweifel. Wo esse ich gerne in Zürich, wenn es teuer sein sollte? Kronenhalle. Wo esse ich gerne in Zürich, wenn ich gut bedient werden will? Kronenhalle. Wo esse ich gerne in Zürich wenn die Ambiete wichtig sein sollte? Kronenhalle. Nur wenn ich nicht selbst bezahlen muss, dann gerne in Kronenhalle.
Aber wirklich sooo gut?
Wirklich gut essen kann man in Zürich nur wenn man sich auskennt. Eine reiche Stadt hat eine tiefe Kluft zwischen Sein und Schein.
Es gibt tatsächlich viele gute und ganz gute kleine unauffällige Restauranten in Zürich. Das Restaurant Rosso, wo I-Phone nicht einmal findet, hat die besten Pizzen. Das kleine Restaurant Teoh an der Bäckerstrasse hat das Penang Lasa, was mich fast zu weinen brachte. Die besten Ente und Hainan Poulet habe ich bei Hot Pot an der Birmensdorferstrasse entdeckt – leider muss das Restaurant bald schliessen wegen Ende eines Mietvertrags. Die wunderbare Reisnudelsuppe in der Nähe von Central. All diese Geschmäcke bilden kleine Puzzelstücke meines kleinen Glücks in Zürich. Häufig möchte ich gerne Freunde mitnehmen – weil ich spontan bin, kommt meistens aus dieser Stadt doch niemand mit – die warmen Speise braucht nur mich zu wärmen.
Das Glück ist im Geschmack konserviert. Häufig entdecke ich verratene Gefühle meiner Gästen am Teetisch, wenn Düfte und Geschmäcke des Tees einen bewegt. Eigentlich – eigentlich suchen wir doch immer das, was uns an das Glück erinnert – einen Geschmack, den wir als Grossmutters Küche bezeichnen. Ein Geschmack, der uns die Verletzungen und Enttäuschungen der Kindheit trötet und ausgleicht und die Welt wieder gut macht. Wahrscheinlich ist es der Grund für mich, mich mit Tee zu beschäftigen, weil DER Geschmack mir einen ruhenden Punkt der rasant entwickelnden Zeit vermittelt. Wahrscheinlich liebe ich deswegen den Tee, der stur nach der Tradition gerichtet ist…

– Rosso. http://www.restaurant-rosso.ch – super cooler Ort. Er erinnert mich an Taipei!
– Hot Pot. Birmensdorferstrasse 222, 8003 Zürich. Nur noch bis 24.06. offen. Beste Ente…
– Restaurant Teoh. Bäckerstrasse 37 8004 Zürich. 044 242 14 42. Super Lasa! Super Reisnudelgerichte! Super Curry! Ich sass an dem Strassenrand mit Sven und weinte fast, als ich den Geschmack auf der Zunge hatte. Stelle Dir es einmal vor… in Zürich, unter diesen Fremden, gibt es noch Jemanden, der nach seiner Tradition und Gewöhnheit die Supper genau so schmecken lässt wie es sein sollte – nicht gefällig, nicht angepasst! Ach! das, was ich als Super bezeichne, ist bloss die Erinnerung an die konservierung meiner alten Zeit!
– Zhong Hua, Zähringerstrasse 24, 8001 Zürich, Telefon: 044 251 44 80. Sehr traue asiatische Nudelsuppe!
– Ooki. Japanische Ramensuppe. Bäckerstrasse 39 8004 Zürich
– Asia Way. Schwamendingenstrasse 10 8050 Zürich

Es sind meine Puzzelstücke vom Glück.
Aber ich warne Euch – es sind Restaurant für das kleine Glück im Gaumen, nicht das Glück für Prestige…