Ein Club von Teefreunde

Wie jedes Club ist jeder mit eigener Ambition und Vorstellung ins Teeclub eingetreten. Dass es ein Teeclub heißt, sollte bedeuten, dass Menschen von diesem Club sich sehr für Tee interessieren. Das kann sein.
Ich traf ins Teeclub ein seit paar Jahren. Angefangen war ich nur neugierig. Irgendwann reichte Neugierde nicht mehr um in einem Club zu bleiben. Der Grund, der mich bewegt, dort zu bleiben, war zuerst der Jörg Meier.
Eigentlich kann ich nicht sagen, dass diese Person mir sofort ein Freunde war. Aber er schätzt meine Arbeit im Tee und meine Kenntnisse. Wir haben zusammen viele spannende Tee-Veranstaltungen in der Schweiz gestalten und ich lernte ihn schätzen. Oft bin ich zu sehr fixiert auf eine bestimmte Vorstellung von Tee. Er hat eine gute Klarheit, dass das Club ein Ort ist, für alle. Ein Plattform für Möglichkeiten im Tee. Er arbeitet, tut und macht alles für Tee. Ich schätze seinen Einsatz, seine Offenheit und seine Ausdauer. Das kann nur funktioniert, wenn er Tee liebt und eine Frau hat, die hinter seinem Hobby steht!
Dass ich mich wohl fühle, in diesem Club, hat es mit Menschen zu tun, die Tee lieben. Diese Menschen habe ich im Teeclub kennen gelernt und wir waren zusammen auf der Reise in Teefelder Taiwans. Sie haben meine Temperatment ertragen, meine feuerige Art geduldet und meinen Einsatz geschätzt. Sie tragen mich und Shui Tang von ganzem Herzen. Ich kann nur meine Dankbarkeit hier ausdrücken. Sie halfen mir beim Aufbau, helfen mir bei jeder Veranstaltung, indem sie kommen. Sie helfen mir moralisch, wenn sie mich immer ganz herzlich umarmen!
Ich habe wirklich gute Teefreunde in diesem Club gefunden.

Am vergangenen Sonntag war general Versammlung von Teeclub in einem noblen Hotel Zürichs. Dass man sich oft in noblem Haus trifft, ist oft ein Punkt für anderen zu kritisieren: „Versnobt“. Das kann sein.
Wenn es der einzige Grund ist, um nicht in das Club einzutreten, verpasst man richtig viele Dinge, um Tee in der Schweiz zu bewegen.
Hans und seine Idee „Tee-Scout“ in der Schweiz umzusetzen sind für mich ein tolles Beispiel, etwas in Bewegung zu sezten, anstatt nur zu reden. Ich freue mich, wie eine Vision viele Teefreunde ansammeln und gemeinsam etwas tun. Eine Vision bringt Menschen Hoffnung und Sinn für die Gemeinschaft. Es ist nicht ein Club für schönes Teetrinken. Es ist ein Club von arbeitsfreudigen Menschen, die etwas für Tee hier tun wollen! Natürlich ziehe ich mich von diesem Projekt zurück (weil ich selbst ein Teehaus führe), stelle immer nur ganz kritische Frage und äußere meinen Zweifel an die Kompetenz und Neutralität des Scouts. Meine Kritik wurden von Hans sehr willkommend geheissen. Ich hoffe und freue mich auf die erste Publikation!

So wie in der GV gesprochen wurden, hat der Vorstand vieles vor. Ein Internet-Forum und ein umfangsreichen Mitgliedszonen. Super! Da ist etwas los!
Was fehlt noch jetzt? Dich! Ein Teefreund, der gerne etwas bewegt!
Melde Dich beim Teeclub.
Mitgliedbeitrag für Singel: 120 Sfr. im Jahr (Dank Joseph…)
Mitgliedbeitrag für Paare: 200 Sfr. im Jahr
Studenten: NUR 50 Sfr.!

4 Gedanken zu „Ein Club von Teefreunde

  1. Menglin

    Das weiss ich nicht. Am besten fragt man, wenn alles so weit ist. Um etwas tatsächlich zu gestalten, braucht wirklich Menschen, die sich dafür einsetzen. Ich hoffe, Teeclub Schweiz werden viele Teefreunde versammeln und die Ideen verwirklichen!

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  2. Jürg Meier

    Zunächst natürlich herzlichen Dank an Menglin, über deren Freundschaft ich mich auch sehr freue und die mich oft auch bereichert. Es ist ein Riesenglück, dass sie sich ausgerechnet in Zürich niedergelassen hat und uns hier viele Türen zum Tee öffnet. Aber ich betrachte Menglin natürlich längst nicht mehr nur als excellente Tee-Expertin, sondern (und da spreche ich auch von anderen Clubmitgliedern), als wunderbaren Menschen, den wir lieb gewonnen haben, obwohl wir sehr unterschiedliche Vergangenheiten haben.

    Wie Du richtig schreibst, ist der Club ein schmaler Weg, gepflastert mit vielen Kompromissen. Was ist ein Teeliebhaber? Muss er Hochland-Oolong oder Huang Shan Mao Feng trinken, um als ein „wirklicher“ zu gelten? Ist ein Schwarztee-mit-Milch-Trinker auch ein Teegeniesser – oder bloss ein Dilettant?

    Nun, Tee selbst hat einen weiten Weg gemacht. Er hat sich in vielen Regionen der Welt angesiedelt, hat viele Kulturen weit ausserhalb des chinesischen Kulturkreises beeinflusst. Dabei überzieht er ein Land nicht mit einer einheitlichen, globalisierten Ästhetik, wie dies etwa die Kaffeekultur mit ihren immergleichen Kaffeebars tut, sondern erobert Länder mit einer unnachahmlichen Subtilität. Ich denke an so weit auseinanderliegende Formen wie Gong Fu Cha, die japanische Teezeremonie, der marokkanische Pfefferminztee (der auf Gunpowder basiert), das Engliche Afternoon-Tea, den amerikanischen Iced Tea. Diese Kulturen wollen und sollten wir auch beleuchten, obwohl sie vielleicht nicht der „reinen Lehre“ entsprechen.

    Persönlich ist mir natürlich der „High-End“-Teegeniesser, der die besten Teesorten unverfälscht kennenlernt und geniesst, der Liebste. Und ich bin auch klar der Meinung, dass wir über *guten* Tee immer noch *viel* zu wenig wissen, hier im Westen im wesentlichen als blinde Hühner herumlaufen. Hier muss der Club weiter Schwerpunkte setzen, soweit wir es in unseren Möglichen liegt.

    Aber jede Teekultur hat einen grossen Wert, und in ihrem innersten liegt immer: der Tee. So oft schon habe ich über den Tee interessante Menschen kennengelernt und auch Freundschaften geschlossen. Weit über Kulturgrenzen hinweg, so wie mit Dir, Menglin. Man muss das Ganze nur lange genug ziehen lassen.

    Jürg

    PS.
    Die geplante Internet-Plattform steht nur Mitgliedern, später evtl. auch Gönnern zur Verfügung. Öffentliche Tee-Foren gibt es ja sonst schon einige.

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  3. Jürg Meier

    Zunächst natürlich herzlichen Dank an Menglin, über deren Freundschaft ich mich auch sehr freue und die mich oft auch bereichert. Es ist ein Riesenglück, dass sie sich ausgerechnet in Zürich niedergelassen hat und uns hier viele Türen zum Tee öffnet. Aber ich betrachte Menglin natürlich längst nicht mehr nur als excellente Tee-Expertin, sondern (und da spreche ich auch von anderen Clubmitgliedern), als wunderbaren Menschen, den wir lieb gewonnen haben, obwohl wir sehr unterschiedliche Vergangenheiten haben.

    Wie Du richtig schreibst, ist der Club ein schmaler Weg, gepflastert mit vielen Kompromissen. Was ist ein Teeliebhaber? Muss er Hochland-Oolong oder Huang Shan Mao Feng trinken, um als ein „wirklicher“ zu gelten? Ist ein Schwarztee-mit-Milch-Trinker auch ein Teegeniesser – oder bloss ein Dilettant?

    Nun, Tee selbst hat einen weiten Weg gemacht. Er hat sich in vielen Regionen der Welt angesiedelt, hat viele Kulturen weit ausserhalb des chinesischen Kulturkreises beeinflusst. Dabei überzieht er ein Land nicht mit einer einheitlichen, globalisierten Ästhetik, wie dies etwa die Kaffeekultur mit ihren immergleichen Kaffeebars tut, sondern erobert Länder mit einer unnachahmlichen Subtilität. Ich denke an so weit auseinanderliegende Formen wie Gong Fu Cha, die japanische Teezeremonie, der marokkanische Pfefferminztee (der auf Gunpowder basiert), das Engliche Afternoon-Tea, den amerikanischen Iced Tea. Diese Kulturen wollen und sollten wir auch beleuchten, obwohl sie vielleicht nicht der „reinen Lehre“ entsprechen.

    Persönlich ist mir natürlich der „High-End“-Teegeniesser, der die besten Teesorten unverfälscht kennenlernt und geniesst, der Liebste. Und ich bin auch klar der Meinung, dass wir über *guten* Tee immer noch *viel* zu wenig wissen, hier im Westen im wesentlichen als blinde Hühner herumlaufen. Hier muss der Club weiter Schwerpunkte setzen, soweit wir es in unseren Möglichen liegt.

    Aber jede Teekultur hat einen grossen Wert, und in ihrem innersten liegt immer: der Tee. So oft schon habe ich über den Tee interessante Menschen kennengelernt und auch Freundschaften geschlossen. Weit über Kulturgrenzen hinweg, so wie mit Dir, Menglin. Man muss das Ganze nur lange genug ziehen lassen.

    Jürg

    PS.
    Die geplante Internet-Plattform steht nur Mitgliedern, später evtl. auch Gönnern zur Verfügung. Öffentliche Tee-Foren gibt es ja sonst schon einige.

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