Besuch eines Shakuhagi-Spieler Yoshida

Besuch eines Shakuhagi-Spieler Yoshida

An einem sonnigen Samstag ist die Arbeit in Shui Tang recht entspannt. An solchen Frühlingstag sind Menschen getrieben von warmem Zahara-Sandsturm und Welle des Pollen-Flugs. Um so überraschend ist der Besuch von Evi, die gestern als Fremdenführerin spielte und ihren Freunden aus Japan.
Yoshida begleitet von seiner russischen Frau und einem Kameramann, der seine Reise und Musik dokumentieren sollte, spielte improvisiert in Shui Tang, als ich ihm sagte, dass das Stück Reibo zu meinem Lieblingsstücke gehört.
Während draussend Menschen kamen und gingen, herrschte die einfachen Stimme des Shakuhagi gepaart von den Atemzüge Yoshidas. Seine Atemzüge gaben energisch den Rythmus des Spiels und verleihte seine Präsenz durch Musik auf eine sehr beeindrückende Art. Man fühlte sich hingerissen und wurde versetzte nach Sendai – ich roch Fische, sah die Meeresbrandung und plötzlich sass ich unter den alten Kiefer des Rinoji. Dann kamen wütende Schreien aus dem Meer… Diese Sunami im vergangenen Frühling zerstörte die Idylle Sendais…
Kamera-Mann machte seine gute Aufgabe und fragte mich nach meiner Impression von seiner Musik.

Die Stimme von Shakuhagi ist wie die Sprache des Tees. Sie wirken auf der gleichen Art und Weise. Die Düfte und Geschmäcke des Tees gleichen wie die Stimme Shakuhagis wie ein Schlüssel – ein Schlüssel zu einer Tür. Man ahnt dass etwas hinter dieser Tür gibt – wie ein Geheimnis des Lebens – für manche ist es wie Erleuchtung. Manchmal öffnet die Stimme Shakuhagis mir die Türspalte breiter, manchmal enger… Egal wie die Spalte aussieht, ich weiss, dass es ein Freude ist, in dieser Welt zu leben!

Ich nahm meine Lieblingssteinkanne – Stein, ein sehr altes Mitglied unserem Unisversums. Aus meinem Schrank holte ich meine Lieblingskirschbaumrinde-Teedose. Aus dieser Dose nahm ich paar Blätter von dem kostbaren Puer aus dem alten Baum in Bangwei – ein Geschenk eines guten Freunds. So bereitete ich den Tee für meine Freunde, die vorher Fremde waren, zu. Der Tee aus einem sehr alten Baum – man sagte, er sei über Tausendjahren alt, konnte meinen Freunden erzählen, wie die Stimme des Zens ( so bezeichnet man die Musik Shakuhagis) mich berührte.
Yoshida wird Zürich vielleicht im Oktober noch einmal besuchen. Vielleicht haben die Musik-Freunde Glück die Stimme des Zens von Yoshida zu hören!

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