Ein Handwerker im Weltnievau

Meister Hsu erzählte mir von seinem Kampf gegen Meissen.

Meissen hat die Details von seinem Vase kopiert. Dies hat sein Fan entdeckt und Meister rasch informiert. Meissen gestand nicht sofort die Tat, kam aber mit seinem Anwalt nach Yingge um diese Angelegenheit zu regeln. Die Verhandlung brach ab ohne Erfolg. Meister Hsu war überrascht über die Haltung von diesem weltberühmten Unternehmen, weil er mitgeteilt wurde, dass er mit seiner Klage keinen Erfolg erzielen kann. Meissen habe nichts kopiert.

Es ging weiter. Meister Hsu sagte mir, dass er nicht für sich selbst kämpft, sondern für das Respekt und Ehre.

Irgendwann hat Meissen ihm einen Kompromiss angeboten. Meister Hsu wurde nach Meissen eingeladen, um 10 Werke zu gestalten. Meissen schenkt ihm diese Werke und er kann sie ganz teuer auf dem Markt verkaufen. Somit ist Meister entschädigt!

Also ging Meister nach Meissen und begann eine schwere Reise voller Kulturschock. Er erzählte mir von schlechtem Essen, keiner Uebersetzung und katastrophaler Betreuung. Zum Glück hat seine Frau Ipad mitgenommen und lud ein Uebersetzungsprogramm runter. So ging die Kommunikation.

„War die Arbeit in Meissen soll?“ Ich fragte mit vielem Respekt. Meissen! Was für einen Name.

Er kratzte ein wenig seine Haare und sagte langsam, „Wenn die Handwerker in Meissen meiner Schüler wäre in Taiwan, hätten sie gerade eine 4 erhalten. (4 – befriedigend)“

„Was? Das glaube ich nicht!“

„Ich habe es zuerst auch nicht geglaubt, Menglin! Meissen ist eine Industrie! Sie verkaufen ihren Name anstatt Handwerk. Das muss man ehrlich zugeben können!“

Er schütterte seinen Kopf, „Sie können nicht einmal eine Vase drehen, wie ich es will. Als ich dort arbeitete, kamen alle zuschauen. So etwas, wie ich machte, haben die noch nie im Leben gesehen.“

„Warum machst Du so chinesisches Kitsch?“ Ich mag die Sache nicht, was er dort machte. Ich bin zu ihm direkt, weil er auch so zu mir ist. Wir mögen uns so auf dieser Art.

„Ich wollte ein kleines Stein ins Rollen bringen. Meissen sollte sein Horizont erweitern.“ er schaute mich an, „Und Menglin, ich bin ein kommerziell orientierter Handwerker. Ich mache Dinge die die Leute begehren. So verstehe ich mich.“

Seine Ehrlichkeit bracht mich zum Schweigen.

„Willst Du nicht wie ein Künstler sein, etwas anders zu machen als Geld zu verdienen?“

„Es ist kein Tugend arm zu leben.“ lächelte er, „Handwerker ist Handwerker. Ich fühle mich wohl mit dem was ich tue. Jeder hat seinen Platz in dieser Welt.“

Das war mein Besuch bei Meister 許朝宗 Hsu, Chao Zong. Ich kann jetzt keine Fotos zeigen, was er in Meissen kreiert hat, weil ich fast die ersten, die sie live gesehen habe. Meister wollte sie noch der Öffentlichkeit offiziel zeigen.

  

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