Ich biete Ihnen eine Million Franken an

An einem sonnigen Samstag im Frühling ist Shui Tang manchmal ruhiger als sonst und Gäste kommen später als sonst. Es war gestern so.

Erst gegen zwei Uhren kamen Teeliebhaber zum Tee. Ich goss gerade einen Jin Guan Yin und es sassen zwei Herren am Teetisch aus verschiedenen Orten. Ein Herr kam fast tanzend hinein und fragte, wo er überall anschauen darf. Er ging nach hinten, fasste alles an. Als er die bereits reservierten Dai Keramik anfasste, sagte ich ihm, dass diese Objekte bereits vergeben sind. Dann antwortete er, „Ich bezahle es schon, wenn was passiert.“

„Es hat nichts damit zu tun, ob Sie bezahlen.“ sagte ich.

„Man kann alles kaufen. Mit Geld kann man alles machen.“ sagte er.

„Nein. Das stimmt hier nicht.“ blieb ich ruhig.

„Wenn ich Ihnen eine Million anbiete, was machen Sie?“ sagte er unbeeindruckt in der gleichen Ton.

„Ich lehne es ab.“ Ich reichte meinen Gästen den Tee weiter.

„Jaja.“ unbeeindruckt machte er einfach weiter.

Auf einmal hat es mir gereicht. Ich war nicht wütend, nicht beleidigt, nicht verletzt, aber ich war entschlossen.

„Verlassen Sie sofort diesen Ort.“ sagte ich mit einer Bestimmheit.

„Jaja.“ er achte es nicht.

„Verlassen Sie JETZT hier!“

Er zuckte seinen Schulter und ging aus der Tür.

Meine Gäste schütterten ihren Kopf.

„Menglin, es war gut.“

Wir tranken weiter unseren Tee. 10 Minuten später war der Tisch so voll. Es war eine gemütliche Teerunde und es ging uns gut. Auch die Kasse.

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