Archiv des Autors: Menglin

Teeseminar und die Fahrt aus Frankfurt nach Zürich

Hallo Menglin,

hoffe du hast deine Krankheit schon bezwungen.

 

Ich wollte fragen ob es noch ein Plätzchen in den beiden Teeseminaren am Sa. 24 und So. 25.11 in Zürich gibt würde gerne kommen, da ich aber ein armer Student bin…grins… würde ich natürlich zuvor aber erstmal gerne die Unkostenbeiträge erfahren. 

 

Ich würde allein aus Frankfurt a.M. kommen, könnte aber auch noch Leute im Auto mitnehmen wenn sich noch andere aus meiner Gegend melden. Sprich wenn es Dir nicht zu viele Umstände bereitet, könntest Du ja einfach meine E-Mail Adresse weitergeben und die Leutchen sollen sich mit mir in Verbindung setzen.

 

Hoffe bald von Dir zu hören aber bis dahin erstmal noch Gute Besserung

Jörg Mühlfeld

Ein junger Teefreund Jörg aus Frankfurt möchte gerne im November zu unserem Teeseminar nach Zürich fahren und möchte, dass sein Email Adresse an allen Teefreund bekannt gemacht werden.

Wer mit ihm von Frankfurt nach Zürich mitfahren möchte oder unterwegs zusteigen möchte, sollte sich bitte bei ihm melden: joerg.muehlfeld@web.de

Als ein interessierter Student oder ein Auszubildender würde natürlich bei mir eine spezielle Tarif erhalten: für die Teilnahme an beiden Seminare: 90 € bzw. 150 Sfr. An Geld sollte die Liebe zum Tee und zum Wissen nicht scheitern!

Wuyi Oolong 武夷烏龍

Wuyi Oolong in Formosa ist eine bestimmte Oolongsorte gemeint. Ich bin sicher, dass dieser Teebaum ursprünglich auch aus Wuyi-Gebirge in Fujian stammte und sehr früher schon nach Taiwan eingeführt wurde. Es wurde erzählte, dass dieser Baum als „der weisse Blatt-Baum“ von den früheren Einsiedler im Norden Taiwans bezeichnet wurde.

Heute findet man in Wuyi-Gerbirge allerdings nirgendwo diese sepzielle Sorte!

Wuyi Oolong wird normalerweise schwer verwelkt, schwer fermentiert und stark geröstet. Dieser Tee gewinnt in diesem Verfahren starke Aroma und Süsse, der spezielle Geschmack dieses Baums – was man in Taiwan oft als dominant und nicht besonders elegant empfindet, könnte korigiert werden. Oft werden sie wie Paochung hergestellt oder einfach als Paochung verkauft. In Muzha wird er zu Tie Guanyin verarbeitet und als Tie Guanyin verkauft.

Aber der Wuyi Oolong aus Nantou ist überrascht frisch, elegant und aromatisch. Nur eine Spur von „Heu“ erinnert mich noch an den Wuyi. Eine Überraschung, die der Teebauer Chen in Südtaiwan uns beschenkt, zeigt uns, was dieser Oolong auch sein kann und erfahrende Teeliebhaber aus dem Konzept bringen könnte!

Teeseminar Gongfu Cha

In dem letztem Email von Corni, schrieb er:

PS
Wir bekommen von unserer Partnerstadt Shanghai ein Chinesisches Teehaus geschenkt. Baubeginn wird Ende des Jahres sein.

Wissen Sie zufällig, wo man in Hamburg ein Gon-Fu-Cha Seminar besuchen kann?

Vielen Dank im voraus und viele Teeverliebte Grüsse nach Zürich

Ich weiss leider nicht, wo man in Hamburg Gongfu Cha Seminar lernen kann. Ehrlich gesagt, Gongfu Cha Seminar… Jeder, der Schlitzauge hat, ist bereits ein Teexpert. Jeder, der China bereist hat, Gongfu Zeremonie zugeschaut hat und ein bisschen „Chinoserie“ geschnuppert hat, kann bereits Gongfu Cha oder Tee-Seminar geben. Diese Szenerie könnten wir überall in Europa im Internet beobachten oder in der TeelädenLandschaft feststellen. 

Was bedeutet schon, Gongfu Cha Seminar zu geben und zu besuchen? Ich bewundere das Interesse und Leidenschaft der Teefreunde, die mich fragen, wo sie ein Gongfu Cha Seminar besuchen könnten!

Was ist überhaupt Gongfu Cha? Ein bisschen Tee, zwei Teekanne, ein wenig Wasser aufgiessen, abgiessen und umfüllen? Ist das Gongfu Cha?

Meine Antwort ist Nein!!

Im Gongfu Cha lernt man als aller erste: Gastfreundschaft, Baobachten und Dankbarkeit. Sich einzulassen auf die Gäste, sich einzulassen auf den Tee, sich einzulassen auf die diverse Situation. Sich wirklich auf der Situation einlassen zu können müssen wir zuerst lernen, nur nicht sich selbst zu sehen, sondern zu beobachten. In einer Atmosphäre von harmonischen Geben und Nehmen emfinden wir sofort ein Gefühl der Dankbarkeit. Aus der Dankbarkeit entsteht eine universelle Liebe, die Menschen glücklich macht. Das ist der Schlüssel zum Gongfu Cha.

Deswegen fragen wir im Gongfu Cha nicht als erste: wieviel Teeblätter sollte ich nehmen? Wie lang muss ich den Tee ziehen lassen?

Wir lernen zu fragen,

wer kommt zum Tee?

Was für einen Tee bereiten wir zu?

Wie sollte ich machen, damit der Tee uns seine beste Seite zeigen kann?

Wie entdecke ich einen unbekannten Tee?

Um diese Frage zu beantworten möchte ich gerne mit Teefreunden paar Stunde teilen und meine Erfahrungen berichten.

Am 24. November Samstag 14-17 Uhr in Zürich Lotus Garten (Nähe Rietbergmuseum, Waffenplatzstrasse 1) findet ein Gongfu Cha Seminar mit Menglin statt. Seminargebühr: 40€ bzw. 60 Sfr. Wer sich dafür interessiert, bitte meldet sich hier oder Tel.

Am 25. November Sonntag 10-16 Uhr in Zürich Lotus Garten (Nähe Rietbergmuseum, Waffenplatzstrasse 1) findet ein Teekunde-Seminar mit Menglin statt. Seminargebühr: 70€ bzw. 120 Sfr.

Wir lernen die Sprache des Tees kennen. Was heisst, ein weisser Tee, ein Oolong und ein Grüntee? Was heisst ein qualitativ guter Tee? Wie unterscheiden wir einen Tee aus Hochland oder aus der Ebene? We könnten wir unterscheiden zwischen von Insekten befallenen Oriental Beauty und normalen Fancy Oolong? Was erzählt uns eigentlich der Tee? Wer sich dafür interessiert, bitte meldet sich hier oder Tel.

Für Teefreunde, die beide Teeseminar besuchen möchten erhalten einen Preis von 100 € bzw. 165 Sfr.

Am 18. November Sonntag findet in Berlin ein Teekundeseminar mit Menglin statt. Anmeldung bei Herrn Mario Pestel hier.

Ich freue mich, mehr Teefreunde live kennenzulernen!

Frage zu Gongfu Cha von Corni

Liebe Meng-Lin,

erst durch deinen Tee-Blogg wurde ich inspiriert tef in den Tee einzutauchen!!!

Ich glaube der Tee ist nicht greifbar, (daher so spannend und inspirierend) sondern  veränderbar.

Ich habe  festgestellt, das durch verschiedene Teesorten (Proben), der Horizont sich ständig erweitert.

Trotzdem habe ich praktische Fragen:

Kann man bei Ihnen in der Shweiz Teeb bestelen, oder ist es nur auf die Schweiz beschränkt  (Siehe RvRtee)

Was ist  die optimale Kannengröße 200 ml oder 150 ml (Gon-Fu-Cha)?

Kann man bei Ihnen Proben über 10 Gramm bestellen?

Welche grünen Tees sind für Sie die besten? (Sorry auch die OOlongs)?
 
Wie ist das Verhältns  ein Teelöffel–Tee eine Tasse-Wassser?

Fie Tasse von 1 Liter oder kleiner ?

Bitte um schnelle Antwort!!

Als ich dieses fremde Mail bekam, muss ich ehrlich sagen, ein wenig von den Fragen und Aufforderung zur schnellen Antwort „überrascht“.

Ich bemühte mich höflich auf den Teefreund aus fernen Norden einzugehen, aber möchte ihn doch bitten auf die wenigste Ungangsform zu achten. Der Teefreund Corni reagierte sofort und das zweite Mail war schon anders. Er hat mir erlaubt das Mail zu veröffentlichen, so dass andere Teefreunde auch von ähnlichen Fragen profitieren.

1. Welche grünen Tee sind für mich die besten?

Eigentlich versuche ich in diesem Teeblog den Gegenteil zu zeigen, dass man eine autoritäre Person nicht braucht, um einen guten Tee zu trinken. Ich möchte meinen Geschmack hier nicht durchsetzen. Wenn es so wäre, wäre die Teekultur sich zu einer Sackgasse entwicklen, die nur „diese“ oder „jene“ Tee in Frage käme!Nein, ich möchte Teefreunde zeigen, wie wir aufgrund unsere eigene Sinneswahrnehmung, die Sprache des Tees kennenlernen könnten! Tee spricht eine Sprache, die jeder versteht und erkennt! Nur der Zugang fehlt! Z. B. die Frage „Was bedeutet, wenn die Blätter diese Farbe zeigen und diese Trübung hat… “ könnten beantwortet werden, wenn wir die objektive Beschaffenheit des Tees verstehen! Aber was für Tee sind die beste? Alle richtig hergestellte Tees!Glauben Sie an Ihre Zunge, anstatt an meine. Glauben Sie an Ihre Nase anstatt an meine.

Eine Teekundekurs wäre eigentlich dringend erforderlich in Europa.

2. Optimale Kannegrösse. Ich würde mich zuerst fragen, für wie viele Personen?Für Zwei Personen würde eine Grösse für 100 – 120 ml – es wäre im Gongfu für 6 kleine cups.

Eigentlich ist die Frage nach der Grösse nicht so wichtig. Viel Wichtiger sind, 1. was für einen Tee bereiten wir zu. Für einen kugeligen Oolong oder für einen grünen Tee mit losen Blätter. 2. Wer trinken diesen Tee?

Tee und Menschen stehen im Mittelpunkt des Teeverständnis im Gongfu Cha, nicht das Geschirr etc. Das ist ein häufiges Irrtum, um Verkauf zu fördern, dass Yi-Xing viel besser und das Wichtigste sei! Nein! Der Mensch, der diesen Tee trinkt und der Tee, der hier zubereitet wird sind das wichtigste! Danach kommt, wann, wo und wie.

Ich werde ein Gongfu Cha Seminar im November anbieten, wo wir die Grundeinstellung von Teezubereitung lernen könnten und mit verschiedenen Teegeschirr experimentieren!

Wenn der Mensch, der einen starken Tee gerne hat, dann würde er in einer Kanne Grösse für 100-120 ml bei einem FORMOSA HOCHLAND ungefähr zwei bis drei Teelöffeln nehmen (den Boden der Teekanne leicht bedecken als Faustregel) und ihn entsprechend länger ziehenlassen.

Wenn aber der MENSCH, der einen duftenden Tee gerne hat, dann würde er in einer Kanne Grösse für 100- 120 ml bei einem DANCONG ungefähr nur 2 Teelöffel nehmen, anstatt 3-4 Teelöffeln (mein Geschmack wäre aber so) und nicht zu lang ziehenlassen. DANCONG duftet stärker, wenn er kurzer gezogen wird.

Also der MENSCH und der TEE stehen im Mittelpunkt. Das Geschirr ist nur ein Hilfsmittel. Gongfu Cha ist nicht nur mit Yixing Kanne Tee aufzugiessen. Im Gongfu Cha lernen wir ebenfalls, Tee nur in einer Schale zuzubereiten, wo wir überall einen duftenden Tee zubereiten könnten!! Wir lernen frei zu werden, anstatt beschränkt und eingeschränkt vom Verkäufer zu werden!

Ich danke Corni, dass er mir die Chance gegeben hat, gezielt auf diese Grundeinstellung des Gongfu Cha einzugehen.

Ich bedanke mich herzlich bei ihm! Schöne sommerliche Grüsse an den Norden!

Tee und Kungqu

Mein Erlebnis mit dem Schachtelhalm Tee

Eigentlich hat es angefangen mit der Geburtstagsfeier.

Ein wunderschöner Tag. Die anderen feierten noch auf der „Ruti-Wiese“, während die anderen sich bereits auf die nächste „Strassenparade“ vorbereiteten.

Meiste Freunden waren zum Tee gegen Abend da. Unter dem wunderschönen Apfelbaum haben wir eine Schale Grüntee geteilt – es war noch den echten Matcha. Zum Dessert hatte ich Apfelwähe vom den Baum gebacken. Alles war richtig entspannt und fröhlich. Sie wussten, dass ich gerne Champane habe – eines meiner drei Lieblingsgetränk: Tee, Kaffee (nicht einfach braune verbrannte Flüssigkeit) und Champoos. Fast alle haben mir eine edele Flasche Schaumwein aus dem richtigen französischen Provinz mitgebracht. Ich war zu tiefst berührt. Nach paar Tropfen fing sogar das zurückhaltende und introvertierte Bergvolk an, zu singen, zu jodeln und zu klaschen. Die Nacht war lang, die Luft war frisch und der Garten wurde immer kälter.

Am nächsten Tag war mein Urin rot. Ein Arzt brauchte ich und zwar ganz dringend, aber wo und wie?

Entsetzt stellte ich fest, dass man in ganzer Stadt keinen Urologe finden konnte, weil sie auf irgendeine Insel oder Bergen hocken! Wer sollte sich um meine Blase kümmern! Auch wenn ich eine Frau am Telefon erwischte, sagte sie mir, dass sie keinen neuen Patienten aufnehmen will. Entsetzlich! Was für ein humanitäres Land!? Auch die Apotheke am Schmieder Wiedikon verweigerte mir meinen Ersuch für Troilette, obwohl ich dort meine Blasen-Entzündungsapparat einkaufte! Ich war verzweifelt und gleichzeitig beängstigt.

Zum Schluss wurde ich zum Doktor am einen edelen Villa gefahren, wo der Doktor nicht auf Ferien war. Seltsam, würde ich denken. Der Ergebnisse vom Besuch beim Doktor resultiert auf

drei Feststellung: 1. Es liegt eine Entzündung in der Urinprobe vor; 2. Keine Schwangerschaft, 3. Keine Nierenstein;

eine Antwort: „warum habe ich Blut im Urin?“ (ein angstvoller Blick) „Es ist bei Frauen häufig so.“

und eine Hinweise: rein pflanzliches Plizapparat zu nehmen. Immer eine Stunde vor dem Essen oder 2 Stunde nach dem Essen.

Danach wurde mein Kampf gegen die Bakterien angefangen – mit Schachtelhalm-Tee anstatt mit Pilz!

Diese grüne gemahlene Pulver begleitet mich in dieser Zeit. Es hat mir wunderbar geholfen!

Schachtelhalm Schachtelhalm wächst fast überall im Wald. Das Bild stammt aus Heilkräuter.de

Schachtelhalm

Schachtelhalm

Einen Tee aus der Pflanze verwendet man vor allem zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege und bei Nierengrieß. Er eignet sich auch zur Behandlung von chronischem Husten und zur Ausschwemmung von Ödemen. In Konzentraten wird Ackerschachtelhalm von Sportlern zur Stärkung von Sehnen und Bändern verwendet. Auch in der Arthrose-Medizin finden Konzentrate (Elixier) erfolgreich Anwendung. Heute ist Acker-Schachtelhalm Bestandteil vieler standardisierter Präparate, wie Rheuma-, Husten-, Nieren-, Blasen– und Blutreinigungstees.

Ersatz für Matcha in Europa?

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Meine Teeeltern bemühen sich eine eigenständige europäische Teekultur zu pflegen, obwohl die praktizierte Form japanisch und von dem Urasenke-Stil ist. In ihrem Haus am Bodensee werden versucht möglichst nur euorpäische Köstlichkeiten aus der Region auf dem Kaiseki-Set zu servieren und ein an der hiesigen Tradition und Kultur annährendes Praxis auszuprobieren. Nur der Tee kann man leider nicht ersetzen, seufzt oft mein Teevater D.

„Vielleicht doch, wie so nicht mit Brennesel?“ Ja, gemahlende Brenneselblätter! Jubelte er einmal. Aber der Geschmack…? Er sah die gezogenen Gesichter der Anwesenden. Wir verzichten auf diese Idee.

Nun musste ich seit einer Woche diesen Tee trinken, der die scheinbar einfachste, aber notwendigste und trivialste Tätigkeit eines Menschen erleichtern sollte – Wasserlassen. Was hilft überhaupt bei einer Blasenentzündung? Mein Arzt am Zürcher See schwörte auf den „siegreichen, pflanzlichen und profitreichen Pilze-Apparat“, während ich mich auf meine „rein pflanzliche“ Schachtelhalm-Pulver verlasse.

Es sieht so aus, dass ich den Krieg gegen die Bakterien gewinnen könnte – nach einer Woche im Bett liegen…

Ich trinke seit einer Woche immer die gemahlten Schachtelhalmpulver. Plötzlich kam ich auf die Idee: warum nicht mit Chasen (Teebesen) die Pulver schlagen? Wäre es nicht etwas für den „europäisierten“ Matcha?

Pujing Hao – Pu Er Tee 2006

Neifei內飛 Die Identitätskarte von Pu Er. Dieser Zettel erzählt uns, von wo dieser Pu Er Tee stammt – aus welcher Fabrik und welchem Ort. Fast in jedem Pu Er Fladen steckt ein kleines Zettel. Auf Chinesisch nennen wir es Neifei.

Der Pu Jin Hao – Pu Er sollte eine Ernte von 2006 Frühling sein. Im 2006 Herbst wurde diese Ernte erst zu Pu Er Fladen verarbeitet. Im Moment herrscht bei Pu Er eine Mode ähnlich wie die Mode überall: Nostalgie. Ein guter Pu Er sollte aus wilden alten Teebäumen stammen und mit der traditionellen Methode – mit Stein gepresst werden.

Ich kenne junge Pu Er. Solche Tees sind eigentlich nicht zum sofort Trinken gedacht. Sie schmecken scharf und man spürt die „Wildlife“ noch in diesem Tee.

Aber dieser Pujin Hao vermittelt mir ein neues Genuss-Erlebnis mit dem Pu Er. Der Fladen duftet noch nach der Frühlingswiese und man sieht noch die weißen Tipps und schöne fette Blätter. Der Aufguss ist hell – das heißt, dass er ist jung und „roh“ – nicht künstlich nachfermentiert. In meiner Nase duftet es wie ein Hauch von der Wiesen-Frische, von dem Honigsüß und von der Wildnis. Einerseits sanft und elegant, andererseits versteckt er nicht sein ungezügeltes Temperament.

Bei dem ersten Aufguss entfalten sich die Blätter bereits sehr gut. Elastisch und weich. Diese weichen elastischen fast unbeschädigten Blätter erzählen uns, dass er tatsächlich mit traditioneller Methode mit Stein gepresst wurde und aus wilden alten Bäumen stammt. Pu Er Tee, der mit moderner Technik gepresst sind, sind meistens zu hart, zu öffnen. Man muss fast mit „Gewalt“ den Tee zu öffnen. Pu Er Tee zu öffnen ist eine spezielle Technik erforderlich. Mit Stein per Hand gepresster Pu Er Tee ist elastischer und einfacher zu öffnen. Von der Erscheinung des Fladens könnte man bereits sehen, ob dieser Tee wirklich traditionell gepresst wurde.

Wenn es um einen Teegarten genügend alte Teebäume und Bäum-Bestand gibt, bedeckt ausreichende Feuchtigkeit und Nebel um den Garten. Das ist eine hervorragende Bedingung für Teebäume zu wachsen. Wilde alte Bäumen haben grossen und fetten Blätter, während kultivierte Teebäumen eher kleine Teeblätter und harte Stande aufweisen. Die grossen Teeblätter und die Stange zeigen uns eine elastische Weichheit, die uns einen schönen aromatischen Geschmack verleiht. Diese Information gibt uns wiederum Bescheid, ob dieser Tee tatsächlich aus den alten Teebusch stammen.

Man lebt zwar immer im Hier und Jetzt, aber ich freue mich schon, was dieser Tee mir wohl in zehn Jahren zeigt oder zeigen kann!