Archiv der Kategorie: Blätter vom Teeweg

Bericht aus Tagesanzeiger wegen Japan Tee

Japan Tee.PDF
Japan Tee_1.PDF

Von Carola erhielt ich zwei Berichte über den japanischen Tee von der
Tagesanzeiger in letzen Tagen.

Viele Leute kamen zu Shui Tang und fragen nach dem Ersatz. In Shui Tang
existiert ein kleines Stock an der Ernte von 2010 aus Uji. Wenn ich den
Leute ähnlichen chinesischen grünen Tee empfehlen würde, würde ich einen
guten Guzhang Maojian aus Hunan zeigen. Dieser Tee kommt sehr ähnlich zu dem
Geschmack an Sencha.
Manche fragen mich, sollte man den chinesischen Sencha bevorzugen?
Ich lachte meistens.
Was einen guten japanischen Sencha ausmacht, ist nicht der Name, sondern neben dem Klima und dem Boden auch der Baumsorte und die Verarbeitung. Der Teebusch von Sencha und die Verarbeitung des Tees werden wohl in China nicht unbedingt so treu gehalten werden.
Wie ist der Sencha enstanden? Wie alt hat dieser Tee seine Geschichte?
Die Methode der Herstellung von Sencha sollte von Lu Yu erfunden werden. Es
sollte in der Ming Dynastie im 17. Jahrhundert durch einen buddhistischen
Meister nach Japan vermittelt werden. Im Moment existiert in China
Abhandlungen, die die Beziehung zwischen japanischen Sencha und der Teekult
von damaligen chinesischem Bildungdbürgertum behandeln. Beispiel siehe
http://www.lunwentianxia.com/product.sf.3261123.1/ Und auch Abhandlungen,
die über die schnelle technisierte Entwicklung des japansichen
Herstellungsmethode im Vergleich mit dem traditionellen chinesischen Grüntee
reflektieren, wie z. B. siehe
http://www.6lib.com/pdf/60FC8902590066137.pdf.

Es ist interessant zu beobachten, dass es genau solches Informationschaos bei dem chinesischen Teekreis existieren wie im Europa. Man dachte, Taiwan und China seien Teeheimat und solche Orientierungslosigkeit im Netz über das Thema Tee könnte vermieden werden. Aber die Demokratie im Netz, dass jeder einfach etwas los schreibt bevor man nachschlägt und jeder etwas schreiben kann, ist kulturübergreifend. Ich hatte zwar Informationen über die Entstehung des Senchas im Gedächtnis und stosse im Netz an unbekannten Geschichten. Sie sind mir recht fremd.

Uebersetzung des Berichten in der Libertytimes am 10.05

台僑周孟霖出書 茶理哲學風靡歐洲

駐歐洲特派記者胡蕙寧/蘇黎世專訪報導
蘇黎士台灣茶館主人周孟霖因茶而異地聞名,最近更因為部落格裡的文章被瑞士出版商相中,集結成書以德文出版,書名正是《茶路上之葉──愛茶人的筆記》。德語區大報新蘇黎士報書評以「茶思茶史」為標題,推崇來自台灣的周孟霖是「蘇黎士茶專家」,說這本書是茶界經典之作,可以放在《茶經》和《倉岡天心茶書》同櫃的好作品。
周孟霖說,年前瑞士知名網路公司KAYWA知悉她對茶的熱愛,也鑒於歐洲人的茶知識有限,於是請她開闢有關茶的部落格,不知不覺中,她變成了很多愛茶人對茶的寄望。她是向陳煥堂老師學茶,認為茶本身藏有真理。如果人可以傾聽茶的細訴,茶和人有互動,茶會告訴你它的故事。
周孟霖說茶不騙人,人自騙人。茶禪一味,是可以被檢驗的。人若謙卑聆聽就可以發現茶同人生。她常想自己爺爺30年前常喝的醇重發酵鐵觀音,在這個快速淘汰又喜新厭舊的時代,是否已經被冷氣房用科技做出來的輕發酵高山茶取代?她就這樣把學茶的心得與對茶的體會轉化為文字,沒想到部落格的讀者越來越多,目前每日有約1500個造訪人次。周孟霖的新書不只關心茶,它還包含了茶對人生的啟示。在茶的世界裡沒有文化差異與國界衝突。愛茶的人不分國籍,在茶的道路上充滿著回家的感覺,不必再向外追尋什麼。

http://www.libertytimes.com.tw/2011/new/may/10/today-art5.htm

Ich versuche hier so einfach wie möglich diesen Text zu überstzen.

Das Teebuch von Taiwanerin Menglin Chou verbereitet die Philosohie des Tees in Europa
Jornalistin Hu, huining

Die Inhaberin von Shui Tang in Zürich Chou Menglin wurde wegen Tee in einem fremden Land bekannt. Neulich wurden die Artikeln von ihrem Blog von schweizer Verleger ausgelesen und als Buch in Sprache Deutsch veröffentlicht. Das Buch heisst: „Blätter vom Teeweg – Notitzen einer Teeliebhaberin“. Die grösste Zeitung des deutschen sprachigen Raum Neue Zürcher Zeitung hat eine Rezesion darüber geschrieben und bezeichnet es als eins der Tee-Klassikers neben „Das Buch vom Tee“ und „Cha Jing“ und Chou Menglin als Teeexpertin in Zürich.
Chou Menglin dankte in dem Interview für die anfängliche Unterstütung von Kaywa. Ohne die Entdeckung des Kaywas würde sie nicht auf die Idee kommen, ein Blog zu schreiben. Die Liebe zum Tee von Roger Fischer und die Wissensdurst nach Wissen des Tees in Europa machen das Teeblog Tee Erleben zu Hoffnungsträger des Tees. Sie fing an, ernsthaft Tee zu lernen, bei dem Lehrer Chen Huangtang. Er is überzeugt, dass es Wahrheiten im Tee stecken. Wenn Menschen bescheiden genug sind und zuhören können, wird Tee ihnen sehr viel von sich erzählen.
Menglin Chou sagt, Tee lügt nicht, aber der Mensch. Dass Tee und Zen einen Geschmack hat, kann einfach von Menschen behauptet werden, kann aber auch überprüft werden. Wenn Menschen bescheiden sein können, können im Tee viele Paralelle zum Leben entdecken. Sie denkt häufig nach, wie der Tee sich in dieser schnell lebigen Gesellschaft verändert. Vor 30 Jahren trank ihr Grossvater den stark fermentierten und richtig gerösteten Tie Guanyin. Ob dieser Tie Guanyin nicht von dem im klimatisierten Raum erzeugten leicht fermentierten Hochlandsoolong in diesem neuen Trend ersetzt wird? Somit hat sie ihre Gedanke und Reflexion durch die Begegnung mit dem Tee in die Worte transformiert und das Teeblog gewinnt immer mehr begeisterte Leser. Was das Buch von Chou Menglin beschäftigt, ist nicht nur mit Tee, sondern mit dem Dinge zwischen Tee und den Menschen. In der Welt des Tees existieren keine nationalen und kulturellen Grenzen. Es ist nur Liebe zum Tee. In diesem Weg des Tees herrscht das Gefühl des Heimwegs. Auf dem Heimweg ist man bei sich und sucht nichts mehr im Aussen.

Grüntee in Tokyo Times

Dank Alex erfahren wir ein wenig von der Ernte in der Nähe von Tokyo.
Vorhin bekam ich einen Anruf von Romeo. Er habe etwas gehört von der Messung der Radioaktivität in Tokyo und in Deutschland. Jemand seiner Bekanntenkreis habe die Messung an zwei Orten getätigt und stellte fest, dass die Werte in Deutschland höher sei als in Tokyo. Weshalb? Weil es nach dem Unfall in Tschernobyl gleich geregnet hat – in ganzem EUropa, während es in Japan gleich von Winde ans Meer getrieben wurde.
Also, es sei für ihn sicherer den frischen Sencha aus Japan zu trinken, als das deutsche Gemüse (natürlich auch das schweizer Gemüse) zu verzehren.

Tokyo Times

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Green tea harvest
Posted: 18 May 2011 04:40 PM PDT
Green tea plants aren’t an uncommon sight in some parts of Tokyo, and in nearby
Saitama Prefecture, there is an absolute abundance of them. Disappointingly
though, they don’t appear to have any scent. Or at least none that I’ve ever
noticed.
However, passing a tea field during what was presumably the year’s first harvest
(or ichiban cha), made for a completely different experience altogether. For
starters, the machine in use was a fairly interesting looking contraption, but
it was still nowhere near as surprising as the fragrance from the just-cut
leaves. A smell that was really quite startling — one of incredible, mentally
still reproducible, freshness.

Ein Bericht über Blätter vom Teeweg aus Taiwan

Heute kam ein Nachricht aus Taiwan, dass die grösste Zeitung Taiwans über das Buch „Blätter vom Teeweg“ berichtet hat.

Meine Familie waren sehr erfreut. Ich hatte zuvor gar keine Worte erzählt. Denn ich selbst wusste nicht, ob der Journalistin es auch ernst meinte. Also, ich freue mich für mich und für meine Familie…

2011-5-10

台僑周孟霖出書 茶理哲學風靡歐洲

駐歐洲特派記者胡蕙寧/蘇黎世專訪報導
蘇黎士台灣茶館主人周孟霖因茶而異地聞名,最近更因為部落格裡的文章被瑞士出版商相中,集結成書以德文出版,書名正是《茶路上之葉──愛茶人的筆記》。德語區大報新蘇黎士報書評以「茶思茶史」為標題,推崇來自台灣的周孟霖是「蘇黎士茶專家」,說這本書是茶界經典之作,可以放在《茶經》和《倉岡天心茶書》同櫃的好作品。
周孟霖說,年前瑞士知名網路公司KAYWA知悉她對茶的熱愛,也鑒於歐洲人的茶知識有限,於是請她開闢有關茶的部落格,不知不覺中,她變成了很多愛茶人對茶的寄望。她是向陳煥堂老師學茶,認為茶本身藏有真理。如果人可以傾聽茶的細訴,茶和人有互動,茶會告訴你它的故事。
周孟霖說茶不騙人,人自騙人。茶禪一味,是可以被檢驗的。人若謙卑聆聽就可以發現茶同人生。她常想自己爺爺30年前常喝的醇重發酵鐵觀音,在這個快速淘汰又喜新厭舊的時代,是否已經被冷氣房用科技做出來的輕發酵高山茶取代?她就這樣把學茶的心得與對茶的體會轉化為文字,沒想到部落格的讀者越來越多,目前每日有約1500個造訪人次。周孟霖的新書不只關心茶,它還包含了茶對人生的啟示。在茶的世界裡沒有文化差異與國界衝突。愛茶的人不分國籍,在茶的道路上充滿著回家的感覺,不必再向外追尋什麼。

http://www.libertytimes.com.tw/2011/new/may/10/today-art5.htm

紅玉紅茶 Der 1. Teil von der Vernissage

這是在新書茶會所唸的第一篇, 有關紅玉紅茶的文章. 當時, 是中文和德文交叉讀. 是一種聲音的遊戲, 也是, 一個對自己的挑戰.
我喜歡挑戰.

原文
Fremdsprachen

我一直在問我自己, 我和茶的緣分是從什麼時候開始.
我會一直想起我爺爺, 他一個人獨自的坐在他聽不懂的電視機前, 一個人獨自地喝他的木柵鐵觀音. 對當時的我來說, 他的茶又濃又稠. 一種充滿老男人的味道. 一個被遺忘的味道.

Ich dachte, ich hätte ein Talent für Fremdsprachen. Meine Mutter fühlte sich immer gestört, weil ich mich als kleines Mädchen gerne mit sympathischen Fremden unterhielt. Sie warnte mich vor der Gefahr, die damit einherging. Mich interessiert das Fremde. Ich höre gerne zu, und ich spreche gerne mit Fremden. Als ich nach Deutsch aufhörte, eine weitere Fremdsprache zu lernen, klagte mein Vater darüber, eine Fehlinvestition getätigt zu haben. Irgendwie habe ich meine Leidenschaft verloren. Beim Lernen von Deutsch verstand ich, wie schwer es ist, einen Fremden zu verstehen.
Mein Großvater war für mich der Taiwanese, der einmal Japaner war. Chinese war er nie. Seit ich mich an ihn erinnern kann, saß er immer in der Dunkelheit, trank seinen dunklen Tie Guanyin und ließ sich vom Fernseher begleiten. Das Fernsehen sprach eine Sprache, die er nicht verstand. Er war ein Fremder im eigenen Land.

Ich kam nach Europa, lernte die Sprache der Fremden. Manchmal bin ich hier besser integriert, manchmal schlechter. Häufig fühle ich mich wie eine Spinne, die für immer aus ihrem Netz gefallen ist. Manchmal weiß ich, dass ich mit den Menschen hier mehr verbunden bin, als ich es mit meinen Landsleuten bin, die in der Schweiz leben. Aber wenn sich Ostern oder Weihnachten nähert, sehe ich, wie die anderen rennen, wie sie backen und ihre Feste planen. Dann wird mir klar, dass ich anders bin. Ich sitze in einer Ecke und beobachte, wie fremd ich bin.

Mit dem Älterwerden glaubte ich, den Stein meines Großvaters verstehen zu lernen. Um Großvater wirklich zu verstehen, ist es aber bereits zu spät. Seine Sprachen waren verboten, und sein Gefühl war es, verlassen zu sein. Vielleicht begegne ich Großvater und seiner Geschichte mal in irgendeinem Museum und in irgendeinem Dokument. Sein Leben in einer wechselhaften Zeit liegt begraben im Vergessen. Mit dem Erwachsenwerden begann mich die Geschichte meiner Eltern zu interessieren. Ihre Geschichte und ihre Sprache künden mir von etwas Fremdem in meiner imaginären Nähe. Was dabei passiert, ist ähnlich wie mit dem Tee. Ich dachte, Tee sei nichts weiter als Blätter. Ich wusste nicht, dass Tee auch Geschichten über Menschen erzählt.

我不知道, 茶也會說故事. 我不知道, 我那麼喜歡的紅玉紅茶訴說著我爺爺和他那一代人的故事.
有一天下午, 一個obasan 來看我的老師. 他充滿皺紋的臉, 讓我想起了南台灣的艷陽. 他會講很多種話.他的中文和我的爸爸一樣好. 他的日文流俐. 他的台語充滿鄉音.當日本人在的時候, 他採咖啡豆. 當金萱烏龍有名時, 他採金萱.他嫁給了來自唐山的軍人, 現在大概還在魚池做紅玉.

Hongyu Hongcha ist mein Liebling beim Schwarztee. Einmal besuchte eine Obasan (Großmutter) Atongs Büro. Ihr Gesicht war verwinkelt, und ich las die Spuren einer stechenden Sonne, die eine Insel mit exotischer Wärme versorgt. Ihr Rücken war krumm, aber Atong, mein Teelehrer, brachte ihr großen Respekt entgegen. Sie redete mit ihm voller Humor in drei Sprachen. Welche der Sprachen war ihr fremd? Sie redete fließend Japanisch, ausgezeichnet Taiwanesisch und ebenso gut Chinesisch wie mein Vater. Atong erzählte mir später ihre Geschichte, die exemplarisch für ihre Zeit ist. Als die Japaner da waren, pflückte sie Kaffeebohnen. Sie pflückte Tee, als Jinxuan populär wurde. Sie wurde verheiratet an einen chinesischen Soldaten, als … Heute lebt sie in Yuchi und macht Hongyu …

Ihre Stimme klingt immer noch an mein Ohr, wie der Wind die Kiefernnadeln streichelt. «Mädchen, ich muss immer arbeiten, anders als du. Wenn ich nicht arbeite, werde ich krank.»
Hongyu heißt «rote Jade» auf Chinesisch. Eigentlich benannten die Teefarmer diesen Tee in Erinnerung an den schönen japanischen Apfel Hongyu. Der Geschmack dieses Apfels war für meine Generation auf der warmen Insel ein Hauch von Luxus! Hongyu steht als Synonym für das absolut Besondere! Hongyu trägt auf der Insel einen offiziellen Namen. Er heißt «Formosa Teebusch Nummer 18».

Ich möchte lernen, endlich lernen, meine Eltern zu verstehen. Ich möchte auch weiterhin lernen, Menschen, die mir vermeintlich nahe sind, und solche in der so genannten Fremdheit zu verstehen. Vielleicht fange ich mit Zuhören an. Ich bewundere jene Menschen, die an meinem Seminar «Sprache des Tees» teilnehmen möchten. Sie müssen sehr viel lernen. Sehr viel. Vor allem das Zuhören.

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明天, 大概可以貼第2 篇.
Das ist der erste Text, den ich Chinesisch und Deutsch in der Vernissage vorgelesen habe. Morgen hoffe ich, den zweiten Text zu posten.
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Taiwan 100.mp3

Das ist das Lied, das Teresa als das erste nach dem Text von Fremdsprachen
sang.

copyright – Teresa Chen 陳姿君

Teeblätter

Am selben Abend konnte ich nicht widerstehen, packte mein – teetoy- Reiseset – aus, spülte das Geschirrli sanft,
war allein in der Küche mit gedämpften Licht, leichte Musik und machte ein Gongfu Cha…. etwas anderes wollte ich gar nicht mehr machen an diesem Abend und ging mit gewärmten Herzen ins Bett.
Er war inspirierend.
Inspirierend deswegen, weil du dich so öffnest und authentisch von dir gibst… etwas dass ich im Alltag im Geschäft so vermisse…. es sind sooo viele Masken hier,
ein Maskenball…

(da ich nicht wusste wie man bei dir einen URL – oder so einträgt um zu BLOGEN…. > kommentiere ich halt per Mail)
Anja

Wir können versuchen einander zu verstehen, aber deuten kann nur jeder für sich selbst.
Wenn ein Buch veröffentlicht, wenn ein Text geschrieben und gelesen wird, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf – außer meiner Kontrolle.

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Anja bedanken für Ihre Empfänglichkeit und Begeisterungsfähigkeit.
Ich möchte hier etwas schreiben, was mich in letzten Tagen bewegt.

Wie oft stehe ich vor dem Spiegel und jammere, wie hässlich ich aussehe? Wie oft stehe ich vor den anderen Menschen und meine Hände sind voller Schweiß?
So wie jeder von uns, möchte ich manchmal nicht das sein, was ich einmal geboren werde. Aber anders zu sein geht es leider nicht.
Teeblätter sind einfacher. Sie sind so wie sie sind. Wenn sie aus Dongding Berg kommen, dann schmecken Sie so, wie sie sind. Wenn sie eben aus Thailand stammen, schmecken sie eben anders als aus Dongding! Die Teeblätter sind so wie sie sind? Aber wir wollen sie manchmal anders benennen als wie sie sind. Wir möchten sie anstatt aus Mingjian Dongding nennen. Weil wir die Dinge nicht so akzeptieren, so wie sie sind, haben wir und machen daraus ein Problem. An sich ist es doch egal, woher sie kommen. Für manche ist es wichtig aus Dingding, dann sollte es eben den richtigen geben. Für manche ist es egal, ob er aus Dongding Berg oder Mingjian kommen.

Ebenso ist es mir auch egal, ob die anderen Leute ein Maske tragen oder nicht. Es ist nicht meine Sache. Für mich ist es wichtig, ob ich ein Maske tragen will und wann ich es ablege. Trage ich ein Maske? Gewiss. Kann ich es ablegen? Natürlich. Es ist meine Freiheit, Maske zu tragen oder nicht. Es ist meine Freiheit, mich vor diesem oder vor jenem zu öffnen. Das Problem ist, wenn man zu lange Maske trägt, vergiss man plötzlich, dass man es anhat. Dann ist es nicht bloss ein Spiel mit den anderen…

Für mich ist Tee nicht ein Kult. Am Dienstag kam Alexander vorbei und sagte mir, dass es ein sehr schöner Abend für ihn war. Er blieb gerne dort, auch wenn ich kurz abwesen war. Als die Leute plötzlich anfing über das Wasser zu diskutieren, war es für ihn plötzlich zu viel. Er sagte, „Menglin, ich komme gerne zu Dir, weil Du eben anders bist. Du pflegt keinen Kult.“

Tee trinken ist eine wunderbare Sache. Ich möchte es so auf diese Ebene bleiben lassen. Natürlich trinke ich jeden Tag meinen Tee aus meiner Jadekanne, weil es eben wunderbar ist. Aber so ist es und nicht mehr. Einen Kult zu pflegen und sich zugleich als etwas Besseres zu fühlen ist es wirklich nicht nötig. Tee trinken ist einfach nur eine wunderbare Sache und nicht mehr.